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Hundeforum Der Hund
Zotti

Der Geschichten-Thread zu meinen Hunde- & Pferdefotos

Empfohlene Beiträge

Jenny, das ist dann was anderes, da hättest du das auch gemacht und geschafft :kuss::D

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Den restlichen Sommer über genoss ich die Ausritte mit meinen Pferden, die Hunde mit hechelnder Zunge und strahlenden Augen neben mir.

Wir machten mit Saskia einen Ausflug in meine Kindheit: wir fuhren zum Blauen See und Märchenwald in Ratingen nähe Düsseldorf.

Candy und Schlappi waren mit, ob noch ein Hund kann ich mich jetzt nicht erinnern. Wir luden in Duisburg noch meine Nichten ein, vom Niederrhein hatten wir eine Freundin von Saskia und den Berti, unseren Nachbarsjungen in Saskias Alter mit.

Alle in unserem guten Pajero. Das war ein schöner Tag.

Wir machten viele Dinge im Spielepark, fuhren Tretboot an der Wassermühle und bestaunten die Tiere im Märchenzoo. Doch im Märchenwald selbst stolperten wir über den Wolf und die sieben Geißlein. Ich erinnerte mich an Dia – Fotos die mein Vater von mir als Kleinkind dort gemacht hatte. Mit Zicklein im Arm....

Die Hunde benahmen sich tadellos. Am blauen See lagen sie nach dem Schwimmen brav im Sand. Sie verhielten sich im Tretboot ganz still und vorsichtig, beachteten fremde Menschen und Hunde gar nicht und versuchten auch nicht wie der böse Wolf ein Zicklein zu verspeisen.

Wieder Zuhause sponn ich los. Ob man nicht vielleicht und es wäre doch schön und überhaupt...

Jürgen fuhr die nächsten Tage los um nach Ziegen zu schauen.

Zurück kam er mit einer Ziege und ihren Zwillingen. Ein schwarzes Böckchen und ein Rehbraunes Zicklein. Sie kamen aus dem Märchenwald am blauen See...

Sie bekamen hinter dem Stallgebäude wo die Weiden waren einen Offenstall mit viel Wiese und Klettermöglichkeiten.

Bei Gabi und Leo war ein neuer Hund eingezogen.

Sie hatten seit wir sie kannten eine Schäfermixhündin und einen Schäfermixrüden. Heidi besaß eine sehr scheue Rottihündin aus dem Tierheim. Und nun war ein einjähriger Fila Brasileiro Rüde eingezogen. Er stammte aus einer dunklen „Kellerhaltung“. Ich kann mich nicht an seinen Namen erinnern. Doch, kann ich wohl, Taps hieß er. Taps war soooo lieb und freundlich. Er freute sich über jeden, dachte er sei ein Schoßhund und wollte immer auf den Arm Kam man unbedarft durchs Tor auf den Hof spaziert hatte man dieses Kalb tatsächlich mit allen Vieren auf dem Arm oder lag rücklinks im Dreck, Hund freudig wedelnd obenauf, mit der dicken nassen Zunge liebevoll durchs Gesicht schleckend.

Einige Wochen später durfte Leo nicht mehr zu Gabi ins Bett. Dort lag ein großer Fila und zeigte lautstark sein prachtvolles Gebiss.... Ich glaube Gabi war das ganz recht....

Taps sollte geröntgt werden. Da diese Kilos Hund sich standhaft weigerten eine Tierarztpraxis zu betreten bekamen Gabi und Leo für ihn Ventraquil zur Beruhigung. Leider ließen sie die 500 Gramm Dose auf dem Küchentisch stehen wie sie im Stall die Pferde versorgten. Als sie wieder rein kamen schliefen ihre Töchter Steffi und Nicole tief und fest an Taps Bauch gekuschelt.... die Dose war bis auf wenige Krümel leer.... . Zum Glück gab es für die Kinder nur einen Rausch auszuschlafen, mit Kater danach.

Sabbe bekam Wohnprobleme.

So bot ich ihr zwei Zimmer in unserem Haus an, inklusive Küchen- und Badbenutzung, Stall und Weide für ihr Pony Bossi.

Als Gegenleistung half sie mir bei den Pferden. Misten, füttern, Weidepflege und Viecher hüten wenn ich weg musste. Es wurde eine herrliche Zeit! Obwohl Sabbe einige Jahre jünger war wie ich verstanden wir uns blendend. Im Sommer saßen wir bis zum Mondenschein draußen an der Weide und Fachsimpelten über Pferde, Hunde, Männer, Gott und die Welt.

Oft war ihr Freundeskreis bei uns auf dem Hof und wurde auch zu meinen Freunden. Die Sommer bestanden aus viel Arbeit, noch viel mehr grillen und feiern mit vielen etwas durchgeknallten lieben Leuten. Oft quollen meine Weiden und Ställe über von Besuchspferden die ihre Besitzer zu mir getragen hatten und sich während wir es uns draußen gut gehen ließen von dem Ritt erholen durften. Meist waren auch Hunde mit von der Partie und nie gab es Probleme mit meinen Eigenen oder den fremden Hunden untereinander.

Nur Sabbes Hunde kamen dummerweise mit meinen nicht klar. Aber das bekamen wir im Haus meist gut geregelt. Bis auf einmal. Sabbe sagte mir wie immer bescheid: „ Ich lass die Türe bei mir auf, die Hunde sind im Flur. Sag mir wenn deine durch den Flur müssen.“ „Oki, ich melde mich dann.“, antwortete ich. 30 Minuten später läuft Jürgen mit zwei vollen, kochendheißen Hühnersuppentellern von der Küche durch den Flur zum Wohnzimmer wo wir essen wollten. Ich Dummerle hatte nichts gesagt.... Meine sausten in den Flur um das Essen nicht zu verpassen, Sabbes Hunde sausten die Treppe runter um meine Hunde nicht zu verpassen. Und Jürgen sausten bei dem Ansturm die Teller zu Boden und er hinterher......

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wow du solltest echt ein Buch schreiben so viel wie das ist

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Ich denke auch, immerhin ist es eure Existenz, euer Zuhause gewesen, da sind ja ganz andere Emotionen, Erinnerungen im Spiel.

Als Außenstehender sieht das nach einer riesigen Aufgabe aus.

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Tina, da kommt noch mehr :redface

Jenny, das Alles, die Tiere, waren mein Leben.

Nicht unsere Existenz, Jürgen hat hart gearbeitet.

Die Zucht trug sich immer als Hobby, mehr nicht.

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Sabbe rief eine eigene Westerntrainigsgruppe ins Leben.

Um vom Wetter unabhängig zu sein mietete sie in Geldern samstags stundenweise eine Halle. Eine liebe Freundin von Sabbe kam aus Krefeld, hatte zu dieser Zeit kein Pferd und wollte sooo gerne mitmachen. So lieh ich ihr für diese Stunden meine Smokie. War doch egal ob ich ein oder zwei Pferde verlud um nach Geldern zu fahren. Ute kam klasse mit meiner Smokie zurecht und ich hatte ein gutes Gefühl bei der Sache. Wir erlebten in einer Gruppe von bestimmt 20 Reiter/Pferd Paaren schöne lehrreiche Stunden.

In Neunkirchen-Vluyn war Westernturnier angesagt.

Da wurden Klassen ausgeschrieben die wir noch nie trainiert hatten. Sabbe schnappte sich nun fast täglich meinen Galant um mit ihm zu üben. Wir hatten beschlossen das Ute, Sabbe und ich Galant und Smokie abwechselnd in den verschiedenen Disziplinen vorstellen würden. Natürlich würde Sabbe ihren Bossi selbst in allen Disziplinen reiten, denn einen anderen würde der Knabe gar nicht akzeptieren. Galant hatte zu dieser Zeit Probleme mit seinem Hufhorn. Eisen konnte man gar nicht nageln. So entschloss ich mich zu Hufschuhen. Prima Sache. Dann ritt Sabbe ihn beim Training. Schritt, gut, Trab, gut, angaloppieren... und schon standen schön im Abstand hintereinander aufgereiht zwei Hufschuhe im Sand der Reitbahn... . Doch bis zum Turnier war alles wieder in Ordnung, nur das Üben war ein bissel kurz gekommen.

Morgens Anreise auf dem Pappelhof.

Nicht nur die Hänger, auch die Autos sind pickepacke voll mit Zeugs für zwei Tage, inklusive Hunde die aufgeregt aus dem Auto springen und erst mal alles, inklusive fremder Hunde, begutachten müssen.

Wir sind mit den Pferden und dem Aufbau der Paddocks beschäftigt, keine zeit zu gucken was die Hunde treiben.

Den anderen Leuten scheint es auch so zu gehen. Die Hunde wissen sie sind eine Weile auf sich selber angewiesen, benehmen sich und man hört nur mal ein kurzes blaffen oder verhaltenes knurren, dann ist Ruhe. Die Pferde stehen in den fertig aufgebauten Paddocks, mampfen das noch vorhandene frische Gras. Wir packen die Kühltaschen aus und hocken uns dazu. Schwupps sind die Hunde zur Stelle, bekommen ihren 10 Liter Wassereimer. Dann machen wir uns auf um zu schauen wen man so kennt oder kennen lernen möchte. Die Hunde zuckeln mit raushängender Zunge hinter uns her. In diesen Momenten gibt es auch keine Feindschaft zwischen Sabbes und meinen Hunden. Zur Anmeldung müssen wir auch noch, holen unsere Startnummern und weitere Unterlagen.

Dann satteln wir die Pferde um sie mit dem Gelände vertraut zu machen und sie warm zu reiten, Muskeln zu lockern. Ich hocke auf meinem Galant der mal wieder meint wie sein Vater Zaraf das Gelände nur auf zwei Beinen in Augenschein nehmen zu können. So „Hopskämpfen“ wir fast eine junge Frau um. Ich versuche mich von meinem auf den Hinterbeinen stehenden Pferd runter zu entschuldigen, stutze... „Dagmar!!! Bist du das???“ Ich glaub es nicht. Eine Freundin aus meiner Grundschulzeit steht „unter“ meinem Pferd, lächelt, brabbelt beruhigend Richtung meines nicht mehr Hengstes. So viele Kilometer vom Ursprungsort trifft man sich wieder. Klar haben wir später ellenlang miteinander über „Vergangenes“ und „Neues“ klönen müssen.

Und dann war es soweit: Smokie hat mit Ute an diesem Tag die vorderen Plätze belegt, der verrückte Galant hat mit Sabbe und mir den Harry gemacht Absolut nichts konnte er mehr. Hat gesponnen, gebockt, ist den Parcour auf den Hinterbeinen gelaufen und schien furchtbar Spaß an seinen Sperenzchen zu haben wie sein Ausdruck glauben machte. Sabbe und ich stiegen mit verschwitzten Haaren, am Körper klebenden Blusen und T-Shirts aus seinem Sattel. Ließen uns geschafft zu Boden gleiten und verfielen in einen Lachkrampf. Dieser dämliche Sack..... (dabei hatte er gar keinen mehr).

Sabbe landete mit ihrem Bossi Vorne bis Mittelfeld und war sehr zufrieden. Aber am nächsten Tag sollte es ja weiter gehen. Erst mal suchten wir nachdem wir die Pferde versorgt hatten die Duschen. Dann ging die Fete los. Drinnen wie draußen war was los, überall wuselten Hundis der verschiedensten Rassen rum. Übermacht: Aussies, die zu der Zeit bei den Westernreitern groß in Mode waren. Die Sparibs waren wie immer der Renner. Die Knochen flogen durch die Gegend und die Hunde hatten ihren Spaß. Nie gab es bei solchen Veranstaltungen böse Rangeleien unter den Hunden, egal ob wegen der Knochen oder einfach nur so weil man/hund fremd zusammen traf. Vielleicht auch weil die Besitzer gar keine Zeit hatten nach ihren Hunden zu schauen? Entweder war das Pferd angesagt oder die Erholung vom Stress den man sich selber macht. Hund war da, gehört dazu und Ende.

Gegen 2 Uhr in der Nacht kletterten wir zum Schlafen in die Pferdehänger.

Die Pferde hatten ihren Paddock direkt da angebaut so das man ihr genüssliches Mahlen des Grases bis in den Schlaf hörte. Doch plötzlich gab es nur noch ein lautes „Rumms“, Gewieher, Aufruhr. Sabbe, Ute, Georg, Jürgen und ich stürzten aus den Hängern. Saskia schlief zum Glück feste weiter. Meine Smokie hatte das Weite gesucht. Keinen Respekt vor Strombändern hatte sie unsere weiße Litze einfach niedergerannt. Galant stand vor dem nun auf dem Boden liegendem Band das nie unter Strom stand und traute sich nicht diesen kleinen Schritt darüber.

Es dämmerte zwar schon, aber ein Bodennebel lag über der Welt und machte es uns schwer Smokies Spur zu folgen. Wir hörten zwar ihr Schnauben, aber durch den Nebel war kaum auszumachen aus welcher Richtung es kam. Nach einer Weile stolperten wir mehr oder weniger über sie und brachten sie zurück. Allerdings durften wir noch etwa 30 Minuten den Paddock neu aufbauen.

Am Sonntag merkte man das Mensch und Tier der Vortag in den Rippen steckte. Alles lief sehr ruhig ab. So fuhren wir abends sehr zufrieden, aber hundemüde nach Hause.

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Tina, da kommt noch mehr :redface

Jenny, das Alles, die Tiere, waren mein Leben.

Nicht unsere Existenz, Jürgen hat hart gearbeitet.

Die Zucht trug sich immer als Hobby, mehr nicht.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=49799&goto=983504

Eine Existenz muss ja nicht immer was mit Geld zu tun haben. ;)

Sie kann ja auch emotional sein. :)

Im Märchenwald war ich als Kind auch. :D

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Da hast du recht!

Von Düsseldorf aus nehme ich an du meinst auch Ratingen :D

Es ist schade das er nicht mehr das ist was ich als Kind kennenlernen durfte.

Aber Erlebnisparks sind heute wohl mehr gefragt und wichtiger.

Ich finde das schade.

Was habe ich als Kind diese Ausflüge geliebt.

Oder ins Ittertal zum Märchenwald.

Heute muss es das Phantasialand ( wo ich auch furchtbar gerne hin fahre, so ist es ja nicht), oder ähnliches sein.

Kleine Kinder sollten noch die echten Märchenwälder kennenlernen, überflutet werden sie früh genug.

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Ja den in Ratingen.

Du hast recht, es muß immer schneller, höher, spektakulärer sein.

Als ich früher im Märchenwald war, war dieser bereits mehr als herunter gekommen, schade eigentlich.

Das Phantasialand ist auch toll, aber wie du schon geschrieben hast viel zu voll, eng, etc.(wie unsere Gesellschaft heute).

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Wenn ich zum Phantiland fahre dann die letzten Jahre nur noch im Winter :D

Günstig, Märchenhaft, aber nicht ganz so spektakulär.

Allerdings fahre ich selten zu solchen Atraktionen wegen meiner Tiere für die dann immer jemand zum "hüten" gefunden werden muss.

Vermisse es aber auch nicht :D

Kino war ich in den 90ger Jahren das letzte Mal.

Andere Veranstaltungen? Was ist das??? :D

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