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Hundeforum Der Hund
Zotti

Der Geschichten-Thread zu meinen Hunde- & Pferdefotos

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Dann traf mich ein harter Schicksalsschlag.

Ich war noch im Bad als morgens in der Früh das Telefon läutete. Jürgen nahm ab. Meine Mutter, solange ich denken kann eine schlimm kranke Frau, war gestern ins Krankenhaus gekommen. Aber als ich sie abends besuchte gaben die Ärzte Entwarnung, nur eine Bronchitis. Vor 6 Wochen lag sie nach dem vierten Herzinfarkt noch im Koma.

Bei mir läuteten alle Alarmglocken. Jürgen gab mir den Hörer, mein Vater am anderen Ende. Die Klinik hätte ihn angerufen. Meine Mutter hatte uns im Alter von 56 Jahren für immer verlassen. Für mich brach eine Welt zusammen. Meine Mutter und ich waren irgendwie eine Person. Nachdem die Formalitäten erledigt waren zog ich mich in den Stall zu meinen Pferden zurück. Hier bekam ich Trost... Die Hunde waren mir gefolgt und schmiegten sich an mich.

Da ich eine kleine Tochter hatte war ich gezwungen mich soweit zu fangen das ich sie versorgen konnte. Als sie fertig gegessen hatte saß ich mit ihr auf dem Boden um mit ihr zu spielen. Ich konnte nichts dran machen, mir liefen die Tränen über die Wangen. Meine kleine süße Tochter fragte warum ich weine. Ich versuchte ihr vorsichtig zu erklären das die Oma nun beim lieben Gott sei, da gehe es ihr gut, aber ich sei traurig weil ich sie nun nicht mehr sehen kann. Da nahm meine kleine Maus mich feste in die Ärmchen und sagte ich solle ruhig mal weinen, aber froh sein das die Omi nun keine Schmerzen mehr hat und sie hätte mich ganz doll lieb. Wenn ich traurig sei könnte ich ruhig zu ihr ins Bett kommen. Oh Gott, so lieb wie das war, es war eine Qual für mich weil ich am liebsten geschrieen hätte vor schmerz ob des Verlustes und vor Ehrfurcht und Liebe zu meiner kleinen Tochter. Sie war da 4 Jahre alt.

Aber das Leben geht weiter, und ab und an auch mit sehr schönen Dingen wie ich erfahren durfte.....denn....

.... dann sollte mein Traum von damals doch noch wahr werden!!!

Wir fuhren zu einem ersten kennen lernen zu einem wirklich guten Züchter vom VDH und baten um einen Dalmiwelpen. Die Züchter mochten uns wohl und so durften wir sogar aus einiger Entfernung einen Blick auf die drei Tage alten Welpis werfen. Noch waren sie schneeweiß, von Punkten nichts zu sehen.

Von der dritten Woche an fuhren wir 1 bis 3 mal die Woche zu „unseren Dalmis“.

War das ein Gewusel. Ich weiß nicht mehr ob es 10 oder 12 Welpen waren. Dazu die Erwachsenen. Mutter, Oma und 2 Tanten. Und zu unserem Glück war sogar der Papa für einige Zeit zu besuch dort. Mit 10 Wochen durften wir unseren Mario vom Benrader Feld mit nach Hause nehmen. Die Züchter überließen ihn uns nur in dem Alter da sie meinten wir hätten genügend Erfahrung. Die anderen Welpen gaben sie erst mit 12 Wochen ab. Die Züchter verabschiedeten uns mit den Worten: „Die Welpen sind alle schon sauber, bis auf einen.....“.

Zuhause angekommen wurde Mario, von mir liebevoll Pünktchen gerufen, von den anderen Hunden liebevoll begrüßt. Aber so ganz geheuer war ihm das alles nicht. Hatte er uns auf der Fahrt doch schon sein letztes Essen ins Auto gespuckt. Das sollte auch noch bis zu seinem 6. Lebensmonat so bleiben, egal ob gefüttert oder nicht, er spuckte. Aber trotz allem stieg er freudig in jedes Auto.

Pünktchen lebte sich schnell ein. Er schlief am liebsten bei Pucky im Körbchen und kuschelte sich feste an sie. Aber Schlappi war sein Gott!!!

Oft hatte ich gehört Dalmatiner seien dumm. Nun, ganz so würde ich es sicher nicht ausdrücken, aber Pünktchen lernte alles, egal wie simpel, nur sehr langsam. Dann saß es aber auch bombenfest. Er war schon eine Frohnatur und sein lachen konnte einen bezaubern. Er mochte jedes Tier und jeden Menschen, ich habe nie erlebt das er gebissen hätte, außer einen einzigen Hund, aber davon später.

Anfang des Sommers hörten wir das in der Nähe ein neuer Westernreitstall eröffnet hatte und fuhren hin um uns das anzuschauen. Es war schon eine merkwürdige Gesellschaft dort auf diesem Hof, aber irgendwie lustig.

So fuhren wir von da an immer öfters auf den Hof und schlossen dort mit vielen neuen Leuten Freundschaft. Anfangs platzten wir promt in einen Streit bei dem sich die Teilhaber trennten. Der Hof selber war mehr wie marode und es wunderte uns sehr das dort in den Ferien auch Kinder aufgenommen wurden (oder vielmehr, das Eltern ihre Kinder dort ließen). Ich hatte das Gefühl man musste immer damit rechnen das der Bau um einen rum zusammen fällt wenn man niest.

Die Betreiber des Hofes, Leo und Gabi, hatten 2 Kinder. Mädchen, Steffi etwa 2 bis 2 ½ Jahre und Nicole, etwas über einem Jahr. Nicole erwischte ich dabei wie sie die Schildkröten der Teilhaberin mit einem fröhlichen Glugsen in den Gulli schmiss.

Steffi konnte kaum sprechen und Saskia, selber noch im Kindergarten, versuchte ihr einige Begriffe beizubringen. Zum Hof gehörten als Mädchen für alles noch Klaus und Heidi. Klaus sehr fleißig, ohne ihn wäre alles zusammengebrochen. Heidi zu guten Zeiten auch, die damals aber eher selten waren.

Eine sehr schöne Freundschaft schlossen wir auf diesem Hof die bis heute noch hält. Wir lernten eine junge Frau, gerade mal 20 – 22 Jahre damals, kennen, unsere Sabbe. Ein sehr unkonventioneller Mensch was mich schon immer angezogen hat. Sie besaß damals ein Scheckpony von etwa 1,36 m Stockmaß das sie vor dem Schlachter gerettet hatte. „Boss“ bockte alles aus dem Sattel und biss und trat um sich. Doch mit viel Mühe und Gedult machte Sabbe ein super Pony aus ihm. Dazu gehörten noch zwei Hunde. Eine glatthaarige, kräftige, etwa 45 cm große Mischlingshündin namens Zombie und ein Afghanenmischlingsrüde namens Kafka. Gebürtig kam Sabbe aus dem Schwabenländle, Stuttgart.

War Not am Mann weil eine riesige Lieferung Heu oder Stroh kam war Sabbe da um zu helfen, mobilisierte auch noch weitere Bekannte die einfach mitkamen und anpackten. Diese Leute wurden natürlich auch zu lieben Freunden und wir haben alle zusammen so manche Nacht durchgeklönt.

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=) Ich bin neugierig wie es weiter geht.

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Petra, du solltest das wirklich als Buch heraus geben.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Ein paar Euro könnte ich schon gut gebrauchen.

Aber so einfach findet man für so eine Geschichte keinen Verlag.

So würde das Buch erstmal nur Geld kosten statt einbringen, leider.

Aber ich freu mich das es euch gefällt =)

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Schade(oder besser für uns, dann kommen wir hier kostenlos in den Genuss deine Geschichte zu verfolgen ;) ).

Wann geht es weiter?

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Jetzt! :D

Am ersten Juniwochenende war eine Araberschau in Langenfeld bei Düsseldorf mit Eintragungstermin für Fohlen.

Shubani sollte mit ihrem Fohlen dorthin. Und wenn wir eh schon da sind können wir sie auch auf der Ausstellung zeigen, inklusive Sahree, dachten wir.

Samstags war Fohleneintragung und Sonntags Ausstellung.

Wir mieteten dort Boxen für die Pferde und fuhren Shubani und ihr Fohlen samstags früh als erste dorthin. Es war brüllend heiß, über 30 Grad. Wir bekamen unsere Boxen in einem Stallzelt auf das die Sonne nur so knallte. Dann holten wir Sahree. Eine Fahrt waren etwa 80 km. Als meine Pferde in ihren Boxen standen wurde mir ganz mulmig, denn erst da realisierte ich die Hitze die in den Stallzelten herrschte. Zum Glück konnten wir dann sofort unsere Shebaka eintragen lassen. Und einen Kaltbrand bekam sie.

Nun ging es auf Mittag zu und es wurde immer schlimmer. Wir bekamen mit das schon Pferde mit Kreislaufkollaps zusammen gebrochen waren. Als wir durch die Boxenreihen gingen sahen wir tatsächlich Pferde mit Decken und Halskrausen!

Immer wieder bekamen wir gesagt wie toll Sheba doch ist und wie gespannt alle wären wie sie bei der morgigen Schau abschneiden würde. Ich dagegen sah meine Pferde auf schattigen grünen Weiden stehen. Und dann hielten uns alle für irre, denn ich packte meine drei Pferde wieder ein und brachte sie nach Hause.

Keine Schleife der Welt, und ist sie noch so golden, wäre mir diese Qual für die Pferde wert.

Beim verladen passierte dann noch ein Unglück.

Shubani und Shebaka waren schon daheim, nun wollten wir Sahree verladen. Zum Verladen stand man mit dem Hänger auf einem gepflasterten Hof, irre glatt für Pferdehufe. Sahree stand vor der geöffneten Hängerklappe und tat mal wieder so als könnte er unmöglich in dieses Ungetüm steigen.

Doch das kannten wir, das ließ uns keine grauen Haare wachsen. Wartete man ungefähr 5 bis 10 Minuten ohne irgendwas zu tun marschierte der Kerle seelenruhig von alleine in den Hänger.

Wie wir noch so standen und warteten kamen 2 Männer über den Hof, sahen zu uns rüber und machten mit ihren Armen ungefragt die Longe (an den Händen halten, hinten um die Kruppe des Pferdes legen und drücken) um Sahree in den Hänger zu schieben.

Sahree verdrehte die Augen das man nur noch das weiße sah und stieg.

Da es sehr glatt war rutschten ihm die Hinterbeine weg und er überschlug sich krachend auf das Pflaster. I

Ich war so was von wütend und hatte große Angst das Sahree sich was gebrochen hat. Zum Glück war alles gut gegangen und noch unter Schock stieg er in den Hänger. Später habe ich Monate gebraucht um ihn wieder verladen zu können. Bevor ich die Männer hätte zur „Sau“ machen können waren sie schon weg.

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Juhuuuuu!!!!

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Da wäre ich auch wütend gewesen. :motz:

Wie habt ihr es hinbekommen, dass er wieder in den Hänger stieg?

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Eigentlich waren die Pferde ja Tag und Nacht draußen.

Sahree wurde nun aber zum Füttern immer reingeholt.

Er kam dazu in eine Aussenbox.

Den Hänger stellten wir davor und er bekam sein Futter nur noch im Hänger.

Wie er nach einiger Zeit ohne Probleme zum fressen reinging, begann ich an der Hand zu üben.

Wir machten Bodenarbeit und marschierten dabei "wie nebenbei" in den Hänger.

Ein Gutes hatte die Sache: durch das erneute Üben konnte ich Sahree später einfach in den Hänger schicken und auch wieder rausrufen.

Man brauchte nur noch hingehen um ihn fest- oder loszubinden.

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Ach so, ist ja ähnlich wie man es mit Hunden machen kann.

Dann hatte das ganze ja sogar noch so was wie eine gute Seite.

Trotzdem auf die Kerle wäre ich dermaßen wütend gewesen. :motz:

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