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Hundeforum Der Hund
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Ist eine gute Prägungsphase wirklich so ausschlaggebend?

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Meine ersten 2 Hunde sind vom Tierschutz, bzw. aus 2. Hand gewesen. Der eine hatte eine ungewisse Vergangenheit und Pepper kannte fast nichts. Ich hatte mit beiden sehr viele Probleme. Der Rüde vom Tierschutz war nach 1,5 Jahren etwa relativ alltagstauglich und Pepper ist sehr schwankend. Wir lernen immer dazu und haben uns arrangiert, aber sie ist eine Hausnummer und ich glaub, das wird sie immer bleiben.

Maniya hat eine tolle Prägung, kannte alles mögliche und kam mit 9 Wo. zu mir. Ich habe dann weiter gearbeitet und sie durfte viel lernen und kennenlernen und ist heute ein Tophund. Leider hatte sie mit 7 Mon. eine schlimme Erfahrung und das hat einen kleinen Knax in das Vertrauen in Menschen gemacht. Dennoch ist sie zu 80 % mindestens einfacher, als die anderen beiden sind/waren.

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Hallo Claudia,

nein, natürlich nicht :)

Aber es gibt doch sicher auch Welpen, die so experimentierfreudig und so dickköpfig sind, daß sie trotz guter Erziehung ab und an die Sau rauslassen. Und das auch später noch.

Die Veranlagung zum Alpha wird doch angeboren, oder? Und die "Persönlichkeit Hund" möchte man auf keinen Fall brechen. So einen Burschen muß man immer im Auge behalten, egal, wie die Prägungphase war.

Das sind doch die Macken, die Du gemeint hast, oder? :winken:
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49514&goto=963446

Nee - auch das sind nicht die Macken, die ich gemeint habe.

(Sonst hätte meine junger Rüde auch Macken - ich erinner mich noch mit schmunzeln, als er mit 9 Wochen eine Vereinskollegin auf das böseste angeknurrt hat, weil er sich von ihr keine Grenze setzen lassen wollte. ;) )

Mit Macken meine ich Hunde, die z. B. aufeinmal zusammenzucken, weil vor ihnen was ganz normales steht, aber sie kommen nicht damit klar und können auch nicht über Neugierde und Grundvertrauen ins Leben die Situation lösen.

Ein Hund, der aufgrund mangelhafter Prägung bei für ihn ungewöhnlichen Bewegungen von Männern zusammenzuckt und nach vorne geht. ("Mein" Problem - mittlerweile einigermassen gelöst, aber es wird nie so, daß ich dem Hund 100%ig bei Männern vertrauen kann - ich kann ihn nur mit Männern alleine lassen, die hundeerfahren sind und sich nicht leicht ins Bockshorn jagen lassen - und das sind wenige ...)

Übermässige Geräuschempfindlichkeit z. B. (kann geprägt werden von einer geräuschempfindlichen Mutter - ist aber auch genetisch bedingt).

Ein starker Hund ist für mich kein Hund mit einer Macke - vielleicht ist es ein Hund, der nicht zu mir passt - aber er hat keine Macke.

Auch ein junger Hund, der Grenzen austested, hat keine Macke sondern ist einfach ein junger Hund - ungeregelt vielleicht, aber normal.

Ich hoffe, jetzt ist etwas verständlicher, was ich meine.

Liebe Grüsse,

Claudia

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Hallo lusna,

ok, das ist wirklich ein anderes Problem.

Aber hat das wirklich was mit Erziehung zu tun? Wenn die Prägungphase gut verläuft, ist alles entspannt. Es gibt kaum etwas, was Angst hervorruft, eher Neugier. Das ist bei meinem Wotan auch so.

Aber es kann im Verlauf des Hundelebens immer etwas passieren, wo ein Hund eine Art Schock erleidet. Das wiederum kann dann dazu führen, daß dieser Macken (wie Du es bezeichnest) bekommt, die man nicht wegerziehen kann.

Genau so wie bei einem Tierheimhund zum Beispiel. :winken:

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Hallo Andrea,

klar - aber wenn die Prägungsphase nicht optimal verläuft (und darum ging es ja hier), dann hast Du noch nicht mal die Basis eines Urvertrauens und dieser Neugier.

Und ich bin der festen Überzeugung, daß ein Hund, der diese Basis hat, auch einzelne negative Erlebnisse besser wegstecken kann, als ein Hund, dem schon diese Grundbasis fehlt.

Erziehung ist für mich im übrigen was anderes als Prägung.

Grüsse,

Claudia

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Ja, das stimmt, daß Erziehung etwas anderes als Prägung ist.

Aber Du sagtest: ...es sei denn, wir erziehen diese Macken unseren Hunden an. (oder ähnlich)

Und das bei den Macken, von denen wir sprechen.?

Natürlich stimmt es, daß es einfacher ist, einen eigens geprägten Hund zu erziehen.

Aber Liebe zu einem Hund mit schwieriger Vergangenheit versetzt oft Berge. Läßt Vertrauen wachsen und Macken verschwinden. :winken:

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Mmmh,ein Hundetrainer hat mir mal gesagt,was in der Prägungsphase schief läuft,kannst du nie wieder wett machen,du kannst nur lernen damit umzugehen.

Ob es stimmt???

Weiss nicht,finde aber es hört sich logisch an.

LG

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@Chawo / Andrea: Man kann einem Hund auch Angst z. B. anerziehen ... teilweise zeigen die Hunde dann Unsicherheiten nur mit einer Person - oder Aggressionen. Bei einer anderen Person treten die Probleme teilweise garnicht auf ... (Hab ich selber schon erlebt ... )

@Melbie - seh ich auch so. In einem gewissen Umfang ist beeinflussbar, wie sich die Mängel später noch zeigen. Und Du bist als Hundeführer meiner Meinung nach viel stärker gefordert.

Für mich ist eine gute Prägung vergleichbar mit dem Fundament eines Hauses. Ist da alles in Ordnung, sind kleiner Fehler im weiteren Aufbau nicht so tragisch und leicht(er) ausbügelbar. Stimmt aber schon das Fundament nicht, kann einem das Haus schnell zusammenbrechen.

Grüsse,

Claudia

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Hallo lusna,

Du hast da vollkommen recht. (was an mich geschrieben ist)

Aber ich bin sicher, daß man einem Hund, der schlechte Erfahrungen in den ersten zwei Jahren gemacht hat, so viel Macken abgewöhnen kann, daß er von einem Hund mit sehr guter Prägung nicht mehr zu unterscheiden ist.

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Hallo Andrea,

wenn Du mal in Berlin bist, dann komm doch bei mir vorbei.

Ich zeig Dir dann mal so ein Paar ... da wirst sehen, es geht nicht alles, was man sich wünscht. (Auch wenn viel geht ...)

Herzliche Grüsse,

Claudia

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Irgendwie finde es es grad komisch: Die Hunde werden in eine vor uns gestaltete Umgebung hineingeboren, müssen mit allem klar kommen und tun sie es nicht, dann sind es Macken... Vielleicht stimmt auch das "Außen" nicht und die Hunde verhalten sich ganz natürlich..

Ich weiß nicht, ob einer meinem Gedanken folgen kann, aber manchmal kommt mir das Ganze sehr unnatürlich vor.

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