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Hundeforum Der Hund
obla

Der liebe Hund meiner Freundin: plötzlich(!) aggressiv gegenüber anderen Rüden

Empfohlene Beiträge

Guten Abend, ich grüße Euch :winken:

Vorgeschichte / Wie meine Freundin "auf den Hund" kam

Meine Freundin und ich haben vor ca. einem Jahr einen völlig abgemagerten Hund aus Korsika mitgebracht. Der Hund verfolgte uns nahezu den gesamten Urlaub und für meine Freundin stand fest: Den nehmen wir mit! Angekommen in Deutschland, entwickelte sich der Hund prima, hörte immer besser und alles war schön.

Meine Freundin hat ein Pferd, reitet sehr viel und der Hund ist quasi immer mit dabei, hat also sehr viel Bewegung, ist überdurchschnittlich viel an der Natur - ihm geht's also objektiv betrachtet wirklich prima!

Was uns anfangs sehr gefallen hat: Jeder Hund, der unseren Hund "blöd angemacht" hat, wurde konsequent von ihm ignoriert. Andere Hunde, die ihn angeknurrt und / oder angebellt haben, hat er stets links liegen gelassen. Mit freundlichen Hunden, egal ob Männlein oder Weiblein, spielte er sehr gerne.

Damals, als wir ihn mitbrachten, das war vor ca. einem Jahr, wurde er vom Tierarzt auf etwa ein Jahr alt geschätzt.

Jetzt ist plötzlich alles anders, andere Rüden sind ihm ein Dorn im Auge

Leider sollte es nicht so bleiben. Mit Einbruch des Winters begann sich unser Hund leider zu verändern. So kam es gelegentlich vor, dass es Auseinandersetzungen zwischen ihm und anderen Hunden gab. Rüden, wie wir schnell feststellen mussten. Teilweise liefen die Hunde schwanzwedelnd aufeinander zu und nach kurzen Augenblicken ging beidseitiges knurren los und dann überschlugen sich die Ereignisse stets.

Irgendwann kamen wir zu dem Schluss, dass es wohl unser Hund ist, der diese Auseinandersetzungen provoziert, was natürlich äußerst unangenehm für alle Beteiligten ist.

Wir haben auch den Tierarzt mit diesem Problem konfrontiert und dieser empfahl uns ausdrücklich, eine Kastration durchführen zu lassen; dies sei zumindest eine Chance, so der Tierarzt (über Sinn oder Unsinn einer Kastration in solch einem Falle möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren, denn die Sache ist mittlerweile - vor knapp zwei Wochen - "erledigt" worden).

Ganz aktuell

Gebracht hat es allerdings... NICHTS!!! Vorgestern sind wir auf einem großen Feld einem anderen Hund begegnet, beide Hunde rannten aufeinander zu, es gab ein Gebelle&Geknurre, ehe die Besitzer (meine Freundin und der Besitzer des anderen Hundes) die Hunde getrennt hatten. Der andere Hund hat wohl eine leichte Verletzung am Bein, die mit drei Stichen genäht werden musste. Es war ein unkrastrierter Rüde. Mit einigen anderen Rüden (allerdings kastriert!) hat unser Hund völlig friedlich und schön gespielt.

Meiner Freundin tut das für den anderen Hund unendlich Leid, sie hat sich bereits unzählige Male beim Besitzer des anderen Hundes entschuldigt und seither sehr viele Tränen vergossen.

Die logische Konsequenz ist das Führen an der Leine, zumindest solange, bis klar ist, wie sich die Hunde "untereinander" verstehen.

Nun hatte ich aber soeben einen anderen Fall, den ich gar nicht verhindern konnte: Ich hatte unseren Hund an der Leine, stehe an der Straßenkreuzung und warte, bis die Straße frei wird, sodass ich diese mit Hund überqueren kann. Von hinten kommt ein Hund ohne Leine angeschossen, den ich bis dahin gar nicht wahrgenommen habe. Er stellt sich neben unseren Hund und ein kleiner "Kampf" beginnt. Der andere Hund ohne Leine springt plötzlich auf die Straße und ein Auto kann gerade noch so vor dem Hund bremsen....

ES IST KEINEM WAS PASSIERT! Gefühlsmäßig denke ich, dass mich insofern keine Schuld trifft, als dass ich unseren Hund an der Leine hatte. Dennoch habe ich mich bei der Besitzerin des freilaufenden Hundes entschuldigt, denn diese war sichtlich geschockt, da ihr Hund beinahe überfahren wurde.

Was mich nun beschäftigt:

Sind Fälle bekannt, in denen völlig friedliche Rüden plötzlich (in unserem Fall mit ca. zwei Jahren) aggressiv gegenüber anderen Rüden wurden? Offensichtlich hat er diese Aggressionen ausschließlich gegenüber UNKRASTRIERTEN Hunden, jedenfalls haben wir dies seit seiner eigenen Kastration beobachtet.

Zu Hause ist er der absolut entspannte Hund, schmust gerne mit Jedermann/Jederfrau, hat wie gesagt bis vorm Winter nie Auseinandersetzungen gehabt und es gab für meine Freundin keine Gründe zur Sorge.

Die momentane Situation macht sie völlig fertig, sie weint sehr viel, ist völlig verzweifelt, liest ein Hundeerziehungsbuch nach dem anderen (leider mit sehr verschiedenen Aussagen und Hilfestellungen) und ist sichtlich mitgenommen. Jede Gassirunde ist für Sie eine Runde in's Ungewisse, DAS KANN UND DARF SO NICHT BLEIBEN.

Habt ihr Ideen, was nun angebracht ist? Ich denke mal Hundeschule, aber gibt es auch Schulen, die so etwas gezielt trainieren?

Wir kommen aus Berlin, noch ein paar Infos zum Hund: Sieht aus wie ein Schäferhund-labrador-Mix, nur etwas schlanker, war wie gesagt ein Straßenhund, wiegt ungefähr 27kg - hat süße Schlappohren und ist (abgesehen vom beschriebenen, neuen Problem) ein ganz entspannter Hund :D

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(bearbeitet)

Meine persönliche Meinung:

Ihr habt eurem Rüden jetzt selbst ein Bein gestellt.

Als "Kastrat" ist er weder als Männlein noch als Weiblein wirklich zu identifizieren (Hormone sind einfach nicht mehr vorhanden und der entsprechende Geruch fehlt) und wäre damit (bei den Damen und Herren die ich kenne) ein hervorragendes Mobbing-Opfer. :Oo

Klar kracht es zwischen Hunden ab und an, aber umso lauter und gefährlicher es klingt, desto harmloser ist es meist.

Wir schenken Hundebegegnungen keine weitere Beachtung. Wenn alle frei laufen gehe ich einfach weiter und meine Hunde folgen in der regel ohne großes Gezeter und an der Leine gibts keinen Kontakt. So gehen wir Konfrontationen hervorragend aus dem Weg. :)

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Hallo erstmal,

also, Aggressionen gehören nunmal zum Hund dazu. Den Hund so zu erziehen, dass er Auseinandersetzungen aus dem Weg geht, das ist die Aufgabe.

Ich würde Euch auf jeden Fall zu einem guten Hundetrainer raten, der das Verhalten des Hundes auch mal beurteilt - hat er wirklich die Absicht zu beschädigen? Woher kommt die Aggression - ist es Angst/Unsicherheit, will er eine bestimmte Ressource (Euch, Stöckchen, evt. eine Hündin) beschützen, will er den anderen Rüden einfach dominieren,...?

Ich persönlich bin ein absoluter Thomas Baumann-Fan - der ist allerdings grade von Großbeeren nach Nichel gezogen. Vielleicht magst Du da trotzdem mal gucken http://www.hundezentrum-baumann.de/

Ansonsten habe ich gutes gehört von Lars Thiemann, der Hundeschule Andoggen, und dem Hundezentrum Linum (wobei das auch wieder außerhalb ist, der Trainer von dort bietet aber auch Training bei der Hundeschule Fluffy in Großbeeren an). Man muss sich aber natürlich immer selbst ein Bild machen.

Ansonsten kann ich Euch nur raten ruhig zu bleiben und den Hund auf alle Fälle schonmal positiv an einen Maulkorb zu gewöhnen. Für die BVG braucht ihr den ja offizielle sowieso und ihr seid auf der sicheren Seite.

Ach ja, und wegen der Sache mit dem Hund, der auf die Straße gehüpft ist - klar ist das nicht schön, aber wenn ich als HH nicht in der Lage bin meinen Hund bei mir zu halten und mein Hund zu einem angeleinten Hund hinläuft, dann hab ich halt mal Pech gehabt. Der Hund kann nichts dafür, aber vielleicht ist es dem HH ja mal ´ne Lehre.

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Hi,

es braucht einige Zeit bis die Hormone im Körper abgebaut sind. Da euer Hund erst vor 14 Tagen kastriert worden ist, kann das noch nicht der Fall sein.

Hat der Tierarzt denn auch etwas untersucht oder lediglich nach Beschreibung zur Kastration geraten? Solche Dinge können auch schon mal auf Grund von Schmerzen oder einer Störung der Schilddrüsen passieren.

Die Sache mit dem fast überfahrenen Hund ist ein Ding von wegen selber schuld. Ich lasse meinen Hund nicht einfach zu angeleinten Hunden laufen. Kann zwar passieren, aber dann muss ich mit den Folgen leben.

Sollte die medizinische Sache alles nix bringen, rate ich auch zu einem Trainer.

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Ich könnte mir vorstellen, dass er sich jetzt eingelebt hat und vielleicht etwas verspätet in die Pubertät gekommen ist. Keine Ahnung welche Mangelerscheinungen ein Straßenhund hat und wie sich das auf die Entwicklung auswirkt.

Eine Dame bei uns hat auch einen kastrierten Rüden und behauptet steif und fest das dieser nur Probleme mit unkastrierten hat. Ich persönlich kann das nicht wirklich nachvollziehen. So wie es DieAnne beschrieben hat, eben das nun Männlein wie Weiblein Probleme mit dem Geschlecht eines kastrierten Rüden haben kann ich schon eher verstehen.

Ich würde auch zu einem kompetenten Trainer raten.

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Würde Euch auf jeden Fall eine gute Hundeschule empfehlen, Nahe Berlin ist Ariane Ullrich, dort seit Ihr gut aufgehoben:

http://www.mensch-hund-lernen.de/hundeschule2.html

Sie ist Biologin und kann Verhalten prima erklären und verändern.

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