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Hundeforum Der Hund
borgi800

Barfen, aber wie?

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Hallo! Meine beiden Hunden wiegen jeder ca. 30 kg. Ich möchte gerne auf Barfen umstellen, habe auch schon 2 Infoblätter. Ich bin mir aber bei der täglichen Gramm Angabe genau nicht sicher.

Wieviel Fleisch, Gemüse, Obst sollten beide bekommen?

Muss das Gemüse gekocht werden?

Kommen Öle in das Rohfleisch?

Was ist mit Kalzium? Mengenangabe von Knochenmehl, da mein älterer Hund 7 Jahre ist und ich nicht weiss, ob er Knochen haben darf.

Kann mir jemand eine Mahlzeit detailiert aufstellen?

Der Kleine frisst gerne Banane püriert, der große würde das niemals fressen.

Bei Bestes Futter de gibt es extra ein trockenfutter zu kaufen, um die Fleischmahlzeit aufzuwetren, sprich, man gibt nur noch das Fleisch hinzu.

Kommen dann noch andere Lebensmittel hinzu oder Öle, wenn ich das verfüttern würde zum Rohfleisch?

Bitte nimmt es mir nicht übel wenn ich manchmal erst 1 Tag später Antwort geben kann, da ich auch noch 2 Pflegehunde habe und von zuhause aus arbeite, da habe ich nicht immer sofort Zeit!

Liebe Grüße!

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Hallo Borgi,

ich kann Dir jetzt nicht mit einer kompletten Menüzusammenstellung helfen. Aber ich schreibe Dir mal, wie ich barfe:

Meine Jungs bekommen täglich 4% vom Körpergewicht an Futter. (Die Regel sagt 3-5%, je nach Aktivität und Verbrauch).

Als erwachsene Hunde sind davon knapp 1/4 Flockenmix (ich nehme Flocken von Properdogs - den Gemüsekartoffelmix oder Gemüse + Amaranth). Das 1/4 entspricht dem Gewicht der gequollenen Flocken. Empfehlung ist 1/3 - ich gebe weniger, da ich viel Blättermagen und Pansen (grün) füttere, wo auch schon "Gemüse" drin ist und auch weil die Jungs recht viel sportlich machen.

Fleisch ist im Wechsel Rindermix, Blättermagen, Pansen.

Ausserdem gibt es täglich Hühnerklein (knapp unter 1% vom Körpergewicht - also 1/4 der Tagesration). Am Hühnerklein ist Fleisch dran und eben ein guter Teil Knochen. Damit ist die Kalziumzufuhr gesichert.

Bei Welpen und alten Hunden füttere ich noch das Knochenmehl von Markus Mühle zu.

Zum Futter gibts ab und an nen Löffel Öl (Lein- oder Fischöl).

Und das wars auch schon bei mir. Alles relativ einfach und schnell zuzubereiten.

Meinen Jungs gehts gut damit - sie sehen klasse aus und sind fit.

Grüsse,

Claudia

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Schau mal den Link an

http://www.barfers.de/upload/file/BARF_ernaehrungsplaene.pdf

2 - 5% ist schon ziemlich krass und da hätt ich gern Quellen zu, die empfehlen, einem erwachsenen, großen Hund 5% des Gewichts zu füttern!

Je größer der Hund, desto weniger Proteine braucht ein Hund im Verhältnis zur Körpermasse.

Das heißt, bei 30 Kilohunden würd ich mit 2% anfangen.

Ergibt für beide eine Gesamtfuttermenge von 600g.

Davon 70% Tierisch , 30% Pflanzlich

Also braucht jeder der Hunde 420g Fleisch/ Tag.

Und 180g Pflanzlich.

Bei Knochenfütterung:

Calciumbedarf liegt ungefähr bei 50 - 80mg Ca/ kg KM.

Macht pro Hund 1500 - 2400mg Calcium/ Tag.

Für den älteren Hund gibts dann die entsprechende Menge Knochenmehl, die den Bedarf decken würde, für den jüngeren musst du schauen, wie viele von welchen Knochen du füttern musst, um diesen Bedarf zu decken.

Welche Knochen hast du vor zu füttern?

Das Fleisch an den Knochen muss bei dieser Prozentberechnung von der Gesamtfleischmenge abgezogen werden. Es reicht, wenn man grob schätzt.

An Ölen ist sinnvoll, täglich ein Vitamin E reiches Öl zu füttern ( zb 1EL Raps- oder Weizenkeimöl), zudem ein Öl mit guten Fettsäuren, zb Leinöl.

Salz sollte alle zwei, drei Tage im Napf landen (eine Prise).

Gemüse kann auch gedünstet werden, so wirds häufig besser angenommen und vertragen, Obst und Salat unbedingt pürrieren.

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Wichtig ist, besonders bei Welpen aber auch bei älteren Hunden, auf ein gutes Gewebeverhältnis zu achten.

Das bedeutet, nicht zu viel bindegewebsreiche Schlachtabfälle, sondern 65% - 75% hochverdauliches Muskelfleisch (deklariert als Muskelfleisch, Beinfleisch, Saumfleisch, Kronfleisch).

10 - 20% können Pansen, Blättermagen, Schlund, Knorpel, Fell, Sehnen, Maulfleisch etc sein.

15% Innereien. An Innereien sind Leber und Herz ganz besonders wichtig!

Beim jungen, agilen, gesunden Hund kann man mMn 5 auch mal gerade sein lassen, nicht ständig wahllos, aber eine grobe Orientierung reicht meist.

Je älter der Hund wird, desto wichtiger ist es wirklich, ein Auge auf die Ernährung zu haben.

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Schau mal den Link an

http://www.barfers.de/upload/file/BARF_ernaehrungsplaene.pdf

2 - 5% ist schon ziemlich krass und da hätt ich gern Quellen zu, die empfehlen, einem erwachsenen, großen Hund 5% des Gewichts zu füttern!


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49077&goto=951790

google mal zum Thema Leistungshundfütterung!

Ich weiss jetzt nicht, wie Du "grosser Hund" definierst. Ich kenne aber im Schäferhund und Riesenschnauzer-Bereich durchaus Hunde, die - unter Belastung - teilweise phasenweise sogar noch mehr bekommen.

Meine Jungs pendeln je nach Belastung zwischen 3 und 5% als Bedarf.

Wobei 3% nur bei optimalen Witterungsbedingungen und wenig Training vorliegt.

Jetzt bei der Kälte und wenig Training sind es 4% und wenn wir intensiv im FH-Bereich trainieren, nehmen sie ab, wenn ich weniger als 5% füttere.

Grüsse,

Claudia

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Eine Leistungshundfütterung ist aber nunmal eine andere Schiene.

Dass Leistungshunde einen erhöten Bedarf an sämtlichen Dingen haben, ist wahrlich kein Geheimnis, da sind wir uns einig, aber für normale Hunde sind das nunmal keine Richtlinien, daher frag ich mich, warum du es für den gemeinen Haus- und Familienhund als Richtwert vorschlägst.

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Hallo Denis,

die TE hat nix dazu gesagt, wie ihre Hunde belastet werden.

Die 2-5% sind die Richtlinie die ich kenne - je nach Belastung des Hundes.

Aber wie gesagt: Dazu wie die Hunde belastet werden, hat die TE nix gesagt.

Und auch ein "normaler Haushund", der bei den aktuellen Temperaturen jeden Tag 15km Spaziergänge mit seinen Besitzern macht (sowas soll es geben) hat einen erhöhten Energiebedarf im Vergleich zu Frühlingstemperaturen um 15 Grad.

Für mich ist das ein Richtwert für normale Hunde.

Man muss immer gucken, wie der Bedarf des einzelnen Hundes ist. Und das siehst Du erst, wenn Du anfängst so zu füttern.

Grüsse,

Claudia

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Der Grund, warum Leistungshunde mit extrem hoher Belastung mehr Proteine bekommen, ist nicht allein der erhöhte Energiebedarf!

Ein erhöhter Energiebedarf (zb im Winter oder bei normaler sportlicher Aktivität (zb alle paar Tage in Bisschen Fahrradfahren, zwei, drei mal die Woche Hundeplatz usw... "Haus- und Familienhund" eben )) sollte bei Hunden in erster Linie durch Fett gedeckt werden, denn Fett ist für Hunde Energielieferant Nummer eins.

Unnötige Mengen Proteine belasten unnötig die Nieren. Daher ist es sinnvoll, sich am unteren Limit zu orientieren, auf eine gute, individuelle Energiezufuhr zu achten (Fett und ggf Kohlenhydrate) und dann zu schauen, reicht die Fleischmenge oder macht es bei speziell meinem Hund Sinn, auf 2,5% oder gar 3% hoch zu gehen.

So beugt man einer unnötig hohen Proteinversorgung vor und kann ganz individuell beobachten, was meinem Hund gut tut, was er braucht etc.

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Das bedeutet, nicht zu viel bindegewebsreiche Schlachtabfälle, sondern 65% - 75% hochverdauliches Muskelfleisch (deklariert als Muskelfleisch, Beinfleisch, Saumfleisch, Kronfleisch).

10 - 20% können Pansen, Blättermagen, Schlund, Knorpel, Fell, Sehnen, Maulfleisch etc sein.

15% Innereien. An Innereien sind Leber und Herz ganz besonders wichtig!

Dazu hab ich eine Frage:

Versuchst du dieses Mischverhältnis in den täglichen Rationen zu erreichen? Oder im Allgemeinen, also über die Tage, Wochen verteilt?

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Hallo Denise,

wir waren in der Diskussion noch garnicht dabei, wie ich denn den Fleischbedarf zusammenstelle.

Ich variiere z. B. den Fettgehalt über den Anteil an Pansen (mehr Fett) und Blättermagen (weniger Fett). Sowie durch die Wahl des Fleisches bzw. Anteil des Fleisches (reines Muskelfleisch füttere ich z. B. nie).

Die 3-5% (oder 2-5%) waren die Gesamtfuttermenge in Gramm bezogen auf das Körpergewicht.

Wie ich diese Prozentzahl dann gestalte ist nochmal eine ganz andere Sache.

4% können viel Protein und Fett beinhalten - und auch wenig.

Es gibt Leute, die füttern von der Gesamtfuttermenge 50% Gemüse und Getreide. Oder auch garkein Getreide, sondern einen anderen Kohlehydratlieferanten.

Eine Bekannte von mir füttert ihre Diensthunde bei diesem Wetter zusätzlich Getreide um die Belastung durch die kalten Temperaturen auszugleiche. Ohne dabei auch nur 1 Gramm mehr Fleisch zu füttern, als bei wärmeren Temperaturen.

Meine Hunde würden bei 2% abnehmen ohne Ende.

Der Labbi einer Bekannten würde bei 3% in kürzester Zeit zunehmen.

Es gibt - Gott sei Dank - kein Patentrezept beim Füttern.

Grüsse,

Claudia

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