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Der Hund
Juline

Das ist nicht mein Traumhund!

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diese Aussage einer Hütehund-Besitzerin erschreckte mich kürzlich

-besser gesagt: machte mich traurig und auch wütend!

Eine wunderschöne Hündin mit supertollen Eigenschaften...aber eben Hütehundeigenschaften.

Temperamentvoll, arbeitseifrig, mit ordentlichem Schutztrieb,...

Die Besitzerin -"reingefallen" auf all die lobenden Worte in der offiziellen Rassebeschreibung? Wo von "leicht erziehbarer Familienhund" gefaselt wird?

Ist das naiv oder steht da der Gedanke dahinter, jeder Hund ist formbar nach meinen Wünschen...?

Nun ist der Hund 1,5 Jahre, und die Besitzerin sagt, wenn sie das gewusst hätte (dass der Hund so "schwierig" ist), wäre ein Golden Retriever in`s Haus gekommen.

Und wie geht`s einem Hütehund, der besser ein Goldie wäre?

Kurze Schweigeminute...

Ich weiß nicht.

Ich hab auch einen Hütehund und wusste ehrlich gesagt auch nicht, was genau da auf mich zu kommt, nur ungefähr.

Und sie ist auch nicht immer einfach, im Gegenteil -aber hab ich nicht irgendwie die Pflicht, mich darauf einzulassen, was der Hund nun mal mitbringt?

Das hab ich -so gut ich kann- getan und ich kann nun mit einem super Gefühl sagen: ich hab meine Traumhündin.

Genau so wie sie ist, so ist sie richtig.

Nicht sie dazu gemacht, sondern sie als diese erkannt und angenommen.

Nebenbei, was wär mir denn sonst anderes übrig geblieben: versuchen sie zu verbiegen -oder unzufrieden 10, vielleicht 15 Jahre nebeneinander hertappen -oder gar abgeben?

Warum tun Menschen sich und den Hunden das an?

Wie traurig und schade.... denn ich denke fast jeder Hund kann ein Traumhund werden.

Wenn man ihn nur lässt.

Liebe Grüße

Antonia

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Mangelndes Wissen oder zuwenig Lust sich zu informieren

Gutgläubigkeit

Optik des Hundes ("die" (Rasse) hat man ja jetzt so viel...)

Dummheit

Gründe gibts ja nu viele.

Schade, wenn Hund und Mensch nicht zueinander passen... von einem Menschen, der nicht zu einem paßt würde man sich trennen.

Warum behält sie den Hund?

Bei geeigneten Menschen könnte er doch vielleicht glücklicher sein und ein besseres angemesseneres Leben führen?

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Ist das naiv oder steht da der Gedanke dahinter, jeder Hund ist formbar nach meinen Wünschen...?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46568&goto=892869

Hallo Antonia,

wo um alles in der Welt ist nachzulesen, dass Hütehund einfach und leicht erziehbar sind?

Ich glaube eher, dass viele Leute immer noch glauben, ein Welpe ist wie ein Tonklumpen, den man nach Belieben (und Geschick :) ) formen kann.

Viele glauben immer noch, dass innere Eigenschaften / Charakter bei Hunden nicht angeboren sind oder nur zu einem gaaaanz geringen Teil, und dass der Einfluss der Umwelt und der Erziehung viel wichtiger ist.

In solchen Fällen ist es besser, wenn der Hund ein neues Zuhause bekommt, in dem er willkommen ist.

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Dein Text macht mich wirklich traurig.

Es ist echt schade, dass Menschen denken, mit Rasse xy hätten sie es leichter. Ich bin ja nun auch Briard-Besitzerin.....und die letzten 2 1/2 Jahre waren auch nicht immer einfach und ich habe sicher auch die ein oder andere Träne gelassen, wenn mal wieder so gar nichts funktionieren wollte.

Aber ich habe meinen Hund IMMER von Herzen geliebt, nie auch nur eine Sekunde über eine Abgabe nachgedacht. Stattdessen habe ich gekämpft, Seminare besucht, an mir gearbeitet und nie aufgegeben. Jetzt ist sie fast drei Jahre alt und ich ernte die Früchte der harten Arbeit, die ich in den letzten drei Jahren zusammen mit meinem Hund geleistet habe.

Sie ist mein Traumhund, meine beste Freundin und genau richtig so, wie sie ist. Erzieherisch musste ich sicher oft einwirken, weil sie dachte, sie müsse die Dinge regeln. Ich habe gelernt, ihr zu zeigen, dass ICH die Dinge regel. Und sie vertraut mir. Sie sucht heute Schutz bei mir in Situationen, in denen sie früher nach vorne gegangen wäre.

Niemals würde ich sie abgeben. Und die Menschen, die glauben, mit einer anderen Rasse wäre alles sooo viel einfacher, die machen sich selbst was vor.

Auch da hätten sie ihre Probleme. Der Hund spiegelt seinen Menschen und auch da wird man immer wieder an sich selbst arbeiten müssen. Sicherlich gibt es "einfachere" Rassen, aber zu glauben, dann wäre alles rosig ist sicherlich ein Trugschluss.

Diese Frau hätte sich überhaupt keinen Hund anschaffen sollen....denn Hundeführer sein bedeutet IMMER, die Auseinandersetzung mit sich selbst. Und wer das nicht möchte, sollte sich lieber Fische halten....

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wo um alles in der Welt ist nachzulesen' dass Hütehund einfach und leicht erziehbar sind?

Hier zum Beispiel Kristin, Zitat aus der offiziellen Rassebeschreibung des Wällers (Mix aus Briard und Aussie):

ein angenehmer, leicht lenkbarer und erziehbarer Familien-, Begleit- und Sporthund, der ein sicheres, fröhliches, freundliches Wesen, gute Gesundheit und Robustheit, große Vitalität und Fitness, Langlebigkeit und einen für seine Bewegungsfreude passenden, harmonischen Körperbau besitzt.

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Monika und Kira,

genau das macht mich so traurig.

Dass es so vielen Menschen nicht gelingt, ihren Hund als Individuum zu betrachten...

da spukt immer noch der Gedanke vom Tonklumpen (schöner Vergleich!) in den Köppen herum.

Und dann sind solche "Enttäuschungen" vorprogrammiert...der Husky der partout nicht apportieren will, der Hütehund der nicht jeden Fremden sofort liebt, der Jackie der als Sofadekoration nicht taugt usw.

Warum sie ihn nicht abgibt?

Vielleicht weil sie schon so viel "Arbeit reingesteckt" hat (der Hund hört perfekt und hat schon Prüfungen mit Bravour bestanden)?

Vielleicht mag sie ihn ja auch irgendwie.

Oder: "Versagen" zugeben ist nicht drin?

Ich weiß es nicht.

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Ganz subjektiv gesagt, mag ich, mit ganz wenigen Ausnahmen auch keine Hütehunde. ABER ich bin mir dessen bewusst und schaffe mir keinen an.

Ich informiere mich VOR der Anschaffung, ob es zu mir passen KÖNNTE.

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Leider sind Hütehunde Modehunde und viele achten nur auf das Aussehen! Und manche "Vermehrer" erzählen auch, dass die Hunde einfach sind, Kinderlieb, Will to please haben usw. Das lockt natürlich! Super traurig sowas.

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ein angenehmer, leicht lenkbarer und erziehbarer Familien-, Begleit- und Sporthund, der ein sicheres, fröhliches, freundliches Wesen, gute Gesundheit und Robustheit, große Vitalität und Fitness, Langlebigkeit und einen für seine Bewegungsfreude passenden, harmonischen Körperbau besitzt.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46568&goto=892894

Pah! Ein Mix aus Briard und Aussie soll also einfach sein ... :???

Immerhin steht da etwas von "Bewegungsfreude".

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Warum sie ihn nicht abgibt?

Vielleicht weil sie schon so viel "Arbeit reingesteckt" hat (der Hund hört perfekt und hat schon Prüfungen mit Bravour bestanden)?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46568&goto=892911

Na, wenn er perfekt hört, gibts doch keine Probleme. Dann muss sie sich nur die Mühe machen, ab und zu zu kommunizieren, damit der Hund weiß, wie er sich verhalten soll.

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