Jump to content
Hundeforum Der Hund
imogen

Ist eine gute Prägungsphase wirklich so ausschlaggebend?

Empfohlene Beiträge

Hallo Muck,

es ist schon ein Unterschied, ob ein Welpe z. B. schon bei der Mutter Angst erleben musste (weil diese z. B. ängstlich ist und damit ihre Welpen entsprechend geprägt hat) oder ob der Hund später mal schlechte Erfahrungen macht.

Erfahrungen in der Prägephase sind so einschneidend, daß sie immer erhalten bleiben. Auch wenn man ihre Auswirkungen durch Arbeit mit dem Hund abschwächen kann. Meine Erfahrung bisher.

@Frickateer - Yep - keine Erfahrungen machen - Dinge nicht kennenlernen ist teilweise schlimmer, als auch mal was negatives erleben. Mein älterer Rüde hat mit 4 Monaten als wir ihn abholten, daß erste Mal einen Mann erlebt. Und bis heute geht er auf Männer anders zu als auf Frauen.

Grüsse,

Claudia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Huhu,

man kann auch einen Hund mit problematischer Vergangenheit einigermaßen auf den richtigen Weg bringen.

Es dauert halt nur länger.

............................................. ............

Er meinte ganz klar NEIN! Denn wnn die Prägephase mal vorbei ist und die Synapsen "geschlossen" sind, kann man da nix mehr machen, das "Fehlverhalten" sei drin im Hund.

Heute muss ich sagen...das die Aussagen von ihm völliger Quatsch waren. Wenn ich mir meinen Hund anschau, dann muss ich immer schmunzeln, wenn ich an seine damaligen Worte denke ;)

Klar, es gibt Dinge, die vergisst ein Hundehirn nie. Aber das sind dann meist Traumatas und dagegen kann man nicht wirklich viel machen.

e015.gif
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49514&goto=963127

Also ich habe die gleiche Erfahrung mit Charly gemacht. Er war auch sehr eingeschüchtert, verschreckt, hatte Verlassensängste und und und.

Man braucht viel Geduld, muß sich auch in Hinsicht Hund bilden. Aber man kann einen wunderbaren Hund bekommen, der seine kleinen Macken hat wie jeder andere Hund auch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Man braucht viel Geduld, muß sich auch in Hinsicht Hund bilden. Aber man kann einen wunderbaren Hund bekommen, der seine kleinen Macken hat wie jeder andere Hund auch.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49514&goto=963231

... ja ... man braucht viel Geduld.

Und nein - ein Hund aus optimaler Aufzucht von einer wesensfesten, sicheren Mutter, der dann auch in der weiteren Prägephase bei "seinen" Menschen optimal weiter aufwächst, der hat normalerweise keine Macken.

Es sei denn wir erziehen ihm diese Macken konsequent an.

Grüsse,

Claudia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Huhu Claudia,

erzähl doch bitte mal von Deinen schwierigen Hunden und wie Du sie Therapiert hast.

Woher sie kamen und was sie für Macken hatten. Würde mich interessieren.

e015.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja, die Prägephase ist äußerst wichtig.

Die Welpen kommen mit einem Urinstinkt und mit einer Unbedarftheit auf die Welt und sind die ersten 3 Wochen nur dem Riechen und Instinkt für Hunger/Durst (Saugreflex) ausgestattet.

Alleine schon in dieser Phase lernen die Kleinen den Geruch ihrer Menschen kennen, orientieren sich auch daran und lernen dabei auch das Hochheben, Drehen, auf den Rücken legen............

Es entsteht auch in solchen Phasen eine gewisse Vertraut- und Gewohnheit.

Wenn sich die Augen und Ohren öffnen sind die Welpen für Außenreize höchst ansprechbar und verknüpfen positive als auch negative Geräusche, Handhabe der Welpen, Ansprache der menschlichen Bezugsperson ..... sehr genau. Das sie sich auch an ihrer Mutter orientieren ist selbstverständlich.

Lernen Welpen in der Aufzuchtszeit einen liebevollen Umgang und einen liebevollen, beständigen Kontakt kennen, so sind sie später wesentlich einfacher zu händeln. Sie sind wißbegierig, menschenbezogen und für Neuigheiten sehr aufgeschlossen. Sie lernen leicht und schnell.

Ja, ich bestätige: der Züchter trägt die Verantwortung für eine ordentliche und menschen- als auch hundebezogene Aufzucht.

Gruß Christa

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Muck,

ich hab nur einen schwierigen Hund. Der zweite (Frau lernt ja aus Fehlern) kommt aus einer super Aufzucht von einer top Mutter - und ich hab dann auch die weitere Prägung versucht so optimal wie möglich zu gestalten.

Mein älterer Rüde (auch vom Züchter) kam erst mit 4 Monaten zu uns.

Und erst später wurde klar, daß er beim Züchter nicht viel mehr als den Keller, Garten, das Auto und einen Hundeplatz kennengelernt hat.

Und ich habe später erfahren daß seine Mutter - im Rudel mit zwei erwachsenen Hündinnen unauffällig - alleine zu Angsaggressionen neigte. Ihre Unsicherheit hat ihre Welpen geprägt.

Der Hund kannte bis zu seinem 4. Lebensmonat nur (ältere) Frauen - keine Männer, keine Kinder - nichts sonst.

Heraus kam ein unsicherer Hund - der recht bald zeigte, daß er versucht Konflikte "nach vorne" zu lösen. Wobei das schwierige für mich war, wirklich zu erkennen, was da los ist, denn er zeigte sich mit mir meist unauffällig und wich meist nur direkten Kontakten (erstmal) aus.

Da die Rasse als "vorsichtig gegenüber Fremden" beschrieben wird, habe ich einige Zeit gebraucht um zu begreifen, wo das Problem wirklich liegt.

Ich habe dann mit Hilfe einer Vereinskollegin sehr konsequent daran gearbeitet, daß er viel kennenlernt - viele verschiedene Leute und Situationen - daß er lernt, bestimmte Dinge muss er zulassen, wenn ich es will (wobei wir drauf geachtet haben, den Stresslevel nicht zu hoch zu schrauben). Mit einem älteren Hund braucht sowas natürlich viel länger - er braucht mehr Wiederholungen etc. pp.

Als er knapp 2 Jahre alt war, glaubte kaum einer, dem man erzählt hat, was für ein Hund da vor ihm steht, daß das stimmt.

Nun ist er 5 - hat mit meinem jüngeren Rüden (der ein absolut sicherer Hund ist) - nochmal einen Riesenschub gemacht, den ich nie von ihm erwartet hätte.

Und trotzdem wird er nie ein aus sich heraus sicherer Hund sein - weil er dieses Urvertrauen nicht von vornherein bekommen hat. Kein Vergleich zu meinem jüngeren Rüden - der ein wunderbar "ignorante" und selbstsichere Mutter hat, die sich von nix erschüttern lässt - und der genau so bei uns mit 9 Wochen einzog und das erste Mal auf den Hundeplatz kam.

"Was kostet die Welt?" fragte der.

Und nicht "Was ist das gefährlich hier?"

Grüsse,

Claudia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Lusna,

das ist jetzt nicht Dein Ernst. :wall:

Jedes Wesen hat seine Eigenheiten, die man mit "kleinen Macken" betitelt, wenn sie etwas störend sind.

Natürlich kann man einen Hund so "straff" erziehen, daß er keine Macken haben darf. Aber das kann man auch mit einen vorbelasteten Hund machen. Dabei geht jedoch die Persönlichkeit des Hundes höchstwahrscheinlich flöten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Andrea,

na dann hab ich wohl "Macken" anders verstanden als Du.

Nicht böse sein, aber ich hatte da jetzt nicht Charakter"eigenheiten" drunter verstanden, sondern wirkliche Macken, die für Hund und Mensch im täglichen Leben problematisch sind.

Ich habe garkein Problem damit wenn jeder Hund seinen eigenen Charakter hat.

Grüsse,

Claudia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mein Dobi hatte eine sehr ungewisse Vergangenheit und war mehr tot als lebendig als er zu mir kam. Bis zu seinem Lebensende war der Hund nicht ganz "normal". Er war zwar lieb und hat gut gehört, aber er war schnell zu erschrecken, hat Angst vor allem möglichen gehabt und Dinge die nicht ermanent zu trainieren sind habe ich ihm nicht näher bringen können. Auch vor manchen äußerlichen Erscheinungen hatte er Angst. Vorallem vor Männern die kräftig und schwarz haarig waren. So etwas wie Neugierde kenne ich von dem Hund nicht.

Meinen Diego lässt das alles mehr oder weniger unbeeindruckt. Angst hat er bis jetzt vor nichts. Manche Dinge sind etwas komisch, werden dann aber so weit es geht vorsichtig erkundet. Der Hund ist neugierig ohne Ende, sein Rüssel hängt einfach überall mit drin. :Oo

Wenn ich die 2 jetzt vergleiche wie lernbereit sie sind schneidet Diego auf alle Fälle besser ab. In Giro habe ich nur die Grundkommandos rein bekommen. Er hat keinerlei Interesse gezeigt beim clickern.

Diego kann ich super schnell motivieren. Und er begreift auch rasend schnell was ich von ihm möchte.

Ich denke schon dass die Prägephase für viele Charakterzüge verantwortlich ist. Aber bestimmt nicht für alle.

Na ja, wenn ich eigentlich weiter überlege... gerägt wird der Hund ja immer irgendwie.

Selbst wenn ein Hund eine super tolle vorbildliche AUfzucht hatte, eine vorbildliche Erziehung in der Jugend und dann aus irgendwelchen Gründen an Leute gerät die ihm nur böses wollen. Der Hund wird sicherlich auch zum Problemhund.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Claudia,

nein, natürlich nicht :)

Aber es gibt doch sicher auch Welpen, die so experimentierfreudig und so dickköpfig sind, daß sie trotz guter Erziehung ab und an die Sau rauslassen. Und das auch später noch.

Die Veranlagung zum Alpha wird doch angeboren, oder? Und die "Persönlichkeit Hund" möchte man auf keinen Fall brechen. So einen Burschen muß man immer im Auge behalten, egal, wie die Prägungphase war.

Das sind doch die Macken, die Du gemeint hast, oder? :winken:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • C-Hüfte, wie ausschlaggebend ist so eine Diagnose?

      Hallo ihr Lieben,   kennt sich hier jemand mit "schlechten" Hüften aus?    Minos ist vor zig Jahren (da muss er so zwischen 1,5 und 2 Jahren alt gewesen sein) an einer Knopfzellengeschwulst operiert worden und da er dort unter Narkose lag, haben wir auch gleich die Hüften von ihm mitröntgen lassen.   Als die Tierärztin die Röntgenbilder sah, wollte sie uns erst sogar zuhause angerufen haben und vorschlagen, dass sie ihn sofort operieren wollen. (soweit ich mich erinnere, sollte irgendein M

      in Gesundheit

    • Optik ausschlaggebend obwohl die Körpersprache eine andere ist?

      Morgen. Ok, ziemlich doofe Überschrift, aber mir ist nichts besseres eingefallen. Seid langem mache ich eine Beobachtung und nachdem das gestern wieder passierte möchte ich mal andere Erfahrungen/Meinungen wissen. Also, wir haben zwei Hunde. Samson ist mit ca. 57cm Schulterhöhe die Grosse. Farblich hauptsächlich schwarz. Im Sommer wird sie geschoren (Schnauzerschnitt), im Winter hat sie langes Fell. Helena hat eine Schulterhöhe von 39 cm, Körperlänge dafür etwa 1m . Braun-weiss. Körperbau

      in Körpersprache & Kommunikation

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.