Jump to content
your dog ...  Der Hund
Steffi & Danu

Innere Ruhe? Wie macht ihr es?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo zusammen,

heute habe ich zum wiederholten male erlebt, wie Stimmungsübertragung funktioniert - oder sagen wir besser - wie sie nicht funktionieren sollte, weil Frauchen ihre "innere Ruhe" nicht findet :heul:

Ich hatte hier im Forum schon mal von einer Familier mit Border Collie berichtet...

guckst Du hier in Plauderecke unter "voll Wütend und zugleich entäuscht"

(weiß leider net wie man die "links" reinsetzt :holy: )

Vor einer Woche hatte ich dann wieder eine Begegnung...konnte nicht mehr ausweichen denn besagter Border stand schon vor mir :heul:

Der Versuch Border von Danu abzuschirmen d.h. in weg zu schicken scheiterte, denn Border entpuppte sich als Danu in ihren besten Zeiten und machte mich an :o

Nachdem er mit mir fertig war, versuchte er Danu zu bekommen, was scheiterte, weil ich immer wie eine Mauer dazwischen stand...Danu wehrte sich mit Abwehrschnappen - sonst nichts, also sie wollte definitiv keine Streiterei...war aber panisch.

Naja...auf jeden Fall folgte wieder eine Folge von den bösesten Schimpfwörtern...ich packte wortlos meinen Hund und ging...

Und jetzt habe ich ein Problem....

Trotz intensiver Bemühungen diesen Leuten aus dem Weg zu gehen, sehe ich diese Leute doch von weitem - worauf ich sofort einen anderen Weg einschlage...

Aber jetzt kommt mein Problem

Wenn ich nur einen älteren Herren mit Spazierstock sehe und ich dann noch nicht 100% weiß "ist er es oder nicht" habe ich weiche Knie...

Danu reagiert sofort...ebenso schnell reagiert sie wenn sie merkt, das ich ruhiger werde, weil ich eben merke er ist es nicht...

Heute war es aber besonders schlimm... :heul:

Ich gehe extra eine andere Runde...höre von weitem aber schon den Kerl nach seinem Hund kreischen...sofort schlägt mein Herz bis an die große Zehe...meine Knie werden weich wie Butter...mein Herzschlag geht wie weiß ich nicht...

Ich schlage sofort einen anderen Weg ein, sehe den Kerl aber noch nicht weil ein kleiner Wald dazwischen ist...

Danu wird aufgeregt, dreht sich ständig rum...dann taucht der Border auf...dann der Kerl...und obwohl mindestens 100 Meter dazwischen liegen knurrt Danu...wohl eher nach dem Hund - aber das ist das erste mal das sie so panisch reagiert und auf diese Entfernung.

Auch wenn ihr jetzt lacht...aber ich habe Angst vor diesem Kerl mit seiner Familie, ich weiß nicht, ob er mir bei der nächsten Gelegenheit nicht eine aufs Maul haut :heul:

Ich hatte heute so weiche Knie, das ich micht erstmal auf eine Bank setzen mußte...

Achja...und nochwas...der Kerl hat seinen Hund hinter uns her geschickt...der Abstand war aber zu groß und er kam nicht bis ran...zumindest hatte ich den Eindruck, weil wieder ein lautes Gemotze losging...

Wie macht ihr das mit der inneren Ruhe?

Wie soll ich meinem Hund Sicherheit geben, wenn ich in dieser Situation selbst total absacke - bei diesem Kerl habe ich es nicht unter Kontrolle...und wie gesagt...trotz der besten Bemühungen kommt es immer mal wieder zum treffen...

Was kann man mit solchen Leuten überhaupt noch machen?

Sein Haus wird Zwangsversteigert, hoffentlich zieht er dann bald weit weg...

So...das wars..mal wieder lang... :D

LG Steffi und Danu

P.S: Wo ich gerade anderweitig über Kraniche schreibe...vielleicht sollte ich die Augen schliessen und mir einen Kranichschwarm vorstellen

n120.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Steffi, ich verstehe dich durchaus!

Ich bin auch jemand, der seine Gefühle nicht mal grade *wegpacken* kann und nach aussen den coolen Larry raushängen lässt! :(

Solche Situationen wie deine geschilderte kenne ich, habe aber leider für mich auch noch nicht das ideale Patentrezept gefunden, da meine beiden Hunde nicht blöd sind, und sich von mir täuschen lassen! :(

Ich arbeite dran, es wird besser, aber von der 100%igen inneren Ruhe bin ich noch meilenweit entfernt!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also wie ich zu meiner inneren Ruhe finde, kann ich dir auch nicht sagen aber bei mir ist es einfach so das ich gelernt habe egal was passiert immer Ruhiger zu werden. Das muste ich einfach da mein Riko damals auch alles fressen wollte was er vor die Schnauze bekam.

Aber zu deinem Problem.

Gehe doch erstmal mit befreundeten Hundeleuten Gassi. Denn wenn man zu zweit ist fühlt man sich auch sicherer. Vielleicht hilft dir das in den nächsten Begegnungen mit diesem Mann. Bis dann wieder ein wenig Routine in die Geschichte gekommen ist. Aber am besten ist es eh wenn Du den Kerl und seinen Hund meidest. Aber für die Stimmungsübertagung auf deinen Hund wird es Dir schon ein wenig bringen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Steffi!

Kannst Du nicht einmal einen Mann mitnehmen auf Deine Runde, der dieser Familie mal sagt was Sache ist?

Ich glaube mir würden nicht nur die Beine weich werden :(

Was das *ruhigerwerden* angeht mache ich schon ganz lange folgendes.....

lach jetzt nicht mir hilfts.....ich stelle mich ganz entspannt hin und atme dreimal gaaaanz tief durch und dann gehts los... ich trällere ein Liedchen :prost: !

Und es ist mit ganz egal ob mich jemand hört oder nicht. Denn spätestens wenn ich in die erstaunten Gesichter meiner Hunde blicke fange ich automatisch an zu lachen und Du glaubst nicht wie sehr das entspannt. Kommt mir zugute und die Hundis profitieren auch davon ;)

Probiere es einfach mal, schaden kanns ja nix !

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wie macht ihr das mit der inneren Ruhe?

Wie soll ich meinem Hund Sicherheit geben, wenn ich in dieser Situation selbst total absacke - bei diesem Kerl habe ich es nicht unter Kontrolle...und wie gesagt...trotz der besten Bemühungen kommt es immer mal wieder zum treffen...

Was kann man mit solchen Leuten überhaupt noch machen?

Was du mit solchen Menschen machen kannst, weiß ich nicht. Jedenfalls nix, was das Gesetz erlaubt... :Oo:D

Was die Ruhe angeht... Puh. Da habe ich kein Patentrezept.

Aber ich habe selber auch in letzter Zeit viel daran zu arbeiten. Nicht für/in solche/n Situationen, eher beim Arbeiten mit Shelly. Ich weiß nicht warum, aber ich bekomme das in letzter Zeit relativ gut hin.

Da ich mit Shelly ja eher wenig "Probleme" habe, kann ich es auch gelassener angehen. Ich sage mir dann immer zu mir selbst (z.B. wenn ich mit Shelly unterwegs bin, auf uns ein Hund der mir nicht gefällt): "Mein Hund ist toll. Ich brauche keine Angst zu haben." Und genau DANN klappt es wie "geschmiert" bei uns. Shelly bleibt im Fuß oder, wenn ich sie freigegeben habe, geht sie wie immer kurz hin bzw. er kommt, es wird kurz geschnuppert und dann kommt sie mit mir weiter. Das mit dem schnuppern etc. war ja schon immer so bei ihr. Aber nicht das Fußgehen an der Leine!

Ich denke du solltest einfach auf dich und Danu vertrauen. Ihr seid schon so weit gekommen und lasst euch von sowas nicht einschüchtern. Wenn euch jemand entgegenkommt, versuche auszuweichen, ohne großartig darüber nachzudenken, ob er es ist oder nicht. Denke einfach drüber nach, was du mit Danu spielst, was es morgen zum Essen gibt, pfeife ein Lied oder so. Oder ändert einfach die Richtung.

Ich weiß auch nicht, ob es was bringt bzw. diese Einstellung sooo gut ist, aber:

Wenn ich mit Shelly nachts im stockdunkeln einen Weg mit Bäumen und Sträuchern um unsere Siedlung gehe, habe ich auch keine Angst. Aber nicht jeder Tag ist gleich. Wenn ich irgendwo was seltsames rascheln höre und mir vielleicht mulmig wird bzw. ich anfange zu denken: Was mach ich, wenn da jetzt einer rausspringt und mich bedroht?, dann denke ich einfach immer: "Was soll mir passieren? Wer mich angreift mit einem DSH an der Leine, der ist nicht ganz dicht. Ich habe Shelly und Shelly hat mich. Da KANN gar nichts passieren!" :)

Ich versuche mir gar nicht erst einzureden: Und wenn es 2 sind? Und wenn er eine Waffe hat? o.ä. Weil DAS wäre dann sicherlich das falscheste (toller deutsch :Oo ) was ich machen könnte... mich da reinsteigern.

Versuch einfach (ja ich weiß, leichter gesagt als getan) an irgendwas anderes zu denken. Vertaue auf dich und Danu. Ihr seid toll!!! Wenn dieser Hund auf euch zukommt... handel einfach ohne Nachzudenken. Sage dir: "ICH WILL DAS NICHT!" Denk gar nicht drüber nach, was das jetzt soll, was der Typ da macht, warum er das macht. Vielleicht kannst du mit Anita auch noch mal reden. Das ihr solche Situationen mal stellt. Beim letzten Seminar bat ich sie auch darum uns noch einmal zu zeigen, wie man einen Hund "ernsthaft" vertreibt. Ich bin so ein Mensch... ich muss das erst einmal gesehen haben um es zu verstehen bzw auch so entschlossen zu handeln.

Ich drück dir die Daumen!!! ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ach je Du Arme :o das ist ja übel....ich denke zwar nicht , dass der Dich schlagen wird , weil ich doch mal davon ausgehe , dass er Angst vor Danu hat ....sooo klein ist sie nicht , oder ??

Irgendwie tut mir sein Hund auch total leid :(:( so einem Menschen ausgeliefert zu sein :(

An der inneren Ruhe arbeite ich nun schon eine ganze Weile....und ich merke auch , wie wichtig es ist , wenn Cleo abdreht , dass ich mich nicht mitreissen lasse...ich singe zwar keine Lieder , aber kurz sammeln und tief Luft holen....manchmal, wenn sie hochdreht, und ich sie mit Worten wieder auf mich konzentriere , habe ich das Gefühl , dass sie hören müßte , dass das nur Show ist...aber sie reagiert , und sofort ist die Spannung weg....

Also TIEF Luft holen ....Hund anschauen .....realisieren , dass seine Augen voller Vertrauen nach Dir schauen.....( Leckerchen und Clicker in die Hand, falls ich es nicht sowieso habe) und los !!!!Hinterher bin ich manchmal ganz baff , wie gut es geklappt hat ..

Martina mit Cleo und Tyler

Ps ..wenn der Dich weiter ärgert , leih ich Dir Cleo mal für ein Gassi :D;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich kenne diese innere Anspannungzur genüge. Ich hatte Zeiten, da krabbelte dieses Sch*****gefühl schon in mir hoch, sobald ich nur zur Türe rausging.

Solange ich mir Gedanken machte, wie ich es am besten bekämpfen könnte.....steigerte es sich sogar.

Erst, als ich anfing mir eine Strategie zuzulegen, wie ich daMIT umgehe, konnte ich das in den Griff kriegen.

Unsere Gefühle werden durch bestimmte Auslöser verursacht, da kann man erstmal nix dagegen tun. Angst ist nunmal Angst, und wenn sie da ist, dann ist sie eben da. Die kriegen wir vorerst nicht weg, sie hat ihren Grund.

Sie muß uns aber nicht hilflos machen und lähmen, und ich habe zumindest bei meinen Hunden bemerkt, dass sie sehr wohl registrieren, dass ich TROTZ Angst immer noch handlungsfähig bin und das Ruder nicht mehr dabei abgebe.

Ich denke in ruhigen Momenten bewußt drüber nach: Was kann schlimmstenfalls wirklich passieren......was kann bestenfalls passieren......da mach ich ne Skala von eins bis 10. Und dann überlege ich mir, welche Möglichkeiten ich konkret habe zu agieren, so dass ich mit einem guten "Schlachtplan" gewappnet in diesen Situationen immer noch fähig bin, zu agieren und mich durch Reaktionen der Gegenüber oder meiner Hunde nicht mehr entwaffnet fühlen muss.

Mir hilft es sehr viel, mich MIT der Angst auseinander zu setzen, anstatt zu versuchen sie zu verstecken. Allein mit den konkreten Gedanken darüber verliert vieles an Gewicht.

Vieleicht kannst du den Mann einmal versuchen, ohne Danu zu treffen, zusammen mit deinem Mann oder einem anderen Zeugen und dann sag ihm klipp und klar, dass du dir sein Verhalten nicht mehr gefallen lassen wirst und ihn wegen Bedrohung anzeigen wirst und auch andere Menschen suchst und finden wirst, die dich in deiner Einstellung ihm gegenüber unterstützen. Wenn er dir seinen Hund auf den Hals hetzt, dann würde ich das sowieso sofort melden.

Ich würde ihm das als Fakt vor Zeugen darlegen und mich auf keinerlei weitere Diskussion einlassen, nichts begründen oder rechtfertigen, umdrehen und gehen.

Ich wünsch dir Glück, dass er wegzieht, so weit wie es geht!!!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Steffi!

Das ist ja echt eine besch..... Situation :???

Ich würde dem Idioten ausweichen, wenn er noch weit weg ist und das relativ einfach möglich ist. Trefft ihr überraschender Weise aufeinander und ein Ausweichen ist nicht möglich würde ich mich versuchen groß zu machen, also Rücken gerade Kopf hoch und ohne eines Blickes zu würdigen an ihm vorbei und dabei natürlich ganz ruhig atmen... hihi... ich weiß das ist fast unmöglich.

Ich hatte gestern erst eine Situation in dem ich alles missachtet habe, eine Schäferhund tauchte kurz vor uns auf, ich habe die Leine fester gepackt, die Luft angehalten und schon hat Luzie losgebrüllt. :(

Dann bin ich erstmal weiter gegangen habe mich etwas gesammelt ein paar mal ganz bewusst ausgeatmet und dann hinter dem Schäferhund her, zwar im sicheren Abstand, aber wir sind beide ruhig geblieben. Irgendwie musste ich mir das in dem Moment beweisen, dass ich ruhig bleiben kann.

Aber das ist manchmal so schwer :heul:

Aber ihr habt schon so viel geschafft, dann wird das auch noch klappen.

LG

Nicole

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das ist schei.. und tut mir echt Leid.Ich hoffe der Kerl zieht weit wech.

Ich arbeite ja auch noch an meiner inneren Ruhe und oft wenn ich denke "jetzt bist du aber easy" bin ich es noch lange nicht.

Ich atme dann auch tief durch und denk an was anderes aber meine Schlagader springt mir dabei aus dem Kragen :(

Lg Birgit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Steffi!

Es gibt da schon vieles was man machen kann.

Zunächst mal: Wodurch entsteht diese Unruhe? Durch "De"konzentration, dass heisst man versucht viele Reize gleichzeitig zu verarbeiten. Akustische (Stimme des Mannes), optische (Anblick eines Mannes mit Spazierstock) und die des eigenen Hundes.

Was Du tun kannst: Bereite Dich gedanklich auf solche Situationen vor (zuhause, in aller Ruhe). Spiel alle Varianten durch.

Im entscheidenden Moment draussen dann konzentriere Dich ganz bewusst nur auf Deinen Hund, vergess alles drumherum, egal was passiert.

Fordere Deinen Hund in dieses Situationen mit Achten, Volten, Fuss oder Sitz. Schnelles Tempo, volle Konzentration auf den Hund.

Hunde können mit Unruhe unsererseits so schlecht umgehen, weil sie selbst diese ganz selten erleben und wenn, dann wird sofort gehandelt in dem die Konzentration gebündelt und auf ein Ziel fixiert wird.

Versuche es mal! Da können wir von unseren Hunden noch viel lernen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.