Jump to content
Hundeforum Der Hund
sabsi1

Dauerfilm bei Tierschutzhunden???

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

In einem anderen Forum wurde gerade ein Beitrag gepostet, der mich nachdenklich macht.

Es geht dabei um das "Gepäck" an schlechten Erfahrungen, das ein Hund mit sich schleppt.

Der Beitrag ist sehr schön geschrieben und berührt. Ich frage mich aber, ist das wirklich so?

Text wurde vom Forenteam entfernt, wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe da so meine Probleme. Es wird mir immer zu viel vermenschlicht und auf die Tränendrüse gedrückt.

Wie Du schreibst der Hund lebt im Hier und Jetzt. Andere sagen der Hund ist ein Orpotonist er sucht und sieht nur seinen Vorteil.

Ich denke auch wenn es sich um Traumatische Ereignisse in der Vergangenheit handelt werden diese auch im weiteren Umgang mit dem Hund eine Rolle spielen.

Aber Grundsätzlich gilt neuer Haushalt neue Regeln und damit kommt der Hund bestens zu recht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mein letzter Tierschutzhund, der Boomer, lebte ca. 1 Jahr bei einem Alki.

Jeden Tag hat der arme Kerl Prügel bezogen, war selbstverständlich nur draußen angekettet.

Als er zu mir kam, hatte er vor allen Männern panische Angst und versuchte auch

zu schnappen. Habe 7 Monate mit im trainiert in ganz kleinen Schritten.

Heute lebt Boomer schon über ein Jahr völlig unauffällig in seiner neuen Familie, Mutter,

zwei fast erw. Söhne und Lebensgefährte.

Die neuen Besitzer und ich gehen 1x im Monat zusammen spazieren.

Falls Boomer nocheinmal von einem Mann mißhandelt werden sollte, könnte ich mir vorstellen,

daß er in sein altes Verhaltensschema zurückfällt.

GsD besteht die Gefahr nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi,

von der Hypothese, dass Hunde ausschließlich im Hier und Jetzt leben halten ich nur bedingt etwas. Sie beinhaltet für mich auch, dass Hunde alles vergessen und das stimmt in meinen Augen und nach meinen Erfahrungen überhaupt nicht. Auch Hunde können Erlebnisse und Traumata erleiden, die Auswirkungen auf ihr Verhalten haben. Je schlimmer eine Erfahrung für einen Hund ist, umso weniger wird er sie vergessen.

Und dass das nicht immer am Hundeführer liegt, kann ich plausibel an einem Beispiel mit Sammy erklären. Sammy war bei der Ex von Peter und deren Lebenspartner auf Urlaub. Bei einem der Spaziergänge wurde Sammy von einem Golden Retriever angegriffen und übelst das Ohr zugerichtet. Uns wurde das natürlich erzählt, aber mir gegenüber fielen lediglich die Begriffe Golden Retriever und der Name des Hundes, mit dem ich überhaupt nix in Verbindung bringe. Ein Jahr später war ich mit Sammy allein unterwegs, als der plötzlich völlig ausflippte an der Leine. Er war völlig außer sich und hing bellend und knurrend in der Leine. Aber nicht das übliche Leinepöbeln sondern in einem Ausmaß, dass mir klar war, wäre er ohne Leine würde er den anderen angreifen.

Je mehr Hintergrundwissen man über die Erfahrungen hat, umso leichter hat man es im Training mit dem Tier. Wichtig ist nur bei vorhandenem Hintergrundwissen, dass der Hundehalter nicht zu sentimental und vermenschlicht auf die Erfahrungen reagiert, sondern dennoch den Hund als Hund behandelt.

Allerdings ist ein sinnvolles Training auch ohne Hintergrundwissen möglich - hängt von der Qualität des Trainers und des Hundehalters ab.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich bin da immer etwas hin und her gerissen mit dem Leben der Hunde im Hier und Jetzt.

Nicht das ich meinen Hund vermenschlichen möchte, aber ich glaube schon das Erlebtes Spuren auf der Seele eines Hundes hinterlässt.

Lanya ist ein Tierheimhund, der mit 6 Monaten abgegeben wurde. Sie ist bei den Vorbesitzern geboren worden und auch nach deren Aussage total verwöhnt worden.

Ihre Vorbesitzerin hat mir am Telefon mal erzählt das Lanya ein absoluter Kuschelhund sei und gerne bei ihr auf der Couch gelegen hat, immer Körperkontakt gesucht hat.

Das kannte ich die ersten Monate gar nicht von ihr. Sie hatte auch immer einen sehr traurigen abwesenden Blick.

Ich habe das Gefühl das sie erst nach einem Jahr hier richtig angekommen war, den jetzt sucht sie die Streicheleinheiten und legt sich zu einem auf die Couch.

Nur über Nach abgeben können wir sie nicht und sie ist ganz ungern bei ihr Fremden, selbst wenn wir dabei sind.

Schlechte Erinnerungen von ihr oder Einbildung von mir ??

Ich weiss es nicht genau, aber ich denke das sie schon an ihrer Vergangenheit zu knacken hat und möchte nicht wissen wie sie auf ein Wiedersehen mit den Vorbesitzern reagieren würde.....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich sagte ja bei Traumatischen Ereignissen muss man damit rechnen das gewisse Auslösereize natürlich Fehlverhalten auslösen können. Dann ist es wirklich von Wert wenn man die Geschichte des Hundes kennt.

Aber für einen Hund der mehrfach abgegeben wurde weil Menschen keinen Bock mehr auf ihn hatten ist die Geschichte für den Folgebesitzer nicht wirklich wichtig.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das glaub ich dir, aber ich denke schon das der Hund da erst mal dran zu knacken hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hi

meine verstorben Hündin Kimba kam mit fünf Jahren von Istanbul nach Deutschland, sie hat dort teilweise die Hölle durchlebt und dieses Erlebte kam immer wieder mal durch, je nach Situation, bei bestimmten Bewegungen meinerseits, Gerüchen oder Geräuschen ist sie durchaus in Panik und Angst verfallen und war schwer zu beruhigen, am schlimmsten war es wenn es nach Rauch roch oder sie Feuer sah, es reichte schon ein Feuerzeug anzumachen oder wenn jemand eine Zigarette rauchte fing sie an zu zittern und ging im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie vor Angst. Kerzen konnte ich nie anstecken oder in ein Lokal konnte sie nicht mit wegen der Kerzen auf dem Tisch. Ich brauchte fast ein ganzes Jahr bis sie mir vertraute und hier zu Hause war, aber mit Geduld und viel viel Liebe haben wir es geschafft, leider durfte sie nur 3 Jahre bei mir leben bis sie dann mit neun Jahren verstorben ist.

Aber wie gesagt ansonsten war sie im hier und jetzt und war ganz normal, kommt auch darauf an wie schwer und tief das Trauma sitzt und wie lange ein Hund /Tier diesem ausgesetzt war......aber ich würde trotzdem immer wieder einen Tierschutzhund aufnehmen, hab ich ja jetzt auch wieder,dieses Mal kommt der Hundi aus Polen, sie hat allerdings keine erkennbaren Ängste.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe einen Tierheimhund, der ursprünglich von Gran Canaria stammt. Man konnte mir im deutschen TH nicht viel über ihn erzählen, aufgrund seines ruhigen Wesens hatte man ihn auf 2 - 3 Jahre geschätzt. Mein Tierarzt jedoch hat ihn für wesentlich jünger gehalten, was 2 Jahre später von den spanischen TS auch bestätigt wurde. Dass Psycho es in Spanien nicht besonders gut hatte, konnte ich schon an seinen Narben und den krummen Zehen erkennen. Dass man ihn halb tot jmd. weggenommen hat, habe ich erst durch den Kontakt nach Spanien erfahren.

Aber trotzdem habe ich ihn nie in Watte gepackt oder ihn bedauert, sondern wie einen ganz normalen Hund behandelt.

Psycho ist ein Hund, der absolut in sich ruht und trotz seiner schlechten Erfahrungen freundlich auf alle Menschen zugeht. Er verträgt sich mit allem und jedem, hat sehr schnell die wichtigsten Kommandos gelernt, hatte nie ein Problem mit dem alleine bleiben und kann überall hin mitgenommen werden.

LG

Andrea

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe einen Panikhund, er lebte mehrere Jahre in einem italienischen Tierheim, jetzt, nach 3 Jahren verliert er nach und nach seine Panik...aber er wird nie ein "normaler" Hund werden!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.