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Hundeforum Der Hund
pyjimaus

Nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen

Empfohlene Beiträge

Hallo,

nach langer Zeit melde ich mich mal wieder hier im Forum. Ich konnte und wollte mich länger hier nicht mehr melden, da meine Mutter Mitte November gestorben ist.

Wer bereits etwas von mir gelesen hat, wird vielleicht wissen, dass meine Mama an Lungenkrebs erkrankt war und ich sie versorgt habe. Anfang November ging es plötzlich ganz schnell bergab - Schübe mit sehr hohem Fieber, ständige Krankenhausaufenthalte deswegen und natürlich auch keine Chemotherapie wegen des Fiebers. Sie ist am 13. November gestorben und es war am Ende eine Erlösung für sie.

Die letzten beiden Tage vor ihrem Tod war sie auch nicht mehr richtig ansprechbar aufgrund des Sauerstoffmangels in ihrem Gehirn. Am Mittwochabend war ich noch bei ihr im Krankenhaus und konnte ein wenig mit ihr reden, aber da war sie schon nicht mehr richtig klar und konnte nur mit größter Anstrengung auf Fragen antworten. Ich bat die Krankenschwestern und Ärzte mich sofort anzurufen, wenn es ihr schlechter geht - ich hatte schon ein ganz schlimmes Gefühl, dass sie diesmal die Lungenentzündung nicht schafft.

Der Anruf kam am Donnerstag morgen auf der Arbeit - ich ließ sofort alles stehen und liegen, rief meinen Bruder an und fuhr ins Krankenhaus - dort blieben wir bis sie starb - die ganze Zeit waren wir da und haben ihre Hand gehalten und Abschied genommen. Sie war nicht einen Moment allein - mein Mann kam am Donnerstag Abend, meine Stieftochter, Mamas Enkel (mein Neffe) mit seiner Mutter - alle haben sich von ihr verabschiedet. Sie starb um 00.35 Uhr am Freitag morgen und ich hatte daraufhin einen Nervenzusammenbruch. Gott sei Dank war mein Mann da, der die angebotenen Beruhigungsmittel der Ärzte für mich mitnahm, damit ich ein wenig zur Ruhe kommen konnte. Mein Bruder und ich haben nur geweint, es war der bisher schlimmste Tag in meinem Leben. Meine bisherige Welt brach auseinander und ich wusste gar nicht, wie es weiter gehen sollte. Aber auf einmal tauchten soviele Menschen auf - Familie und Freunde - die halfen, dass ich ein wenig aufgefangen wurde. Meine Stieftochter zog wieder bei uns für einige Wochen ein, um zu helfen, da ich - auch aufgrund der Trauer - plötzlich selbst schwer krank wurde. Diagnose Schweinegrippe mit erheblichen Komplikationen. Trotz meiner Erkrankung mussten wir uns ja um solche Dinge wie Trauerfeier, Auflösung ihrer Wohnung etc. kümmern. Mein Mann war aber meine größte Stütze - er hat mir alles soweit möglich abgenommen - hat sich um den Hund, den Haushalt und alles andere gekümmert. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar, da er selbst ja sehr traurig war/ist und meine Mutter sehr mochte.

Finanziell wurde es eng, da meine Mutter keinerlei Vorsorge getroffen hatte - wir dachten ja alle, dass sie mindestens noch ein paar Monate Zeit hat. Ein absolutes Chaos! Die Kosten für die Trauerfeier, Beerdigung etc. haben wir uns geteilt - mein Vater (Ex-Ehemann meiner Mutter!), mein Bruder und mein Mann+ich. Und wir haben einige Unterstützung von meinen Tanten, Onkeln und Freunden erhalten - absolut wahnsinnig toll, wie viel Hilfe man von allen Seiten bekommt!!! Die Trauerfeier fand hier bei uns in einer kleinen, sehr hübschen Kapelle statt, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Es tauchten Freunde von mir auf, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, weil sie sich Sorgen um mich machten - ich heule schon wieder, wenn ich an alles denke.

Es war eine schöne Trauerfeier und wir konnten alle noch einmal Abschied von ihr nehmen - mit vielen Tränen, aber in der Gewissheit, dass sie jetzt im Himmel keine Schmerzen mehr hat und auf uns aufpassen wird.

Mein Bruder ist jetzt in unser Haus mit eingezogen - Trennung von seiner Lebensgefährtin, die mit der Krankheit meiner Mutter und der damit verbundenen Arbeit und dem Zeitaufwand nicht zurecht kam, im Vorlauf - und wir sind jetzt sehr eng zusammengerückt nach Mamas Tod.

In vier Tagen ist Weihnachten und eigentlich dachte ich, dass es dieses Jahr ganz schrecklich werden wird - aber trotz allem freue ich mich auf das Fest und den Abend mit meiner Familie - meine Mutter wird dabei sein in unseren Gedanken und Herzen und sich darüber freuen, dass wir beieinander sind.

Natürlich ist unser Hund Morty in dieser Zeit zu kurz gekommen, aber er scheint damit gut zurecht zu kommen. Er ist ein ganz toller Hund, der sich der Situation hervorragend angepasst hat und akzeptierte, dass wir mal nicht so viel Zeit für ihn hatten/haben.

So, und jetzt habe ich für heute genug geschrieben....Morty muss noch mal raus in den Schnee und ich werde bei -12°C bibbern. Er nicht, denn er hat jetzt tatsächlich einen Hundemantel bekommen - es ist einfach zu kalt für die Gumminase ohne Unterwolle.

Liebe Grüße von der Ostsee

Mini

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Hallo Mini,

da hast Du ja einiges in den letzten Wochen durchmachen müssen. Ich kann mit Dir fühlen, denn ich hatte eine ähnliche Zeit das vergangene Jahr.

Man hat dann einfach keinen Kopf, irgendwas in einem Forum zu schreiben.

Weihnachten wird die Deine Mutter sicher sehr fehlen. Aber wenn Ihr alle sie in Euren Gedanken habt, ist es gut so.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie besinnliche Weihnachtstage.

Im nächsten Jahr wird alles besser!

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ach her je wie schrecklich muss das gewesen sein, für Dich und Deine Familie meine

Herzlichste Anteilnahme

ich hoffe das Ihr auch weiterhin so schön zusammen haltet denn nix ist wichtiger als Familie und gute Freunde.

Ich wünsche Euch alles erdenkliche Gute und habt ein schönes Weihnachtsfest, deine Mama wird vom Himmel her auf Euch niederstrahlen wie ein Stern.

Frohe Weihnachten und alles alles Gute !

:winken::kuss::winken:

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Hallo Mini,

nachträglich noch mein herzlichstes Beileid!

Meine Schwiegermutter ist vor 7 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Im April erkannt und im August war sie schon tot. Sie mußte sich allerdings dafür auch nicht lange quälen, sie bekam völlig unerwartet mitten in der Chemo eine Lungenembolie.

Wir waren ebenfalls alle damals an Ihrem Sterbebett, eine schreckliche Zeit!

Ich fühle ganz tief mit Dir und schicke Dir eine virtuelle Umarmung.

Gruß

Melanie

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Hallo Mini,

wir kennen uns zwar überhaupt nicht, aber Deine Zeilen sind sehr berührend und ich wünsche Dir und Deiner Familie jetzt viel Kraft und Liebe untereinander um mit der Trauer zurecht zu kommen. Mein Beileid und Mitgefühl für Dich und Deine Lieben.

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Liebe Mini,

schön, dass Du nach den vergangenen harten Wochen nun wieder in Deinem Alltag Fuß gefasst hast, auch wenn dieser nun vielleicht ganz anders ist, als er es zuvor war.

Ich bin mit meinem Mann und seiner Familie einen ganz ähnlichen Weg gegangen, als dessen Vater an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte. Es waren schwere und zugleich schöne Tage, die wir noch gemeinsam verbringen konnten. Die Endlichkeit des Zusammenseins war oft erdrückend schwer; auf der anderen Seite war es gut zu wissen, dass auch das Leiden endlich sein würde und schließlich gelang es ihm und uns allen, diesen Tod zu bejahen.

Ich wünsche Dir für die Zeit, die vor Dir liegt, und die manchmal auch Tage bringt, die ganz mit Trauer erfüllt sind, viel Kraft und Zuversicht.

Alles Gute!

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Es tut mir furchtbar leid für euch :-(

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Mein herzlichstes Beileid nachträglich zum Tod deiner lieben Mutter!

LG, Anja

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Hallo,

fühle dich mal ganz fest gedrückt. :knuddel :knuddel :knuddel

Ich weiß genau wie du dich jetzt fühlst, ich habe das so ähnlich

erst bei meinem Vater und danach bei meiner Mutter durchlebt.

Es gibt dafür keine tröstenden Worte aber es hilft schon sehr, wenn die

eigene Familie dadurch noch enger zusammen wächst.

Es ist gut das ihr euch aneinander habt, das würde deine Mutter bestimmt glücklich machen.

Mein aufrichtiges Beileid. :knuddel :knuddel :knuddel

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Nachträglich mein herzliches Beileid :kuss:

Es ist schön mal wieder etwas von Dir zu hören, ich wünsche Dir alles Gute :knuddel

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