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polar-chat.de  Der Hund
Angel1981

Fragen zur DVD von Anita (Karl)?

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Hallo Fories,

finde die beiden Dvd's sehr gut und denke auch das Sie in vielen Dingen Recht hat aber nicht in allen ;) !!! Zum Beispiel wird ja gesagt das was Frauchen oder Herrchen denkt, der Hund ausführt.

Das kann schon in manchen Situationen sein aber nicht immer !!!

Habe mal 2 Beispiele dafür....

1) Angel liebt Schnee, mir macht Kälte nichts aus aber bin kein grosser Fan von dem weissen kalten Etwas ;) ! Warum mag Angel es dann aber ? Laut meinen Gedankengang müsste Sie ja dann auch keinen Schnee mögen...man sagt ja auch wenn dem Besitzer Regen was ausmacht, wird der Hund da auch negativ drauf reagieren...

2 ) Jeden Morgen gehe ich zum Feld und lasse Angel ca 1 Stunde freilaufen...99,9% gehts morgens auch immer ruhig zu...aber manchmal fängt Angel panisch an, an der Leine zu zerren, jault und erst dann gucke ich mich um was Sie denn hat und da sehe ich auch schon den Übeltäter, der Bagger, wo Sie total Panik vor hat...aber Sie hat den Bagger zuerst gesehen und hat dementsprechend Angstverhalten gezeigt...ich hatte den Bagger ja vorher gar nicht gesehen und somit auch keinen Film im Kopf !!! Somit ist es doch bewiesen das die Hunde teils eigenständig "denken" und sich sehr wohl auch an die Vergangenheit erinnern...was meint Ihr dazu ?

Bin gespannt...

LG

Susanne

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Hallo,

am besten trifft es wohl dieser Satz von kuhhund :

"Eine Macke ist eine Macke und ein Film ist etwas, was eine Macke am Leben erhält."

Zitat Ende

Dein Hund braucht deinen Film nicht um Dinge anders zu bewerten als du es gerne hättest,

aber wenn du den dazu passenden Film hast,nimmt er ihn an !!

LG Jörg

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Ich glaube nicht, dass Anita irgendwo sagt, dass der Hund keine eigene Meinung mehr hat ;)

Ich denke, es geht eher darum:

Wenn du Angst/ Zweifel hast, dann wird dein Hund es merken ( Energie und Geruch).

Wenn du gut drauf, selbstbewusst bist, dann wird dien Hund auch das merken und sich dementsprechend verhalten.

Beispiel:

Du machst dir in einer Situation schon im Vornherein sorgen. Du weißt z.B. : "Da auf dem Feld ist wieder der Bagger und Angel wird fürchterliche Angst haben- oh nein, oh nein" ( Das wäre ein "Film")

Angel muss DANN den Bagger noch gar nicht entdeckt haben, er ist vllt noch gar nicht im Blickfeld- aber sie wird merken, dass du dir Sorgen machst, wird unruhiger werden, sich umsehen, ängstlich sein.

Oder wenn ich jetzt total down rausgehe, dann werde ich nicht so wirken, dass ich sie gut führen kann- und dann klappt es auch nicht so gut mit dem Gehorsam usw. Gehe ich sorgenfrei und konzentriert raus, dann verhalten sie sich ganz anders :)

Also nur weil du Schnee "doof" findest, muss dein Hund ja nicht auch der Meinung sein ;)

Mir ist es gerade auch zu kalt draußen, aber die Hunde freuen sich trotzdem ohne Ende.

Und zum Bagger:

Natürlich hat ein Hund seine Ängste auch ohne dich! Du musst den Bagger nicht registrieren, damit ihre Angst ausgelöst wird.

Hunde nehmen ihre Umgebung selbst wahr!!! Nur beeinflusst die Ausstrahlung des Rudelführers natürlich ihre Einschätzung einer Situation im hohen Maße.

Wichtig ist deine Reaktion auf ihre Ängste!!

Wenn du nun auf ihre Angst reagierst, indem du sie bequatscht, tröstest, streichelst... dann wirkst du nicht souverän, sondern "bestätigst" ihre Angst und gibst ihr nicht das Gefühl, dass doch alles "okay" ist - Denn du verhältst dich nicht "normal", sie spührt deine Besorgnis/ Angst/ Zweifel

Aber du kannst auch andersrum als sicherer HH agieren und ihr mit deiner Ausstrahlung vermitteln, dass es nicht so besorgniserregend ist ;)

Deine Austrahlung/ Energie kann der Hund sehr gut wahrnehmen und daraus seine Schlüsse ziehen.

Der Hund liest keine Gedanken. Er reagiert auf die Signale, die er wahrnimmt!

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PS: Ich find Regen auch richtig doof, aber meine Hunde sehen das ( leider, hihi) anders und gehen liebend gern raus :D

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Wichtig ist deine Reaktion auf ihre Ängste!!

Wenn du nun auf ihre Angst reagierst, indem du sie bequatscht, tröstest, streichelst... dann wirkst du nicht souverän, sondern "bestätigst" ihre Angst und gibst ihr nicht das Gefühl, dass doch alles "okay" ist - Denn du verhältst dich nicht "normal", sie spührt deine Besorgnis/ Angst/ Zweifel

Aber du kannst auch andersrum als sicherer HH agieren und ihr mit deiner Ausstrahlung vermitteln, dass es nicht so besorgniserregend ist

Dem schließe ich mich an. Hunde sind (manchmal leider) sehr gute Beobachter ihrer Menschen, Bezugspersonen. Sie nehmen jede Regung Deines Körpers, evtl. Verspannungen war..Z.B. Du siehst irgendwo etwas, von dem Du weißt, dass es DEinen Hund dazu bringt aufmerksam hinzuschauen, gleich loszubellen, nach vorn zu gehen. In diesem Moment wirst Du Deine Körperhaltung ändern, Deine Minik evtl., die Leine gleich noch mal fester halten, insgesamt angespannter wirken.

Dieses Verhalten im Gegensatz zu entspanntem Verhalten nimmt Dein Hund wahr.

Ich denke dass es in solchen Situationen "einfach" am besten ist, weiter zu gehen als ob nichts ist, kein Reden, den Hund Bequatschen. Das Zauberwort heißt in diesen Situationen vermutlich (und nach unserer Erfahrung mit Darko) Entspannung, Entspannung, Ruhe und Gelassenheuit ausstrahlen.

Darko ist sehr sensibel, auf uns bezogen, schaut mich sehr oft an und orientiert sich stark an uns, auch an kleinsten Gesten.

Leute hinter unserem Haus z.B. bringen sie oft dazu, zu bellen, wenn wir vorbeigehen- zumindest war es bisher so. Inzwischen habe ich einen Weg gefunden, denke ich und der heißt: Gehe mit Darko, freudig, entspannt, ganz normal den Weg entlang und sie reagiert nicht mehr auf diese Leute. Bei ihr hilft auch, dass ich vorgehe, sie hinter mich bringe, blocke. Sprich, ich gehe vor, wenn ich etwas sehe, wovon ich annehme (aufgrund der Erfahrungen mit ihr), dass sie sich gleich anspannt. Bei der leisesten Anspannung bei ihr (zum Glück hat sie ein sehr ausgeprägte Mimik), gehe ich nach vorn. Ich mache das so noch nicht lange, aber die Erfolge sind merkbar und diese Situationen werden immer entspannter. Außerdem "fragt" sie mich immer häufiger mit einem Blick, was sie jetzt machen soll. Bin ich dann ruhig, ist sie es immer öfter auch.

Ich weiß, dass es schwierig ist, entspannt zu bleiben, immer alles vorauszusehen. Wenn ich z.b. einen Radfahrer vor unserem Haus gar nicht anschaue, ihn erst bemerke, wenn er vorbei ist quasi, reagiert sie auch nicht.

Außerdem suche ich den Fehler bei MIR, nicht bei ihr. Ich werde das so weiter machen.

Das mit der Entspannung liest sich vielleicht einfach, aber es ist manchmal echt schwierig.

Darko´s Frauchen :-)

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Fee hat das wunderbar beschrieben, ich kann mich ihrer Meinung nur anschliessen.

Natürlich hat ein Hund auch Vorlieben und Abneigungen und Ängste, ganz unabhängig vom

Halter.

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Ja aber das mit dem bagger müsstet Ihr mal sehen :( !!!

Das ist wohl schon mehr als Angst...Sie zerrt Ihn alle Himmelsrichtungen und man kann gar nicht vernünftig mit Ihr weitergehen und wenn man stehen bleibt, legt Sie sich flach wie eine Flunder auf den Boden und fängt derbe an zu jaulen, was schon fast wie ein Schreien klingt...dabei zittert Sie sehr stark...

Habe schon alles verucht, von ablenken über weitergehen bis hin zum stehenbleiben und die Situation einfach ausharren lassen...aber nichts schlägt an !!!

Nehme mal an das beim Züchter irgendwas mit einem grossen Auto Bagger Traktor oder sowas in der Art passiert sein muss :(

LG

Susanne

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Kuckucks,

also, ich versuche keinen Roman zu schreiben.. :D

JHabe schon alles verucht, von ablenken über weitergehen bis hin zum stehenbleiben und die Situation einfach ausharren lassen...aber nichts schlägt an !!!

Ich mußte im Laufe der Jahre lernen, daß das Wort *probieren* allein schon impliziert, daß es nur ein Versuch ist, und damit ist Misserfolg vorprogrammiert.

Ich habe solche Sachen mit Yuma auch durch. Frag bitte nicht, wie oft ich schon auf Bagger ( die tagsüber vielleicht harmlos aussahen, nachts im Dunkeln dann auf einmal nicht mehr ) zumarschiert bin und diese dann gestreichelt habe, und mich nett mit ihnen unterhalten.

Das Ding ist, Du bist für Angel auch komisch, wenn Du stehenbleibst, zögerst und Unsicherheit ausstrahlst.

Nehme mal an das beim Züchter irgendwas mit einem grossen Auto Bagger Traktor oder sowas in der Art passiert sein muss

Da isser, der Film... :zunge:

Lass mich raten .. Ihr lauft, der Himmel ist blau, und da steht auf einmal nach einer Kurve ein Bagger .. Du siehst ihn ... wo guckst Du als nächstes hin ??

Zufällig auf Deinen Hund ??

Und bist Du ab dem Moment unsicher, zögerlich und verunsichert, weil Du genau WEISST, daß sie gleich loslegen wird ? Hast Du dieses ungute Gefühl im Magen ? Nimmst Du die Leine fester ? Ballst Du die Hand ? Überlegst Du, ob sie aus dem Geschirr rutschen könnte ??

Ich frage das nur, weil ICH so reagiert habe, wenn wir Cleo`s Stressoren begegnet sind ...

Oder bist Du saucool und richtest den Blick weiter auf Dein Ziel, straffst die Schultern und marschierst, ohne mit der Wimper zu zucken, am Bagger vorbei auf Dein Ziel zu ??

Ich will das gar nicht unbedingt beantwortet haben, sondern nur mal anregen, wie Du Dich in dem Moment siehst ...

Übrigens ... ich meine NICHT, daß Du mit 3 cm Abstand an dem vorbeilaufen sollst, was ihr Angst macht. Ich habe sehr lange mit viel Abstand gearbeitet ... und auch mit konsequenten, zackigen und flotten Schrittes gelaufenen U `s .. U wie Umkehr... :zunge:

Geht alles ... ;)

:winken::winken:

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Gut Du hast Recht, wenn ich den Bagger sehe versuche ich cool zu bleiben weil ich weiss das Angel wieder ausflippen wird und das spürt Sie dann auch ganz bestimmt...aber auch wenn ich Sie nicht angucke und den Bagger ignoriere kriegt Sie Panik...

und in manchen Fällen kann bei mir noch gar kein Film laufen, da Angel den Bagger zuerst gesichtet hat ;)

Eine Bekannte sagte mir, ich solle einfach den Baggern aus dem Weg gehen...

Wenn ich mit Angel spiele, auf einmal hört Sie auf, wird unkonzentriert...ich spiele einfach weiter, trotzdem kriegt Sie diese Panikattacken... also ich denke mal an meinen Film liegts nicht....

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