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polar-chat.de  Der Hund
Resie

Briard (Eigenschaften)

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Hallo,

ist der Briard GUT VERTRÄGLICH mit anderen Hunden/Tieren/Kindern oder eher nicht??

Ich frage, weil ich unterschiedliche Beschreibungen gelesen habe:

a.) kommt mit anderen Hunden nicht gut zurecht

b.) bei guter Sozialisierung und verständnisvoller Erziehung gut verträglich mit anderen Tieren u. Kindern. Reserviert gegenüber fremden Menschen.

Was stimmt denn nun?

Danke für re.

Resie

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(bearbeitet)

Hallo Resie,

ich habe "nur" einen Briard-Mischling, einen Wäller (Briard x Aussie), 1,5 Jahre alt, von dem ich dir berichten kann.

Wir bekamen sie mit 8 Wochen aus einer super Aufzucht und ich hab mir viel Mühe mit der Sozialisation gegeben, Welpenspielstunden, Rüpelstunden (und ja, sie ist ein Rüpel, immer noch!), viel Kontakt zu verschiedensten Hunden und Menschen.

Mit anderen, auch fremden Hunden kommt sie prima klar, unterwirft sich aber nie. Bestenfalls beschwichtigt sie und zieht ihres Weges. Wenn ihr jemand arg schräg kommt, macht sie mit beim Zoffen, ist aber bisher nur 3-4 x passiert. Sie ist sehr spielfreudig, raufen, jagen, egal was. Mit etwa gleich starken Hunden spielt sie sehr wild und grob, mit kleineren Hunden aber doch ziemlich vorsichtig.

Reserviert gegenüber fremden Menschen: das stimmt bei Jule 100%ig, ich würde sogar sagen misstrauisch, bei manchen ablehnend.

Sie lässt sich nicht oder ungern anfassen, weicht dann zurück und knurrt auch mal.

Auch zuhause ist sie kein Schmuser, leider....*seufz*

Von der Grundstimmung her sind ihr Fremde (auch Kinder) völlig gleichgültig, aber wehe jemand fremdes schaut oder spricht sie an -dann wird gejodelt was das Zeug hält, knurrt auch.

Bei Kindern ist sie nachsichtiger, die "dürfen" schon etwas mehr. Ich würde aber nicht behaupten, dass sie Kinder besonders mag. Sie hält sich lieber fern, obwohl sie viel mit Kindern Kontakt hat (auch in der Prägungszeit).

Ihre Mutter ist übrigens noch extremer drauf: Fremde sind Luft oder (in der Nähe des Hauses) Eindringlinge, die wütend verbellt werden.

Sie hat aber auch ganz tolle Eigenschaften: temperamentvoll aber nicht nervös, sehr lernfreudig, aufmerksam, irgendwie eigensinnig, und Energie wie ne Rakete.

Hier noch 2 Fotos von dat Juliiinsche:

aaht-5r.jpg

aaht-5s.jpg

Warum fragst du Resie?

Willst du dir einen Briard zulegen?

Gute Nacht

Antonia

P.S. bin auch sehr gespannt auf weitere Antworten!

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Hi :winken: ,

da kann ich doch gleich mit einhaken ;) .

Diego, Briard Aussi Mix = Wäller 3,5 Jahre

Vieles, was Antonia geschrieben hat, kann ich nur bestätigen, allerdings gibt es ein paar Unterschiede.

Kinder sind z.B. sein ein und alles, da hat er eine Geduld, die ist unbeschreiblich (haben wir aber von Anfang an auch so gesteuert).

Verträglich mit anderen Hunden ja, aber blöd anmachen läßt er sich auch nicht, geht aber auch nicht gleich in den "Kampf", wartet ab, ob der andere (meist Rüde) sich noch beruhigt wenn nicht, kann es Zoff geben :Oo .

Beim Spielen verhält sich Diego genau wie Juline.

Fremde Menschen, ja ist so ne Sache. Kinder wie gesagt null Problem. Erwachsenen gegenüber kann er auch sehr mißtrauisch sein. Nicht bei allen. Ich glaube. die Hunde spüren es, wenn einer nicht so gut mit Hunden kann. Obwohl es auch schon vorkam, dass er einen Hundebesitzer nicht an sich rangelassen hat. Knurren ist da eher selten, er macht lieber nen seeehr großen Bogen.

Dabei macht es keinen Unterschied ob Männlein oder Weiblein.

Geben aber die betreffenen Personen ihm die Zeit (während wir uns unterhalten z.B.), nähert Diego sich meist vorsichtig von alleine und passiert dann kein Fehler (zu frühe Freude) hat er auch nen neuen Menschenkumpel für sich entdeckt.

Grundsätzlich sind Menschen aber interessant für ihn.

Und er ist ein Kampfschmuser! Riesen Kuschelmonster.

Befreundete Briards verhalten sich Menschen gegenüber ähnlich, kommen mit Kindern gut bis super klar und je nach Temperament und (ich nenn es mal) Eigeneinstellung auch mit anderen Hunden. Da spielt natürlich auch die Sozialisierung eine große Rolle.

Sensibel sind sie und ne Herausforderung, habe ich gelesen.

Habe aber auch gelesen, dass wenn man einem Briard das gibt, was er braucht man ein Herz mit viel Fell darum bekommt :) . Letzteres kann ich von den mir bekannten Briards nur bestätigen.

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Kira22 kann dir sicherlich auch noch einiges über den Briard erzählen.

Sie führt eine 3 jährige Briard Hündin, wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche :)

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Warum fragst du Resie? Willst du dir einen Briard zulegen?

Hallo Antonia,

DANKE SEHR für deine ausführliche Beschreibung/ Erfahrungen. Nein, ich möchte mir keinen Briard zulegen; mir reicht unser einer Golden Retriever ;-) ... Meine Cousine würde sich gerne wieder einen Hund - nach Berner Senn - anschaffen. Einen BS hätte sie schon gerne wieder, was aber aus gesundheitlichen Gründen leider ausscheidet. Sie dachte an was "Kleines" - weniger gewichtiges, z. B. Norfolk Terrier, Sheltie o.ä., aber ihr Mann tendiert zu größerer Rasse (Golden Retriever oder Briard).

Resie

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upps, -briards sind was für Spezialisten+ die Suche nach einem guten Züchter dauert lange....ich würde bei nem goldie oder Terrier bleiben, denn man steckt viel zeit in die sozialisation eines Briards. ich habe einen cao da serra de aires, die sind vom Wesen den Briards sehr ähnlich....

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Also die Briards, die ich kenne, sind - ähem - sagen wir mal "anstrengend" und relativ schwer zu händeln... also sicher nix für unerfahrene Hundehalter oder solche Weicheier wie mich...

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Hallo,

@Juline,

@Wäller-Diego

Sind WÄLLER einfacher/ leichter als Briards (oder Aussies) zu erziehen? Ich schätze, man muss genauso konsequent sein wie bei anderen Hundies (z.B. mein Golden)?!?

@dieimwaldlebt

>Briards sind "anstrengend" relativ schwer zu händeln...

Hm. Meine Cousine hatte schon einen Berner Senn erzogen. Denkst du, sie könnte keinen Briard erziehen? ??

@Kanela

>Briards sind was für Spezialisten+ die Suche nach einem guten Züchter

.. was meinst du mit "Spezialisten"? und WAS macht einen guten Züchter aus?

Resie

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Meine Cousine würde sich gerne wieder einen Hund - nach Berner Senn - anschaffen. Einen BS hätte sie schon gerne wieder, was aber aus gesundheitlichen Gründen leider ausscheidet. Sie dachte an was "Kleines" - weniger gewichtiges, z. B. Norfolk Terrier, Sheltie o.ä., aber ihr Mann tendiert zu größerer Rasse (Golden Retriever oder Briard).

Resie
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=50305&goto=985419

Also ich versteh das so das sie wegen Ihrer Gesundheit keinen großen Hund mehr möchte. In dem Fall halte ich den Briard für völlig daneben.

Unser Nachbar hatte einen. Erstens war der Hund riesig und zweitens sehr eigenwillig. Soweit ich das mitbekommen habe hat der Hund auch ständig getestet ob das jetzt auch so gemeint ist. Bei Personen die das nicht konsequent erwiederten machte er halt was er wollte. Auch wenn sie schon Hundeerfahrung haben, würde ich keinen nehmen.

Fremde ließ er ins Haus, aber nicht wieder raus. Als er am neuen Wohnort in Spanien mal von Verwandten betreut werden musste hat er diese gebissen. Einfach ist anders.

Ich hatte jetzt zwei große Hunde, aber trotzdem würde ich mir niemals einen Briard halten. ;)

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Hm, ich kann leider auch nur von meiner letzten *snüff*Gotthabsieseelig* Briard-PON-Hündin berichten. Ihr Vater war der Briard - absolut treudoofes Kerlchen! Allerding tatsächlich sehr zurückhaltend bei Fremden, doch nach einer Aufwärmphase total schmusig und Menschenbezogen.

Meine damalige Hündin war Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen. Keinerlei Berührungsängste! Artgenossen wurden die ersten Jahre kompromißlos angetobt, es sei denn sie wurde "blöd von der Seite angemacht". Dann konnt sie auch zur richtigen Zicke werden! Allerdings alles eher harmlos. Später wurde sie dann etwas reservierter Hunden gegenüber, was allerdings auch daran lag, dass die Kinder meines Bruders meist dabei waren, die ja beschützt werden mußten! ;)

Sie war seeeehr gelehrig und ein kleiner Zirkushund. Die Kinder waren Ihr Leben! Leider hat de Krebs gesiegt :heul:

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