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Hundeforum Der Hund
Zotti

Der Geschichten-Thread zu meinen Hunde- & Pferdefotos

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Spannend! Weiter, weiter :-)

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Schon öfters hatten wir beobachtet das unser Junghengst wenn wir nicht da waren über die etwa 1,50 Meter hohe Absperrung zu dem geschlossenen Weidestück sprang. Erst war es nur eine Vermutung. Dann erwischten wir ihn als wir mal aus einer anderen Richtung zurückkamen wie üblich das er bei dem Geräusch des Motors von der gesperrten Weide zurücksprang um uns brav am Tor zu begrüßen. Ich fand das sehr clever, ändern konnten wir das eh nicht.

Dann fuhren wir wieder nach Duisburg. Danny wollte etwa 2 Stunden später auf unserem Hof eintrudeln, alles klar. Als wir am späten Nachmittag nach Hause kamen lief sie uns aufgeregt entgegen. Sie hätte Gallant in die Box gebracht. Als sie kam stand er auf drei Beinen am Tor. Oh je, das musste ja mal passieren, dachte ich.

Der Tierarzt kam und meinte er hätte sich vertreten. Leider ist das ein weiter Begriff. Es wurde und wurde nicht besser. Wir zogen einen zweiten Tierarzt hinzu. Keine Ahnung was wir alles ausprobierten. Die beiden Tierärzte gaben sich praktisch die Klinke in die Hand, keiner wusste vom anderen. Hörten wir das Auto von Tierarzt 1 auf den Hof rollen lief ich los um bei Gallant den von Tierarzt 2 verordneten Salbenverband zu lösen. Jürgen verwickelte solange Tierarzt 1 in ein Gespräch. Und das ganze dann wieder umgekehrt wenn Tierarzt 2 auf den Hof fuhr. Puh, mir brach in diesem Winter oft der Schweiß aus.

Leider kamen wir nicht weiter. Keiner dieser Ärzte wollte meinen Gallant röntgen, die hatten panische Angst vor meinem Joungster. Ich versuchte immer mal wieder ihn zu führen damit er etwas Bewegung bekam, aber sofort wurde es wieder schlimmer. So stand der arme Kerl über Monate in der Box und begann zu weben.

Unser Vermieter machte Stress. Er hatte sich ein Nebengebäude vorbehalten das er wie es schien für Müll und Tausende Plastiktüten nutzte. Nach einem Wintersturm flog die Türe aus den Angeln und der ganze Kram über unser Grundstück. Als wir ihn benachrichtigten wurde er giftig und wir sollten für Ordnung sorgen. Aber hoppla, das stand nicht in unserem Vertrag. Wir warteten nun fast ein Jahr darauf das er die eine Scheunenhälfte von seinem Gerümpel befreite damit wir die restlichen Boxen bauen konnten. Eins gab das Andere und wir machten uns auf die Suche nach einer neuen Heimat für uns und die Tiere.

Uns saß mal wieder die Zeit im Nacken da beide Stuten hochtragend waren. Aber wir wurden fündig. Einen Ort weiter gab es einen großen Hof der in U-Form gebaut war, zu pachten. Obwohl auch dieser Bauer Nebengebäude behalten wollte griffen wir zu. Aber ich trauerte ein wenig um unser verlorenes Knusperhäuschen mit der windschiefen Scheune. Um nicht doppelt zahlen zu müssen zogen wir in unser neues Domizil obwohl der Bauer noch die Räume renovierte. Das hieß etwa 6 Wochen hatten wir nur ein Zimmer zur Verfügung zum Leben, schlafen und kochen. Zum Glück hatten meine Eltern noch einen Elektro-Zweiplatten-Campingkocher für uns. Jürgen zimmerte in Windeseile neue Boxen und zäunte die Weiden Pferdegerecht ein. Die Hunde fanden es dort klasse. Der Bauer hatte direkt anschließend an unserem Flur noch Schweine stehen. Wir waren nur von einer normalen Holztüre getrennt, was manchmal ganz schön stank. Aber wegen den Schweinen gab es jede Menge Ratten auf dem Hof was meine Hundis mit wonnevollem Blick zur Kenntnis nahmen. Die Katzen tobten sich natürlich auch gut aus, aber Herr wurden sie der Sache nicht.

Schon lange war ich mit Yago wegen seines Ausschlags am ganzen Körper in Behandlung. Er juckte sich fast das Leben aus dem Laib. Nun gab es endlich, leider, eine Diagnose: „Strohallergie!“ Das war eine dumme Geschichte. Wir probierten noch so einiges, aber es wurde schlimmer. Es war nicht möglich Yago und Pferde gleichzeitig zu halten. Schweren Herzens gab ich ihn an liebe Freunde ab. Ich sah ihn fast wöchentlich bis zu seinem Tod. Er wurde 16 Jahre alt!

Dann wurden wir auf einen 6 Monate alten Neufundländerrüden aufmerksam. Er war vor 2 Monaten bei einer Züchterin wegen Urlaub in Pension gegeben worden. Er wurde nie wieder abgeholt, die Adresse und der Name der Leute stimmten nicht. Wir wurden angesprochen ob wir nicht..... Ja, wir konnten. Condor hatte in seinem Leben noch kein Stück Erziehung genossen, war wie ein großer tapsiger Teddybär. Er war gut Freund mit allem was auf Erden kreucht und fleucht. Meine kleine Tochter stand auf Zehenspitzen hochgereckt vor diesem Bärchen um ihm um den Hals zu fallen was er sichtlich genoss.

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Petra, bitte berichte weiter. :)

Du könntest deine Geschichte wirklich als Buch heraus geben.

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Geht es noch weiter Petra?

Bitteeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Hallo Zotti,

wir haben etwas gemeinsam ;)

Nämlich Pferde und die selbe Hunderasse (Berger des Pyrenees).

Auf meine Homepage sind auch ein paar Storys, aber nicht so nett erzählt wie deine :)

Gruß Amigo

http://www.unseretiere.wg.vu

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Ja, es geht noch weiter :)

Hatte die letzten Tage nur sooooo viel zu tun.

@Amigo,

deine Bergers sind nur eine handvoll Kilometer von mir entfernt geboren worden :D

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Durch die Tiere bekam ich wieder Kontakt mit einer lieben Freundin aus alten Zeiten. Sie war mit mir in der Reitschule gewesen und zu Zeiten Rustys hatte sie mir den Kontakt zum Hundeplatz vermittelt und hatte selber Schäferhunde. Nun besaß sie zwei Bullterrier, Mutter und Tochter und ihr Herz lechzte nach einem Pferd. So beschlossen wir aus Geldmangel zusammenzuwerfen und eine Araberstute zu kaufen. Die sollte später gedeckt werden und einer bekäme die Stute, der andere das Fohlen. Gesagt getan. Wir bekamen sogar ein 6 Monate altes Fohlen aus einer Linie die in unserer Reitschule damals vertreten war. Sabine und ihr Freund Alf stellten ihre Hälfte natürlich auch bei uns unter. Nun waren sie fast jedes Wochenende bei uns zu Gast als Schlafgäste. Meine kleine Tochter Saskia durfte auf den heute sogenannten gefährlichen Kampfhunden reiten, kullerte mit ihnen über den Boden und trieb jede Menge Unfug mit ihnen. Sie ließen sich alles mit stoischer Ruhe gefallen. Hätte Saskia sich das mit Pünktchen oder Schlappie erlaubt hätte sie sich sicher den einen oder anderen Schnapper eingefangen.

Sabine bekam aber plötzlich angst um das Stütchen. Sie wollte nicht das sie später gedeckt wird, es könnte ja was passieren. So einigten wir uns das sie uns unsere Hälfte des Geldes für Eläea zurückgab und das gleiche noch mal zinslos an uns verlieh damit wir auch eine Stute kaufen könnten. Im Gegenzug durfte Eläea kostenlos gegen Futtergeld bei uns stehen. So kam noch Shubani in unseren Stall.

Im Frühjahr wurden unsere Fohlen geboren. Aki bekam ihre Tochter „Schnute“, eigentlich „Appelschnute“, und Minou ihren Sohn „Stern“. War das ein Spaß die Füllen über die Frühlingswiese galoppieren zu sehen, immer einen kecken Ausdruck im Gesicht,: was stellen wir jetzt an? Sie entwickelten sich prima. Galant ging es leider immer noch nicht viel besser. Ich ließ ihn zwar mittlerweile auf der Weide laufen, aber das Fesselgelenk war immer dick geschwollen und er lief unsauber. Nun fand sich endlich ein Tierarzt der bereit war ihn zu röntgen. Er kam mit dem Gerät in unseren Stall und alles ging problemlos. Befund: Haarriss im Sprunggelenk, mittlerweile beginnende Arthrose. Wir bekamen wieder Medikamente und ich greife wieder mal vor. Es ist so gut wie ausgeheilt. Er lief später ganz sauber, auch bei harter Belastung. Nur im Stall stehen durfte er nicht, dann setzte sich Wasser ins Gelenk. Leider behielt er trotz Offenstallhaltung immer etwas vom Weben zurück. Aber das hat glaube ich nicht viel gemacht, mit 5 Jahren war kaum noch was davon da und dann nur noch wenn er aus irgendwelchen Gründen mal im Stall stehen musste.

Da Sabine und Alf immer noch Kontakte zu Schäferhundvereinen hatten baten sie mich testen zu dürfen ob Candy im Schutzdienst beißen würde. Ich stimmte zu. So kam Alf eines Tages im Schutzanzug auf unseren Hof. Candy lief erst freudig auf ihn los, stockte, wedelte unsicher mit der Rute uns staunte. Der vermeintliche „Böse“ machte gefährliche Geräusche und tat so als wollte er Candy schlagen. Die gab ganz jämmerliche Geräusche von sich als wollte sie sagen: eh, bist du nicht doch Alf, mein Freund?“ und ging noch mal auf ihn zu. Da gab der „Böse“ sein bestes, Candy fiepte als hätte man sie verraten, drehte um und verschwand auf unserem Heuboden. Mir kam es so vor als hätte diese Hündin einen Konflikt gehabt. So etwa: aber das ist doch Alf, mein Freund, warum ist der jetzt böse und was soll ich denn nun tun? In meinen Freund beißen? Nein, dann geh ich lieber und tu so als wüsste ich von nichts.“ Das ist nur meine Interpretation, denn wie ein Hund der angst hat sah sie nicht aus.

Dann kam der Herbst und wir mussten Stern und Schnute verkaufen. Es war sehr schwer aber wir hatten immer Kontakt zu ihnen, es ging ihnen gut. Vorher hatte ich aber noch gebraucht eine kleine Kutsche erwerben können. Aki wurde eingespannt, ich wusste das kannte sie vom Vorbesitzer, und Schnute lief mit. Saskia und ich haben sehr schöne Ausflüge mit den Ponys gemacht, sind aber auch schon mal mit zerdepperter Kutsche zu Fuß nach Hause gekommen.

Als Sternchen verkauft wurde gab ich auch seine Mutter Minou ab da ich nun eine Araberzucht aufbauen wollte. Aki blieb und Saskia machte ihre ersten Reit- und Fallversuche auf ihr. Diese kleine Stute hat meine Tochter pferdemäßig fürs Leben geschult. Sie fand sich glaube ich mehr liegend neben ihrem Pony wie darauf sitzend wieder. Aki war ein kleines Biest, aber klasse.

Galant sollte eigentlich der Gründerhengst meiner Zucht werden, aber das war wegen seiner Verletzung leider vorbei.

So kauften wir in Bad Münstereifel den 6 Monate alten Hengst Sahree Ibn Kayroon. Hengste sollten in Hengstgesellschaft aufwachsen hatte ich gelernt. Doch diesen Kerl wollte ich beim Leben nicht aus der Hand geben. Nun wurde gesucht. Aber Araberhengste dazu kaufen konnte ich mir nicht leisten. Andere auch nicht. Privatleute hatten meist die gleiche Angst um ihr Tier wie ich. Aaaaaber: In Münster im Meerfelder Bruch gibt es die Dülmener Wildpferde. Jedes Frühjahr werden dort die Junghengste per Hand rausgefangen. Das ist ein Riesenspektakel und so mancher Fänger geht mit erheblichen Blessuren nach Hause. Am Ende wird jeder Junghengst versteigert.

So saß ich eines schönen Tages im Mai an der Arena wo die Wildpferde zusammengetrieben wurden. Beim treiben und fangen versuchte ich schon mir den kleinen Hengst rauszusuchen der mir vom Verhalten und Aussehen gut gefiel. Nicht einfach, denn fast alle sind mausgrau, einige weinige auch eher schwarz mit mehr oder weniger großen weißen Abzeichen. „Meiner“ sollte dem Typ entsprechend wie ein Dülmener Wildpferd mausgrau sein. Aber ob ich den von mir ausgesuchten bei der Versteigerung wirklich wiedererkennen würde? .

Ich bin mir fasst 100% sicher, ich habe es geschafft und ihn auch bekommen. Obwohl natürlich „er“ gerade wieder zu den teuersten gehörte. Ihn in den Hänger zu bekommen war nicht einfach, zu Hause wieder raus noch schwieriger. Die erste Zeit ließen wir ihn nur mit dem Fanghalfter der gleichzeitig aus Leine besteht in der Box. Ich kümmerte mich stundenlang, traute mich schon mal ihn an der Leine auf der Hauswiese grasen zu lassen, aber er hielt Abstand von mir. Er ging nachts auch schon mal über seine Boxenwand, er wollte die Freiheit wieder. Aber die gibt es für Hengste aus Dülmen nun mal nicht. So nach und nach lebte er sich ein und durfte mit Sahree auf die Weide. Die Zwei wurden ein Herz und eine Seele und verlebten eine schöne Zeit miteinander.

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Juhuuu!!!

Es geht weiter. =)

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Heute abend kommt mehr, auch wieder Fotos wenn ihr mögt :)

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