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Hundeforum Der Hund
Tati

Die Hundeformel - was mache ich falsch?

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Hallo,

ich schreib jetzt wahrscheinlich wieder einen ellenlangen Text. Wäre jemand so lieb mir auseinander zu klamüsern was ich falsch mache? Ich stehe auf dem Schlauch.

Es geht natürlich um Franz ;) Als ich vor einigen Wochen die Hundeformel (der vorwärts denkende Hund) entdeckt habe war ich tierisch glücklich, mal was neues was ich probieren könnte. Franz befindet sich so ca. 8-10 Mal am Tag auf Level 10. Anstrengend für ihn und für mich. Auslöser sind die üblichen Verdächtigen:

1. Hundebegegnungen, von jetzt auf gleich auf Level 10 bis er, wenn der andere Hundehalter es zulässt, den anderen Hund beschnüffeln darf, dann kommt er wieder runter, dauert aber doch so 3-5 Minuten

2. wenn ich seinen Apportierball in die Hand nehme (mach ich aber seit geraumer Zeit nicht mehr, er ist ein Balljunkie), ebenfalls von jetzt auf gleich auf Level 10

3. wenn ich sein Halsband in die Hand nehme, weil’s dann ja gleich raus geht, hier „schwach“ ausgeprägt, er fiepst „nur“, das aber ohne Unterlass und wurschtelt um mich rum

4. wenn wir Auto fahren, wir fahren fast ausschließlich dann zu meiner Mutter, das weiß er, wieder dauerfiepsen

5. wenn wir bei meiner Mutter angekommen sind, Haustür geht auf, Franz ist außer Rand und Band

6. wenn hier jemand an der Tür klingelt – steigert sich langsam

Eigentlich wollte ich erst am fiepsen arbeiten, dachte das müsste ja einfach sein. Denkste. Halsband in die Hand, Franz fiepst „kscht!“, Franz fiepst – touch (Franz weicht übrigens meist blitzschnell aus) - , Franz fiepst, touch, Halsband wieder weg. Stehenbleiben. Franz schaut verwundert, fiepst. Ich geh weg, Franz folgt mir „ab“, Franz trollt sich. Ich nehm das Halsband, Franz steht parat, fiepst, touch. Und so weiter. Ich muss zugeben, ich hab es genau 3 Tage durchgehalten bei jedem einzelnen Spaziergang so ungefähr eine Stunde zu warten bis wir los konnten. Das war nämlich immer erst dann der Fall wenn Franz die Hoffnung auf den Spaziergang schon längst aufgegeben hatte und in seinem Sessel liegen blieb obwohl ich das Halsband nahm. Natürlich wurde er dafür kräftigst gelobt (interessiert ihn nicht die Bohne), zwei Stunden nach dem Heimkommen das selbe Spiel von vorn. (Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch mehrere kleine und zwei große Runden, jetzt nur noch zwei mittelgroße, ist den zweien zu kalt)

Mal so eingeworfen: ich finds ja normal dass er sich freut wenn wir rausgehen, aber er tut jedes Mal so als wenn er schon seit Wochen das Sonnenlicht nicht mehr gesehen hätte und nicht als ob es gerade mal wenige Stunden her ist. Da ist bei ihm nämlich dauerfiepsen und um mich herumspringen und hochspringen und sich um die Leine wickeln angesagt.

Also hab ich mir Punkt 6 vorgeknöpft und da lass ich jetzt nicht locker. Den ganzen Franz zu kontrollieren ist einfacher als seine Stimme zu kontrollieren.

Franz hört das Auto, rennt in die Veranda, ich renne auch hin „Ab!“, Franz springt einen Meter zurück, ich gehe auf ihn zu, er weicht mir aus und steht wieder vor der Tür, „ab!“ er springt wieder zurück etc. Irgendwann (Mann steht schon vor der Tür) hab ich ihn soweit dass Franz in seinen Sessel geht, Tür geht auf, Franz springt auf, Level 10, nichts geht mehr. Weg blockieren beim Yorkie ist ein Witz.

Hin und wieder schaffe ich es wenigstens ihn mit Blicken „festzutackern“, ein Augenzwinkern von mir und Franz springt im selben Moment um meinen Mann. Erwähnte ich schon dass er blitzschnell ist? Zwinkere ich nicht, bleibt er im Flur aber komplett unter Hochspannung, Versuche ihn zurückzudrängen in seinen Sessel schlagen fehl, er ist da ca. auf Level 9, sobald er eine Lücke entdeckt ist er wieder bei meinem Mann. Natürlich geht mein Mann dann auch mal in den Flur und ab hier wieder Level 10. Seit Monaten (!) ignoriert mein Mann ihn beim heimkommen „Franz? Gibt’s hier nicht!“ und erst wenn er wieder runtergekommen ist wird er begrüßt. Nutzt nichts, gar nichts.

Meistens (leider nicht immer, ich bin ein Mensch und von daher auch mal genervt) bin ich ruhig, aber bestimmt. Hat er es übrigens bis zu meinem Mann geschafft ziehe ich mich zurück. Bin geteilter Meinung darüber. Einerseits geb ich quasi auf, andererseits weiß ich dass jeglicher Versuch Franz zur Räson zu bringen fehlschlägt und ich mich damit unglaubwürdig mache. Einzig wegtragen, ja das könnte ich noch, ist aber nicht Sinn und Zweck der Sache. Und falls Fluffy mal so weit kommen sollte (er reagiert wunderbar auf grün-gelb), den könnte ich nicht wegtragen wenn er mal ausgewachsen ist.

Das Ziel der Begrüßungsorgie soll sein, dass die Begrüßung an sich ruhiger abläuft. Franz geht in die Veranda, setzt sich hin und steht ganz ruhig, wartet bis z.B. mein Mann drin ist und wenn der ihn dann auffordert zum begrüßen, dann darf er halt auch hochspringen und geknuddelt werden. Aber eben nicht mehr das was er jetzt macht, komplett austicken, fiepsen und bellen, sich komplett aufspulen, in den Ärmel beißen damit die Hand endlich zum streicheln runterkommt, ins Gesicht springen, wegrennen, sein Plüschkissen tot schütteln, wiederkommen, wieder ins Gesicht springen (also beim Schuhe ausziehen ;) ) etc. Und neuerdings ist dann auch der arme Fluffy dran statt dem Plüschkissen, da wird der Fluffy halt einfach mal überfallen, der ganz artig im Flur sitzt und auf die Begrüßung wartet.

Dass Franz ein harter Fall ist weiß ich, ich weiß aber auch dass es machbar ist mit ihm zu arbeiten, wenn ich alles richtig mache. Mach ich also augenscheinlich nicht, ich weiß nur nicht wo zum Henker mein Fehler liegt.

Den Tipp bei Level 2-4 zu arbeiten kann ich so an sich nicht beherzigen, irgendwie kennt halt der Franz nur die Extreme. Entweder er ist ruhig und hört aufs erste Wort (okay, beim sitz aufs zweite Wort ;) ) oder er ist auf Level 10. Einzig das Leineziehen fällt mir da ein, aber daran arbeite ich ja schon seit Ewigkeiten und eben auch mit Lautsignal, woraufhin er wunderbar reagiert, so für 2-20 Meter ;) Es sei denn er soll direkt bei Fuß gehen, das klappt mit und ohne Leine absolut sicher und mit Leine komplett ohne Ziehen.

Ich seh also scheinbar mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht. Könnt ihr mich bitte auf meine Fehler stupsen?

LG,

Tati

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Ich würde bei der Begrüßung anders arbeiten.

Und zwar würde ich (wie Dein Mann es ja schon macht) den Hund komplett ignorieren. Allerdings würde ich nicht, wenn er zur Ruhe gekommen ist, ihn rufen und komplett hochfahren. Ich würde ihn rufen und ruhig begrüßen. Wenn er wieder hochfährt, wieder ignorieren.

Mit der "Hundeformel" würde ich erstmal experimentieren. Ich habe anfangs "nur" versucht Meggie beim Spaziergang hinter mir zu halten. Wollte sie an mir vorbei, kam ein "Kscht" und eine Körperbewegung auf sie zu. Wir haben das in Situationen geübt, wo sie absolut auf Level 0-2 war, also im grünen Bereich.

Du musst im Grunde rausfinden worauf Dein Hund reagiert und das geht halt nur, wenn er überhaupt noch reagiert.

Was bei uns auch noch gut war, war Kleinigkeiten im Alltag zu verändern. Wir haben zwar zuhause einen absolut unproblematischen Hund, aber trotzdem habe ich dort angesetzt. Z.B. habe ich sie aus der Küche in ihr Körbchen geschickt, wenn ich Gemüse geschnibbelt habe (sie wartet dann gerne, dass was runter fällt) oder ich gehe in den Garten, lasse die Tür auf, aber sie muss warten.

Vielleicht würde bei deinem Hund auch eine Hausleine Unterstützung bieten. Dann könntest du dir kommentarlos die Leine schnappen und ihn in sein Körbchen bringen, wenn er so hoch fährt.

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Hallo Tati,

ich würde sagen, du hast deinen Anfang einfach noch nicht gefunden.

Du versuchst gleich am Extremen zu arbeiten, das ist wohl definitiv noch zu früh.

Fang mit kleinen Dingen an, damit er erstmal zulassen kann, dass er rückwärts denken soll. Dadurch, dass du keinen Übergang mehr in den Situationen siehst, scheint da ja nicht dein Anfang zu sein...

Finde Situtationen, wo Franz nicht hochgefahren ist und experimentiere dann, wie du die Hundeformel für dich/euch am Besten umsetzen kannst. Erst wenn dich Franz in Situationen respektiert, wo er nicht hochgefahren ist, kann er anfangen dich zu respektieren, wenn er langsam hochfährt bis hin irgendwann zu Level 10. Doch das kann dauern.

Franz hat jetzt wahrscheinlich schon einige Zeit so gelebt/gehandelt und du hast, wie gesagt, schon einiges "ausprobiert". Dein Franz weiß wie du tickst... und wie lang dein Atem/Geduld ist...

Mach es dir selber leichter, indem du mit kleinen Dingen anfängst, um sie bei großen Sachen anzuwenden.

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Hallo Tati,

ich würde sagen, du hast deinen Anfang einfach noch nicht gefunden.

Du versuchst gleich am Extremen zu arbeiten, das ist wohl definitiv noch zu früh.

Fang mit kleinen Dingen an, damit er erstmal zulassen kann, dass er rückwärts denken soll. Dadurch, dass du keinen Übergang mehr in den Situationen siehst, scheint da ja nicht dein Anfang zu sein...

Finde Situtationen, wo Franz nicht hochgefahren ist und experimentiere dann, wie du die Hundeformel für dich/euch am Besten umsetzen kannst. Erst wenn dich Franz in Situationen respektiert, wo er nicht hochgefahren ist, kann er anfangen dich zu respektieren, wenn er langsam hochfährt bis hin irgendwann zu Level 10. Doch das kann dauern.

Franz hat jetzt wahrscheinlich schon einige Zeit so gelebt/gehandelt und du hast, wie gesagt, schon einiges "ausprobiert". Dein Franz weiß wie du tickst... und wie lang dein Atem/Geduld ist...

Mach es dir selber leichter, indem du mit kleinen Dingen anfängst, um sie bei großen Sachen anzuwenden.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49010&goto=950290

Sehe ich genau so!

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Was ist denn aus den Fortschritten von Damals geworden? Gibt es die noch? Ich kann mich doch erinnern, das du ganz gut zurecht kamst, zumindest hat es den Anschein erweckt. Was hat sich geändert?

Gruß Iris

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Ich dank euch. Ach, wie schreib ich das jetzt ohne wieder Romane zu schreiben.

Unterschiede von damals zu heute: Franz reagiert jetzt in jeder außer der oben genannten 6 Situationen punktgenau auf meine Anweisungen. Bei der Hundeformel wäre das "grün", ab und an gibts mal "gelb", aber eher selten. Er huscht in der Küche rum (Küche ist keine Tabuzone mehr) während ich koche, steht mir ständig im Weg, schnipsen und Fingerzeig und er trollt sich sofort. Er und die Kinder wollen in den Garten, "Sitz" und er bleibt ruhig sitzen bis die Kinder draußen sind und bis ich mein okay gebe dass er flitzen kann, egal ob das 10 Sekunden dauert oder zwei Minuten. Beim spazieren gehen bleiben wir stehen weil ich mit jemandem erzähle, da gibts dann kein zerren mehr an der Leine begleitet von mich anbellen und anknurren und sogar zuschnappen, da fiepst er nur mal kurz "kscht" und stellt sich dann ruhig neben mich hin bis wir weitergehen. Es gibt dutzende solcher kleinen Situationen, die heute komplett entspannt ablaufen, die damals aber grundsätzlich eskaliert sind.

Und das ist es, was es jetzt so kompliziert macht. Franz reagiert punktgenau auf meine Anweisungen, egal ob er sie blödsinnig findet oder nicht, er macht es einfach. Solcherart Anweisungen benenne ich auch nicht mehr, ich arbeite schon seit Monaten in solchen Situationen nur mit Geräuschen und Fingerzeig wenns passt. Die einzige Situation, in der ich auf "gelb" gehen muss ist wenn wir wegfahren wollen/müssen (einkaufen, Kinderarzt und dergleichen) und er mit will obwohl es nicht geht. Da reicht grün nicht aus, da muss ich schon auf ihn zugehen und deutlich machen dass er jetzt nicht mit kann. Dann aber trollt er sich in seinen Sessel. Wäre vor einem Jahr ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, da musste ich ihn mir schnappen, Tür halb zu machen, Franz "reinschmeißen" und ganz schnell Tür zuhauen.

Ich muss ja zugeben, ab und an probiere ich auch mal aus wie weit sein Gehorsam reicht und dann geb ich echt blödsinnige Anweisungen. Z.B. wenn ich mal wieder Rohfleisch füttere (da steht er total drauf), dass er dann plötzlich vor seinem Napf sitzen muss bis ich mein okay gebe. Macht er ohne zu zögern, man kann aber quasi die Fragezeichen über seinem Kopf sehen. Oder wir gehen in den Garten und ich verlange plötzlich dass er bei Fuß geht. Ist absolut keine alltägliche Situation, er macht es trotzdem ohne zu zögern. Oder auch mal bei Fuß gehen bei Spaziergängen in Gegenden, wo er normalerweise frei flitzen darf. Kein Problem, Franz macht es solange wie ich das will. Oder wenn er jetzt mit Fluffy rauft, mir die beiden aber zu laut sind, ein "hey!" genügt, Franz flitzt auf der Stelle in seinen Kennel und Fluffy springt in den Sessel und dort bleiben sie bis ich auflöse und dann raufen sie leise weiter, eben genau das was ich damit erreichen wollte.

Ich könnt jetzt noch ewig so weiterschreiben. Aber ihr wisst was ich meine? Franz reagiert punktgenau egal was ich sage bis eben auf oben genannte 6 Situationen. Und ich wüsste jetzt gar nicht wo ich da jetzt noch was verbessern könnte, sprich in welchen 2-4 Situationen ich mit ihm arbeiten könnte, weil er da eben schon alles macht was ich sage, egal ob es altbekannt oder mal was neues ist.

Sprich - die kleinen Sachen sind alle schon gelaufen und sitzen sicher, übrig bleiben die 6 großen wo aber nichts von dem funktioniert was ich im kleinen anwende. Entweder er reagiert sofort oder aber er ist bzw. steigert sich blitzschnell auf Level 10. Dazwischen gibts einfach nichts mehr.

Beim Begrüßen scheint es ihm übrigens nur sekundär um die Begrüßung durch meinen Mann zu gehen, primär geht es ihm darum die Energien los zu werden. Wenn wir ihn also machen lassen, und das tun wir ja indem wir sein Verhalten ignorieren, dann tobt er sich ordentlich aus und kommt nach 5-10 Minuten selbstständig wieder runter. Selbst wenn ich bei ungefähr Level 4 (Auto wird geparkt) versuche abzulenken, damit er seine Energien anderweitig loswerden kann, z.B. in dem ich ihm sein geliebtes Tau vor die Nase halte, reagiert er absolut nicht darauf, im Gegenteil, er spult sich dann noch schneller auf und ist bereits auf Stufe 8 wenn nur die Hoftür aufgeht. Ohne Einmischung meinerseits erreicht er diese Stufe erst wenn mein Mann vor der Haustür steht. Das selbe wenn ich das Gegenteil versuche, also ihn zu beruhigen.

Er ist haargenau so wie ich mir einen Junkie auf Entzug vorstelle, der in einem Meter Entfernung seine Spritze mit dem Schuss liegen sieht. Franz vergisst nie was er machen will - nämlich die stürmische Begrüßung. Selbst wenn wir wie auch schon geschehen sofort spazieren gehen. Mein Mann hatte mich angeklingelt als er im Auto saß, ich hab mir Franz samt Leine geschnappt und bin am Auto vorbeimarschiert, Franz war dabei sich aufzuspulen, da hab ich ihn mühsam wieder unter Kontrolle bringen können. Wir sind spazieren gegangen mit allem was dazugehört, sind wieder gekommen - stürmische Begrüßung inkl. ignorieren, obwohl er am Ende des Spazierganges eigentlich schon komplett erledigt gewesen ist.

Ja, und nu sagt mal was ;)

Ich bin jetzt mal weg, will jetzt mal ausprobieren ob Franz auf grün reagiert wenn er hinter mir bleiben soll beim spazieren gehen. Ich berichte :D

LG,

Tati

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Ich würde in diesen Situationen ehrlich gesagt erstmal gar nicht mit der Ampel arbeiten - bringt glaub ich eh nichts.

Ich würde versuchen die Situationen zu entschärfen, uninteressanter zu machen. Es sind ja nun ausnahmslos Situationen, wo er sich auf irgendwas freut.

Ich würde ihm das Erlebnis am Ende nehmen. Du fährst z.B. nur mal im Auto mit ihm um den Block und gehst dann einfach wieder ins Haus. Lass jemanden an der Haustür klingeln und es passiert nichts - Du reagierst gar nicht. Ist natürlich schwierig, weil Du ja wahrscheinlich auch Besuch bekommst oder der Postbote mal klingelt. Wenn Du auf das Klingeln mal reagieren musst, würde ich ganz ruhig zur Tür gehen, Hundi nicht beachten (wenn die Gefahr besteht das er rausläuft, Hausleine dran und einfach festhalten).

Ihn dafür zu belohnen, dass er bei Hundebegegnugen Terz macht, indem er den anderen Hund begrüßen darf, halte ich für absolut kontraproduktiv. Das würde ich auf gar keinen Fall zulassen.

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Wieder zurück, Franz hat wie erwartet reagiert. In den ersten 20 Metern hab ich ihm mit grün-gelb klar gemacht was ich will, dann hat er es verstanden und er lief wie eine eins hinter mir. Ab und an gab es mal ein paar Korrekturen, aber sehr wenige. Wir liefen übrigens mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, Fluffy lief meist vor mir und Franz musste hinter mir bleiben. Ab und an hab ich ihn auch mal vorgelassen und ihn wieder nach hinten geschickt, seine Reaktion kam ohne zu überlegen.

In 100 Metern Entfernung lief dann plötzlich ein Hund über die Kreuzung, Franz hing mit einem Satz röchelnd vor mir, Hund war außer Sicht, Franz war fast sofort wieder unten und hinter mir.

*seufz* Situationen vermeiden bzw. bewusst aber ohne Erfolgserlebnis herbeiführen bringt nichts, leider. Das hab ich mit der Ballgeschichte schon probiert bzw. mach es ja immer noch, da ist es am einfachsten umzusetzen. Ich laufe immer wieder mit dem Ball in der Hand durch die Gegend und korrigiere ihn sofort wenn er sich darauf fixiert. Er reagiert auch, kommt aber kaum runter. Schafft er es doch mal knuddele ich ihn mit Ball in der Hand, unter Kontrolle halten fällt da noch schwerer. Er reagiert zwar auf mich, trotzdem sind permanente Korrekturen notwendig und er kriegt fast einen Herzkasper vor Aufregung obwohl ich den Ball schon seit Monaten nicht mehr schmeiße. Ich kann auch den Ball auf den Boden legen oder selber damit spielen, ich schaff es durch grün bis grün-gelb schon dass er den nicht zu fassen kriegt, auf rot muss ich da gar nicht gehen. Aber ich schaff es nicht dass er gelassen bleibt sobald er einen Ball sieht.

LG,

Tati

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1. Hundebegegnungen, von jetzt auf gleich auf Level 10 bis er, wenn der andere Hundehalter es zulässt, den anderen Hund beschnüffeln darf, dann kommt er wieder runter, dauert aber doch so 3-5 Minuten

an der Leine vermeiden, denn dann freut er sich nicht mehr drauf

2. wenn ich seinen Apportierball in die Hand nehme (mach ich aber seit geraumer Zeit nicht mehr, er ist ein Balljunkie), ebenfalls von jetzt auf gleich auf Level 10

anderes Spielzeug einführen und nur bei RUHE geben

3. wenn ich sein Halsband in die Hand nehme, weil’s dann ja gleich raus geht, hier „schwach“ ausgeprägt, er fiepst „nur“, das aber ohne Unterlass und wurschtelt um mich rum

20 mal am Tag das Halsband rausnehmen, umbinden und wieder abbinden und nur wenn er wirklich ruhig ist raus gehen (z.b. halbe Std. vorher Halsband um und noch nicht raus)

4. wenn wir Auto fahren, wir fahren fast ausschließlich dann zu meiner Mutter, das weiß er, wieder dauerfiepsen

öfters auch woandershin mitnehmen und auch mal im Auto warten lassen und nur wieder nach Hause fahren. Alles mit viel Ruhe und keinen Worten :-)

5. wenn wir bei meiner Mutter angekommen sind, Haustür geht auf, Franz ist außer Rand und Band

DAS haben Mütter und Hunde in Kombination so an sich. Ich hab es meiner Mutter erklärt, wenn sie so den Hund erleben will, dann soll sie sich weiter bei Begegnungen mit dem Hund auf dem Boden rollen und wenn nicht, dann muss sie ihn ignorieren.

6. wenn hier jemand an der Tür klingelt – steigert sich langsam

Hund auf den Platz schicken - wenn das nicht klappt: anbinden oder in eine Box. Ich würde ihm erstmal keinen Kontakt zum Besuch erlauben, solang er nicht ruhig dabei ist.

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Beim Begrüßen scheint es ihm übrigens nur sekundär um die Begrüßung durch meinen Mann zu gehen, primär geht es ihm darum die Energien los zu werden.

Hallo Tati,

okay, ich kannte deine Vorgeschichte nicht...

Aber du hast dein Problem ja eigentlich schon selbst erkannt... Dein Hund muss seine Energie loswerden...

1. Frage: Was fütterst du? Hauptsächlich: Wieviel Fett/Energie befindet sich in deinem Futter?

2. Frage: Wie sieht euer Spaziergang aus? Wie lange? Und wie lange darunter frei bzw. Freizeit für den Hund?

Warum? Wir vergessen leider viel zu oft, wieviele Kilometer ein Hund in freier Wildbahn zurück legen würde. Und das nicht in seiner Freizeit, sonder gezielt. Sicherlich ist das auch von Hund zu Hund unterschiedlich. Aber die Energie ist da und muss abgebaut werden.

Okay, nicht jeder hat die Zeit mit seinem Hund stundenland durch die Prärie zu laufen. Aber mit etwas Hilfe bekommen wir doch einen ausgeglichen und ausgelasteten Hund hin.

Meine Empfehlung: Ein Hunderucksack. Dieser hilft Franz noch etwas mehr Energie los zu werden. 90 Minuten strammes gehen wäre bei einem großen Hund angebracht. Meist aber leider nicht machbar. Daher wird etwas mehr Energie abgebaut über mehr Gewicht am Körper. Ein Hund kann bis zu 1/3 seines eigenen Körpergewichtes tragen.

Vielleicht magst du es ja mal experimentieren und schauen, wie er sich danach verhält. Wenn er gut gelaufen und ausgeglichen ist, dann würde ich solche Sachen wie eben Mann kommt nach Hause üben.

Da aber ein kleiner Hund doch eher wendig ist, lass ihn an der Leine, damit er dir nicht ausweichen kann. Da hat er sonst wohl doch den längeren Hebel.

Ansonsten: Nicht aufgeben! Du hast ja schon eine Menge erreicht. Ein Stillstand kommt immer mal wieder vor. Und irgendwann geht es wieder vorwärts.

Viel Erfolg!

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