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Hundeforum Der Hund
Goscha

Hund legt sich hin, wenn er andere Hunde sieht. Wie reagieren?

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Nichtsdestotrotz bin ich immer noch der Meinung, dass die Aussage "Kontakte zu Artgenossen sind unnatürlich", schlichtweg falsch ist.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49002&goto=951404

So pauschal habe ich die Aussage in meinem Post auch nicht getroffen.

Kontakte zu Artgenossen sind nicht unnatürlich.

Das wollte ich Dir auch nicht unterstellen, dass hat jemand in einem anderen Thema mal gesagt.

Aber frage Dich doch bitte auch mal, was hat das Spazierengehen an der Leine in einer Grossstadt mit ihren räumlichen Einschränkungen mit einer natürlichen Begegnung von Hunden zu tun?

So würden sich Hunde in der Natur nie begegnen. Sie würden nicht dicht aneinander vorbeilaufen, wenn sie die Möglichkeit hätten, sich anders zu begegnen.

Für Dich scheint das unvorstellbar zu sein.

Ich habe aber schon desöfteren erlebt, wie Hunde sehr gerne einen Bogen um meine Jungs gemacht hätten - und es nicht konnten, weil das einfach mal nicht geht.

Das ist für mich keineswegs unvorstellbar, ich schrieb ja, dass die Bedingungen hier bei uns nicht ideal sind. Trotzdem halte ich diese angespannte "O Gott, da kommt ein fremder Hund, jetzt mal schnell anleinen sonst knallst gleich 100%" Mentalität, die viele Hundehalter an den Tag legen (nicht du!) übertrieben. Hunde sind Tiere mit Sozialverhalten, die wissen, bzw. können lernen, entspannt auch mit rudelfremden Artgenossen umzugehen, wenn man sie läßt.

Auch in der Großstadt können sich Hunde stressfrei begegnen. Angeleint muss der Hundeführer das Bogen gehen für den Hund übernehmen, aber im Freilauf ist auf jedem Weg genug Platz. Ich schicke meinen Hund nicht gezielt zu anderen Hunden ala "sag mal Hallo". Ich lasse ihn angeleint auch nicht an andere Hunde ran. Ich mach mir aber auch nicht ins Hemd, wenn ein freilaufender Hund ungewollt mal zu meinem Hund hinrennt oder wenn wir freilaufend auf andere unkastrierte Rüden treffen. Eben weil ich Vertrauen in die Kommunikationsfähigkeit hab.

Aber nicht in dem ich sage: Ach macht doch mal Kontakt - Hunde brauchen und wollen Kontakt zu Artgenossen!

Ich sag auch nicht, dass jeder Hund mit jedem Hund Kontakt haben sollte und muss. Ich sag aber, dass die Tierart Hund (ohne negative Vorbelastungen) mit ihresgleichen Kontakt haben kann, ohne dass es sofort Streit gibt.

Es gibt Hundetypen, da checken Rüden andere Rüden rein nach Status ab - und wer der schwächere ist, hat zu gehen. Und das hat nichts mit Unerzogenheit zu tun - das ist so.

Da hast Du recht. Und wenn der Schwächere im Freilauf von seinem Halter nicht gehindert wird, kann er das ja auch ohne weiteres tun.

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Hallo ihr,

also ich mache es so:

An der Leine:

ICH führe, Hund muss folgen. Ich bleibe nicht stehen, weil Hund sich hinlegt, schnuppert o.Ä. - Solange Hund sich innerhalb der Leinenreichweite bewegt, ist es für beide Parteien angenehm - ansonsten muss er halt folgen (weil die Leine ihn am Geschirr transportiert).

Da ICH den Spaziergang initiiere, ICH den Weg bestimme und ICH gerne entscheiden möchte, welche Hundekontakte zu Stande kommen (denn wenn sich andere Halter schon dagegen sträuben, erst zu fragen und dann abzuleinen, werde ich es nicht auch noch so machen).

Ergo: Hund kann praktisch "machen was er will" - aber er kommt mit. ;) Wenn er vernünftig mitkommt, gibts keine Probleme, das ist meine "Garantie" an meinen Hund. Er wird nicht von anderen angegriffen, angefallen, etc. - dafür sorge ICH dann als Führer.

Bei der 10 Meter Schlepp ähnlich, allerdings warne ich vor dem Ende akustisch (so, dass der Hund Gelegenheit hat zu bremsen).

Wenn ich stehenbleibe, darf Hund gerne schnüffeln, laufen, buddeln.. das darf er (an der Schlepp hat er eh einiges an Radius) auch so - allerdings muss er, wenn die Leine zuende ist, halt mitkommen.

Da ich das konsequent durchsetze, gibt es immer weniger Probleme, da Hund mir vertraut und mir automatisch (wenn ich woanders hingehe) nachläuft, ohne sich groß "um das Problem" zu kümmern.

Hundekontakte an der Leine werden erst nach Absprache beider "Herrchen" gemacht. Wenn der andere Hund frei ist, sorge ich (bei meiner an der Leine) dafür, dass er keine Dummheiten mit meiner anstellt (genauso wie ich das auch bei unseren Katzen sicherstelle). Wenn beide Halter das OK geben (nach Einschätzen der Lage), darf AN der Leine geschnuppert werden und - wenn alles gut geht - werden beide abgeleint und dürfen spielen.

Wenn ein anderer Hund frei ist und das "OK" bekommt von meiner Seite, leine ich meine auch ab. Wenn ich ihm nicht traue, bitte ich "Herrchen", mit seinem Hund weiterzugehen, da ich keinen Kontakt wünsche (Ausreden gibts da viele, da ich einen Husky habe sage ich einfach: "Ich bin in einem Trainingszeitplan und muss weiteeeerrrrrrr!" - dass meiner ein Welpe ist und Trainingszeitpläne nicht existieren dürfte denen dann wurscht sein, aber so ist er wenigstens nicht gekränkt).

Diese Methodik wende ich mit allen Arten von Leinen an. Wenn sie an der 10 Meter Schlepp ist, hole ich sie auf "Eingreifreichweite" an mich heran (wenn sie nicht von selbst kommt). Ich sorge meinerseits dafür, dass niemand (weder Hund noch Mensch) ohne Einwilligung belästigt werden, denn was ICH nicht möchte, kann ich nicht anderen zumuten.

Summa Summarum: Wenn ich sie an der Leine habe, hat sie mir zu vertrauen und zu folgen. Kommunizieren darf sie gerne, so lange die Leine ist - alles andere wird unterbunden. Warum? Weil ich damit bei ihr am besten fahre, sie sich viel mehr nach mir orientiert in stressigen Situationen als noch am Anfang und es keine unguten Kontakte gibt (ein Beispiel: Würde ich sie sitzenlassen, wenn ein Kläffer ankommt, wäre das vermutlich auf einer Straße.

Würde ich sie ableinen, wüsste ich nicht, wo sie hinrennt - nach Hause oder zu mir. Ausserdem kann ich nie ausschließen, dass Banshee gerne spielen möchte (denn sie stuft Hunde nach sehr kurzer Zeit ein und spielt dann auch mit "Kläffern" gerne) und auf den anderen Hund zurennt, obwohl der Halter das NICHT möchte.

Off-Leine:

Da sie noch ein Welpe ist und den Folgetrieb besitzt (und unter Anderem auch in gewissem Maße freiwillig Rücksicht nimmt, da ich den Weg bestimme), läuft Banshee sehr viel ohne Leine. Ich habe da auch keinerlei Bedenken oder Befürchtungen, bin innerlich total locker und daher reagiert sie auch auf praktisch alles sehr locker.

Wenn wir einen angeleinten Hund sehen, wird sie in angemessenem Abstand angeleint. Das, finde ich, gehört sich so. Alternativ nehmen wir einfach einen anderen Weinberg-Weg, wenn wir frei weiterlaufen möchten. Ich könnte zwar auch so vorbeigehen, aber es ist ein Risiko und sie würde mir vermutlich zwischen die Beine stolpern, da sie zwar auf mich Rücksicht nimmt, aber den anderen Hund durchaus beobachtet - muss nicht sein, dazu habe ich sie noch zu kurz.

Wenn der andere Hund frei ist, warte ich wie der Halter reagiert: Leint er an, leine ich auch an. Leint er nicht an, gehe ich evtl. einen anderen Weg. Wenn ich den Weg weitergehen möchte, rufe ich Banshee zu mir und warte einfach ab. Somit kann ich auch dazwischengehen / eingreifen, dennoch können beide Hunde frei kommunizieren.

Im Freilauf darf Banshee kommunizieren soviel und so lange sie will - aber sie hat dennoch Rücksicht zu nehmen, dass ich nicht warte. Ergo: Sie darf auch 10 Meter weiter links im Wassergraben buddeln - muss aber nach einer gewissen Distanz aufschließen.

Das klappt auch erstaunlich gut. Wenn sie etwas (egal was) zu lange fixiert oder zu interessant findet, sage ich ein Wort ohne Belohnung ("Los!", die Belohnung ist, dass sie dann frei laufen darf) und sie schließt freiwillig auf. Wenn sie etwas im Maul hat, rufe ich sie mit einem von drei Kommandos, welche sie auf meine Höhe bringen, ab und entferne es (da sie, wenn sie zu mir läuft, eh' nicht kaut sondern es einfach trägt, geht das meistens gut, wobei ich natürlich daran arbeite, dass sie nichts aufnimmt).

Wenn wir mehrere Hunde um uns herum haben (was eigentlich selten ist), sie sich kennen und sich einschätzen können, ist es auch kein Problem, alle abzuleinen. Banshee ist bei Hunden zwar sehr am Spielen interessiert, jedoch weniger am Hund selber - und wenn zwei andere spielen, hält sie sich sehr gut raus. Meistens ist sie mehr an den anderen Haltern interessiert. Sie liebt Menschen. ;)

Wenn sie wirklich einmal auf einen Hund im Freilauf zulaufen würde, ohne dass ich sie abrufen kann, würde ich (solange das noch geht), einfach kurzzeitig ihre Aufmerksamkeit auf mich wenden und in die entgegengesetzte Richtung rennen - da sie extrem gerne um die Wette rennt, ist die Chance >90% dass sie dann kommt (habe ich in der Welpenstunde erfolgreich getestet).

Wenn der andere Halter dann allerdings das Gleiche macht, könnte es sein, dass sie ihm hinterherrennt. ;)

Summa Summarum:

Im Freilauf hat sie viele Rechte, was sie nicht von ihrer Pflicht auf Achtsamkeit gegenüber mir entbindet. Ebensowenig entbindet es sie von ihrer Gehorsamspflicht bei "Nein" - wenn sie z.B. auf Pferdekoppeln durch Stromzäune laufen will. Zum Glück lernt sie da sehr schnell, beim 3. "Nein" (das 1. ist eine sanfte Bitte, das 2. ist ein scharfer Befehl) gibt es einen gut gezielten Schneeball gepfeffert und Madame erinnert sich, dass ich da bin. Im Sommer hoffe ich, dass ich keine Schneebälle mehr brauche. ;)

Ich sehe also keinen Grund, wieso mein Hund "zu wenig" kommunizieren darf, nur weil ich die Begegnungen "steuere". Ich denke nicht, dass ein Hund bei jeder Hundebegegnung kommunizieren muss, um zu lernen, wie es funktioniert - und schon gar nicht, wenn der andere Hund entweder auch nicht kommuniziert oder sein Herrchen es zulässt (einseitige Kommunikation, u.A. auch Kläffen).

Das würde sich am Ende ja nur dahingehend steigern, dass mein Hund eventuell ebenfalls anfängt zu kläffen, weil er es so gelernt hat und nicht weiss, dass ich die Begegnung steuere.

Liebe Grüße,

Wolf & Banshee

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@Eiswolf: super beschrieben! Dann bin ich mit meinen Methoden hier ja doch nicht alleine.

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Hallo,

ergänzend wollte ich noch sagen: Die Pieselfee ist am Anfang vorsichtig und misstrauisch, das schlägt aber sehr schnell in Übermut um.

Da sie in einem reinen Huskyrudel aufgewachsen ist, und in dem Haus vielleicht wöchentlich 2 Beller stattgefunden haben, hat sie vor Kläffern (also Bellern die sinnloserweise bellen) erst einmal begründetes Misstrauen.

Hinlegen tut sie sich nicht (kann sie nicht, weil ich ja weitergehe), aber sie würde am liebsten stehenbleiben.

Und nein, ich finde das "mitziehen" nicht "hart" oder bestrafend. Dass man den Hund mitnimmt, heisst ja nicht, dass man ihn über den Asphalt schleift wie einen nassen Sack, mit extra viel Gewalt und Rucken, anschreien und am besten noch nach vorne jagen.. :) Man kann das durchaus auch "vernünftig" gestalten.

Liebe Grüße,

Wolf & Banshee

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Im Grunde mache ich es genauso wie EisWolf.

Das ist auch alles gut, wenn der Hund es mitmacht, aber wenn nicht ist das alles gar nicht so einfach.

Z.B. wenn der Hund im Freilauf nach ner bestimmten Distanz nicht nachkommt, lieber weiter buddelt als dir hinterherzukommen. Wie ist dann deine Konsequenz?

Bei uns läuft das nicht alles so reibungslos.

ICh mache eigetnlich alles genauso, wie Eiswolf beschreibt, jedoch mit Hindernissen.

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Hinlegen tut sie sich nicht (kann sie nicht, weil ich ja weitergehe), aber sie würde am liebsten stehenbleiben.

Wolf & Banshee
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49002&goto=951836

Wenn sie es wirklich wollte, könnte sie.

Maya wirft sich meistens hin (wenn sie nen anderen Hund sieht), egal ob ich weiterlaufe oder nicht und ich laufe immer weiter.

Es ist ihr dann egal, dass ich sie über den Boden weiterschleifen würde.

Manchmal kriege ich es gar nicht mit. Da liegt sie schon. Es gibt nen harten Ruck (weil ich ja einfach normal weitergelaufen bin) und das wars.

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Hallo Kiara,

da ich die Kleine ja seit dem Welpenalter habe, dürfte das kein Problem sein.. Sie macht es einfach nicht (ob sie es wollte oder nicht), ausserdem kann ich sie am Geschirr auch hochheben - insofern wäre hinlegen unpraktisch.. Ich weiß nicht, inwiefern das bei einem 40+ Kg Hund ist, mitziehen könnte ich ihn sicherlich aber ob er dann nicht doch lieber aufsteht und mitläuft, DAZU kann ich nichts sagen.. Mag bestimmt Hunde geben, die trotzdem liegenbleiben.. (vielleicht gerade, weil sie in der Vergangenheit Erfolg damit hatten?!).

Wenn sie schlafen will und ich will mit ihr raus (in weiser Voraussicht auf das Gepiesel in ein paar Minuten), klappt sie auch die Beine weg.. Trotzdem bekommt man sie ohne Schmerzen dazu motiviert, aufzustehen.. Sogar ohne Geschirr. :)

Wenn mein Hund im Freilauf nicht kommt, habe ich total verschiedene Taktiken, je nach Ort und Möglichkeiten.

Ich rufe eigentlich immer erst einmal "sanft" (manchmal auch zweimal) und dann sehr bestimmt.

Wenn darauf keine Reaktion folgt (da Freilauf und weiter weg), folgt die Strafe - bei mir meistens (schon vorher geformte und ziemlich harte) Schneebälle, die sie dann mit einem lauten Knurren meinerseits abbekommt, was sie natürlich ziemlich verwundert (was ihr aber nicht wehtut, sie liebt es damit zu spielen).

Da sie die Schneebälle als Spielzeug sieht, ist es also einerseits Ablenkung, andererseits will sie dann zu mir, weil ich sie ja forme...

Dann gehe ich allerdings schnurstracks meines Weges, wenn sie mir zu nahe kommt knurre ich (sie rennt dann einfach vorbei) und bewerfe sie mit Schnee oder alternativ trete in den Schnee, so dass sie das Gestöber abbekommt (das ist dann eine schmerzlose Ansage: Bleib fern - denn ich werfe ungerne harte Gegenstände).

Was ich absolut nicht mache, ist hinrennen, hinterherrennen, mich dauernd zu ihr umdrehen, weiterrufen. Machen tu' ich hingegen sehr ungnädiges Knurren, Bellen, Schimpfen (aber dann nur wenig Worte, es kommt eher auf den Ausdruck an) und meines Weges gehen und sie ignorieren.

Nach ca. 2 - 3 Minuten Fernhaltens will sie liebendgerne zu mir kommen.. Ergo: Sie läuft zu meiner Seite und guckt mich an. Wenn sie das nicht tut, wird sie nach einer Weile neutral gerufen (und kommt dann auch). Wenn sie sofort kommt, bekommt sie normales Lob + Leckerli. Wenn sie von alleine kommt, wird sie demonstrativ noch 5 - 10 Sekunden ignoriert und dann mit "Los!" wieder spielen geschickt (sie weiss dann, dass sie wieder zu mir kommen kann).

Im Sommer werde ich die Taktik natürlich etwas umstellen müssen (kein Schnee), wenn ich sie bis dahin noch brauche. Alternativen gibt's aber genug.. Sei' es eine Tasche voll getrockneter Erbsen, die du (verbale Äusserung) ungnädig auf sie wirfst (also nicht eine ganze Tasche, sondern vielleicht 3 - 5) oder ähnliches.

Mir ist bei der Methode wichtig, dass ich ihr auch auf Distanz (ohne Teletakt o.Ä.) deutlich und schmerzlos meine Meinung sagen kann - auch wenn der Schneeball NICHT trifft, weiss sie genau, was ich meine.

Das ist sicherlich nicht jedermann/frau's Sache.. ;)

In anderen Situationen verstecke ich mich... oder gehe ins Haus => Türe zu => Drinne Tee trinken und dann Tür aufmachen und Madame steht schon davor und will rein => merkt: Wenn Herrchen ruft, ist letzte Chance reinzugehen, danach muss ich auf seine Gnade warten, bis die Tür wieder aufgeht.

Alternativ: Rufen mit etwas bestärken.. Meine Pieselfee mag Tannenzapfen. Wenn ich sie schnell ins Haus haben will, rufe ich sie, zeige ihr den Tannenzapfen und werfe ihn in den Flur. Da sie dann erst einmal sich hinlegt und draufrumkaut, gibt es keine "Negative" Verknüpfung mit dem Reingehen (sie ist abgelenkt).

Einfach was einfallen lassen. ;) Ich laufe zumindest nicht Abends im Dunkeln mit der 10 Meter Schlepp draußen rum, das muss nicht sein..

Achtung: Das sind alles total unqualifizierte und unprofessionelle Aktionen die ICH vertrete, kann also nicht garantieren dass sie dir helfen oder überhaupt als "gut" empfunden werden - bei mir helfen sie, ohne dem Hund zu schaden, das ist mir wichtig.

Liebe Grüße,

Wolf & Banshee

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Ich bin beeindruckt ;)

Ist das dein erster Hund oder hast du schon Erfahrung?

Ich finde die Taktik echt gut und werd das jetzt auch mal so versuchen.

Ich hab da leider nicht immer so gute Einfälle :Oo

Wenn du mir jetzt noch sagen könntest, was ich gegen das Hinlegen und anschließendes Toben an der Leine machen kann, wenn uns ein anderer Hund entgegen kommt, würde ich dich in meine Abendgebete mit einschließen :D;)

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Machen tu' ich hingegen sehr ungnädiges Knurren, Bellen, Schimpfen (aber dann nur wenig Worte, es kommt eher auf den Ausdruck an) und meines Weges gehen und sie ignorieren.

Wolf & Banshee
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49002&goto=951909

Bis auf das Knurren und Bellen jedenfalls, würde ich alles andere (Schneebälle, Erbsen...) auch mal so versuchen :D

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Hallo Kiara,

Banshee ist mein Ersthund, da ich allerdings (schon Jahre vor dem Kauf) von dem Dickkopf ahnte, habe ich mich darauf eingestellt, dass mit gesäuselten Worten alleine nicht viel Land zu gewinnen ist..

Da ich absolut nicht gerne zu Gewalt neige (sie hat zwar auch schon Schulterstubbser, wegschieben und auch Schnauzengriff/seitlich festhalten erlebt, genauso wie ich ihr schon 2 mal einen "Pfotenwisch" verpasst habe und sie auch schon vom Bett runter flog -hoffe, mich zeigt nun keiner an als ultragemeinen Tierquäler- :D ) und sie die physikalischen Sachen nur hochpushen (sie kennt da keine wirklich effektiven Grenzen, ergo sollte man anstelle sie hochzupushen einfach versuchen, das Aufbauen zu verhindern), versuche ichs halt zur Zeit mit allem, was mir so einfällt, was irgendwie "meiner" Logik nach die Verknüpfungen, die erwünscht sind, nicht zerstört sondern verstärkt und nebenbei die Bindung aufbaut statt sie zu reduzieren..

Ich wette aber auch, dass hier Leute sind, die dir viel effektivere Tipps und Tricks geben können.. Ich kenne deinen Hund ja auch nicht und kann dir nur sagen, was bei mir wirkt. :)

Das "Hinlegen und toben" kenne ich (entgegen dem "Hinlegen und fixieren") auch von der Pieselfee. Das würde -ich- als Laie als Spielaufforderung/-beginn einschätzen..

Ich habe von Anfang an solche Dinge halt durch die "Führung" (ergo Leine & Geschirr) verhindert, weshalb sie im Kopf hat, dass sie physikalisch wenig ausrichten kann und es für beide Parteien besser ist, miteinander zu harmonisieren (Rücksicht auf beide Parteien) und nicht den Dickkopf einzuschalten (dann gibts keine Leckerlis, keinen Freilauf, nicht viel Spass usw..). Es gibt auch jede Menge Leute, die sagen: Hey, das ist ein Welpe, sei nicht zu streng! -

Ich kanns nachvollziehen, aber ich denke, dass ich bei meinem Welpi durchaus "sehe" und erfahre, wann sie "Schlupflöcher" sieht die sie denkt, ausnutzen zu können - und da auch gegensteuern muss (meine Pflicht als Hundehalter, ich will keinen "Dertutnix" später).

Was ich mir halt in letzter Zeit sehr oft überlege: Was interessiert sie sehr? Wie kann ich es nutzen, um sie abzulenken / auf etwas anderes zu fixieren, was gleichzeitig die Bindung zu mir stärkt und positiv ist? So renne ich mit ihr nun des Öfteren kurze Stücke. Vorher wird sie angeleint (ein paar Meter), hingesetzt, etc. - den Spass (für sie ist Rennen Superspass) gibts halt dann, wenn sie hört. Da der Spass bei ihr (Welpenfolgetrieb) auch gleich noch das "Folgen" beinhaltet, kommt sie dann natürlich gerne. Das wird bei deiner vermutlich anders sein..

Da müsste man überlegen: Was macht deine wirklich gerne? Ohne Leine laufen? Rennen? Suchspiele? Spielzeug? (das mag meine draußen gar nicht, ausser Bälle - daher kommen mir die runden Schneebälle wie gerufen, diese brauch ich nicht einsammeln wenn sie sie liegenlässt und sie sind gleichzeitig eine "Strafe" weil man sie damit abwerfen kann) Leckerlis? Was für Leckerlis mag sie am meisten? Usw.. Das sind halt so meine Gedankengänge.

Du könntest ja mal versuchen, die Leckerlis die sie am meisten mag (und wenns Mozzarella oder Kochschinken ist, egal) mitzunehmen in einer kleinen Dose.. Und, wenn Madame sich hinsetzt, an der Leine weiterzulaufen aber die Dose etwas höher als ihren Kopf provokativ an ihr vorbeigehen zu lassen, so dass sie da hinwill.. Wäre eine Idee - k.a. ob das geht.. Dann einfach an dem anderen Hund vorbeigehen.. und ihr dann die Dose hinstellen.

Ansonsten kannst du auch versuchen, sie auf dich direkt zu lenken, wenn du irgendwelche Sachen machen kannst, die sie sehr erstaunen.. (ja, das wird den anderen Hundehalter dann aber zum Glauben bringen, dass du irre geworden bist - scheiss drauf!) also total überdreht locken oder jubeln oder sonstwas.. So dass sie zu dir will und toben/laufen. Alles natürlich an der Leine und im stetigen Weitergehen..

Wenn das alles gar nix hilft und dein Hund liegenbleiben will bis der andere Hund kommt, würde ich(!) wirklich schnurstracks weiterlaufen, oder, wenn das nicht geht, die Abdrängmethode benutzen (die ist ja nicht von mir, vielen lieben Dank an Anja und die anderen, die das in dem anderen Thread verständlich erklärten), ergo Richtung anderer Hund vor sie stellen und drüberbeugen und "reinschlurfen" und dabei vielleicht zischen, so dass sie aufsteht (vielleicht auch aus Verwirrung) und dann ganz zügig weiterlaufen..

Aber ich kann dir wie gesagt NICHT sagen ob das hilft, ob das in deinem Fall angebracht wäre, ob es überhaupt angebracht ist.. es sind wie gesagt MEINE Überlegungen zu dem eigentlichen Problem (was tun, wenn mein Hund schwer wäre und sich partou hinlegen will) und ich bin kein Hundetrainer oder auch nur halbwegs erfahren.

Es sind aber zumindest Methoden, die dem Hund keine Schmerzen bereiten, keine physikalischen "Strafen" beinhalten und die ihn eventuell auch zu anderen gewünschten Sachen motivieren könnten.. was MEINEM Bauchgefühl sagt, dass sie für MICH ok wären. ;)

Liebe Grüße,

Wolf & Banshee

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