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Hundeforum Der Hund
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"Hyperaktives" Verhalten beim Rausgehen

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Hm, ich wusste nicht, wie ich es schreiben sollte. Wir haben ja 3 Hunde. Der Pointer-Mix war schon immer total überdreht. Schon als Welpe hat er an der Leine geschrien, ist nach vorne gerannt, ... es geht ihm immer zu langsam. Ein langer Spaziergang an der Leine ist für ihn am besten - hinterher, da ist er dann relativ ausgeglichen.

Darf er frei laufen, rast er nach vorne, zurück, hier hin, da hin... es wurde uns gesagt, das wäre normal, rassetypisch. Aber es ist nicht gut für ihn. Zuhause ist er dann noch aufgekratzter als vorher. Total überdreht, schäumt schon vor Aufregung usw.

Wir haben viele Trainer gefragt, auch Jäger usw. Leider haben wir dadurch seine Energie in die falsche Richtung gepusht, weil es immer hieß, er müsse sich austoben, auslaufen, ein Pointer kann nicht langsam laufen usw.

Das gleiche dann beim Rausgehen. Das wäre normal, daß er da fiept und aufgeregt ist. Er freue sich halt auf draußen. Anleinen und rausgehen. Punkt. Aber es wird immer schlimmer :( . Eben wollte ich raus. Da hat er sich so hochgepusht, daß ich, nach einem Versuch nach einer halben Stunde wieder ins Wohnzimmer bin, Klamotten rausgezogen und jetzt sitze ich hier. Linus liegt im Korb. Ich kann jetzt auch nicht raus mit ihm. Bin gerade bisschen genervt. Da bringt es nichts, mit ihm zu laufen. Also erst mal runterfahren....

Aber was soll ich für die "Zukunft" tun? Also rausgefunden haben wir schonmal, daß wir die Spaziergänge so ruhig wie möglich gestalten müssen. Danach ruhige Suchspiele im Garten. Mehr nicht. Erstmal.

Aber wir müssen erst mal rauskommen. Gehen wir nur raus, wenn er entspannt ist, sitzen wir im Februar noch im Wohnzimmer.

Hat jemand einen Tip? Ich mache mir echt Sorgen. Aber ich weiß nicht, wie wir das ändern können. Ich kann erreichen, daß er (anscheinend) ruhig an der Türe sitzt und wartet, bis er raus darf. Aber innerlich platzt er fast vor Aufregung. Soll ich das dann erst mal so annehmen? Auch wenn er fiept?

Er versteht nicht, was ich von ihm will. Leine ich zuerst die anderen beiden an, weil die ruhig sind... fiept er noch lauter, zittert vor Aufregung. Fahre ich mit dem Auto zum Gassi gehen, habe ich echt Angst, er hyperventiliert. Wirklich. Ich bin schon nur weg gefahren, so lange gefahren bis er ruhig war. Also das wollte ich - ich würde jetzt noch fahren. Bin dann nach Hause gefahren und wieder in den Garten. Aber er lernt nichts daraus. Egal was wir machen, er versteht nicht, was wir wollen.

Laufen wir an der Leine mit ihm, zieht er zwar nicht, aber er fiept. Er fiept den lieben langen Tag, wenn wir rausgehen, laufen usw.

Hat jemand eine Idee? Ich bin so langsam mit meinem Latein am Ende :( .

Ich weiß auch, daß es damit zu tun hat, daß ich dann genervt bin. Aber ich "übe" das nur, wenn ich wirklich ruhig bin. Aber er muß halt auch irgendwann raus. Und es macht mich traurig, weil ich weiß, daß er davon krank wird. Ich habe keine Idee mehr. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben? Er tut mir so leid :(

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Du hast einen Jagdgebrauchshund, der will nicht nur Laufen, der will auch vom Kopf her ausgelastet werden und ich glaube, das fehlt ihm.

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Das mit der Hyperaktivität kenn ich selbst. Aber nur wenn es los geht zum Gassi gehen. Als ich Spike letzten Sonntag bekam und mit ihm rauswollte drehte er richtig auf. Noch während ich mich anzog fing er an rumzuturnen zu bellen und fiepen .. er sprang an der Tür hoch und kratzte und turne mir nur zwischen den Beinen rum. Kaum angeleint war er dann nicht mehr zu halten und rannte richtung ausgang als wäre der Teufel hinter ihm her. Vor der Tür angekommen war die ganze Aufregung dann vorbei.

Ich hab ihn mir dann von Anfang an geschnappt und immer wieder in seinem Körbchen sitz machen lassen. War ein ewig langes gedultsspiel bis er begriff was ich von ihm wollte. Die ersten Tage hat es oft ne gute halbe Stunde gedauert bis wir los gehen konnten.

Heute eine Woche später sieht man den Erfolg. Wenn wir raus gehen wartet er brav schwanzwedelnd in seinem Körbchen bis ich ihn rufe. Und auch dann dreht er nicht mehr so auf sondern freut sich in einem normalen Maß aufs Gassi gehen.

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Du hast einen Jagdgebrauchshund, der will nicht nur Laufen, der will auch vom Kopf her ausgelastet werden und ich glaube, das fehlt ihm.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46857&goto=900446

Ich schrieb doch schon, daß wir ruhige Suchspiele machen. Fährten, Schleppen, Dummies suchen, vorstehen... Aber eben kein wildes rumdüsen auf den Spaziergängen.

Was soll ich dann machen? An Auslastung fehlt es ihm keinesfalls. Eher haben wir bisher zu viel gemacht. Aber wie soll ich anfangen? Jetzt liegt er z. Bsp. ruhig in seinem Körbchen. Werde ihn jetzt gleich ruhig anleinen und mit ihm rausgehen.

edit: am ruhigsten (vom Gefühl/von der Energie her) ist er, wenn man sehr zügig an der kurzen Leine mit ihm läuft. Aber sobald man anhalten muß, fängt er an zu fiepen (ist schon besser geworden).

Aber die eigentliche Frage ist, ob es irgendwelche Übungen/Tricks/Ideen von euch gibt, wie man die Aufregung allgemein ein wenig runterfahren kann, auf ein für ihn zumindest gesundes Level. Das wäre mir wichtig. Wüsste ich, daß es ihm gesundheitlich nichts macht, würde es mich nicht mal stören. Aber es kann nicht gesund sein...

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Naja, anstatt alles wild zu machen würde ich die nächsten Wochen alles nur noch ruhig machen!

Auf dem Platz sitzen oder liegen auch wenn Du Jacke und Schlüssel zur Hand nimmst, ruhig laufen und nicht ans Fahrrad oder Rennspiele.

Vielleicht Massage nach Tellington!

Nur Ruhe und Konsequenz!

Und dann mal gucken wie und ob er sich verändert!

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Ich hab ihn mir dann von Anfang an geschnappt und immer wieder in seinem Körbchen sitz machen lassen. War ein ewig langes gedultsspiel bis er begriff was ich von ihm wollte. Die ersten Tage hat es oft ne gute halbe Stunde gedauert bis wir los gehen konnten.

Also wäre erstmal der Anfang, daß er ruhig sitzen bleibt, fiepen (erstmal) ignorieren, aber er soll sich körperlich zurücknehmen... Das wäre vielleicht erstmal ganz gut. Vielleicht kommt der Rest von alleine.

Wir haben das mal eine zeitlang durchgezogen, bis uns "geraten" wurde, da einfach drüber wegzusehen, weil es halt so ist, bei solch aktiven Hunden. Ich sollte mehr auf mein Gefühl hören :Oo ...

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Bloss nicht so ein Verhalten ignorieren!

Dadurch wird es wahrscheinlich sogar noch schlimmer!

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Naja, anstatt alles wild zu machen würde ich die nächsten Wochen alles nur noch ruhig machen!

Auf dem Platz sitzen oder liegen auch wenn Du Jacke und Schlüssel zur Hand nimmst, ruhig laufen und nicht ans Fahrrad oder Rennspiele.

Vielleicht Massage nach Tellington!

Nur Ruhe und Konsequenz!

Und dann mal gucken wie und ob er sich verändert!
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46857&goto=900483

Danke Dir. Also wie gesagt, fiepen erst mal "ignorieren" (kann ich eh nicht beeinflussen), aber ruhig darauf achten, daß er nicht zur Türe drängt.

Wir laufen auch nur ruhig an der Leine erstmal, das hat schon viel verändert. Und wir machen nur noch Suchspiele, Fährten usw., nichts mehr werfen oder Rennspiele.

Ich mache auch oft die Zupfmassage :D , wie sie auf der neuen HTS-DVD gezeigt wird. Die mag er sehr gerne.

Ich werde berichten.

Bin für jeden Tip dankbar.

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Bloss nicht so ein Verhalten ignorieren!

Dadurch wird es wahrscheinlich sogar noch schlimmer!
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=46857&goto=900487

Wie soll ich auf das Fiepen Einfluß nehmen? Wenn wir immer wieder reingehen, kommt er nie mehr raus. Wir haben das schon versucht, es geht nicht. Und je länger wir abwarten und ihn nicht rauslassen, desto höher dreht er.

Was kann man gegen das Fiepen machen? Ich kann ihn dazu bringen, daß er nicht zur Türe raustürmt, daß er nicht aus der Box raushüpft und daß wir ruhig bleiben und nicht hektisch sind usw., aber ich kann das Fiepen nicht abstellen.

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Das Fiepen würde ich erstmal hinten anstellen.

Wenn der Hund es schafft auf seinem Platz zu sitzen und geduldig zu warten dann kannst Du an das fiepen gehen!

Immer eins nach dem anderen!

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