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Hundeforum Der Hund
Jomix

Unangemessene Reaktion auf kläffende Fußhupe?

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Hallo, Foris,

vorab muss ich etwas ausholen: einen Hauseingang weiter wohnt ein Yorkshire, der grundsätzlich andere Hunde wie blöd ankläfft, selbst, wenn diese noch nicht mal Blickkontakt gehabt haben. Wir sind Hund und Halterin schon ein paar Mal auf der Straße begegnet und jedes Mal hat der Yorki sich aufgeführt wie ein Irrer. Josie hat aber nichts weiter dazu "gesagt".

Kürzlich hatten wir dann einen unangenehmen Zwischenfall beim Gassigehen. Es gibt hier ein kleines Wäldchen, wo ich Josie frei laufen lassen kann. Dort war ich kurz nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs. Es gibt dort ein Teilstück, wo zwei Wege fast parallel verlaufen, dazwischen ist ein breiter Streifen mit Büschen und Bäumen. Josie schnüffelte dort herum und plötzlich lief sie in Richtung des anderen Weges. Und dann hörte ich schon das typische Kläffen dieser Fußhupe und während ich in die Richtung des Geräusches eilte, fing Josie ebenfalls an zu bellen. Endlich in Sichtweite, bot sich mir folgendes Bild: Halterin mit Yorki auf dem Arm (was auch sonst!), der unvermindert weiter kläffte, und Josie tanzte bellend und hüpfend um die beiden herum. Natürlich habe ich sie gerufen, aber auf diesem Erregungslevel bin ich nicht mehr zu ihr durchgedrungen. Plötzlich ein Quieken des Yorki's und dann war ich auch schon da und hab mir Josie geschnappt und angeleint. Die Halterin war währenddessen schon ein Stück weiter gegangen. Ich rief, ob alles in Ordnung sei, erhielt aber keine Antwort.

Als ich heute nun zu unserer Nachmittagsrunde aufbrach, wurde der kleine Kläffer auch gerade ausgeführt und lief etwa 10 m vor uns und pöbelte wieder lautstark in Josie's Richtung. Ich war erleichtert, als die dann nach links abbogen und nicht auf das Wäldchen zusteuerten. Ich leinte Josie also ab und lief die gewohnte Runde. Fast am Ende angekommen, sah ich durch das Gehölz, dass ein paar Leute am Parkplatz standen. Josie lief ein Stück vor mir und bog in die Richtung der Leute ab - da wollte ich auch hin, nämlich Richtung nach Hause, also ließ ich sie. Und ratet, wer unter anderem dort stand? Richtig. Kaum hatte Josie die Nase um die Ecke gesteckt, ging der Rabbatz wieder los und Josie spurtete dorthin. Diesmal konnte ich ja sehen, was da genau vor sich ging. Frauchen wieder mit wüst zeterndem Hund auf den Arm, Josie gebärdete sich diesmal nicht ganz so wild und ich war auch relativ fix da, um sie anzuleinen.

Da pöbelt mich die Halterin an, dass mein Hund ja wohl einen Maulkorb haben müsste und wie es überhaupt angehen kann, dass ich sie überhaupt ohne Leine laufen lassen würde und Josie sei ja so was von gefährlich. Ich entgegnete, dass ich nicht daran denke, Josie einen Maulkorb zu verpassen oder sie an die Leine zu nehmen, weil sie nicht grundsätzlich mit anderen Hunden unverträglich sei. Vielleicht sollte ich dazu noch erwähnen, dass Josie hier öfter mit einer französischen Bulldogge und einem Jack-Russell spielt, die auch wesentlich kleiner sind als sie.

Aber sie mag sich halt nicht anpöbeln lassen. Ja, zeterte sie weiter, sie hätte nach der letzten Begegnung zum Tierarzt gemusst, weil die Pfote geblutet hätte. Ich antwortete, dass ich doch gefragt hätte, ob alles in Ordnung sei, aber darauf hätte sie ja nicht reagiert. Selbstverständlich wäre ich für die Kosten aufgekommen. Angeblich hatte sie das erst später bemerkt. Ich meinte dann noch zu ihr, dass, bevor sie die Schuld auf Josie schiebt, sie mal darüber nachdenken soll,ob das Sozialverhalten ihres Hundes so gar keine Rolle bei dieser Situation gespielt hat.

Ich finde, viele Kleinhundbesitzer machen sich das zu einfach. Nur weil ihr Hund so klein ist, heißt das doch noch lange nicht, dass die sich anderen Hunden gegenüber so sch***** benehmen dürfen. Die provozieren andere Hunde aufs übelste und wenn dann mal einer kommt und das klären will, dann zeigen diese kleinen Biester sinngemäß von Mami's Arm herab auch noch den Stinkefinger. Und wenn der große Hund dann schnappt, dann heißt es natürlich wieder: Wie können Sie nur ihren Hund frei laufen lassen. Die Gute kann froh sein, dass ihr Hund so klein ist - würde man ihn mit dieser "Macke" auf Schäferhundgröße aufpumpen, hätte die aber echt ein Problem an der Leine! Es scheint der Besitzerin überhaupt nicht klar zu sein, dass sie früher oder später immer wieder solche Situationen erleben wird, wenn sie nicht an dem Verhalten ihres Hundes arbeitet.

Josie hat ja auch schon eins auf die Mütze bekommen, z.B. weil sie einer Husky-Hündin die Pfote auf den Rücken gelegt hat. Da ging es mal eben richtig rund, aber nur ca. 30 Sekunden. Josie verstand sofort, dass sie unterlegen war, kommunizierte das körpersprachlich und sofort war Ruhe. Da hab ich aber auch nicht gezetert, was der Typ denn für einen unmöglichen Hund hat. Der hat halt ganz normal auf hündische Art auf Josie's Provokation reagiert. Punkt. Danach sind wir zusammen mit Hund und Halter noch ganz entspannt eine Runde gegangen.

Ich glaube, das Problem liegt darin, dass die Kläffer-Fraktion sich partout dem größeren Hund nicht unterwerfen will und es daher zwischen groß und klein zu solchen Eskalationen kommt.

Wie seht ihr das?

Ui, doch ganz schön viel Text geworden....

:redface

Viele Grüße

Jomix

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Also ich kenne das Problem auch vor allem da unsere Maus größer als ein Labrador ist habe aber bis jetzt zum Glück noch nicht so drastische Erfahrungen gemacht, da Shiva sich bei kleinen Hunden hinlegt und wenn sie Bellen hält sie Abstand!!

Aber habe schon die Erfahrung gemacht das uns Leute entgegen gekommen sind und meinten unser Hund wäre zu Groß, weil sie auf Leute zugeht und sie halt begrüßen will da sie Frau gleich rumgeheult hatte das sie angst hätte bin ich gleich hin und habe erklären wollen das Sie noch jung ist und nichts macht außer mal schnüffeln!! er Mann meinte gleich es wäre Leinen zwang und deshalb habe der Hund auch ein Halsband an da konnte ich dann auch nicht mehr ruhig bleiben und meinte, wenn man angst habe gehe man nicht auf Hunde weiter zu das mache ich ja auch nicht und Leinen zwang ist mal vollkommener Schmarn und das die Hunde wohl auch mal Auslauf brauchen und zeit sie Anzuleinen haben sie mir ja auch nicht gegeben manche Leute machen es sich in meinen Augen etwas zu einfach!!!

Aber zu der Frau die meinte dein Hund brauche einen Maulkorb will ich ja nur mal sagen das sie Ihren Hund mal hätte besser erziehen sollen es gibt nähmlich auch kleine Hunde die nicht so ein Theater machen!!

Das Problem ist das die meistens nich mal ne Welpenspielstunde besucht haben weil Ihre Hunde ja so klein sind und ja Überrannt werden das ist schwachsin haben auch einen Rehpinscher in unserem Welpentreff und der hält locker mit den Großen mit!!

Sie sollte Ihrem Hund lieber mal den Mund zu halten!!!

:motz:

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Meine Hunde duerfen trotz Provokation nicht auf andere zu rennen und zurueck poebeln. Und schon gar nicht noch an Menschen hoch springen und auch die noch bedrohen.

Ansonsten haette ich hier ruckzuck eine Anzeige und meine Hunde wuerde mir als gefaehrliche Hunde eingestuft, mit Leinenzwang und Maulkorb und allem drum und dran.

Solche Minis ignorieren wir, egal wie die sich auffuehren. Sollten die uns zu dicht kommen, dann darf Lucy die mal boese ankucken. Dann sind sie meist ganz kleinlaut.

Als lieb gemeinten Vorschlag - lass die Frau und den Hund doch meckern. Arbeite an deinem Rueckruf und zieh dann froehlich pfeifend deiner Wege mit der Genugtuung das du einen coolen, wohlerzogenen Hund hast. Mit deiner momentanen Einstellung machst du nicht nur der Frau das Leben schwer, sondern auch dir und weiter kommst du damit auch nicht.

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Solche Minis ignorieren wir, egal wie die sich auffuehren. Sollten die uns zu dicht kommen, dann darf Lucy die mal boese ankucken. Dann sind sie meist ganz kleinlaut.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=48714&goto=942405

So machen wir das auch...... nur Nelly schaut nicht böse, sondern so, als würde sie sich gleich übergeben ..... ;)

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Da gebe ich dir ja auch recht Kamalii ich Leine meinen Hund normalerweise auch an wenn mir Leute oder fremde Hunde engegenkommen!!

Das war auch nur ein einmaliger zwischenfall und Übung macht den Meister!!! :)

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Natürlich hast Du damit Recht, daß es sehr ärgerlich ist wenn Kleinhunde so einen Terz machen und ihre Halter nicht erkennen, daß ihr Hund da ein Problem hat, andererseits hättest Du Deinen Hund auch frühzeitig abrufen und anleinen können.

Ich z.B. hätte meine Hunde nicht auf den Paralleweg wechseln lassen, genausowenig wie ich meine Hunde vor mir in eine Kurve gehen lasse.

Zudem braucht ja so ein Yorki nicht viel um ernsthaft verletzt zu werden je nach Größe seinens Gegenübers.

Die Frau wirst Du nicht ändern können, aber Dein eigenes Verhalten kannst Du optimieren.

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sicherlich ist es nicht ok wenn Tierhalter kleiner Hunde ihren Hund nicht im Griff haben....

ich finde es überhaupt nicht in Ordnung, dass du kleine Hunde als "kläffende Fußhupe" bezeichest... es sind genau so Hunde wie große auch also LASS DAS!!!

... zudem hättest du wie Anyanka schon schreibt dein Hund abrufen und anleinen können...

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Ich kann nur sagen das unsere Nachbarin 2 kleine Hunde hat und jetzt nach 3 Jahren höre ich das Gebell nicht mehr das leider oft und lange dauert aber ich wie gesgat höre es schon nicht mehr, weil ich einfach raus gehe wenn ich es nicht mehr hören kann!! ;)

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Jaaaaja,

die bösen Plüschtierchen unter 40 cm!!! ....unerzogen und Fußhupen ;):wall:

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Jaaaaja,

die bösen Plüschtierchen unter 40 cm!!! ....unerzogen und Fußhupen ;):wall:
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=48714&goto=942453

Neeeeeeeeeeeeeee Anke ......... U 20 cm und natürlich Lilli :D:kuss:

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