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your dog ...  Der Hund
Juline

Mammatumore und Kastration

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Hallo ihr Lieben,

kürzlich bin ich in einem Artikel zu Halbkastration über eine Aussage eines Tierarztes gestolpert, die mich ehrlich verblüfft hat:

Fast gleichzeitig (Anm. von mir: vor ca. 25 Jahren) erschien eine wissenschaftliche Arbeit mehrerer Tierärzte in den USA. Sie wollten in einer Langzeitstudie herausgefunden haben, dass Milchdrüsenkrebs bei Hündinnen signifikant weniger auftritt, wenn sie noch vor der ersten Hitze kastriert würden.

Deutsche Tierärzte nahmen diese These dankbar auf und forderten ihre Kunden massenhaft auf – schon wegen des vorgeblichen Krebsrisikos – ihre Hündin möglichst früh kastrieren zu lassen.

Ich habe diesen Unsinn, der da aus Amerika herübertönte, nie geglaubt.

Jeder wissenschaftlich tätige Mensch mit ungestört kritischem Denken konnte diese These nur als „Schmarrn“ abtun, als gefährliche Fehlinterpretation der Ursachen des Milchdrüsenkrebses. Denn als Ursache für Krebs gilt auch heute noch eine Störung des Immunsystems, eine von toxisch wirkenden Stoffen hervorgerufene Abwehrschwächung des Organismus.

Quelle: http://www.hamburger-fortbildungstage.de/2007/Zur_Kastration_der_Huendin_Teil_II.html

Hier noch Seite 2: http://www.hamburger-fortbildungstage.de/2007/Kastration.html

"Sie wollten herausgefunden haben" -das klingt so, als basiere dieser medizinische Aspekt auf einer willkürlichen Interpretation einer Versuchsreihe.

Tatsache ist aber doch, dass dies allgemein anerkannt und verbreitet ist...stimmt das am Ende gar nicht?

Und, wenn man den weiteren Ausführungen glaubt, Fertigfutter als Ursache für Mammatumore?

Weiß da jemand näheres drüber oder hat sogar den Link zu dieser USA-Langzeitstudie?

Ich bin ehrlich baff.

Habe viel über Kastration gelesen, aber das ist mir jetzt völlig neu.

Liebe Grüße

Antonia

:zunge:

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Hallo Antonia,

wir haben dieses Thema unlängst mehrfach diskutiert und man kann darüber sehr geteilter Meinung sein.

Fakt ist, dass auf den letzten TA-Kongressen neue Studien zu dem Thema veröffentlicht wurden, die genau dieses Thema beleuchten und die Ergebnisse sind sehr eindeutig.

Um das mal sehr salop zu formulieren, die sogenannten früheren "Studien" haben den Tierärzten dieser Welt reichlich die Taschen gefüllt und sind insofern immer gut genährt worden!

Neueste Ergebnisse besagen, dass es NICHT NACHWEISBAR IST, ob ein Zusammenhang besteht oder nicht.

Will sagen, es gibt KEINE BEWEISE, dass eine Frühkastration das Brustkrebsrisiko mindert!

Was jedoch gesagt werden muss, wenn einer Hündin Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden, kann zumindest dort kein Krebs mehr entstehen! ;)

Als Beispiel kann angeführt werden, dass es in der Natur bei den Caniden regelmäßig zu Scheinschwangerschaften kommt, wenn die Alphahündin geworfen hat, da die Tanten u.a. als Ammen fungieren. Auch hier lässt sich kein prozentual höheres Krebsrisiko nachweisen, als bei kastrierten (bei z.B. Wölfen in Naturparks und Wildgehegen durchaus üblich) in Gefangenschaft lebenden Tieren.

Insofern sollten sich die TÄ auf ihren Eid besinnen und nur noch aus akuten medizinisch indizierten Gründen kastrieren (bzw. im Einzelfall auch aus sozialen!)! Oder im Umkehrschluss - die nächste Fortbildung zu dem Thema besuchen ;) um ihren Kunden keinen Quatsch mehr zu erzählen!

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Hallo,

ja die These ist unter den Tierärzten weit verbreitet. Ob sie Aussagekräftig ist, kann ich nicht nachvollziehen. Weiß ich nicht!

Tatsache ist, dass die Hormone eine wichtige Rolle im Leben eines Lebewesens spielen und ihre Daseinsberechtigung haben. Und dies, nicht nur im Sinne der Fortpflanzung.

Werden Junghunde (in Amerika auch schon Welpen) vor Eintritt der Geschlechtsreife, also bevor sie Hormone entwickeln, kastriert, dann bleiben die in ihrer Entwicklung regelrecht stehen und wirken wie Welpen. Sie verhalten sich auch so; richtig erwachsen werden die nie. Solchen Welpen fehlt die körperliche Entwicklung was den Habitus vom Rüden/Hündin ausmacht.

Gruß Christa

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Na, da will ich doch auch nochmal.

Auch ohne wissenschaftliche Studien und ohne das Wissen was nur Krebs verursacht ist doch wohl klar, dass z.B. Männer recht selten an Brustkrebs erkranken.

Hier setzt die juvenile Kastration an (von der ich im übrigen immer abrate!), man lässt die Hündin garnicht Hündin werden und nähert sich der statistischen Brustkrebsrate von Männern.

LG

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Hallo Antonia,

wir haben dieses Thema unlängst mehrfach diskutiert und man kann darüber sehr geteilter Meinung sein.

Fakt ist, dass auf den letzten TA-Kongressen neue Studien zu dem Thema veröffentlicht wurden, die genau dieses Thema beleuchten und die Ergebnisse sind sehr eindeutig.

Um das mal sehr salop zu formulieren, die sogenannten früheren "Studien" haben den Tierärzten dieser Welt reichlich die Taschen gefüllt und sind insofern immer gut genährt worden!

Neueste Ergebnisse besagen, dass es NICHT NACHWEISBAR IST, ob ein Zusammenhang besteht oder nicht.

Will sagen, es gibt KEINE BEWEISE, dass eine Frühkastration das Brustkrebsrisiko mindert

Ah danke,

klar die Knete mal wieder *würg*

Dann werde ich mal im Forum stöbern gehen.

Mich haben eigentlich bei meinen Recherchen vor allem die Risiken, Nachteile und gesundheitlichen Folgen interessiert, nicht die "Vorteile" - damals, als mir meine TÄ zur Kastration riet, weil meine 8-jährige Hündin einen Mammatumor hatte.

Ich käme nicht auf die Idee, eine gesunde Hündin kastrieren zu lassen, ohne medizinische Indikation.

Bei einem Rüden, der arg leidet, wenn Damen heiß sind -weiß ich nicht, hatte noch keinen Rüden.

Ich muss aber sagen, dass meine Hündin damals nach der Kastration mit ihren 8 Jahren richtig lustig wurde, sie spielte wieder und war deutlich besser gelaunt, und der Effekt hielt Jahre an. Sie war bis zuletzt fit und fröhlich (wurde 15)...

Danke für die Antworten,

liebe Grüße

Antonia

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