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Hundeforum Der Hund
Zotti

Der Geschichten-Thread zu meinen Hunde- & Pferdefotos

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Gegen Abend kamen wir zu Hause an.

Meine frisch getaufte „Cinderella“ bekam erst mal eine kleine Weide direkt am Stall.

Nach dem ich meine Familie versorgt hatte setzte ich mich zu „ihr“ auf die Weide.

Erst war sie vorsichtig. Aber dann baute sie an diesem Abend so schnell ein fast schon Vertrauensverhältnis auf, unfassbar.

Am nächste Morgen lies ich sie schon frei auf dem Grundstück laufen. Wie ein Hundewelpe hielt sie sich mit ihren 6 Monaten nur bei mir auf. Ich musste ins Haus, machte ihr die Türe vor der Nase zu. Ich schaute durchs Fenster und sah einen erstaunten Blick, wie beim Menschen dem das passiert...

Es tat mir so leid. Im selben Moment ertönte ihr protestierendes „Iiiiaaaahhhhh“!

Mit kleinen Tränchen in den Augen und gleichzeitig einem grinsen im Gesicht öffnete ich die Haustüre. Wie selbstverständlich marschierte Cinderella durch den Flur bis in die Küche um dort mit ihrem Mäulchen und großen Augen über dem Küchentisch mit Plätzchenschüssel anzuhalten.

Ich fiel ihr lachend um den Hals was sie großmütig duldete. Dann spendierte ich ihr ein Plätzchen. Aber nicht das sie nun wie ein Hund um mehr gebettelt hätte. Ne, nu war ihr Wunsch anscheinend erfüllt und sie wand sich anderen Dingen zu.

Die ganze Küche wurde genau untersucht. Aber mit so einer Vorsicht das ich keine angst gehabt hätte überall teuren Nippes stehen zu haben (was bei mir eh nicht der Fall ist) denn nichts wäre passiert. Sie marschierte auch noch in einen Nebenraum, Flur und Bad.

Danach war sie zufrieden. Aber es schien als wolle sie nun auch bei uns im Haus wohnen zu wollen.......

So beförderte ich sie mit weinenden Augen wieder raus. Ein Eselchen in der Wohnung?

Ganz ehrlich, zumindest bei diesem bestimmten Esel bereue ich es das nicht versucht zu haben...

Cinderella war besser wie jeder Hund, das kann ich nicht anders sagen. Das ich sie später abgeben musste tut mir mehr weh wie die Pferde ...

Mussten wir über Tag weg war Cinderella unglücklich.

Unsere Nachbarn erzählten uns das sie genau wussten wann wir nach Hause kamen. Etwa 20 Minuten bevor wir ankamen begann Cinderella wohl immer wie am Spieß zu „IAEN“. Verschiedene Nachbarn haben mit der Zeit versucht das Uhrzeitmäßig festzuhalten, es hat immer gestimmt... Es ist unglaublich...

War ich Daheim und Cinderella durfte nicht mit ins Haus lag sie vor der Haustüre und beobachtete wie ein Hund das Geschehen im Dorf.

Sobald ich rauskam sprang sie auf um zu gucken ob sie mir irgendwie helfen kann. Buddelte ich Löcher im Garten um Blumenzwiebeln einzupflanzen buddelte sie einige Zentimeter neben mir mit. Suchte ich nach Gießkanne und kleiner Schüppe schleppte Cinderella mir einen Eimer und was Kleines mit Griff an. Es war Wahnsinn. Wie ich das jetzt schreibe heule ich wieder da ich es mir nie verzeihen kann sie weiter gegeben zu haben............................................. .........................................

Wie ein Hund lief sie mit mir und den Hunden frei durch Wald und Feld. Ich habe nie mit Cinderella ein „Nein“, „lass das“, „komm her“ oder sonst was geübt. Im Gegenteil, diese Begriffe brauchte ich auf unserem Grundstück gar nicht. Und trotzdem gebrauchte ich das was ich zu meinen Hunden sagte unbewusst bei ihr und sie reagierte sofort....

Auch heute sage ich immer wieder ich möchte ein Eselchen. Aber es ist nicht ganz ernst gemeint. Nein, ich möchte meine Cinderella zurück was nie mehr möglich sein kann. Wir hatten auch andere Esel. Sie waren der Hit, jeder etwas besonderes. Doch was zwischen Cinderella und mir gewesen ist wird es niemals wieder geben...

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Musstest du sie zusammen mit den Pferden nach Auflösung deiner Zucht abgeben?

Lebt sie noch? Wenn ja, weißt du wo?

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Ja, musste ich.

Jürgen wollte ausser Hunden nichts mehr haben was er im Falle das ich nicht kann versorgen muss.

Das Schlimmste ist für mich das Cinderellas Besitzer ein Jahr nach der Übergabe umgezogen sind und sich bei mir nicht mehr gemeldet haben.

Da sie bis dahin mit mir im freundschaftlichem und engem Kontakt standen konnte und kann ich es nicht verstehen und mache mir Sorgen.

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Das kann ich gut nachvollziehen. :(

Wie lange ist das schon her?

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Das kann ich gut nachvollziehen. :(

Wie lange ist das schon her?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49799&goto=1031668

1998 hatte ich den Herzinfarkt.

Cinderella ging im Jahr 2000.

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Um bei meiner Cinderella zu bleiben....

Hier in der Eifel ist zum Beispiel die Lotto-Annahmestelle beim Friseur.

Jürgen geht leider nur 2x im Jahr dorthin, ich war seit ich 17 Jahre war nie mehr bei einem Friseur.

Da Lottostelle gibt es dort auch Rubbellose. Jürgen kauft beim warten eins und gewinnt einen einwöchigen Urlaub für zwei Personen auf Gran Kanaria.

Leider war mein Mann beruflich verhindert um den Gewinn wahrzunehmen. Doch Saskia hatte Herbstferien, und ich...

Ende Oktober, Anfang November stieg ich mit meiner Tochter Saskia in das Flugzeug Richtung Süden. Für meine Tochter der erste Flug der bei der Landung nicht nur wegen des schwierigen Flughafens ein wenig arg prickelnd war...

Saskia kämpft noch einige Tage mit ihren Ohren, aber sie genießt es dort zu sein. Ich auch. Aber etwa jeder dritte Gedanke landet nicht bei meinem Mann, nicht bei den zurück gelassenen Hunden und Pferden, nein, es ist Cinderella!!!

Wir gehen an den Strand des Nobelhotels. Was sehen wir? Esel!

Wir machen Bus- und Jeep – Touren mit. Was sehen wir? Esel!

Ich spiele mit dem Gedanken (aber schon seit Jahren), auszuwandern, was sehe ich? Esel passen hier seeeehr gut. Jeden Abend rufe ich Jürgen an. Meine wirklich unbewusste erste Frage: Wie geht es Cinderella?...

Saskia und ich genießen diese Woche auf Gran Kanaria, unbestreitbar. Wir machen die Touri-Verkaufszentren unsicher und machen einige vage Schnäppchen. Fahren mit einer Busgruppe in die Hauptstadt um uns bei 30 Grad im Schatten Weihnachtsschmuck in Massen anzusehen. Ein toller Ausflug führt uns tatsächlich noch in die Berge, da wird es interessant und ist wirklich schön.

Unser erstes Abendessen im „Edel-Hotel“ bringt Saskia und mich in die Bedruille!!!!

Alles marschiert dort im Anzug mit Krawatte auf, Frauen in glitzernden Abendkleidern....

Saskia und ich kommen in Jeans und T-Shirt, sauber aber unpassend. Wir wussten nicht wo wir mit unserem Gewinn gelandet sind, es gab keine Infos im Vorfeld.

Aber es kommt noch besser, auch wenn mein Mäuschen und ich „DAS“ Problem am nächsten Tag gemeistert haben... :D

Abends, etwa 20 Uhr. Auf Gran Kanaria ist es auch dort um diese Zeit stockedüster. Der Tag war anstrengend, um 21 Uhr ist das Essen beendet und wir möchten ins Bett. Frisch geduscht und Schlafzeug an lockt uns das Getümmel draußen doch auf den Balkon. Und was sehen wir?!?!

Gaaaanz viele niedliche Hunde zeigen Kunststücke!

Wir uns wieder in die Klamotten geschmissen. Ich mich in meine olle Jeans und Saskia bekam einen dort für mich gekauften langen Rock plus meiner neu gekauften Leinenschuhe die ihr zwei Nummern zu groß waren.

Da sie so toll zu dem Rock passten stopften wir jede Menge Papier in die Spitze. So drängten wir uns in die Menge. Leider sahen wir gar nichts. Ich schickte Saskia vor, sie war ein Kind und ich dachte das geht in Ordnung.

Na Pustekuchen!

Weinend kam meine Tochter mit einer roten Wange zurück. Eine von den vielen meckernden Omas (was tun die auf Gran Canaria?) hatte ihr eine Ohrfeige verpasst und sie nach hinten geschickt!

Nun, ich stehe nicht nur für meine Hunde ein, ne, für mein Kind mindestens ebenso!

Ich blieb ganz brav hinten in der Reihe wo man nichts mehr sah, aber meine Tochter sah alles!!!

Den Jubelrufen und der Erzählung meiner Tochter nach müssen diese Hunde wahre Wunder vollbracht haben. Ich bin sehr traurig es nicht gesehen zu haben.

Danach war Tanz mit einer Live-Band angesagt. Saskia machte mit mir das Parkett unsicher :D Mitten im schönsten Tanz flogen ihre Schuhe den anderen Paaren zwischen die Füße!

Nicht nur das, das eingesteckte Papier damit die Schuhe passten flog auch noch quer über das Parkett :klatsch:

Ach, was tat mir mein Mäuschen leid das sich am liebsten im nächsten Mauseloch verkrochen hätte!!!!

Aber wie gesagt, Saskia ist meine Tochter. Nach den ersten Schrecksekunden krabbelten wir laut kichernd zwischen den tanzenden Beinpaaren her und suchten Schuhe und Papier zusammen..... :D:D:D

Danach tanzte Saskia mit mir Barfuss bis ins Morgengrauen........

Wir hatten nur Halbpension, so hatten wir nur das Frühstück verpasst. Wir rekelten uns am Pool und gingen gegen Abend wenn es leerer wurde ans Meer.

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Ich hätte nicht gedacht, dass irgendjemand mal, bei diesen Losen gewinnt.

An deiner Stelle wäre ich an die Decke gegangen, hätte jemand meine Tochter geschlagen.

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Ich hätte nicht gedacht, dass irgendjemand mal, bei diesen Losen gewinnt.

An deiner Stelle wäre ich an die Decke gegangen, hätte jemand meine Tochter geschlagen.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49799&goto=1034605

Das bin ich, glaubs mir.

Drum schrieb ich ja das Saskia alles gesehen hat :D

Ich hab das auch nie wirklich geglaubt.

Aber Jürgen hat es noch mal geschafft und eine einwöchige Busreise nach Italien gerubbelt :D

Da war ich dann auch mit Saskia :klatsch:

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Unglaublich und gleich zwei Gewinne.

Hab mir schon gedacht, dass du dich für deine Tochter eingesetzt hast.

Das geht echt gar nicht, solch unverschämten Leute. :motz:

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Es war herrlich!

Der fast leere Strand, das rauschen der Wellen und das leuchten ihrer weißen Schaumkronen. Wir saßen im Sand und träumten von einem Leben unter diesem südlichen Sternenhimmel.

Aus dem Hintergrund hörten wir leise die Geräusche des Treibens an der Strandpromenade.

Und durch diese mussten wir auch wieder auf dem Weg zum Hotel. Man hatte das Gefühl auf dem Oktoberfest gelandet zu sein, für Träume keine Muße mehr. Händler sprachen einen an, wurden sehr lästig und auch schon mal ausfallend und rabiat kamen sie nicht ans Ziel. Wir mussten aufpassen von den Türstehern nicht in irgendwelche Discos gezerrt zu werden. Trotzdem war auch das ein Erlebnis.

Am nächsten Tag bekamen wir von unserem Reiseleiter den Segen von Klosterkamp. Ob wir Lebensmüde wären? Keine Frau würde sich ohne männliche Begleitung im dunkeln an den Strand wagen, viel zu gefährlich!

Wir taten zerknirscht um am nächsten Abend in den Nachbarort auszubüchsen um unseren Strandträumen nachzuhängen....

Bei unseren Ausflügen stießen wir auch auf Kamel-Karawanen, wir fühlten uns wie in 1000 und einer Nacht!

Bei 30 Grad im Schatten machten wir wieder eine Bustour mit. Unter anderem landeten wir in einem alten Dorf an einem Berg. Von dort sah man im Berg viele Höhleneingänge. Uns wurde erzählt das dort tatsächlich Menschen leben!

Kurz vor der Weiterfahrt kehrte ich mit Saskia in einem Straßenlokal ein um unsere Füße auszuruhen. Wir saßen noch nicht ganz als wie aus heiterem Himmel ein wahnsinns Regenschauer über uns hereinbrach. Wir saßen trotzdem fast trocken, aber was wir beobachteten trieb uns ein grinsen ins Gesicht. Alle Einheimischen verschwanden in den Häusern. Kurz darauf traten sie in richtig dicken Rollkragenpullovern wieder vor die Türe. Das Dorfthermometer zeigte 24 Grad... :D

Das Landesinnere von Gran Kanaria währe tatsächlich mein Traum. Auf unseren Touren besuchten wir ein Andalusier-Gestüt, toll. Saskia wollte gar nicht mehr weg. Schlug man sich ein wenig von der vorgegebenen Route ab war man im „echten Land“. Dort eine Finca, das wärs....

Drei Tage vor unserer Abreise gab es schon Sturmwarnung. Leider hab ich gerade jetzt den Namen nicht im Kopf, vor 10 Minuten war er noch da.

Dieser Sturm besteht aus Hitze, rotem Wüstenstaub der das Atmen fast unmöglich macht. Man bemerkte die Panik unter den Einheimischen und Urlaubern. Gran Kanaria hat generell ein Trinkwasserproblem das sich mit dem Sturm wohl noch verstärkt. Wir erlebten diesen Sturm nicht mehr, er wartete unsere Heimreise ab.

Samstags Abschied, uns standen die Tränen in den Augen. Mit einigen Hotelangestellten und Einheimischen die Saskia und ich auf unseren Alleingängen kennen gelernt hatten war schon fast so was wie eine Freundschaft entstanden. Wie wir mit unserem Gepäck die Hotelhalle betraten öffneten sich die Schleusen. Aufgereiht standen dort viele unserer neuen Freunde, übergaben uns Abschiedsgeschenke und weinten mit uns während der letzten Umarmung. Wir bekamen viele Einladungen. Wie unser Reiseleiter erzählte meinen diese Menschen das sehr ernst, es ist keine Floskel. Sie würden niemals eine Einladung aussprechen wenn sie diesen Menschen nicht tatsächlich unbedingt wiedersehen wollten...

Leider waren wir nie in der Lage eine der Einladungen anzunehmen *schnief*.

Unser Flieger hatte den Heimatflughafen Frankfurt am Main. Saskia und ich sahen schon die Lichter der Metropole. Da kam die Durchsage das wir wegen starkem Nebel und vielen Flugzeugen die deshalb noch vor uns waren eine ganze Weile kreisen würden. Temperatur in Frankfurt: 12 Grad Minus.

Was haben mein Kind und ich gefroren nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten. Jürgen holte uns ab, es war 1.00 Uhr in der Nacht und wir hatten noch 3 Stunden Autofahrt vor uns.

Zuhause angekommen waren Saskia und ich viel zu aufgedreht um schlafen zu gehen, soviel hatten wir noch zu erzählen und an Mitgebrachtem zu zeigen. Doch Jürgen streikte, verständlich. So hockte ich bis zum Morgengrauen in Saskias Zimmer, zusammen unter ihr Oberbett gekuschelt um mit ihr die vergangene Woche noch mal Revue passieren zu lassen :D

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