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Hundeforum Der Hund
sabsi1

Rückruf auf Pfiff

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)
@ Sabine: Ja das habe ich auch vor. Hättest du eventuell ne gute Anleitung?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46384&goto=894284

Also, du hast ja dein normales Rückrufsignal, das würde ich auch ruhig weiterverwenden.

Den Pfiff würde ich sozusagen als Supersignal verwenden, bei dem Du dann auch, wenn der Hund bei dir ist, besonders viel Aufhebens machst. Also ein Spiel mit dem Hund oder Superleckerli.

Du fängst mit dem Pfiff in Situationen an, wo der Hund besonders schnell zu dir kommt. Z.B. lass den Hund von einer zweiten Person festhalten und du entferntst dich. Die zweite Person soll den Hund beim Pfiff loslassen.

Wenn du den Hund jammern hörst, warte einige Sekunden, dann pfeife, dreh dich aber erst um, wenn du den Hund aus den Augenwinkeln kommen siehst!!! Dann begrüße ihn freudig mit einem Spiel oder Leckerchen.

Ich würde dir auch empfehlen, insgesamt daran zu arbeiten, dass der Hund dich in seinem Fokus hat. Und zwar nicht nur dadurch, dass du interessante Aktionen mit ihm machst, sondern indem du einfach Situationen schaffst, in denen er auf dich achten muss.

Also ganz bewußt dort Spaziergänge zu machen, wo sich der Hund nicht auskennt. Dort wird er besonders auf dich achten! Falls er sich aber doch ablenken lässt und nicht mehr aufpasst wohin du gehst, nutze diese Situationen, um einfach mal zu "verschwinden".

Wenn du jetzt aus deinem Versteck heraus siehst, dass er dich sucht oder hinter dir herflitzt, kannst du wieder den Pfiff einsetzen.

Viele Leute übernehmen nicht wirklich die Führung auf den Spaziergängen sondern richten sich ständig nach ihrem Hund. Der lernt dann sehr schnell, dass seine Leute auf ihn warten und verhält sich entsprechend.

Spaziergänge sollten so laufen:

• Grundsätzlich bestimmen wir die Richtung, in die wir uns bewegen und nötigen den Hund, sich an uns zu orientieren.

Wenn beispielsweise der Hund neugierig vorausläuft, biegen wir unvermutet in den Seitenweg ab – und zwar ohne auf den Hund zu warten oder ihn vorher zurückzurufen. Ergibt sich nicht die Möglichkeit abzubiegen, drehen wir einfach mal auf dem Absatz um und gehen in die entgegengesetzte Richtung.

• Manchmal ist der Hundebesitzer plötzlich verschwunden. Insbesondere dann wenn der Hund gerade abgelenkt ist, verstecken wir uns hinter einem Baum oder Strauch und lassen den Hund uns suchen. Sobald er uns gefunden hat, freuen wir uns überschwänglich und manchmal gibt es auch noch ein Spiel oder Leckerchen.

• Begeht nicht den Fehler, ständig auf Euren Hund zu warten oder ihn durch stetiges Rufen darüber zu informieren, wo Ihr euch befindet. Ein solcher Hund wird nie lernen, dass er auf seine Leute zu achten hat.

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Oh wow danke schön. Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast! :kuss:

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(bearbeitet)

Hey!

Das Thema kommt mir gerade sehr gelegen! Ich informiere mich gerade über einen solchen Supersignalruf. Unsere Trainerin in der Hundeschule hat uns quasi die Hausaufgabe gegeben, dass man sich ein Super-Wort/Signal ausdenkt, welches ich in meinen freien Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr festigen möchte.

Einfach, weil eine Pfeife einen konstant gleichbleibenden Ton erzeugt, dachte ich, könnte ich es ja mit einer Pfeife versuchen. Außerdem, sollte das Wort ja nicht ständig im normalen Sparachgebrauch verwendet werden. Also mein normaler Rückruf ist "Dana, komm hiiiiier".

Wie baut man sicher ein solches Supersignal auf?

Ich habe zunächst daran gedacht, das ganze im Haus ohne Ablenkung zu machen, also pfeifen, wenn Hund eh zu mir unterwegs ist, überschwänglich loben. Das würde ich dann im Haus einige Tage über immer mal üben, bis ich dann draußen weiter machen würde.

Aber im Grunde hat man ja auch den normalen Abruf so aufgebaut. Ist das Super-Signal dann nur "besser" weil wir es nicht ständig anwenden?

Ich bin halt nicht so richtig sicher, ob das Super-Signal dann in brenzligen Situationen (wofür es ja eigentlich gedacht ist) verlässlicher funktioniert als der normle Abruf! Oder habe ich da was falsch verstanden bezüglich des Super-Signals?

LG

Maike

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Hallo,

Z.B. lass den Hund von einer zweiten Person festhalten und du entferntst dich.

so haben wir Jule im Welpenalter auch den Ruf mit Pfiff beigebracht, allerdings dann (als sie kapiert hatte, worum es geht) noch mit der Steigerung, dass ich mich versteckte und sie mich durch den Pfiff "orten" musste.

Mein Mann hielt das Welpchen /Junghündchen fest, ich ab in`s Maisfeld, mit Wurst dabei.

Dann pfiff ich, oft auch 2-3 mal, bis sie mich gefunden hatte, und dann juhu Würstchenparty.

Auf Pfiff kommt sie heute (sie ist jetzt 1,5 Jahre alt) immer noch recht zuverlässig, und gelegentlich gibt`s noch was superfeines zur Belohnung, nicht mehr jedesmal.

Liebe Grüße

Antonia

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Ist das Super-Signal dann nur "besser" weil wir es nicht ständig anwenden?

Ja, weil es nicht "ausleiert" und weil man beim Superpfiff wirklich ganz besonders bestätigt.

Deshalb darfst du ihn natürlich nicht nur dann anwenden, wenn das Kommen besonders dringend erfolgen soll. Sondern besonders dann, wenn der Hund besonders schnell kommt.

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(bearbeitet)

... und, ganz wichtig, und eine riesige Stoplperfalle: Verhaltenskette !!. Wenn also z. B. dieser Superpfiff bei jagdlich ambitionierten Hunden benutzt wird, wenn der Hund eine Spur aufnimmt oder Wild sieht. Dann knn dieser Pfiff auch, genau wie der Clicker, als Bestätigung wirken, und der Hund versucht, diesen Pfiff immer wieder auszulösen. Dann hat man schnell einen Hund, der permanent den Horizont abgrast, oder scheinbar eine Spur aufnimmt.

Diese Stolperfalle hat mich und meine Jagdnase Momo damals voll erwischt :D

LG

Sandra

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Wie umgehe ich denn dann die Stolperfalle?

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Toller Link! Danke, genau so meinte ich das...auch die Funktion des Super-Signals ist gut erklärt!

Super!

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Wie umgehe ich denn dann die Stolperfalle?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46634&goto=894414

... die Frage ist, wofür genau soll der Superpfiff sein ? Bei Momo hat der soweit super funktioniert, es gab damals Leberwurstkartoffelpürree aus der Tube dafür. Ich hatte mich damals der Illusion hingegeben, sie damit mal vom Jagen abpfeifen zu können. Aber für einen richtigen Hardcorejäger wie Momo, ist keine Leckerchen der Welt letztendlich so aufregend, wie das Jagderlebnis. Und der rein positiv aufgebaute Pfiff läßt dem Hund eben die Wahl, Kommen=Superleckerchen, Nichtkommen = spannendes Jagderlebnis.

Gruß

Sandra

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