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Hundeforum Der Hund
Zotti

Der Geschichten-Thread zu meinen Hunde- & Pferdefotos

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Ich lese auch gespannt und gebannt mit :-)

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ich auch =)

du solltest ein Buch über dein Leben schreiben, das ist spannend. ;)

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Danke euch, freu mich so :D

Stell noch was ein!

Moment...

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Nach etwas über einem Jahr Ehe bemerkte ich das was mein Vater vorrausgesagt hatte: es ging nicht mit uns, ich hatte meinen Mann zwar von Herzen lieb, aber ich liebte ihn nicht. So trennten wir uns in Frieden und hatten noch viele Jahre weiter Kontakt in denen wir beide schon neue Partner hatten.

Das hieß für mich aber auch wieder arbeiten zu gehen. Ich fand eine Stelle, aber meine Oma konnte leider nicht mehr einspringen um Pucky zu hüten. Sie war leider von uns gegangen. Mein Opa rutschte danach sehr ab, der konnte auch nicht mehr aufpassen. Meine Mutter war leider schon viele Jahre sehr krank und mein Vater arbeitete in Wechselschicht. Aber sie halfen. Pucky musste nun etwa 4 Stunden alleine sein, den Rest der Zeit übernahmen meine Eltern sie. 3x die Woche kam die Freundin meines älteren Bruders und holte Pucky in den 4 Stunden zum Joggen ab. Das fand die Maus super, sie war eh vernarrt in Bärbel. Auf meiner neuen Arbeitsstelle lernte ich meinen jetzigen Mann kennen.

Er war damals noch verheiratet und hatte einen zweijährigen Sohn. Das ist aber eine längere sehr komplizierte Geschichte die hier nicht hergehört. 1983 lernten wir uns kennen und zogen im Februar 84 zusammen in meiner kleinen Wohnung. Das ging so auf Dauer nicht weil Jürgen eine ganze „Computerwerkstatt“ mitbrachte. So zogen wir weil die Zeit drängte in ein Hochhaus das nur aus Eigentumswohnungen bestand von denen eine vom Eigentümer vermietet wurde. Auch dort gab es neben an einen Park in dem ich mich mit Pucky tummeln konnte. Arbeiten ging ich nun nicht mehr. Jürgen und seine Frau besaßen Shih Tzus, eine ältere Hündin und ihren Sohn. Die Frau wollte sie damals haben und unbedingt einen Wurf mit ihnen machen aus denen der Sohn stammte. Nun wurden sie ihr zuviel. Den Sohn bekam sie gut verkauft, die alte Hündin bekam Jürgen aufgedrückt. Mittlerweile hatten wir auch wieder zwei Katzen, eine Mischlingskatze zwischen Perser und Hauskatze die wir aus einer Zoohandlung holten wo sie mit sieben anderen in einem Minikasten saß durch deren Schaufenster voll die Sonne viel, und einen erst 4 Monate alten Main Coon Kater mit dem ich eventuell später züchten wollte. Danny wie die kleine Hündin hieß hatte keine Probleme mit den Katzen und umgekehrt. Aber die Hündinnen untereinander waren sich nicht ganz grün, obwohl das ungeschulte Auge ihnen das nicht angesehen hätte. So ging erst mal alles gut. An den Wochenenden hatten wir nun immer Kinderbesuch, Jürgens Sohn, worüber die Tiere sich zu freuen schienen. Manchmal wurden Kind und Hund ins Auto gepackt und wir machten schöne Ausflüge.

Aber das Leben in diesem Hochhaus gefiel uns nicht. Einige Zeit später zogen wir in eine Haushälfte am Stadtrand. Dort hatte ich die Felder fast nebenan was das Leben wieder sehr erleichterte. Da war ich dann schon im dritten Monat schwanger. Pünktlich wurde ohne Komplikationen meine Tochter Saskia geboren. Nun war das Leben „sehr“ anders, und obwohl Saskia ein Wunschkind war vermisste ich Vieles.

Als Jürgen das einige Zeit beobachtete und ausbaden musste erfüllte er mir einen Riesen Wunsch: Ein eigenes Pferd. Schon von Geburt an Pferdebegeistert durfte ich mit 10 Jahren regelmäßig zur Reitschule. Mein Traum von dem ich glaubte er könnte sich nie erfüllen wurde nun Wirklichkeit. Etwa 3 Kilometer von uns entfernt konnten wir „Gallant“, 6 Monate alter Vollblut-Araber-Junghengst, bei einem Bauern unterstellen der auch Trabrennpferde in ihrer Ruhephase betreute. Das war natürlich klasse für die Hunde. Sie durften nun täglich mit. Kinderwagen schiebend, zwei Hunde an der Leine, zog ich los zu „meinem“ Pferd. Anfangs band ich die Hunde fest wenn ich den Stall mistete und mich mit dem Pferd beschäftigte. Später konnten sie dort laufen wie sie wollten da es keine Probleme gab. Da mein Gallant noch lange nicht reitbar war durfte ich die Pferde bewegen die beim Bauern zur Pension standen. Meine Tochter die eigentlich ein Quengelkind war verhielt sich dort fast Mustergültig und schlief die meiste Zeit.

Ich bekam glaube ich noch nie die Nase voll, denn nun wollte ich gerne noch einen Deutschen Schäferhund. Bei einem Züchter in Düsseldorf bekam ich meine „Candra vom Eller Schloß“. Wie ich später erfuhr muss das zu dieser Zeit „der“ Züchter gewesen sein. Candra bekam ich nur weil sie zu langes Fell hatte. Mir war das egal, oder ganz im Gegenteil, ich fand das besonders schön. So fuhren wir mit meiner „Candy“ in unsere kleine Haushälfte. Candy wurde nun mit Pferd, Säugling, Katzen und den anderen Hunden groß. Saskia krabbelte durch die Küche, schmiegte sich am Candy die gerade einen Knochen kaute und schlief ein. Oder Saskia quiekte unternehmungslustig und nahm Candy den Knochen aus dem Maul. Candy wedelte nur friedlich und schleckte meiner Tochter einmal durchs Gesicht was dieser ein erneutes begeistertes Quieken entlockte. Einige Zeit später bekamen wir noch den Yago, 7 Monate alter Schäferrüde. Den Blicken der Leute die mir begegneten müssen wir ein groteskes Bild abgegeben haben. Kleine Frau von 1,56 m die Kinderwagen mit Säugling schiebt, neben ihr zwei Schäferhunde, ein Foxl und ein Shih Tzu und um sie rumschwirrend 2 Katzen, denn die begleiteten mich auf bestimmten Runden freiwillig. Aber mir ging es gut und was die Leute dachten war mir egal. Ich strahlte ihnen frech ins Gesicht was die meisten veranlasste schnell wegzugucken. Aber, es reichte mir immer noch nicht........

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meeeehr =)

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meeeehr =)
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49799&goto=970965

Gerne, ich freu mich das ihr das noch mal mit mir erlebt :D

Mittlerweile war es Winter geworden, die Rennpferde beim Bauern durften nicht mehr nach draußen. Das hieß das mein Pferd keine Gesellschaft mehr hatte was eigentlich für jedes Pferd als Herdentier schlimm ist, für ein heranwachsendes Pferd aber schlimme Schäden nach sich ziehen kann. In der von mir erreichbaren Umgebung fanden wir keinen Stall der einen Hengst untergestellt hätte. So fuhren wir quer durch Deutschland um die Shetland – Pony – Stute „Aki“ zu uns zu holen. Ein Shetty sollte es sein da sie sehr genügsam sind und der Bauer uns versprach für so einen „Knirps“ nicht die volle Stallmiete zu nehmen.

Es war ein schönes Bild: Der langbeinige trocken gewachsene Junghengst mit seinem rotem Fell und goldener Mähne und Schweif und die kleine dralle Stute die in ihrer dunkelbraunen Farbe eher Schwarz wirkte. Sie erzog meinen Macho pferdemäßig sehr gut, alle Achtung. Leider hatte der Bauer solche angst um seine ihm anvertrauten Traber das er alle Stallausgänge mit dicken Strohballen abdichtete. So kam man mit Pferd nicht mehr hinaus. Und als Besucher/Besitzer nicht mehr herein. Nun musste Jürgen immer mit um alles frei zu packen damit ich zu meinen Pferden kam und später wieder alles vor die Türen zu schleppen. Irgendwie war es das nicht. Nun gut. Dann las ich in einer Fachzeitschrift eine Deckanzeige von einem dem Foto nach wunderschönen Shettyhengst.

Ich wäre ja nicht ich hätte das keine Folgen gehabt. Wir brachten unsere Aki in der nächsten Rosse zu diesem Hengst. Uns stürmte eine schneeweiße Wolke entgegen. Der Kerl zählte schon stramme 22 Jahre, benahm sich aber wie ein Jungspund. Aber, nun musste Aki erst mal einige Tage dort bleiben. Der Bauer machte uns nun „sanft“ darauf aufmerksam das das so aber nicht weiterginge. Da müssten wir schon so einiges mehr hinblättern. So gingen wir wieder auf Stallsuche, da das erfolglos blieb auf Haus/Stallsuche. Fündig wurden wir an der holländischen Grenze in der Nähe von Geldern.

Wir fuhren zur Besichtigung. Ein kleiner Cotton, zwei Wohnungen zum vermieten dabei, kleine Scheune und etwas Land. Für mich unwissende ein Traum. Wir mieteten es für ein Heidengeld was uns damals nicht klar war. Der Umzug über diese Entfernung mit Kind und Kegel gestaltete sich nicht einfach. Aber wir schafften es im schönen Spätfrühling. Ach wie genossen wir den Sommer in der freien Natur auf unserem „Höfchen“. Die Wohnungen bekamen wir vermietet, sonst hätten wir auch ein finanzielles Problem gehabt. Unten links wohnte ein junger Mann mit dem es keine Probleme gab.

Die Wohnung über uns bekam ein unverheiratetes Paar mit etwa 4 jährigem Sohn. Mit ihnen gab es fortan nur ärger. Da meine Türe nicht abgeschlossen war wenn ich mich auf dem Grundstück aufhielt fand ich die Frau in meiner Wohnung beim Telefonieren mit meinem Telefon vor. Dann war es ihnen verboten die Pferdeweide zu betreten da die Tiergefahr einfach zu groß ist, sie hatten ein eigenes relativ großes Gartenstück auf unserem Grund bekommen. Aber nein, da auf unserer Weide der einzigste Apfelbaum wuchs stiefelten sie samt Kind darauf rum. Dann blieb auch noch mit fadenscheinigen Begründungen die Miete aus.

Wir hatten mittlerweile das nächste Pferd erworben, eine Merens - Stute. Dazu kam noch eine Milchziege und ihr Sohn. Diese Ziege übersprang mit Leichtigkeit unsere Zäune und ging laufend auf Wanderschaft. Jürgen molk sie auch ab und zu, aber von uns mochte niemand diese Milch, so bekamen sie die Pferde denen das sehr gut bekam. Die Hunde gingen eine echte Freundschaft mit den Ziegen ein und die Katzen waren selig da sie nun rein und raus konnten wie sie wollten.

Zwischendurch besuchte uns immer ein Cockerrüde vom Nachbarhof der etwa einen Kilometer entfernt war. Das war ein total lieber, aber leider viel zu fett. Danny wurde heiß, es war noch mitten im Sommer. Die Türen zu unserer Wohnung ebenerdig. Um Luft reinzulassen ließ ich eine der beiden Türen die in den Garten führten auf und klemmte ein Kinderschutzgitter in die Türe damit Danny nicht entwischen konnte. Eines Tages bemerkte ich das Danny den ganzen Rücken lang blutige Striemen hatte. Es war mir unerklärlich. Da ich am nächsten Tag besonders gut aufpasste konnte ich beobachten wie der Cockerrüde am Gitter erschien. Danny drückte sich mit ihrem Podex davor und der Rüde „ritt auf“! Zum Glück reichte es wegen der Gitterstäbe nicht, aber die Pfoten mit den bewährten Krallen passten durch und rutschten auf dem Rücken der Hündin hin und her... Das war es dann gewesen mit der Frischluftzufuhr.

Doch dieser Rüde gefiel mir sehr gut. Und schon waren wir wieder wegen eines Hundewelpen unterwegs. Leider noch genauso dumm wie 10 Jahre zuvor landeten wir bei einem Händler/Züchter hüstel in Dorsten. Der führte uns in ein Nebengebäude, meinte wir sollten uns ein wenig umschauen und verschwand. Was wir sahen weckte sehr gemischte Gefühle in mir. Ein langer gefliester Gang, links und rechts davon Glasscheiben. Hinter diesen Glasscheiben jeweils ein etwa 1,50 cm x 1,50 cm langer Raum in dem jeweils eine Hündin unterschiedlicher Rasse mit ihren Welpen untergebracht war: Auch dieser Bereich war vom Boden bis einschließlich Decke gekachelt, einige Sägespänflocken flogen darin herum, sonst nichts.

Dann wurde die Eingangstüre aufgerissen und der „Züchter“ bat uns auf den Hof. Dort schlich ein kleiner Cockerwelpe in rot über den gepflasterten Weg und versuchte mit seinem kopierten Stümmelchen beschwichtigend zu wedeln. Ich sag ja, immer noch nicht schlau geworden ( nach heutigem Wissen hätte ich geheult wie ein Schlosshund und wäre unverrichteter Dinge wieder gegangen) nahm ich ihn mit. Er zeigte sich auf der Fahrt extrem ängstlich. Kein Wunder. Außer einem gekacheltem Verschlag, wenn überhaupt da der Mann ihn wie es schien aus einer dunklen Ecke geholt hatte, hatte dieser Knirps noch nichts gesehen. Aber mein „Schlappie“ (wegen der langen Schlappohren auf die er am Anfang auch noch drauftrat) lebte sich trotz allem gut ein und hat kein Problemverhalten gezeigt. Hunde sind doch meist härter im Nehmen wie wir denken.

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Zu dieser Zeit verirrte sich ein total liebes pferdeinteressiertes 12 jähriges Mädel auf unseren kleinen Hof.

Hatte ich doch öfter die Bedenken gehabt mich übernommen zu haben so lösten sie sich nun in Luft auf. Unser Mädel, ich nenne sie hier mal Danie, tat mehr als ich je erwarten konnte. Da meine Eltern immer noch in Duisburg wohnten und es meiner Mutter sehr schlecht ging musste ich etwa 3x die Woche von Geldern/ Hartefeld nach Duisburg um zu helfen. Obwohl es nur etwa 40 km sind ging ein Tag dabei drauf in dem ich noch lange nicht das geschafft habe was nötig gewesen wäre. Sonst wenn ich abends, oft im dunkeln, nach Hause kam lag noch mein ganzer Haushalt, misten, Tiere versorgen, mich mit meiner Tochter beschäftigen und und vor mir. Es war eine schwere Zeit, aber nun lachte mir das Leben wieder entgegen.

Ich staunte nicht schlecht als ich die ersten Male nach dem kennen lernen mit Danie in ein super geputztes, aufgeräumtes, Zuhause kam. Damit nicht genug: sie hatte die Ställe gemistet, Pferde reingebracht und gefüttert und sich vorbildlich um die Hunde und Ziegen, Katzen gekümmert. Ich brauchte rein gar nichts mehr machen.

Da ich ein schlechtes Gewissen hatte versuchte ich ihr klar zu machen ich könnte das nie wieder gut machen. Danny lachte nur und meinte das würde sie einfach gerne für mich tun!!! Ich war perplex. Später nahm sie „zusätzlich“ wenn Not am Mann war noch meine Tochter in Pflege. Dieses Mädel muss ein vom Himmel geschickter Engel gewesen sein! Selbst Ihre Mutter, mit der Danie riesige Probleme hatte, besuchte uns und brachte immer wieder total leckeres Essen mit oder gab es ihrer Tochter mit wenn sie zu uns kam. Ich habe keine Ahnung womit ich das Damals alles verdient habe!

Dann stellte sich heraus das Aki nicht aufgenommen hatte. Unser nächster Schritt: wir waren so von diesem alten Hengst überzeugt das wir ihn kauften. Ganz klar, wie sollte es anders sein, es gab ein, oder besser mehrere, Probleme. „Dido“ wurde seid Ewigkeiten nur im Stall gehalten, bei mir sollte er aber frei mit auf der Weide laufen. Und, ich hatte auch zu wenig Land um ihn von meinem Junghengst zu trennen. Das ging zum Glück aber gut. Was Dido mir nicht verzieh war das ich eine etwa 24 jährige Westfalenstute vor dem Schlachter rettete. Diese große kräftige alte Stute war „dauerrossig“ was ich nicht wusste. Dido jagte sie unbarmherzig über die Weide durch den Zaun bis in meinen Hühnerstall. Die Hühner haben überlebt, der Stall nicht, aber so ging das nicht. Wir konnten unsere alte „Annie“ noch an einen guten Platz als Beistellpferd vermitteln, doch 2 Jahre später lag sie dort morgens tot im Stall.

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Auch hier dann mal, bitte weiter! =)

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Wo finde ich denn deine Bilder?

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Unsere Milchziege war nur noch unterwegs. So trennten wir uns wieder von ihr.

Dann kam der Winter, und der war echt bitter. Solche Temperaturen hatten wir ewig nicht erlebt. Die Erde war unter einem dicken weißen Mantel versteckt. Für die Hunde und Pferde ein Traum. Sie tobten das man vor lauter Schneegestöber nichts mehr von ihnen sah. Die Hühner tuckerten gemütlich über den Schnee, sie waren so leicht das sie nicht einbrachen. Aber dann kam eine schlimme frostige Nacht mit Temperaturen um die Minus 20 Grad.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Meine Scheune hatte nur Boxen für 2 Pferde die eigentlich nur für kranke Tiere gedacht waren da es auf der Weide einen Unterstand gab. Aber ob das für Araber und Konsorten okay war? Ich wollte sie lieber reinholen. So kam Gallant, unser „Raber“ wie ich die Bezeichnung Araber gerne abkürzte in eine Box, die zwei Shetties Aki und Dido zusammen in die zweite Box. Und für unsere Merensstute Minou legten wir die Stallgasse mit Stroh aus. An den undichten Brettern der Scheunenwände nagelten wir alte Teppiche damit es nicht so zog. Sah richtig heimelig und gemütlich aus. Das zufriedene Mahlen der Pferdemäuler ließ mir die Tränen in die Augen schießen.

Wir lockten noch die Hühner mit Futter in den Stall, allerdings blieb die kleine Flugluke geöffnet da sie keine Türe besaß.

Die Hunde und Katzen verschwanden mit uns im Haus in dem die Heizung ihr Bestes gab.

Es war schön durch die Scheiben den Schneeflocken zuzuschauen und zu wissen allen unseren Tieren ging es gut. Leider hatte unser Schornsteinfeger noch nicht erlaubt den offenen Kamin zu benutzen, da musste der Vermieter erst noch Änderungen vornehmen. Sonst wäre es wie im Film gewesen. Meine Tochter, vom vielen spielen im Schnee auch müde, gab keinen Mucks von sich.

Am nächsten Morgen versorgte ich die Tiere und ließ die Pferde raus. Dann ging ich zu den Hühnern. Aber – ihr Stall war leer! Erst dachte ich voll Schreck der Fuchs hätte sie geholt. Aber das war ein Unding, selbst Füchse im tiefsten Winter konnten nicht 10 Hühner und einen Hahn verspeisen, und das auch noch ohne einen Berg Federn zu hinterlassen. So stapfte ich dick eingemummelt durch den Schnee um sie zu suchen. Da wo es am wahrscheinlichsten war suchte ich natürlich zuletzt. In der großen, etwa 5 Meter hohen Tanne die sie den ganzen Sommer als Schlafplatz auserkoren hatten.

Da saßen sie alle, eine Etage über der anderen. Als ich sie lockte kamen sie brav herunter. Aber was war das?! Einigen von ihnen waren die Kämme abgefroren und den Junghähnen das Gesabbel was unter dem Schnabel runterhängt. Ich stürzte zum Telefon um beim Tierarzt anzurufen. Ich solle mir keine Sorgen machen, wurde mir gesagt, an diesen Stellen säßen keine Nerven weshalb es ihnen nicht weh täte und auch sonst würde weiter nichts passieren. Nun gut, aber noch mal sollte das nicht passieren. Jürgen musste an diesem Tag eine Türe für die Klappe basteln.

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