Jump to content
Hundeforum Der Hund
Zotti

Der Geschichten-Thread zu meinen Hunde- & Pferdefotos

Empfohlene Beiträge

Das ist einfach so das man pech hat und in einem Jahr in den Miesen hängt, dafür im nächsten Jahr etwas Plus macht.

So hat es sich meist aufgehoben.

Eine Kolik-OP mit reinen Klinikkosten von 10000 DM hat uns schon an den Rand gebracht.

Dazu noch die Kosten zuvor und Nachsorge, da brauchten wir schon einige Jährchen mehr um wieder gut dazustehen.

Aber das war eh eine Geschichte für sich.

Die kommt aber auch noch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich lese auch noch gespannt mit!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke Isa! :D

Da wir nun häufig auf dem Hof von Gabi und Leo waren setzten sie mir den Floh mit einem Quarter in den Kopf . Das Westernreiten hatte mich tatsächlich gepackt. Und so ein echter Quarter.... .

Der Verkauf von unsere Quaint Sandy stand eh leider an und so entschloss ich mich Quiella auch wieder abzugeben. Die Anfrage auf unsere Anzeigen war rege und wir konnten in Ruhe schauen in wessen Obhut wir unsere Knappis geben wollten.

Quiella sollte nach Bayern, direkt an die Grenze zu Österreich gehen. Wir beschlossen sie selbst hinzubringen um uns alles anschauen zu können. Die neuen Besitzer wollten auch gerne Westernreiten und beim Wanderreiten mitmachen. 13! Stunden waren wir mit Hänger unterwegs, eine Quälerei.

Aber die Gegend ein Traum.

Quiella bekam eine Weide mit Unterstand und Pferdegesellschaft.

Ich warnte die Leute noch das Quiella bis zur Eingewöhnung noch sehr unruhig sein würde und sie bitte die erste Woche nichts von ihr fordern sollten. Ich kannte schließlich mein Pferd. 2 Tage später bekamen wir einen Anruf: Was wir ihnen denn da für ein Pferd verkauft hätten? Die sei ja nicht mal geritten! Sie hätten Quiella von der Weide geholt und ihre 2 jährige Tochter raufgesetzt. Nach drei Schritten hätte Quiella gebockt und die Tochter knallte auf den Asphalt!

Ich war so was von sauer, dachte aber Quiella holen wir wieder, das hat dort keinen Sinn.

Da es wegen der Entfernung aber nicht von jetzt auf gleich ging erreichte uns 5 Tage später der nächste Anruf. Sie hätten sich mit einem Westerntrainer in der Nähe in Verbindung gesetzt. Der hätte ihnen ganz schön den Kopf gewaschen. Dann hätte er Quiella probeweise geritten und ihnen gesagt sie wüssten gar nicht was sie da für ein tolles Pferd bekommen hätten. Das Ende vom Lied: Die Leute bauten eine super Partnerschaft zu Quiella auf, mit uns eine ganz liebe Telefonfreundschaft.

Quiella gewann bei vielen kleinen Westernturnieren und ging viele Kilometer im Wanderreiten. Leider hatte sie einen Weideunfall bei dem sie ein Auge verlor. Aber so wie die Leute erzählten beeinträchtigte sie das kaum nach dem sie sich daran gewöhnt hatte. Mittlerweile ist Quiella in Rente da junge Pferde nachgerückt sind und genießt es Leitstute der Jungspunde zu sein.

Für Quaint Sandy entschieden wir uns für das Knabstruppergestüt „Kobold“, obwohl dieser Verkauf sich erst sehr ominös anließ.

Sie wollten Quaint Sandy ungesehen nur nach Foto kaufen. Da wir wegen unserer Pferde Terminprobleme wegen anstehender Veranstaltungen hatten und sie aus den selben Gründen auch ließen wir uns auf eine heiße Sache ein.

Das Gestüt lag Richtung Flensburg. Wir fuhren Quaint Sandy bis zu einem Rastplatz bei Bremen. Dort trafen wir die neuen Besitzer die samt Hänger mit „Pferd als Gesellschaft“ für unterwegs uns dort erwarteten. Mitten auf dem Rastplatz auf der Autobahn luden wir das Pferd um. So eine gute Idee war das mit dem „Gesellschaftspferd“ nicht. Nun sollte Quaint Sandy an dem Hinterteil eines fremden Pferdes in den Hänger marschieren. Ne, da streikte sie.

Also wurde das „Gesellschaftspferd“ erst mal ausgeladen. Nun ging Quaint Sandy brav in den Hänger und das andere Pferd auch. So fuhren sie von dannen. Wir hatten viele Zuschauer auf dem Rastplatz....

Obwohl alles so ominös abgelaufen war, war es die richtige Entscheidung. Sandy durfte in Ruhe ihre Jugend genießen. Dann ging sie in eine gute Ausbildung. Später ging sie in die Zucht und in den Sport.

Nun konnten wir auf die Suche nach einem Quarter gehen. Wir erfuhren das die Flachsbergranch gerade einen neuen Transport aus Amerika erwartete. Die Flachsbergranch in Deutschland ist mehr oder weniger eine Tochtergesellschaft des Besitzers aus Amerika. Sie importieren eigene und zugekaufte Quarter nach Deutschland.

Nachdem die Pferde in Deutschland freigegeben waren vereinbarten wir einen Termin und machten uns auf den Weg. Die Flachsbergranch ist eine super schöne Anlage mit Quadtratkilometer! Großen Weiden von denen man nur träumen kann. Kai Winrich ritt uns und anderen Interessenten die Pferde vor. Danach gingen wir noch über das Gelände und schauten uns die Pferde in Ruhe an. Ich stutzte bei einem Pferd, dachte: „Das hast du gerade gar nicht gesehen beim Vorreiten?!?!“ Aber DAS war es, das wollte ich haben!

Jaaaaaaaa, zum Verkauf stand dieses Pferd tatsächlich, aber zu einem Preis wo man sich ein Haus für kaufen könnte.....

Nun wurde es echt schwer, denn diesem Traum hielt kein Pferd stand. Aber nach vielem hin und her fiel meine Wahl auf die Stute „Smokogirl“. Sie besaß noch sehr alte, ursprüngliche Blutlinien, sah allerdings ein wenig verhungert aus. Auf meine diesbezügliche Frage wurde mir gesagt das die Stute in der Quarantäne sich immer vom Futter habe wegjagen lassen. Dort ständen die Pferde bis zu 60 Köpfen in einem Corall und keiner würde sich weiter kümmern außer Futter reinzuwerfen und für Wasser zu sorgen. So nahmen wir die „Maus“ mit.

Erst war Smoki wirklich sehr „kuschig“ was andere Pferde betraf. Aber es stellte sich auch raus das sie sehr schwerfutterig war. Sicher auch weil sie auf mich sehr nervös wirkte. Dem Euter nach zu Urteilen hatte sie wohl schon einige Fohlen gehabt, oder aber erst vor kurzem noch gesäugt... . Wie sie später bei uns ein Fohlen bekam gab sich ihre Nervosität und sie begann „in sich zu Ruhen“.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Spannend! =)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Das ist einfach so das man pech hat und in einem Jahr in den Miesen hängt, dafür im nächsten Jahr etwas Plus macht.

So hat es sich meist aufgehoben.

Eine Kolik-OP mit reinen Klinikkosten von 10000 DM hat uns schon an den Rand gebracht.

Dazu noch die Kosten zuvor und Nachsorge, da brauchten wir schon einige Jährchen mehr um wieder gut dazustehen.

Aber das war eh eine Geschichte für sich.

Die kommt aber auch noch.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49799&goto=983223

Phu, ist das nicht sehr belastend, wenn man nicht weiß, ob man das Geld wieder rein bekommt?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Allerdings Jenny.

Oft habe ich mit meinem Mann nächtelang diskutiert und oft wollten wir aufgeben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das kann ich nachvollziehen.

Einfach ist es gewiss nicht, egal für was man sich entscheidet.

Aber deine Bildern zu entnehmen geht es ja noch weiter. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es gehört wohl dazu und selbst die Sorgen möchte ich nicht ganz missen.

Denn erst dadurch wurde einem bewußt was man da aufgebaut hat.

Und am Ende überwiegen die schönen Zeiten. An diese denkt man zurück :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei Gabi und Leo auf dem Hof war ein Westernturnier angesagt.

Ich bekam ein wenig Heimvorteil.

Karrte ich doch Smokie und Galant im Hänger dorthin um zu üben.

Zu einer Reining – Prüfung gehört als sehr wichtiges Teil ein Sliding – Stopp. Das hätte ich bei mir Zuhause nicht üben können, der Boden war einfach nichts dafür und die Pferde hätten sich die Gelenke kaputt gemacht. (Sliding – Stopp heißt das Pferd läuft in vollem Galopp, auf ein Signal des Reiters legt es eine Vollbremsung ein. Es setzt sich dabei fast auf die Kruppe (den Po) schiebt die Hinterhufe – Beine tief unter sich und läuft mit der Vorhand weiter bis der Schwung ausgebremst ist. Bei gutem Boden rutscht das Pferd dabei bis zu 30 – 40 Metern und hinterlässt mit den Hinterhufen eine Spur als wären es Skier).

Weiter ist der „Spin“ noch eine wichtige Lektion. Das Pferd dreht sich dabei in einem mörderischen Tempo um die eigene Achse, auf dem inneren Hinterbein stehend, die anderen sind Schwungbeine. Da kommen Fliehkräfte zum tragen, aber Hallo!

Der Sliding Stop und der Spin waren Übungen an denen man merkte das Smokie aus Amiland kam.

Leo hatte so ein Pferd noch nie geritten, obwohl er selbst einen Quarter besaß. Der war aber eher das Pleasure Pferd, ein seeeeeeehr langsamer, fast schleifender Trab mit mehr oder weniger gesengtem Kopf. Nun wollte Leo unbedingt Smokie reiten.

Beim Sliding Stopp knallte er mit seiner Nase auf Smokies Hals und es lupfte seinen Hintern empfindlich hoch aus dem Sattel, wobei gerade da das ganze Gewicht des Reiters hinten im Sattel liegen sollte.

Dann gab er die Hilfen für den Spin..... Alle Zuschauer (und da waren eine Menge seiner Schüler) kugelten sich am Boden vor lachen! Smokie startete diese Sache von Null auf Hundert, damit hatte Leo nicht gerechnet. Er flog zur Seite, der Fliehkraft entsprechend, rutschte immer tiefer. So hing er mit dem Kopf in Bauchhöhe des Pferdes, die Beine um den Laib geklammert und Smokie „spinnte“ in immer schnellerem Tempo!!!

Es ist Lebensgefährlich sich dem Pferd in dem Moment in den Weg zu stellen um es zu stoppen, aber was blieb uns anderes übrig? Smokie hätte sich zu Tode gesponnen da Leos Hilfen in der Stellung ihr sagten bis zum Umfallen weiter zu machen. Alles ging gut. Es war ein Bild für die Götter wie der große Trainer Leo auf, oder besser, an, meinem Pferd hing. Die nächste Zeit bekam er immer einen knallroten Kopf wenn man das Thema auch nur weit entfernt streifte....

Dann war es so weit, Turniertag! Ein Richter von der DQAH war eingeladen. Ich hatte Smokie und Galant in allen Disziplinen gemeldet die ausgeschrieben waren. 5 waren es, weiß nicht mehr genau wie sie hießen. Ich bekam in allen Disziplinen den ersten Platz bis auf einer wo Galant den zweiten Platz belegte. Dann hatte ich Aki, unsere Shettystute noch mit Saskia in der Führzügelklasse gemeldet. Auch dort bekamen wir den ersten Platz. Die Pferde/Ponys mussten mit ihrer kleinen Reiterin wie die großen Pferde vorher auch einen Trail – Parcour bewältigen. Die Pferde durften von einem Erwachsenen geführt werden, Pflicht war das ein Erwachsener mitlief. Aki machte mit Saskia alles ganz alleine, ich lief wirklich nur mit. Mit solchen Trails lebten meine Pferde und Saskia Daheim, das machten sie im Schlaf. Ich habe beim Toröffnen immer drauf gewartet das die Pferde das auch noch mit ihren Zähnen machen. Bei der Wippe und den Flatterbändern und was es so gab hätte ich mich nicht gewundert wenn sie gelangweilt gegähnt hätten. Das sind aber Dinge bei denen viele Pferde in Panik geraten und ich immer denke: Warum übt ihr das nicht? Kann euch bei jedem Ausritt begegnen und dann werden solche Dinge zur lebensgefährlichen Situation!“

Nun wurde ich mit meinen Pferden auch noch Tagessieger.

Abends war große Fete angesagt mit Live-Western-Band. Ich hatte mich bereit erklärt zu kellnern und Jürgen zapfte. Die Stimmung war super, viele Einheimische waren der Einladung gefolgt und fielen über das Gegrillte und die Salate her. Plötzlich wurde es düster auf dem großen Innenhof, die Musik verstummte. In die eingetretene Stille folgte ein einsamer Ruf: „Hat mal wer ne`n Heiermann?“ Ich brach in lautes prusten aus, oh wie peinlich. Wussten Jürgen und ich doch mittlerweile das Leo schon des öfteren seine Stromrechnung nicht bezahlt hatte. Aus diesem Grund hatten sie ihm einen Zähler eingebaut der nur mit „Barem“ lief. 5 DM hieß etwa 30 – 45 Minuten Strom bei dem Verbrauch des Abends. So erscholl dieser Ruf bis zum Morgengrauen noch des öfteren.....

Um 6 Uhr morgens waren immer noch Gäste da, wir „Insässigen“ sahen kein Bett. Saskia hatte ich zu Steffi und Nicole schlafen gelegt. In der Früh begannen wir aufzuräumen, den Dreck und das überschüssige Bier....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das stimmt.

Du hast so eine unglaublich positive Lebenseinstellung.

Wenn ich hier lese, der halbe Hof wurde durch ein Unwetter zerstört, ich weiß nicht ob ich die Kraft gehabt hätte, anzupacken und alles wieder herzurichten(ich weiß natürlich nicht, wie es ist selbst in der Situation zu sein, dann ist es wahrscheinlich was anderes, trotzdem :respekt: von mir).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.