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Hundeforum Der Hund
Gast

Die *bes. Hundeschule*

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Und ich erst, habt ihr in der Galerie das Bild gesehen auf dem die 3 Häschen vor der Hündin rumhüpfen? Klasse oder? :)

Elke ;)

Ist schon unglaublich was man mit doppelseitigem Klebeband so alles erreichen kann :klatsch::klatsch::klatsch:

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Doppelseitiges Klebeband???????

Mach mal einer die Leitung frei, ich kapier grad gar nix.

LG Anja

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Doppelseitiges Klebeband???????

Mach mal einer die Leitung frei, ich kapier grad gar nix.

LG Anja

War ein Spass!

LG Adrian

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Ich fall auch wieder auf alles rein... Menno!

;) Anja

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Hallo zusammen,

dann möchte ich dem Warten mal ein Ende bereiten .... ;)

Kurz zu meiner Person. Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Hundeerziehung. Ursprünglich komme ich von der Schäferhundplatz-Erziehung, wobei ich mich schon damals gefragt habe, warum man Hunde so anschreien muss, obwohl sie doch sehr gut hören. Anschließend bin ich über die "Leckerchenfraktion" gegangen und habe auch meine derzeitige Hündin so nach bestem Wissen und Gewissen ausgebildet und absolvierte die BH mit ihr mit Bravour (Note 1,2).

Im Alltag (nicht Hundeplatzgelände), besonders im Feld, war sie wie ausgewechselt. Da sie alles jagte, was sich von ihr wegbewegte, wurden Spaziergänge zum nervenaufreibenden Suchspiel - immer in der Hoffnung, den Hasen vor ihr zu sehen, um früh genug eingreifen zu können.

Bekannte und sogenannte Hundeexperten gaben Ratschläge; von Stromhalsbändern bis hin zur 30 Meter Leine mit Stachelwürger war alles dabei. Bei letzterem sollte man sich auf das Ende der Leine stellen und den Hund in die Stacheln laufen lassen, um das Jagen abzugewöhnen. Da dies für mich keine Alternativen waren, drohte Gina für den Rest des Lebens die 8 Meter lange Flexileine.

In der Zeitung las ich eine Anzeige von Ulv Philipper: "In 5 Stunden zum perfekten Begleiter".

Wie sollte so etwas funktionieren, wo ich doch in einem Jahr nichts erreicht hatte? Bei einem ersten Telefonat sagte er: "Sie werden bei mir viel Neues kennen lernen ... nein, Sie werden bei mir nur Neues kennen lernen ..." Dieser Satz machte mich neugierig, aber auch skeptisch. Was wollte mir dieser Mann nur erzählen? Schließlich beschäftigte ich mich schon seit 10 Jahren mit der Hundeerziehung

und ich dachte, ich sei ein Hundekenner. Diese Annahme verwarf ich jedoch schon während der ersten Minuten. Herr Philipper versteht es, viele Fehler der klassischen Hunderziehung logisch und nachvollziehbar zu erklären - warum viele Dinge so nicht funktionieren können.

Seine Ausbildung hat nichts mit der klassischen Form, wie ich sie bisher kannte, zu tun. Ich gebe jedem Recht, dass sich das 5 Stunden Konzept nach Hokus-Pokus anhört. Allerdings wären die bei uns erzielten Ergebnisse mit der klassischen Form der Hundeerziehung auch nicht einmal Ansatzweise zu erreichen gewesen. Ich durfte erstaunt ca. 10 Wochen alte Welpen bewundern, die von ihren Besitzern bereits in der 2. Stunde abgesetzt wurden, sich der Besitzer 40 Meter entfernte und wieder zum Hund zurückging. Soetwas hatte ich bisher nur nach monatelangem Training gesehen.

Ulv Philipper bildet nicht für den Hundeplatz, sondern für den Alltag aus. Es geht ihm nicht um irgendwelche einstudierten Prüfungsabläufe, sondern um die weit aus schwierigeren Belastungen des Alltags.

Er hinterfragt jede Übung logisch und sieht, z.B. bei der Welpenschulung, grundsätzlich in Zukunft. Er trainiert nicht für das jetzt, sondern achtet darauf, was gewisse Verhaltensweisen des Halters später für Auswirkungen haben und legt diese bereits in der Welpenausbildung dar.

Speziell bei Gina wurde nicht versucht den eigentlichen Jagdtrieb durch irgendwelche Zwangsmaßnahmen zu unterbinden, sondern ein Begriff geschult, der "stabiler" ist als der Reiz des Jagens, so dass ich nach bereits 5 Wochen in der Lage war, Gina während der Jagd sofort zu unterbrechen.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich hier nicht eine "Schritt für Schritt" Anleitung veröffentlichen werde, wie so ein Unterbrecher geschult wird. Schließlich ist es nicht mein Konzept ...

Ich gehe aber davon aus, sagen zu dürfen, dass Ulv Philipper beim Anlegen neuer Begriffe nicht mit Kontrolle arbeitet. Ein Hund möchte generell erstmal keine Regeln, die wir für ihn aufstellen. Warum soll er irgendwo auf der Wiese sitzen und nicht mit den anderen spielen? Wenn ich dann noch z.B. versuche, ihn über Kontrolle im "Sitz" zu halten (Sitz, bleib, bleib, bleib, .....), wird er immer die Lücke suchen, bei der ich nicht kontrollfähig bin und ausbrechen. Gerade bei den Ablenkungen im Alltag zeigen wir ihm unsere Lücken und Schwächen. Die Kunst ist es, eine neue Übung so vorzubereiten, dass der Hund selbständig die von mir bevorzugte Lösung erarbeitet. Er darf während der ganzen Trainingsphase sein Repertoire ausprobieren und findet zum Schluss die von uns gewünschte Lösung. Da er diese dann als seine ansieht, steht er grundsätzlich nicht im Widerspruch zu uns. Ein so geschulter Begriff bedarf keiner Kontrolle mehr, da sich der Hund entschieden hat und die Lösung als seine und richtige ansieht.

Zudem wird vermittelt, wie man es durch kleine Tricks vermeiden kann, seinem Hund zu zeigen, dass er uns in den Themen Reaktion und Geschwindigkeit deutlich überlegen ist. Ebenso sollte er niemals lernen, dass unsere Reichweite ebenfalls begrenzt ist und er durch dieses erlernte Wissen regelmäßig in die Distanz geht, um etwas durchzusetzen.

Generell konnte ich erkennen, dass diese Form der Hundeerziehung einen zeitlich begrenzten Prozess bedeutet. Übungen müssen nicht jahrelang wiederholt werden. Hierzu erzählte Ulv Philipper einen interessanten Denkanstoß: "Wenn ein Hund an einer Tür hochspringt, diese durch Zufall öffnet, dadurch Erfolg hat und diesen Vorgang in den nächsten Tagen wiederholt und lernt, wie genau das Türöffnen funktioniert, muss man es ihm dann noch 100 mal zeigen oder reichen seine 5 Versuche, um den Vorgang von nun an regelmäßig zu wiederholen?"

Die besondere Hundeschule arbeitet mit Erfolg bzw. lässt den Hund nicht zum Erfolg kommen, wobei das Loben ganz klar im Vordergrund steht. Der Hund darf bzw. soll "Fehler" machen, Lösungen selbständig erarbeiten, schließt aber jede Übung grundsätzlich positiv mit der gewünschten Handlung ab. Herr Philipper arbeitet außerdem sehr viel mit Gewohnheiten. Gina hat zum Beispiel gelernt, nicht nur im Feld auf mich zu achten, sondern sobald ich stehenbleibe, zurückzukommen und sich neben mich zu setzen, ohne dass ich sie dafür anspreche ... Wir haben diesen Vorgang mit Hilfestellungen zu ihrer Gewohnheit gemacht und nicht mit Druck oder Kontrolle darauf bestanden. Dadurch führt sie es täglich immer wieder freudig aus.

Wenn man bereit ist, bisher praktiziertes kritisch zu hinterfragen, und bei der Hundeerziehung komplett umzudenken oder auch einfach nur mal neugierig geworden ist, kann ich nur ein persönliches Einführungsgespäch empfehlen ...

- Arbeitet nicht mit Kontrolle, denn dass können wir Menschen nicht .

- Vergesst auf jeden Fall Druck und Drill .

- Vergesst Bestrafung, wenn er aus konventioneller Sicht etwas "falsch" gemacht hat,

sondern lasst ihn nicht zum Erfolg kommen, zeigt ihm wie es richtig geht und schließt jede Übung immer positiv ab .

... dann klappt alles andere von selbst ... :)

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Vielen Dank für diesen interessanten und ausführlichen Bericht. Es klingt sehr logisch und klar. Wäre dort gerne mal Zaungast, um mir die Arbeitsweise von der Nähe anzusehen. Der Zeitfaktor irritiert mich nach wie vor sehr. Auch frage ich mich, ob diese "Methode" für jeden Hund und Menschen anwendbar sein kann.

LG Anja

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Auch frage ich mich, ob diese "Methode" für jeden Hund und Menschen anwendbar sein kann.

LG Anja

Hallo Anja,

generell handelt es sich um Erziehung und nicht um Unterordnung. Wenn ich z.B. versuche einen Rhodesian Ridgeback auf dem Hundeplatz mit "harter" Unterordnung zu erziehen, zu Hause allerdings diesen Stil nicht fortsetze bzw. nicht durchhalte (es handelt sich ja um einen Familienhund), wird er sehr schnell die Unterschiede erkennen und situationsbezogen lernen und reagieren.

Erziehen lässt sich aber jeder Hund ...

Gruß

Holger

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kann ich mir in der Praxis nur schwer vorstellen. Aber neugierig wäre ich sicher. Man lernt ja nie aus.

Da ich keinen Problemhund habe und auch noch nie hatte, werde ich mir Stunden bei ihm verkneifen müssen - es sei denn als Zaungast. :prost:

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Hallo Holger,

habe das absolut verstanden, denn auch wir bemühen uns in unserer Hundeschule sehr darum, nicht auszubilden, sondern Hilfe zum Erziehen zu geben. Wir arbeiten zwar viel auf dem Platz, das hat aber mehr organisatorische Gründe. Die Hunde sollen keine Platzidioten werden, mit denen man nicht in die Öffentlichkeit gehen kann, das ist vollkommen klar.

Den Begriff Unterordnung hab ich eh noch nie gemocht, trotzdem bezeichnet er meist noch heute alles, was irgendwie mit Hundearbeit und nicht nur mit Spiel und Spaß zu tun hat.

Dass sich jeder Hund Erziehen lässt, würde ich so auch voll unterschreiben, nur bin ich eben der Ansicht, dass jedes Team Mensch-Hund individuell gesehen werden muss. Und das würde mich eben sehr interessieren, ob Eure "Methode" differenzierbar ist, oder nicht.

LG Anja

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Hallo Anja,

ich werde unseren Thread an Ulv Philipper weiterleiten. Ich gehe davon aus, dass er meine Ausführungen noch ergänzen wird.

Gruß

Holger

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