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Hundeforum Der Hund
cayuna

Sagt ihr was bei unangebrachtem Hundehalterverhalten? Auch in der Hundeschule?

Empfohlene Beiträge

Nach monatelangem stillen Mitlesen habe ich mich nun endlich registriert. Kurz zu mir, ich bin mit Hunden aufgewachsen und hatte über die letzten Jahre mehrere Hunde zur Pflege. In absehbarer Zeit werden wir auch wieder einen eigenen Hund in unserer Familie aufnehmen (*freu*).

Um die Zeit bis zum Einzug unseres Welpen sinnvoll zu nutzen, haben wir verschiedenen Welpenschulen besucht (was für unerfreuliche Aufgaben man auf sich nimmt ;) ) und waren bisher positiv überrascht, manche Foreneinträge hatten mich schon schlimmstes befürchten lassen.

Aber nun haben wir auch das Gegenteil erlebt, eine Welpenstunde der besonderen Art:

- sehr schöner, gut ausgestatteter Platz mit allerlei Geräten

- 12 Hunde, davon mehr als 3/4 älter als 4 Monate, manche offensichtlich älter als 8 Monate (Boxer, Rottweiler, Vizsla, Staff-Mix, ...) und sehr unausgewogen in den Größenverhältnissen (im Sommer könnten es auch mal 25 Hunde sein wurde uns gesagt)

- 2 Trainer, 1 Praktikant

- alle behielten beim Spielen Geschirr oder Halsband an, manche blieben auch beim Spielen an der Leine

- eine Handvoll Yorkshire-Terrier wurde mehrmals von den Großen einfach über den Haufen gerannt (es hat mich wirklich gewundert, dass der wieder aufgestanden ist)

- Trainer überzeugen durch hysterische Mehrfachkommandos ("Sitz!", "Sitz!", "Sitz!"), drücken Hunde zu zweit ins Sitz (einer drückt am Rücken, der andere drückt die Hinterbeine nach vorne) und werfen Fisher-Discs auf Hund, der gerade Fangen mit dem Trainer spielt

- alle Hunde werden notfalls zu zweit über die A-Wand oder den Steg geschoben, werden auf dem Steg ins Platz befohlen (notfalls wird körperlich nachgeholfen), auch wenn die Großen dabei fast seitlich runterfallen (dass diese Hunde noch meilenweit von einem Grundgehorsam entfernt sind, ist dabei völlig irrelevant)

- heftiger Leinenruck ist das was alle Teilehmer bereits sehr gut beherrschen

- die Trainer regen öfter an, dass gelobt wird, eingefordert wird es aber nicht, eigenständiges Loben der Teilnehmer sehen wir sehr selten

- manche Teilnehmer verhalten sich ihrem Hund gegenüber mitunter agressiv: lautes Anschreien, wenn das erste Kommando nicht fruchtet bzw. den Hund mit dem Leinenknäul "motivierend schubsen"

- bei Mobbing zu spätes bzw. gar kein Eingreifen durch Trainer bzw. Halter des mobbenden Hundes

- einer Jack-Russel-Eigentümerin wird in einem Nebensatz die Kastration empfohlen, weil das Hundeverhalten sonst nur schlimmer werden wird

Zur Erinnerung, wir waren in einer "Welpenstunde".

Logischerweise haben wir diese Hundeschule von unserer Liste gestrichen und schnell das Weite gesucht. Aber dabei kam wieder die Frage auf, wie lange man seinen Mund halten kann und soll. Grundsätzlich mische ich mich nicht in die Erziehung anderer Kinder/Hunde ein, auch wenn es oft mehr als schwer fällt. Die wenigsten lassen sich auf eine sachliche Diskussion ein, die ihnen vielleicht auch mal eigene Fehler aufzeigen würde. Ich will damit nicht sagen, dass ich für jedes Hunde-Halter-Team den richtigen Rat parat habe, aber manchmal ist so offensichtlich woran die Beziehung krankt, dass man sich schon wirklich auf die Zunge beissen muss.

Wie handhabt Ihr das, bzw. wann mischt Ihr Euch ein?

Viele Grüße,

cayuna

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Schwieriges Thema ;o)

Also *einmischen* tu´ ich mich nur, wenn ich eine Chance sehe auch etwas zu bewirken.

Z.B. EIN Halter / Hund mit einem Problem in einer ansonsten entspannten Umgebung. Und auch nur, wenn ich wirklich ein besseres Vorgehen zur Hand habe.

Selbst dabei kann man noch böse auf die Nase fallen. Eine Dame in unserer Nachbarschaft habe ich beim Spazierengehen mal wirklich freundlich gesagt, dass ich denke, das zwischen ihr und ihrem Hund keine richtige Bindung ist (wurde mir inzwischen auch unabhängig bestätigt).

Ich habe es wirklich vernünftig und *vorsichtig* gesagt, habe den Tipp gegeben, sie solle die Hündin mal eine zeitlang NUR aus der Hand füttern, damit sie überhaupt interessant für die Hündin wird. Also wirklich nix besonderes abverlagt (dachte ich).

Seit dem werde ich mit freundlicher Ignoranz bestraft. OK, sie nickt mir zu, wenn wir uns treffen, aber geht gleich weiter. Hunde dürfen nicht mehr schnuppern. Ihr Hund darf eben überhaupt nicht mehr von der Leine :o(

Bei anderen Menschen hatte ich auch schon Erfolg.

Was hat man für eine Chance, wenn man gegen mehrere VERMEINDLICHE *Fachmenschen* antritt? Ich habe schon so oft mit Leuten diskutiert, die noch Stachel benutzen (also regulär, als Halsband). Beim "alten Schlag" hat man keinen Einfluß.

Oder als wir (vor gut 13 Jahren) erzählten, dass wir in eine Welpengruppe und danach Hundeschule gehen... da wurden wir ausgelacht. Heute ist es normal.

Gegen solche überkommenen Techniken hilft nur die Zeit.

Und natürlich gutes Vorbild zu sein. Ohne Brutalität.

Mit gut erzogenen Hunden, die nicht nur auf einem Hunde-Platz hören, sondern überall.

Es dauert halt. Und die Hunde, die das noch mitmachen müssen tun mir leid :o(

LG, Nessie

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Also eine "Welpenstunde" bei der zwischen Yorksire Terrier und Rottweiler alles zusammen kommt, würde mich schon mal stutzig machen. Gruppen größer 6 noch viel mehr.

Und dann alles andere... Da kann man echt nur abhauen.

Als wir uns mal nach einer Hundeschule für unseren Lucky (damals 9 Wochen) angesehen haben (die war bequemerweise bei uns in der Siedlung) meinte der Trainer auch, die Hundis mit Leinewerfen und auf-den-Rücken-drehen maßregeln zu müssen. Damals sind wir einfach nur nicht mehr hingegangen, haben aber jeden, der uns darauf ansprach, davon abgeraten, weil wir selbst als Hunde-Anfänger das schon äußerst derb fanden.

Wir haben uns dann eine Schule gesucht, wo man deutlich qualifizierter mit Hunden umging. Gut, nicht alles, was wir dort gelernt haben, würde ich beim zweiten Hund wieder so machen, aber in Summe fühlten wir uns da gut aufgehoben und gehen auch heute noch gerne hin.

Mit meinem heutigen Wisssenstand, würde ich dem Trainer seine Disc an den Kopf werfen, wenn er auch nur auf die Idee käme, damit in Richtung meinem Hund zu zielen! Leinenruck, Rückenwerfen und diesen Schwachsinn: absolutes NoGo!

Wenn ich sicher bin, dort nie wieder hinzugehen zu müssen, würde ich das denen auch mitten auf dem Platz vor allen Leuten aber so was von deutlich sagen, was ich über solche Methoden denke. Vieleicht rettest du den einen oder anderen Hund vor solchem Schwachsinn, die Trainer sicherlich nicht.

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Hi,

da man immer nur einen Auszug aus dem Ganzen hat, halte ich mich im Normalfall aus Erziehungssachen raus.

Es sei denn, es bietet sich in einem Gespräch an oder ich werde danach gefragt. Auch würde ich in der Gesprächsführung erstmal nur Fragen stellen, um meinen Eindruck abzusichern und erstmal nur zuhören (Infos sammeln und einsortieren). Und dann schauen wo man landet.

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Wir waren zwar nie in einer Hundeschulele, aber ich komme mit vielen HuHaltern ins Gespräch, weil DIE mich auf meinen gut erzogenen Hund ansprechen.

Meistens, nach ein paar Sätzen "das kann/macht/will mein Hund nicht", stelle ich die Frage: "Wie soll ihr Hund das denn verstehen, was Sie von ihm wollen/nicht wollen?"

"Hm, ich sage ihm AUS (oder was auch immer), aber er tut es nicht..."

Jedenfalls bevor ich hier nen Roman erzähle :D

FRAGE ich die Leute, WIE sie ihrem Hund etwas beibringen bzw. dies versuchen.

Oder ich erkläre, dass - wenn man beim Spaziergang telefoniert - der Hund sich eine Beschäftigung sucht, weil vom HuHalter nix kommt.

Da gehen Lichter auf, sag ich dir. Viele sind recht froh, dass man ihnen mal was erklärt. Andere gucken, als ob ich von einem anderen Stern kommen würde... das sind die, die auch nichts ändern (wollen und werden).

Im Sinne der Hunde mach ich möglichst wohldosiert :Oo:D meinen Mund gerne und oft auf, auch wenn ich mir ggf. die Zunge verbrenne.

Das tut mir weniger weh, als dem Hund das Fehlverhalten seines Halters, der aus Unwissenheit, Desinteresse oder Dummheit die unglaublichsten Dinge macht oder unterläßt.

Hin und wieder treffe ich dann so ein Gespann und bin glücklich, wenn sich bei denen beiden etwas zum positiven hin geändert hat. Manchmal ist das so.

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(bearbeitet)

Also das, was Du schilderst, finde ich schon extrem.

Ein Paradebeispiel dafür, wie es NICHT sein sollte.

Meine persönliche Meinung (nochmal: nur MEINE Meinung) ist : Die Welt braucht keine Welpenspielstunden.

Man trifft genug Welpen/Junghunde unterwegs; genauso wie souveräne Althunde. Dafür brauch ich auf keinen Welpenspielplatz gehen.

Und ganz ehrlich: wenn ein oder sogar zwei "Trainer" sich wie beschrieben an meinem Hund zu schaffen machen würden, ich glaub, ich würd mich vergessen :motz:

In diesen sogenannten Spielstunden wird meiner Meinung nach mehr kaputt gemacht, als gewonnen. Jeder fuhrwerkt an dem kleinen Hund rum, größere Welpen mobben ihn, er selbst mobbt Kleinere, Leinenruck und Anschreien, dämliche und sinnfreie körperliche "Korrekturen" und bis zu 25 (!!!) Tiere auf dem Platz - alles super, wenn man mit seinem Hund eine Karriere als "Problemhundhalter" anstrebt.

Auch wenn diese von Dir beschriebene "Hundeschule" sicher ein abschreckendes Extrem-Beispiel ist; genau solche Dinge liest man immer wieder und die sind der Grund, warum mein Welpe damals nie eine "Welpenschule" von innen gesehen hat. Deshalb stellt sich die Frage, wann ich in solch einer Situation eingreifen würde, erst gar nicht.

Achso: ich würde fremde Teams nicht "beratschlagen" wollen. Vielleicht auch deswegen, weil ich selbst ein Mensch bin, der nicht von Hinz und Kunz seine Hunde erklärt haben will. Ich glaube, ich würde recht zickig reagieren, wenn mir jemand ungefragt beim Spaziergang seine Meinung über meine Erziehung aufdrücken will. Deswegen halte ich mich anderen gegenüber genauso zurück.

Wenn ich was wissen will, frage ich. Und zwar nur Leute, von denen ich mir kompetente Antworten erhoffen kann.

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(bearbeitet)

Meine persönliche Meinung (nochmal: nur MEINE Meinung) ist : Die Welt braucht keine Welpenspielstunden.

DANKE! :)

Obwohl es durchaus Welpenkurse gibt, wo die Hunde tatsächlich was sinnvolles lernen und wo nicht wild getobt wird. Leider sind die nicht sehr verbreitet.

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Hallo,

so wie Du das geschildert hast - bleib einfach fern.

Was lernt den ein kleiner Welpe der von einem fast erwachsenen Hund überrempelt wird? Nichts - einfach nichts. Vielleicht was Negatives: Große Hunde machen Angst, die Überrollen mich oder ich muss mich klein machen, wenn ein Großer kommt. Nicht sehr Kommunikativ!

In der Hundeschule würde ich mich mit niemanden anlegen. Warum auch? Such Dir was Besseres!

Gruß Christa

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Also das, was Du schilderst, finde ich schon extrem.

Ein Paradebeispiel dafür, wie es NICHT sein sollte.

Meine persönliche Meinung (nochmal: nur MEINE Meinung) ist : Die Welt braucht keine Welpenspielstunden.

Man trifft genug Welpen/Junghunde unterwegs; genauso wie souveräne Althunde. Dafür brauch ich auf keinen Welpenspielplatz gehen.

Und ganz ehrlich: wenn ein oder sogar zwei "Trainer" sich wie beschrieben an meinem Hund zu schaffen machen würden, ich glaub, ich würd mich vergessen :motz:

In diesen sogenannten Spielstunden wird meiner Meinung nach mehr kaputt gemacht, als gewonnen. Jeder fuhrwerkt an dem kleinen Hund rum, größere Welpen mobben ihn, er selbst mobbt Kleinere, Leinenruck und Anschreien, dämliche und sinnfreie körperliche "Korrekturen" und bis zu 25 (!!!) Tiere auf dem Platz - alles super, wenn man mit seinem Hund eine Karriere als "Problemhundhalter" anstrebt.

Auch wenn diese von Dir beschriebene "Hundeschule" sicher ein abschreckendes Extrem-Beispiel ist; genau solche Dinge liest man immer wieder und die sind der Grund, warum mein Welpe damals nie eine "Welpenschule" von innen gesehen hat.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=51209&goto=1009787

Ich finde, dass kann man nicht verallgemeinern.

Mit unseren Beiden sind wir jetzt auch nicht in einer Welpengruppe. Sie haben sich gegenseitig und insgesamt gibt es hier sehr viele Hunde in allen Altersstufen zum Kennenlernen. Und vor allem auch Halter, die dies gestatten.

Das war aber nicht immer so. Als wir hierherzogen war unser erster gerade ein 3/4 Jahr und Cleo kam bald dazu - da gab es hier fast keine anderen Hunde. Und wenn, dann durften die meist nicht von der Leine, da der Schäferhundverein damals große Macht hatte und alle anderen sich danach richten mußten (mittlerweile sind die auch ganz *normal*).

Und es gibt auch viele positive Beispiele von Welpengruppen ;o)

LG, Nessie

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Ich verallgemeinere nicht. Ich schrieb, dass ich DIESE Welpengruppe für ein abschreckendes Beispiel halte.

Es mag auch gute Welpenspielgruppen geben. Das ändert jedoch nichts an meiner Meinung, dass ich diese Gruppen generell für überflüssig halte. Das ist keine Pauschalisierung, sondern nur MEINE Meinung darüber.

Ich habe nicht gesagt, dass alle Welpengruppen schlecht sind. ;)

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