Jump to content
Hundeforum Der Hund
Lakota

Longieren und das Flatterband beim Camping

Empfohlene Beiträge

Hallo Zusammen,

ich habe mich jetzt fürs Longieren ohne Tabuzone entschieden.

Bevor ich aber beginne muß ich noch eins bedenken:

ich hatte vor beim Campingunrlaub unsere Parzelle mit einem Flatterband zu markieren, so dass es Manchego leichter fällt die ja eigendlich unsichtbare Grenze kennenzulernen und zu akzeptieren.

Ich überlege, ob ich mir da nicht einen Widerspruch aufbaue? Beim Longieren soll er außen bleiben, und beim Camping innen.

Eigendlich dürfte das doch kein Problem sein, oder? Ich habe mich auch unter anderem aus diesem Grund gegen die Tabuzone entschieden. Er müßte doch dann das Band eher als Grenze erkennen, egal ob von innen oder außen?

Ich bin mir nicht mehr sicher, was denkt Ihr?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei Sammy ist der Kreis eine Tabuzone und der überschreitet kein Flatterband- egal ob von innen oder von aussen :)

Verstehe jetzt nur nicht so ganz, wieso Du Dich deswegen GEGEN Tabuzone entschieden hast, ehrlich gesagt :think:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Verstehe jetzt nur nicht so ganz, wieso Du Dich deswegen GEGEN Tabuzone entschieden hast, ehrlich gesagt

Hmmmm...?

Wir hatten anfangs große Schwierigkeiten an Manchego heranzukommen. Er ließ sich kaum anfassen. Dadurch sind schon ein paar Schwierigkeiten entstanden.

Mit mir klappt das jetzt schon einigermaßen.

Er kommt zum schmusen, nähert man sich, scheint er sich wieder unwohl zu fühlen, geht zurück. Erst mit Beschwichtigungsgesten meinerseits nähert er sich, ich komme an ihn ran.

Unterbreche ich die Streicheleinheiten, rückt er näher und näher.

Wir kommen mitlerweile gut klar. Mit meinem Mann ist das noch ein bischen schwieriger. Wird aber langsam.

Kann sein dass ich total falsch liege, aber deswegen habe ich ein ungutes Gefühl mit einer Tabuzone zu arbeiten. Ich habe keine Erfahrung damit, nur mein Gefühl.

Es ist also keine Einstellungssache in dem Sinne, dass ich die eine Methode befürworte und das andere ablehne.

Denkst Du ich lieg ich falsch?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nein, denn wenn Dein Gefühl Dir sagt, dass es falsch wäre, mit Tabuzone zu arbeiten, dann wird das auch so sein :)

Ich würde wohl genauso verfahren bei einem ängstlichem Hund.

Wobei das Tabuisieren des Kreises ja kein massives Anbrüllen/Wegstossen ist.

Das wird von Hund zu Hund anders dosiert.

Aber wie schon gesagt: Wenn Dein Kopf und Dein Bauch nicht dahinterstehen, wird das so eh nicht klappen, weil Du dabei nicht sicher bist. Und das würde Manchego nur verunsichern.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu Wort, der ohne Tabuzone longiert. Davon sind sicher auch einige hier im Forum :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es hängt viel von der Herangehensweise ab. Ich bringe meinen Schülern beim Longieren bei, dem Hund erst mal von außen den Kreis zu "erklären". Das heißt, man geht selbst drüber, der Hund darf nicht mit. Dabei gehe ich wortlos direkt wieder zurück, nehme ihn an der Leine mit, gehe das Band erneut an, und wiederhole den Vorgang so lange, bis der Hund von SICH aus vor dem Band einen winzigen Moment innehält, was ich dann sofort bestätige. So arbeiten sich meine Leute von allen Seiten erst einmal von außen an den Kreis, bevor sie selbst rein gehen und den Hund von innen korrigieren, sollte er die Grenze übertreten.

Eigentlich sagt man "Distanz schafft Nähe". Also wenn Du ihm beim Longieren für einen gewissen Zeitraum verbietest, in Deiner Nähe zu sein, halte ich das für das allgemeine Zusammensein nicht für schädlich. Du beschreibst ja selbst, dass er, sobald Du Deinerseits die Zärtlichkeiten einstellst, von sich aus die Nähe sucht.

Wenn man z.B. mit Spielzeug longiert, kann man den Hund ja auch durch ein gemeinsames Zerrspiel belohnen, das ist ja dann auch wieder körpernah.

LG Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das was Ihr hier schreibt ist gut verständlich und nachvollziehbar.

Vielleicht sollte ich nicht so ungeduldig sein.

Wir haben in der ersten Zeit viel gemeinsam erreicht.

(gut leinenführig auch an unterschiedlichen L.-Längen, Durchschlafen, Berührungen, Pfoten abputzen, ins Haus gehen (nicht gezogen werden), Autofahren,...)

Die letzte Pflegestelle hat schon schön mit Manchego gearbeitet. Sitzt u. Hier.

Leider ist das Hier auf unserem ersten Weg son bischen untergegangen.

Aber auch daran arbeiten wir jetzt. Ebenso wie am Platz u. Bleib u. so.

Vielleicht ist es einfach noch ein bischen zu früh und besser, wenn der Grundgehorsam einigermaßen funktioniert.

Dann hätte ich bis dahin Zeit mir auch nochmal die andere Seite mit T.-Zone näher anzuschauen. Bis dahin sind die Plätze bestimmt wieder "bespielbar".

Es hängt viel von der Herangehensweise ab. Ich bringe meinen Schülern beim Longieren bei, dem Hund erst mal von außen den Kreis zu "erklären". Das heißt, man geht selbst drüber, der Hund darf nicht mit. Dabei gehe ich wortlos direkt wieder zurück, nehme ihn an der Leine mit, gehe das Band erneut an, und wiederhole den Vorgang so lange, bis der Hund von SICH aus vor dem Band einen winzigen Moment innehält, was ich dann sofort bestätige.

Wenn ich son bischen zwischen den Zeilen lese, dann vermute ich, Ihr denkt ebenso: das Flatterband wird nur als Grenze erkannt und nicht mit innen und außen verknüpft.

Demnach würde es doch auch umgekehrt nicht schaden, oder? Wenn wir mit dem Longieren noch warten und er das Flatterband aus dem Urlaub umgekehrt schon kennt, oder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Was ist denn Manchego?

Du hast an jedem Ort die Möglichkeit, das Flatterband für den Hund mit einem "du sollst" oder "du sollst nicht" zu definieren. Für Deinen Hund ist es doch ein riesen Unterschied, ob Du auf einer Wiese einen Kreis steckst, oder ob Ihr in einem Campingwagen zeitweise gemeinsam wohnt.

Das Band hat eine Signalwirkung, aber welche, kannst Du je nach Ort ganz klar definieren, in dem Du Deinem Hund zeigst, was erwünscht ist, (positive Verstärkung) und was unerwünscht ist (Korrektur).

Das einfachste Beispiel, wie Hunde Orte verknüpfen ist der klassische "Platzidiot", damit meine ich Hunde, die auf Hundeplätzen GIGANTISCH Fuß laufen, sitz, platz, steh in Sekundenbruchteilen ausführen, bei hier zum Hundeführer FLIEGEN und mit dem Po Millimeter vor dem Hundeführer auf die Erde knallen, aber draußen nicht für 5 Cent hören, an der Leine zerren, pöbeln und und und...

Ich empfehle Dir, insgesamt viel lockerer an den "Problemhund" ran zu gehen, mit ihm so gut zu kommunizieren, dass er möglichst viele Feedbacks im alltäglichen Leben bekommt, was er gerade toll macht, und was Du gerade richtig blöd findest.

Ein guter Trainer (nicht Hundetrainer, sondern jeder von uns ist ja der Trainer für seinen eigenen Hund) zeichnet sich durch die Anzahl der Feedbacks aus, die er seinem Hund für sein Tun gibt, dadurch ist er quasi ständig darüber informiert, was Du von ihm möchtest.

Sitz, Platz, diese ganzen Dinge sind für die Teambildung sekundär. Die Kommunikation, sein Selbstbewusstsein, Deine Souveränität in den Dingen, die Du mit ihm machst, ist viel wichtiger.

LG Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)
Was ist denn Manchego?

Manchego? Ist einfach nur der Name meines Hundes ;)

Früher hieß er wohl mal Roky, aber die letzte Pflegestelle meinte wohl es wäre mal Zeit für was Neues. :D

Er ist ein 2-2 1/2 Jahre alter Terveuren-Mix aus Spanien.

Ich empfehle Dir, insgesamt viel lockerer an den "Problemhund" ran zu gehen

Da hast Du wahrscheinlich recht. Ich bin irgendwie auf den Trip gekommen alles ganz besonders gut machen zu wollen, relativ zügig zu einem "alltagstauglichen Team" zu kommen.

(Wobei ich in keiner Weise das Gefühl habe ihn zu überfordern)

Du hast ja "Problemhund" schon in Gänsefüßchen gesetzt, aber ich muß trozdem noch mal sagen: son richtiger Vertreter dieser Art ist Manchego ja nicht.

Die ganzen äußerst unangenehmen Eigenarten die er hatte konnten zwar mit viel Geduld, aber ohne große Schwierigkeiten behoben werden.

Er ist ein richtiges Goldstücken. (Manchmal mehr Gold, manchmal eher nur ein "Stückchen :Oo )

Ein großer Schisser ist er auch nicht, nur bei Menschen, bzw. besonders Männern gegenüber.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hihi, für mich las sich Manchego aus dem Kontext wie eine besondere Trainingsmethode. Bitte verzeih mir...

Ich meinte auch nicht, dass Du ihn überforderst, sondern Dich mit dem Druck, den Du Dir machst. Das kommt dann beim Hund nicht authentisch an, und Du wirst länger brauchen, als wenn Du locker ran gehst.

Es sprang mich einfach aus Deinen Zeilen ein Wenig Verkrampftheit an. Die braucht Dein Hund nicht, und Du auch nicht.

Zeit ist ein ganz wichiger Faktor in der Teambildung... das darf man echt nicht unterschätzen. Kleinigkeiten im Alltagsgeschehen werden vom Hund viel mehr bewertet, als gezielte Übungen. Das unterschätzt man immer wieder.

LG Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Hihi, für mich las sich Manchego aus dem Kontext wie eine besondere Trainingsmethode. Bitte verzeih mir...

Wieso verzeihen? Ist doch drollig :klatsch::klatsch:

Hät ich wahrscheinlich auch so gelesen.

Ich meinte auch nicht, dass Du ihn überforderst, sondern Dich mit dem Druck, den Du Dir machst. Das kommt dann beim Hund nicht authentisch an, und Du wirst länger brauchen, als wenn Du locker ran gehst.Es sprang mich einfach aus Deinen Zeilen ein Wenig Verkrampftheit an. Die braucht Dein Hund nicht, und Du auch nicht.Zeit ist ein ganz wichiger Faktor in der Teambildung... das darf man echt nicht unterschätzen. Kleinigkeiten im Alltagsgeschehen werden vom Hund viel mehr bewertet, als gezielte Übungen. Das unterschätzt man immer wieder.LG Anja

Darüber mußte ich erstmal kurz nachdenken. Das war glaube ich mal ganz gut. :winken:

Ich denke aber im Alltag und der Arbeit bin ich relativ locker. Bin ich es nicht, breche ich ab oder fange gar nicht erst an. Es macht beiden dann keinen Spaß und keinen Sinn.

Aber ich bin schon ein wenig verkrampft wenn es um theoretische Gedanken geht.

Bei Fragen wie z.B.: welche Methode passt am besten zu Manchego und mir um gewisse Ziele zu erreichen.

Jupp, da krampf ich wohl. :???

Ich versuche uns Umwege zu ersparen, möchte theoretisch so wenig Fehler wie möglich einbauen - die Praxis hat ja schon genug Fehlerpotential :D (was für mich dann auch völlig ok ist!)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.