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Hundeforum Der Hund
gast

Tierschutz - alles nur Lug und Trug?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo,

muss mir etwas von der Seele schreiben

gestern abend saß ich zwei Stunden gebannt vor dem PC und habe gegoogelt was geht. Ich war 2 Jahre in der Verwaltung von Pro Animale beschäftigt, Vollzeit und festangestellt - Hundebestände, Projekte usw. Gestern habe ich erfahren, dass dieser Verein nicht mehr existiert. Plattgemacht.

Ich habe versucht zu rekonstruieren, was war, was ich im Zuge meiner Arbeit erfahren habe und ich frage mich - auch jetzt nach einer Nacht drüber schlafen - ob ich mich in Menschen derart täuschen kann. Was ist Dichtung, was Wahrheit?

Manches kann ich bestätigen, vieles nicht, aber die entscheidenden Punkte kann ich nicht beurteilen.

Hat die Vorsitzende sich mit Vereinsspenden ihren Antiquitäten-Spleen finanziert? Das weiß wohl nur sie und ihre erste Hand Z.F.

Wurden die Herbergen nach meinem Fortgang mit Hunden vollgestopft wie die Presse schreibt, weil sich die Einfuhrbestimmungen gelockert haben?

Waren die oft nicht stimmigen Impfpässe (die ich bestätigen kann) ein Versehen oder hatte das System? Wobei die Hunde, die ich erfasste, fotographierte, katalogisierte gesund waren.

Manches was die Presse schreibt wiederum gibt keinen Sinn. Auf den Greyhound-Sales soll viel Geld geflossen sein. Gleichzeitig der Vorwurf, der Verein hätte sich an den Greyhound bereichert. Wie geht das, wenn ich einen Hund teurer kaufe als verkaufe, dass man sich daran bereichert?

Pro Animale war der erste Verein, der das Drama der Greyhounds aufgegriffen hat und eine Lawine ins Rollen gebracht hat. Daraufhin wurden die Zuchtprämien der EU gestrichen. Es war der erste Verein, der Greyhounds als Familienhunde ins Bewusstsein gebracht hat.

Auch der Vorwurf aus der Presse, den ich lesen musste, nur Welpen würden geholt, weil die sich gut verhökern lassen ist einfach Schmarrn. Ein kleiner Bruchteil waren Welpen. Viele waren ältere und kranke Hunde, die oft jahrelang liebevoll gepflegt wurden ohne vermittelt zu werden - und diesen Alterchen ging es wirklich gut.

Ein Großteil im Bestand waren vermittlungsfähige aber erwachsene Tiere.

Ich bin einfach platt mit dem was ich da gelesen habe. Manche der Vorwürfe stimmen, viele aber geben gar keinen Sinn, manches kann ich nicht beurteilen und einiges ist schlichtweg falsch.

Ich bin mit dem Verein nicht in gutem auseinandergegangen, weil die Vorsitzende ein furchtbarer Mensch ist. Vielleicht hatte das ganze aber System - der ständige komplette Austausch des Personals aus fadenscheinigen Gründen. Keiner sollte zuviel wissen? Arbeiten, die ich erledigt hatte und die auf einmal doch ganz anders waren?

Was kann man den Vereinen glauben? Was kann man der Presse glauben?

Sprich, ich bin seit gestern abend voll drin im Schlamassel und weiß nicht, was ich darüber denken soll.

Ich bin kurz davor, dem gesamten Tierschutz den Rücken zu kehren, weil ich mir noch vera... vorkomme. Erst der Skandal um Retriever in Not, dann der Verein Schlachtfohlenrettung, jetzt das. Alles binnen weniger Tage.

Auch wenn ich kleinere Hilfen anbiete, z.B. Fahrketten, weiß ich, ob ich nicht bloß ein kleines, dummes Rädchen bin, dass seine Zeit opfert, damit die Vereinsvorstände sich die Taschen stopfen und sich mokieren über die dummen, kleinen Rädchen, die das möglich machen?

Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich k... könnte.

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Ich kann Deinen Frust nachvollziehen....tut mir leid für Dich....

Es wird wohl unmöglich sein, herauszufinden, was tatsächlich passiert ist und der Wahrheit entspricht.

Du kannst sicherlich nur selbst mit einem guten Gewissen herausgehen un den Rest hinter Dir lassen....

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Huhu Paige,

ich kann dich gut verstehen, dass du deine Zweifel hast, gerade weil du durch deine Tätigkeit noch ganz andere Einblicke hattest, wie wir "Normalsterblichen".

Ob und wie die Orgas welches Geld wohin verwenden, das wird sich dir und mir sehr wahrscheinlich nur in den wenigsten Fällen eröffnen.

Ich finde es immer wichtig, wenn irgendetwas eine Lobby hat und das gerade der Tierschutz immer wieder in Negativ-Schlagzeilen gerät, ist absoluter Mist.

Es wird so immer schwieriger, überhaupt eine Hilfe anzubieten von der man weiß, dass sie sinnvoll ankommt.

Leider ist es aber so, dass da wo Geld in irgendeiner Form fließt, es immer wieder Korruption geben wird.

Das weißt du aber auch alles selber; sorry, ich kann dir da auch keinen Rat geben.

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:knuddel

Kann gut verstehen, dass Du aufgebracht und enttäuscht bist.

Ich will auch das Thema gar nicht so aufrollen, wollte nur mal sagen, dass genau das ein Grund ist, warum ich mich im Tierschutzverein vor Ort engagiere und genau gucken kann, wo das Geld hin geht und selbst versuche, hier im Kleinen das Beste für die Tiere zu erreichen.

Man muss also nicht zwingend dem gesamten Tierschutz den Rücken kehren. Klar gibt es sicher überall immer wieder - leider - schwarze Schafe, aber die Tierschutzarbeit vor Ort selbst als Vorstandsmitglied zu unterstützen ist ein recht sicherer Weg zu sehen, was mit dem Geld gemacht wird und wie es den Tieren wirklich geht.

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dieser Beitrag dient dazu, meine Gedanken irgendwie zu sortieren.

Das Thema ist völlig an mir vorbei gegangen, inzwischen ist es aus der Presse raus und ich brüte über den Resten.

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Hi Paige!

Ich kann deinen Frust verstehen. Wo Leute bereit sind, Zeit, Geld und Arbeit zu investieren, um anderen Lebewesen, die es schlechter haben, zu helfen, ist das Risiko groß, dass skrupellose Menschen die Gelegenheit nutzen, sich zu bereichern. Und ich glaube tatsächlich auch, dass im Tierschutz Vieles im Argen liegt, sei es nun aufgrund von Unwissenheit oder böser Absicht.

Vielleicht hilft es ja, wenn du dich tatsächlich mal eine Weile zurückziehst und Abstand gewinnst. Vielleicht siehst du dann auch wieder klarer und kannst besser beurteilen, wo seriös gearbeitet wird und wo nicht.

Viele Grüße, Iris

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Sauerei!!! :(

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Was kann man der Presse glauben?

Nur kurz dazu: Kommt eindeutig auf die "Presse" an. Es gibt seriöse und unseriöse, so, wie es eben leider nicht nur seriösen Tierschutz, sondern auch unseriösen Tierschutz gibt.

Zum Rest, den Du geschrieben hast, such ich mir erst mal Infos, um mir ein Bild zu machen ... darauf komme ich später zurück.

Viele Grüße

Doris

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Ein Gedankenspiel: Mach einen eigenen Tierschutzverein auf, bei dem du von Anfang an alles richtig machst und immer nach bestem Wissen und Gewissen handelst.

Ich bin sicher, du wirst nach einiger Zeit auch die volle Breitseite von jemandem bekommen, der schlechte Erfahrungen gemacht hat oder die Negativ-Berichte der Presse gesammelt hat.

Um es mal positiv zu formulieren: Was müsste passieren, damit das Ganze sicherer bzw. transparenter wird?

Wäre ja für die sorgfältig arbeitenden Vereine erstrebenswert.

Und übrigens kann man diese Diskussion auch unabhängig von der Kontroverse "Auslandstierschutz ja oder nein" führen, denn auch beim Tierschutz vor Ort können Spendengelder veruntreut werden, s. Tierschutz Berlin.

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