Jump to content

Schön, dass Du hier bist! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund

Empfohlene Beiträge

Entlebucher Sennenhund

entlebucher.jpg

URSPRUNG: Schweiz.

VERWENDUNG: Treib-, Hüte-, Wach-, Haus- und Hofhund. Heute auch vielseitiger Arbeitshund und angenehmer Familienhund.

KURZER GESCHICHTLICHER UEBERBLICK: Der "Entlebucher" ist der kleinste der vier schweizerischen Sennenhunde. Er stammt aus dem Entlebuch, einem Tal im Gebiet der Kantone Luzern und Bern. Die erste Beschreibung unter dem Namen "Entlibucherhund" stammt aus dem Jahre 1889, aber noch längere Zeit danach wurden der Appenzeller- und der Entlebucher-Sennenhund überhaupt nicht voneinander unterschieden. Im Jahre 1913 wurden vier Exemplare dieses kleinen Treibhundes mit Stummelrute an der Hundeausstellung in Langenthal Prof. Heim, dem grossen Förderer der schweizerischen Sennenhunderassen, vorgestellt. Auf Grund der Richterberichte wurden sie als vierte Sennenhunderasse in das Schweizerische Hundestammbuch (SHSB) der SKG eingetragen. Der erste Standard wurde jedoch erst 1927 abgefasst, und nach der am 28.August 1926 auf Initiative von Dr. B. Kobler erfolgten Gründung des schweizerischen Klubs für Entlebucher Sennenhunde, wurde diese Rasse gefördert und rein weitergezüchtet. Wie die geringe Zahl der Eintragungen ins SHSB der SKG zeigt, entwickelte sich die Rasse nur langsam. Neuen Auftrieb erhielt der Entlebucher Sennenhund, als neben der angestammten Eigenschaft als lebhafter und unermüdlicher Treibhund seine hervorragende Eignung als Gebrauchshund entdeckt und unter Beweis gestellt wurde. Heute, immer noch bei bescheidenem Bestand, hat dieser attraktive dreifarbige Hund seine Liebhaber gefunden und erfreut sich auch als Familienhund zunehmender Beliebtheit.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Knapp mittelgrosser, kompakt gebauter Hund von leicht gestrecktem Format, dreifarbig wie alle schweizerischen Sennenhunde. Aufgeweckter, kluger und freundlicher Gesichtsausdruck.

WICHTIGE MASSVERHÄLTNISSE:

Verhältnis Widerristhöhe: Körperlänge = 8 : 10

Verhältnis Fanglänge: Länge des Oberkopfes = 9 : 10

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN): Lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos; gegenüber vertrauten Personen gutmütig und anhänglich, gegenüber Fremden leicht misstrauisch; unbestechlicher Wächter; freudig, lernfähig.

KOPF

Im richtigen Grössenverhältnis zum Körper, leicht keilförmig, trocken; Längsachsen des Fangs und des Oberkopfes mehr oder weniger parallel.

OBERKOF: Scheitel ziemlich flach, relativ breit, am breitesten zwischen dem Ohrenansatz, zum Fang hin sich wenig verjüngend; Hinterhaupthöcker kaum sichtbar; Stirnfurche wenig ausgebildet. Stirnabsatz (Stop): wenig ausgebildet.

GESICHTSSCHÄDEL:

Nase: Schwarz, leicht über die vordere Lippenrundung vorstehend.

Fang: Kräftig, gut modelliert, von Stirn und Backen deutlich abgesetzt, sich gleichmässig verjüngend, aber nicht spitz; etwas kürzer als der Abstand vom Stop bis zum Hinterhauptbein. Nasenrücken gerade.

Backen: Wenig ausgebildet.

Lefzen: Wenig ausgebildet, dem Kiefer anliegend, schwarz pigmentiert.

Gebiss: kräftiges, regelmässiges und vollständiges Scherengebiss. Zangengebiss toleriert. Fehlen von 1 bis 2 PM1 (Prämolaren 1) toleriert. Die M3 (Molaren 3) bleiben unberücksichtigt.

Augen: Ziemlich klein, dunkelbraun bis haselnussbraun, rundlich. Ausdruck: lebhaft, freundlich, aufmerksam. Augenlider gut anliegend, Rand schwarz pigmentiert.

Ohren: Nicht zu gross, hoch und relativ breit angesetzt; fester, gut ausgebildeter Ohrknorpel; Ohrlappen hängend, dreieckförmig, an der Spitze gut abgerundet; in der Ruhestellung flach anliegend; bei Aufmerksamkeit am Ansatz leicht angehoben und nach vorne gerichtet getragen.

HALS: Ziemlich kurz und gedrungen, kräftig, trocken, ohne Absatz in den Rumpf übergehend.

KÖRPER

Kräftig, leicht langgestreckt.

Brust: Breit, tief, bis zu den Ellenbogen reichend. Deutliche Vorbrust; Rippen mässig gewölbt; Rippenkorb langgezogen, von rundovalem Querschnitt.

Rücken: Gerade, fest und breit; relativ lang.

Lenden: Kräftig, biegsam, nicht zu kurz.

Kruppe: Leicht abfallend; relativ lang.

Untere Linie und Bauch: Wenig aufgezogen.

Rute: - in Fortsetzung der leicht abfallenden Kruppe angesetzte natürliche Rute; angestrebt wird eine schwebend oder hängend getragene Rute (Gültig ab Inkrafttreten des Rutenkupierverbots).

- oder angeborene Stummelrute.

Natürliche Rute und Stummelrute sind gleichwertig.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND:

Kräftig bemuskelt, aber nicht zu schwer, weder zu eng noch zu breit gestellt; Vorderläufe kurz, stämmig, gerade, parallel und gut unter den Körper gestellt.

Schultern: Muskulös, Schulterblatt lang, schräg und gut anliegend.

Oberarm: Gleich lang oder nur wenig kürzer als das Schulterblatt. Winkelung zum Schulterblatt ca.110-120o.

Ellenbogen: Gut anliegend.

Unterarm: Relativ kurz, gerade, von guter Knochenstärke, trocken.

Vordermittelfuss: Von vorne gesehen in gerader Fortsetzung des Unterarms, von der Seite gesehen ganz leicht abgewinkelt; relativ kurz.

Vorderpfoten: Rundlich, geschlossen, mit gewölbten Zehen; geradeaus gerichtet; Nägel kurz und kräftig; Ballen derb und widerstandsfähig.

HINTERHAND:

Gut bemuskelt, Keulen breit und kräftig. Von hinten gesehen nicht zu eng, gerade und parallel gestellt.

Oberschenkel: Ziemlich lang, mit dem Unterschenkel am Knie einen ziemlich offenen Winkel bildend.

Unterschenkel: Etwa gleich lang wie der Oberschenkel, trocken.

Sprunggelenk: Kräftig, relativ tief angesetzt, gut gewinkelt.

Hintermittelfuss: Ziemlich kurz, robust, senkrecht und parallel gestellt. Afterkrallen müssen entfernt sein.

Hinterpfoten: Gleich wie die Vorderpfoten.

GANGWERK: Raumgreifender gelöster und flüssiger Bewegungsablauf mit kräftigem Schub aus der Hinterhand; von vorne und hinten gesehen geradlinige Gliedmassenführung.

HAARKLEID

BESCHAFFENHEIT DES HAARES: Stockhaar. Deckhaar kurz, festanliegend, hart und glänzend. Unterwolle dicht.

FARBE DES HAARES UND ZEICHNUNG: Typische Dreifarbigkeit. Grundfarbe schwarz mit möglichst symmetrischen gelb bis rostbraunen und weissen Abzeichen. Die gelb bis rostbraunen Abzeichen befinden sich über den Augen, an den Backen, an Fang und Kehle, seitlich an der Brust und an allen vier Läufen, wobei an letzteren das Gelb bis Rostbraun zwischen Schwarz und Weiss liegt.

Weisse Abzeichen: Gut sichtbare schmale, weisse Blesse, die vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken zieht und die Schnauze ganz oder teilweise umfassen kann.

Weiss vom Kinn über Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust.

Weiss an allen vier Pfoten.

Unerwünscht aber toleriert: Kleiner weisser Nackenfleck (nicht mehr als ungefähr eine halbe Handfläche gross).

GRÖSSE

WIDERRISTHÖHE:

Rüden: 44-50 cm Toleranz bis 52 cm

Hündinnen: 42-48 cm Toleranz bis 50 cm

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden. Dessen Bewertung muss im Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen und mit berücksichtigen, inwieweit Wesentliches beeinträchtigt ist.

- Unter- und Übergrösse.

- Runder Oberkopf.

- Kurzer, zu langer oder spitzer Fang, Ramsnase.

- Augen zu hell, zu tief eingesetzt oder hervortretend.

- Ektropium, Entropium.

- Ohren zu tief angesetzt, zu klein und zu spitz, abstehend getragen; Faltohr.

- Vor- oder Rückbiss.

- Fehlende Zähne ausser zwei Prämolaren 1 (M 3 nicht berücksichtigt).

- Rücken zu kurz, Senk- oder Karpfenrücken.

- Kruppe überbaut oder stark abfallend.

- Brustkorb schmächtig oder tonnenförmig.

- Knickrute, über den Rücken getragene Rute.

- Gliedmassen zu feinknochig, ungenügend oder zu stark gewinkelt, unkorrekt gestellt, kuhhessig, fassförmig, bodeneng.

- Weiche oder durchgetretene Vorderfusswurzelgelenke.

- Pfoten länglich, gespreizt.

- Zeichnungsfehler:

Unterbrochene Blesse.

Zu grosser weisser Nackenfleck.

Durchgehender weisser Halsring.

Unterbrochenes Weiss an der Brust.

Deutlich über die Vorderfusswurzel reichendes Weiss (Stiefel).

- Wesensschwäche, Aggressivität.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Tierheim Gießen: AGATHE, 3 Jahre, Großer Schweizer Sennenhund-Bernhardiner-Mix - Lebensmotto "In der Ruhe liegt die Kraft"

      Agathe wurde am 10.02.2014 geboren und ist laut Impfpass eine Mischung aus Großem Schweizer Sennenhund und Bernhardiner. Ihr Lebensmotto ist: In der Ruhe liegt die Kraft. Agathe zeigt sich bislang verträglich mit anderen Hunden und sogar Katzen. Sie ist einfach ein Schatz. Trotz ihrer beachtlichen Größe ist sie für Anfänger mit Hilfe einer guten Hundeschule durchaus geeignet. Kinder sollten ihrer Statur allerdings schon gewachsen sein.
                        Tierheim Gießen Vixröder Str. 16 35396 Gießen 0641/52251 Email: info@tsv-giessen.de
        Homepage: www.tsv-giessen.de

      in Erfolgreiche Vermittlungen

    • Entlebucher Sennenhund 4 1/2 Monate beißt oft

      Hallo zusammen,   seit ca. 2.Monaten wohnt der kleine Bruno (Entlebucher Sennenhund) bei mir. Er ist eigentlich ein Schatz, jedoch beißt er sehr oft..in die Kleidung, Beine, Arme, Hände und lässt dann teilweise auch nicht los. Dieses passiert beim Spaziergang, spielen und wenn ihm was nicht passt. Ich weiß dass er die Beißhemmung erlernen muss und das Sennenhunde einen eigenen Charakter haben, aber habt ihr vielleicht ein paar Tipps oder kennt ihr dieses Problem auch?   Grüße, Lisa :-)

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Der Große Schweizer Sennenhund

      "Großer Schweizer Sennenhund" Allgemeines Erscheinungsbild: "Ein großer, starker, beweglicher Hund von schwarzer Grundfarbe mit leuchtend rostroten und weißen Abzeichen und kurzem Fell. Ein auffällig schöner Hund in seinem Ebenmaß und durch seine Farben. Ein wuchtiger, nicht plumper Kopf, mit leicht ausgeprägtem Stop und mittellangem, kräftigem Fang. Erinnert an die Molosser, hat aber trockene Lefzen und keine Wamme. Die Augen sind mittelgroß, haselnuß- bis kastanienbraun, mit sehr wachem, klugem und treuem Blick. Die dreieckigen Ohren liegen in der Ruhe flach an und werden in der Erregung nach vorne gedreht. Die Brust ist tief und breit, die Läufe kräftig und gerade, die Rute ziemlich schwer. Das Stockhaar ist etwa 4 cm lang, die Farben klar. Schulterhöhe um 70 cm." Wesen und Charakter: "Seine Vorfahren waren sowohl römische Kampf- wie mittelalterliche Metzgerhunde. 1908 wurde er in Langenthal wiederentdeckt und planmäßig gezüchtet. Der Große Schweizer ist der fast klassische Wächter und Beschützer, von dem man sagt, daß er nie schläft. Beim leisesten fremden Geräusch ist er sofort hellwach. Dabei bleibt er ruhig, ist also kein großer Beller, greift aber, wenn nötig, konsequent an. Doch wirkt er durch sein Dasein bereits abschreckend, vor allem, wenn er Kinder oder Frauen verteidigt. Was er besonders gut tut. Er ist durch keine Drohung zu erschüttern. Deshalb kann man ihn auch gut ausbilden, zumal er sich dem von ihm anerkannten Herrn bereitwillig unterordnet. Er ist der ruhigste der Sennenhunde. Für mich einer der schönsten Hunde überhaupt. Kein Hund für die Stadt, kein Hund für dauernde Zwingerhaltung. Er hat große Haustreue, möchte aber bewegt werden und eine Aufgabe haben." Der GSS ist ein typischer Familienhund. Er ist groß und kräftig aber kein Ausdauersportler. Zwar braucht er genügend Auslauf und Bewegung, aber er eignet sich eher zu Sportarten wie Karren-Ziehen, weniger zu langen Fahrradwanderungen oder Agility. Wesen: Der Swissy ist sehr gutmütig und augesprochen kinderlieb. So kann er problemlos in Haus und Garten gehalten werden. Er ist sehr wachsam und verbellt Eindringlinge wie z.B den Briefträger oder Spaziergänger direkt an seinem Grundstück. Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, daß er jemanden beißen würde. Er braucht die Nähe seines Rudels (also der Menschen) und ist erst richtig zufrieden, wenn alle Familienmitglieder zu hause sind. Erziehung: Sein buchstäblicher "dicker Kopf" und dazu seine Kraft machen eine sehr konsequente Erziehung notwendig, damit Sie mit ihm und nicht er mit ihnen spazierengeht. Wie bei allen Rudeltieren ist eine genau Festlegung der Rangfolge wichtig. Die Herrchen und Frauchen sollten eindeutig über ihm stehen und dies durch geeignete Unterwerfung des heranwachsenden Hundes immer wieder deutlich signalisieren. Da Kinder weniger als Boss akzeptiert werden - sie sind ja wie er Befehlsempfänger also wenigstens gleichgestellt, ist ein unbeaufsichtigtes Spielen des Hundes mit kleinen Kindern nicht zu empfehlen. Man sollte sich möglichst gut mit Tieren und den Gesten auskennen, ggf. entsprechende Bücher lesen und wichtig - von klein an eine Welpenschule besuchen. Dabei lernt der Hund das soziale Verhalten, den Gehorsam und die wichtigsten Kommandos. Der Mensch lernt den korrekten Umgang mit dem Tier. Haltung: Haus und Garten sind ideal. Ein Zwinger wäre nicht akzeptabel. Der GSS ist ein richtiges Familienmitglied und braucht auch die Nähe. Unserer möchte oft rein ins Haus und klopft einfach an der Tür. Dann darf er natürlich rein und er darf wahlweise draußen in der isolierten Hütte oder einem seiner gemütlichen Liegeplätze (Decke auf Holzpalette), drinnen in seinem Korb (mit Decke und Kuscheltier) oder auch neben unserem Bett schlafen. Ins Bett oder aufs Sofa darf er jedoch nie (denn nur der Rudelführer darf erhöht sitzen oder liegen), auch Essen vom Tisch ist strikt verboten, da er es nicht kennt, bettelt er auch nicht am Tisch. Nach unserer Erfahrung sind ein Morgenspaziergang (ca. 0,5h) und eine Nachmittagsrunde (mind. 1h) verbunden mit Herumtollen, diversen Spielen und möglichst viele positive Hundekontakte angemessen. Es ist auch wichtig, daß der Hund ausgelastet ist (auch geistig) - dann schläft er die meiste übrige Zeit und vertreibt sich seine Langeweile nicht mit dem Zerstören seiner Umgebung.

      in Pinscher - Schnauzer - Herdenschutzhunde - Molosser - Schweizer Sennenhunde

    • Krebserkrankungen beim Berner Sennenhund

      Hallo zusammen, Ist der Berner Sennenhund wirklich vermehrt von Krebserkrankungen betroffen? Wie sieht die Lebenserwartung der Berner aus? Unsere Hündin wurde 8,5 Jahre jung und starb nach einem Lebertumor Ist das ein Einzelfall?

      in Hundekrankheiten

    • Appenzeller Sennenhund oder Ridgeback

      Hallo zusammen, wir überlegen uns in geraumer Zukunft uns einen Zweithund zu unserem 4 jährigen Labrador dazu zu holen. Wir schwanken zwischen zwei Rassen: einmal einem Appenzeller Sennenhund oder einem Ridgeback. Mir ist wichtig, dass es ein Hund ist, der nicht zur Hibbeligkeit bzw. überdrehen neigt. Eher einer der in sich ruht. Wäre super, wenn Besitzer dieser beiden Rassen ihre Erfahrungen berichten könnten. Auch wie die Hunde auf fremde Hunde/Besucher reagiert. Und wie ihr den Hund auslastet. Lg, Cora

      in Pinscher - Schnauzer - Herdenschutzhunde - Molosser - Schweizer Sennenhunde


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.