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Hundeforum Der Hund
sascha annegarn

Woran erkenne ich den Rudelführer?

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das ist nur die philosophische Betrachtung, was sein könnte, wenn der Hund die Sache nicht im Griff hätte. Diese Betrachtung interessiert den Hund wenig.

Er weiß, was er will und was er tun muss, um es zu kriegen: jammern, heulen, bellen, knurren, zwicken, abdrängen. Er hat den Durchsetzungswillen, der seinem Menschen fehlt. Er ist Chef.

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Wir haben ja immer noch die Wahl, großzügig zu sein und so manches durchgehen zu lassen.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46551&goto=892596

Problematisch wird´s dann, wenn die Menschen nicht das Werkzeug an der Hand haben um diese Wahl zu haben!

Weiste was ich meine?

:winken:

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natürlich steht es dem Menschen dann frei, sich hinzustellen und zu sagen: mir gefällt das so. Ich bin eben großzügig. Was tut man nciht alles, um sich nicht zu blamieren :D

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Stimmt Paige, sein Gesicht zu wahren ist oft die einfachere Wahl, als sich und seine Einstellung zu überdenken, zu ändern und sich die passenden "Werkzeuge" anzueignen.

:winken:

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Es gibt nicht wenige Hunde, die aus ihrer Sicht in fast all den bereichen, die Du genannt hast, die Entscheidung treffen:

Woher der Glaube, dass sich ein Hund, Rüde oder Hündin, als Rudelführer in einer Familie fühlen könnte. Für gewöhnlich lässt man einigen Hunden nur zuviel durchgehen und hat es versäumt ihnen die eine oder andere Grenze aufzuzeigen. Das kann nerven, ist aber ein Erziehungsproblem. So manches nicht erwünschte Verhalten hat aber nichts damit zu tun, dass man dem Hund die Chefrolle andichtet.

Wir bestimmen, wann der Hund fressen darf.

- sie bestimmen, wann sie fressen dürfen ... indem sie den Menschen solange anstupsen, bis er Futter reicht oder solang in der Küche rumjammern, bis das Futter zubereitet wird

Wir bestimmen, wann wir mit dem Hund spazieren gehen, wann er vor die Tür darf.

- sie bestimmen, wann spazieren gegangen wird ... indem sie ihm die leine bringen, an der Tür rumhopsen, bis diese geöffnet wird, den mensch an der leine hinter sich herzerren, dorthin wohin sie wollen. Während des Spaziergangs entscheiden sie, wann stehen geblieben wird, wie schnell gegangen wird, welche Zwischenziele angelaufen werden.

Wir bestimmen seinen Tagesablauf.

- das liegt außerhalb der Wahrnehmung eines Hundes!

Wir bestimmen, wann wir mit ihm spielen.

- sie bestimmen, wann wir mit ihnen spielen ... in dem sie uns die Bälle oder Stöcke vor die Füsse legen oder sich weigern, auf unsere Spielaufforderungen einzugehen, so dass wir sie dazu erst mal "bitten" müssen

Wir bestimmen ob er Kontakt zu seinen Artgenossen haben darf.

- sie bestimmen den Kontakt mit Artgenossen. Sie ziehen an der leine dorthin, im Freilauf rennen sie sowieso zu jedem Hund, sind dort nicht abrufbar.

Wir bestimmen ggf. ob er sich Fortpflanzen darf, bestimmen den Partner.

- das liegt außerhalb der Wahrnehmung eines Hundes!

Wir bestimmen sein ganzes Leben. Ein Hund hat nicht wirklich die freie Wahl.

-Genau!! Und letztlich haben wir ja entschieden, dass sie bei uns leben dürfen! Das allein macht uns schon zum Oberboss!

Wie kann er da einen Anspruch ableiten, er sei der Rudelführer? Der Hund ist allenfalls unerzogen und/oder unterfordert und macht deswegen Dinge, die dem Menschen weniger gefallen.

Du kannst das ja nennen, wie du willst. Wenn das nicht in deine Philosophie hineinpasst, dann bezeichne den Hund, der notfalls auch seine Zähne benutzt, um seine Ansprüche durchzusetzen, halt nicht als Rudelführer.

Dann ist halt der Hund, der weggesperrt werden muss, weil er keine Besucher in die Wohnung lässt, einfach nur unerzogen.

Dann ist halt der Hund, der bei jedem entgegenkommenden Hund einen tierischen Aufstand macht, einfach nur unerzogen.

Dann ist halt der Hund, der seine Leute nicht mehr ins Bett und nicht mehr aufs Sofa lässt, einfach nur unerzogen.

Dann ist halt der Hund, der bei allem was seine leute von ihm wollen, selber entscheidet und notfalls die Leute mittels Biss diszipliniert, einfach nur unerzogen.

Ich bezeichne einen solchen Hund als "Chef".

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Da kann ich Sabine nur zustimmen!

Wie ich vorhin gelesen habe, das Schubladen umgeräumt werden, damit der Hund nicht mehr den Jungen an die Seite schubsen kann, musste ich ja doch ein wenig schmunzeln!

Doch leider ist so etwas eine ernste Geschichte, die auch echt ins Auge gehen kann!

Meine Kinder (10 und 4) wissen ganz genau wie der Hund sich zu verhalten hat!

Sie gehen als erstes durch die Türen, sie fordern die Hunde zum spielen auf und selbst die Kleine setzt sich mittlerweile gegen die Hunde durch!

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen das es ein glückliches Zusammenleben mit einem Hund geben kann, wenn der einem so auf der Nase herumtanzt!

Für mich wäre das nichts!

Selbst meine neue Hündin hat das ganz schnell verstanden!

Und wenn man sich die Frage stellen muss, wer denn der Rudelführer ist, dann scheint es in meinen Augen zu spät zu sein!

Ausserdem ist es kein guter Hundehalter wenn er sich tatsächlich ernsthaft so eine Frage stellt!

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Hallo Sabine,

ja, das ist nur ein Erziehungsproblem. Man es da versäumt, rechtzeitig entgegen zu wirken. Natürlich wird ein Hund so manches versuchen um evtl. seinen Willen zu bekommen. Dulde ich das oder dulde ich es nicht?

Beispiel: Als unser Filou noch jung war, haben wir immer abends nach dem Essen und seinem Fressen mit ihm gespielt. Irgendwas in der Wohnung. Im Rotzlöffelalter kam er dann auf die Idee, uns seinen Ball vor die Füße zu werfen und uns zur Spielaufforderung anzubellen. Das war nicht erwünscht, weil mit Geräusch verbunden. Der Ball wurde eingesammelt und das Spiel fand nicht statt. Das ging drei Abende so, seit dem bellt er nicht mehr zur Spielaufforderung. Wir hatten die Wahl, auf seine Wünsche einzugehen oder es zu unterlassen.

Er klopft seitdem mit der Pfote, ist die gleiche Motivation, er will, dass einer sich mit ihm beschäftigt, aber deutlich geräuschsärmer und somit eher zu dulden. Manchmal – man hat ja die Wahl – spielen wir dann mit ihm, dann hatte es seinen Willen bekommen und manchmal eben nicht.

Und damit können wir leben.

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Hallo Leute,

kleine Hilfe, net mehr. Ein Denkanstoss. Zur Orientierung halt. Jeder kann davon halten was er will!;-)

Da der Text von mir ist darf ich ihn auch hier zitieren, ich empfehle aber trotzdem zum besseren Verständnis die ganze Studie zu lesen!! Link: http://joachimdippold.blogspot.com/2009/11/auswirkungen-des-ranges-auf-die.html

Zitat Anfang

An den Studien nahmen 91 Hunde verschiedener Rassen teil, das Durchschnittsalter betrug 3,12 Jahre, es waren 45 Rüden und 46 Hündinnen. Die Mehrheit der Hundehalter war weiblich (54 von 80). Die Einteilung der Hunde in „dominant“ und „nicht-dominant“ erfolgte anhand eines Fragebogens für die Hundehalter, mögliche Antworten waren „der betreffende Hund“, „ein anderer Hund“ und „ich weiß es nicht“. Die Fragen:

(1) Wenn ein Fremder ins Haus kommt, wer bellt zuerst (oder am meisten/längsten)?

(2) Welcher Hund leckt dem anderen öfter die Schnauze?

(3) Welcher Hund frisst zuerst und/oder das Futter des anderen?

(4) Wenn die Hunde kämpfen, wer gewinnt?

Wenn der Besitzer 3 von 4 Fragen mit „der betreffende Hund“ beantwortet hat und die 4. Frage nicht mit „ein anderer Hund“ dann galt der betreffende Hund als „dominant“ und vice-versa.

Zitat Ende

Noch nen ruhigen Vormittag!

Joachim

EDIT: musste kurz raus und hebs jetzt erst fertig geschrieben.

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tja, Clemens, dann verstehst du unter Erziehung dasselbe, wie wir unter Chef-Sein ;)

Ein Hund, der seinen Willen durchsetzt und bekommt (warum auch immer), ist für uns (und den Hund selbst) Chef, für dich unerzogen.

Die Erziehung nimmt ihm den Chef-Status. Simple, isn´t it?

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(1) Wenn ein Fremder ins Haus kommt, wer bellt zuerst (oder am meisten/längsten)?

(2) Welcher Hund leckt dem anderen öfter die Schnauze?

(3) Welcher Hund frisst zuerst und/oder das Futter des anderen?

(4) Wenn die Hunde kämpfen, wer gewinnt?

Ok, das heißt die Hunde, die zuerst Bellen, wenn ein Fremder ins Haus kommen sind Dominant? Und auf alles 3 anderen Fragen bezogen dasselbe?

Das ist ja mal eine super Sache, anhand 4 Fragen, die Hunde in Dominant und nicht einzuteilen :D

Hätte nur noch gefehlt die Frage zu stellen: Bevorzugt ihr Hund höhere Sitzplätze?

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