Jump to content
Hundeforum Der Hund
Juline

Ein oberblödes "Erfolgserlebnis" macht all die Arbeit zunichte

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich mag mal jammern, darf ich? mx59.gif

Ein doofes Erlebnis -und monatelange Arbeit scheint zunichte gemacht.

Vorgestern früh um 6 Uhr ging mein Mann wie immer mit Jule raus für`s erste Pipi.

Da tauchte ein DSH (die hat sie sowieso zum Fressen gern) in der Nähe unseres Hauses aus dem Dunkel auf, ohne Mensch, ganz allein.

Jule schoss hin, verbrüllte ihn mit Getöse, und der Schäferhund, laut meines Mannes ein recht junger Rüde, zog eingeschüchtert von dannen.

Ganz klar Fehler bei meinem Mann: nicht zuerst die Lage gepeilt, nicht im richtigen Ton sofort reagiert, und als er endlich neben ihr war: kein Halsband an Jule, und mit abblocken oder sonstwas war da nix mehr, Jule war auf 180 und nicht mehr ansprechbar und das gesamte Viertel wahrscheinlich hellwach.

Ich hatte sie schon so weit, dass sie –wenn sie lostoben wollte angesichts fremder Hunde- auf "Halt" stehen blieb und sogar auf "ZuuuMir" zurück kam, knotternd zwar, aber immerhin.

DAS ist jetzt vorbei, nachdem sie dieses blöde Erfolgserlebnis hatte: superstarke Jule, schon fast 1,5 Jahre alt, vertreibt riesigen bösen DSH!

Mensch kann nix bremsen.

Klasse!

Seitdem fühlt sich Madame etwa 1 Meter größer und 30 Kilo mutiger.

Boah ist das anstrengend.

Jede Kleinigkeit, die schon selbstverständlich war, wird nun erneut in Frage gestellt. Und fremde Hunde? Pffff die will sie nun erst recht einschüchtern, kann sie ja nun.

So goldig wie sie auf dem Avatar grinst isse nicht immer, sie kann sekundenschnell zum Monster mutieren.

Seufz, den ganzen Kram noch mal von vorne.

So ein Mist.

Frustrierte Grüße

Antonia

P.S. wir haben den fremden Hund dann noch gesucht, aber leider nicht gefunden.

Der mag jetzt wahrscheinlich keine Zottelhunde mehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ups das kann aber mal daneben gehen wenn die Madame gleich immer so giftig wird...der DSH wollte ja offensichtlich nichts böses aber der Nächste lässt sich das vielleicht nicht gefallen und dann ?

Wie reagiert Sie denn wenn Ihr ableint, Euch umdreht und weg geht ?

Manche Hunde fühlen sich nur stark, wenn der Halter hinten Ihnen steht...

LG

Susanne

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Einen konkreten Rat kann ich dir leider kaum geben - was deinen Hund angeht.

Aaaaber was deinen Mann angeht...

wir hatten Anfangs auch, sagen wir mal, unterschiedliche Meinungen über HuErziehung... es hat auch mal ordentlich gerappelt im Karton. :motz:

Irgendwann habe ich dann klargestellt:

Blaze ist MEIN Hund

er wird von MIR erzogen

wie ICH es für richtig halte

PUNKT.

Logische Konsequenz:

alles blieb/bleibt an mir hängen. Ich mach und tu quasi immer und alles (ob Gassi, Durchfall, oder sonstwas) aber ich bestimme auch.

Mein Mann ist so der "Wochenend" und "Schönwetter" Hundepapi (obwohl er ja tägl. da ist und sich auch kümmert, er spielt z.B. hier drin häufiger mit Blaze).

Mittlerweile hat sich das sehr gut mit uns dreien eingespielt, und ich sage, es war die Mühe wert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@ junkersfrau

Absolut richtige Einstellung!!!

@ juline

Ich denke nicht, dass du wieder bei Null anfangen musst. Das ist eigentlich normal, dass es solche Rückfälle gibt. Du solltest so tun als wäre dieser Vorfall nicht passiert und weitermachen. Gehe aber noch mal sicherheitshalber 2-3 Schritte zurück und sichere sie ab! Nur für den Fall, dass sie tatsächlich wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich sehe das so, jeden Tag beginnt ein neues Training.

Bibo ist leinenagressiv und Dusty ein Jäger. Bibo fährt inzwischen sehr schnell runter, aber frei auf einen Hund zulaufen könnte ich sie noch nicht lassen. Wir arbeiten dran, aber es geht eben nicht von heute auf morgen, wobei sich ihr Verhalten seit 5 Jahren gefestigt hat, unsere Trainings wurden leider immer wieder durch Krankheiten unterbrochen.

Dusty als passionierter Jäger ist eigentlich :Oo inzwischen abrufbar. Tja, wenn das Wörtchen eigentlich nicht wäre.

Vor ein paar Tagen ist so ein riesiger Feldhase aus dem Gebüsch gehopst, wo wir gerade lang wollten. Da ist sie natürlich hinterher :motz:

Zum Glück hat der Hase sich in Brombeerbüsche geschlagen jedenfalls war das Buschwerk so eng, daß Madam nicht hinterher kam.

So kam sie dann wieder zu mir, nach einigen Aufforderungen :Oo und ich habe sie freudig begrüßt.

Positiv war dennoch, früher hätte ich sie nach so einem Erlebnis nicht mehr frei laufen lassen können, heute kommt sie ruck zuck runter und geht normal schnüffeln, früher suchte sie gleich nach der nächsten Fährte.

Nimm Deinen Kerl ins Gebet, mach mal einen Spaziergang mit ihm zusammen. Nehmt dabei ein Video auf. Er sagt nichts und Du zeigst ihm dann wie Du es handhabst. Dann schaut ihr Euch das gemeinsam an und ich denke, bei ihm wird es dann eher klick machen.

Gruß

Bianca

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bildungslücke:

Wieso hatte Jule kein Halsband an?

Geht dein Mann mit ihr da ohne Leine auf Morgenrunde?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hm es ist so, dass ich Jule von Anfang an bei der Arbeit dabei habe, bin Gärtnerin, und da geht Leine gar nicht.

In den Streuobstwiesen zum Beispiel bin ich ständig auf der Leiter beim Bäume schneiden und muss sie von oben "dirigieren" können, nur mit Worten.

So kennt Jule eigentlich die Leine nur von wenigen Gelegenheiten wie Hundeplatz oder Stadtbummel.

Das war und ist aufwändig und anstrengend, die Erziehung fast ohne Leine, klappt aber inzwischen sehr gut.

Und ja es gab leider auch Zwischenfälle, dass sie dann doch (wenn ich nicht schnell genug war) zu einem Hund hingeschossen ist ohne meine Erlaubnis.

Doch das haben (oder hatten?) wir echt gut im Griff inzwischen, kam schon länger nicht mehr vor.

Allerdings schätzt sie ihr Gegenüber sehr schnell und gut ein, und kann dann auch in einer Millisekunde zum Beschwichtigungs-Profi werden...daher ist meine Furcht gering, dass sie mal in Schwierigkeiten kommt.

Mein Mann und ich sind uns im Grunde einig, und sie hört auch uns beiden, doch an dem Morgen war er einfach zu verpennt, um den fremden Hund zuerst zu sehen, und auch zu verpennt, um sofort zu reagieren, denn dann wäre es nicht so weit gekommen.

Wir wohnen hier in einem verschlafenen Sackgassen-Viertel, und die Hunde, die hier entlang laufen kennen wir in der Regel...daher läuft sie auch bei den kleinen Pipi-Gängen frei.

Das mit dem DSH war halt eine oberblöde Verkettung superblöder Umstände.

Na ja, wird schon wieder.

Ist aber für mich schon interessant, wie sehr sich ein solches Erlebnis auf die "Selbstwahrnehmung" des Hundes auswirkt!

Liebe Grüße

Antonia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.