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Hundeforum Der Hund
Häppi

Ersthund - Viele, viele Fragen!

Empfohlene Beiträge

Hallo erstmal...

zuerst muss ich mich mal für den nicht so einfallsreichen und sinnvollen Betreff entschuldigen.

Aber vielleicht fällt euch, nachdem ihr den Thread gelesen habt, ein Aussagekräftierer ein?!

ACHTUNG! Wird etwas länger ;) (gibt es eine maximale Länge für Threads?!)

Kurze Einleitung:

Habe eine mittlerweile 11 Monate alte Hünding, hab sie seit sie 9 Wochen alt ist, und anscheinend viel

versäumt :(

Mutter: Mischling Weißer Schäfer - Labrador

Vater: Dalmatiner

Anfangs hatte sie Angst vor anderen Hunden, Menschen jedoch gegenüber war sie immer sehr zutraulich. Hat sich sozusagen

immer sehr darüber gefreut, wenn ihr irgendein Mensch über den Weg gelaufen ist... so auf die Art: "juhuuuu ein Mensch"

Dieser "Zustand" ist noch immer so und somit kommen wir zu meiner ersten Frage:

Wie schaffe ich das, dass sie andere Menschen ignoriert? ich weiß Ablenkung ist die Devise, doch das hilft

anscheinend bzw meiner Meinung nach nicht wirklich viel, da sie, sobald der Mensch mal bei uns vorbei ist,

trotzdem nachschnüffelt.Außerdem mach ich das mit der Ablenkung seit sie ein Welpe ist, aber es hilft nicht???

kurze Einleitung zu Frage 2: Willkürlich, wenn wir zb auf dem Hundeplatz sind, oder auf dem Feld, springt sie andere

Hundebesitzer an. Teilweise auch, wenn sie sie nicht begrüßen.

WIE kann ich das unterbinden, da sie ja zu diesem Zeitpunkt nicht an der Leine ist, und Ablenkung in diesem Fall

nicht möglich ist, da das ganz unverhofft kommt?! (In meinen Bekanntenkreis und in meiner Familie springt sie nicht)

Frage 3: (wieder ne Einleitung :D) - anfangs hatte sie Angst vor anderen Hunden..

hatten auch schon schlechte Erfahrungen -

Sie unterwirft sich bei manchen Hunden so extrem, dass ich sie kaum mehr vom Boden hoch bekomme.. und leider!!

ist das für ein paar Hunde schon eine Einladung gewesen, sie zu beißen.

Wie kann ich ihr das benötigte Selbstvertrauen geben?

Frage 4: Sobald sie eine Katze sieht oder einen Vogel (Hunde teilweise) ist sie weg... sie kommt dann jedoch wieder

zurück, aber wie könnte ich ihren Jagdtrieb unterbinden?

(lt der zahllosen Hundeschulen in denen ich war (Österreich ;D ) heißt es nur, dass es wichtig ist, dass sie wieder

zurück kommt, aber das kann ja nicht allessein oder?

Frage 5: Habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass ihr euren Hunden beigebracht habt, eure Sachen in Ruhe zu lassen

wenn ihr nicht zu Hause seid!

Wenn ich ALLES wegräume ist es ok, aber sobald ich nen Gegenstand am Tisch etc liegen lasse, ist der mit

Sicherheit zerstört worden, wenn ich wieder zurück komme!

WIE habt ihr das geschafft?

Frage 6: Ich gebe meinen Hund ziemlich viel Auslauf, da ich "nur" in einer Wohnung OHNE Garten wohne (hab sonst

ein schlechtes Gewissen ;) ) aber sie ist irgendwie nie richtig ausgelaugt!

nicht dass ihr mich falsch versteht, aber nach ca einer Stunde könnts wieder los gehen, meint ihr, ich gebe ihr

zu viel?

ich arbeite 30 Stunden und hab somit etwas mehr Freizeit, wir gehen jeden Tag 1-2 Stunden (wenn nicht mehr..) auf den

Hundeplatz, wo sie toben kann, oder aufs Feld, wo auch genug Hunde sind.

So, ich weiß sind ziemlich viele Fragen, aber mir kann einfach keiner eine Antwort geben.

Wenn etwas falsch verstanden wird.... kein Problem ich erläuter das gerne ;)

GLG Victoria und Lana :klatsch:

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Hallo Victoria, ich hab einfach mal dazugeschrieben, was mir so einfaellt.

Wie schaffe ich das, dass sie andere Menschen ignoriert?

[...]

Willkürlich, wenn wir zb auf dem Hundeplatz sind, oder auf dem Feld, springt sie andere

Hundebesitzer an. WIE kann ich das unterbinden?

Manche Hunde lassen sich ablenken, andere nicht. Wenn du mit ihr an der Leine gehst, lass sie neben dir laufen und fuehre sie bestimmt an den Menschen vorbei. Wenn du zwischen ihr und den anderen Leuten gehst, kann sie nicht direkt anschnueffeln. Wenn sie sich nach den Menschen umdreht, geh einfach weiter und 'nimm sie mit'. (Meine Huendin dreht sich gerne nach anderen Hunden um + ist so schon mal in einen Laternenpfahl gelaufen. Ja, ich habe sie ausgelacht... :D )

So. Wenn sie freilaeuft, solltest du sie nicht einfach zu anderen Leuten hinlaufen lassen. Jedes Hinrennen und Anspringen ist bei deiner sehr sozial veranlagten Maus ein Erfolgserlebnis, das sie nicht haben darf. Kannst du sie abrufen? Wenn ja, rufe sie zu dir und gehe - wenn erwuenscht - zusammen mit ihr zu den anderen Menschen. Sie darf Kontakt aufnehmen, wenn du sie freigibst, zB mit einem 'Sag hallo'. Wenn sie Anstalten macht anzuspringen, fuehre sie sofort wieder weg. Der soziale Kontakt ist die Belohnung fuer hoefliches Verhalten - unhoefliches darf sich nicht rentieren! Wenn du sie nicht abrufen kannst, wuerde ich zum Ueben eine Schleppleine verwenden.

Ich uebe mit meiner Huendin gerade, dass sie nicht zu Menschen hinrennt, die sie locken. Die meisten anderen Menschen ignoriert sie mittlerweile, aber das war am Anfang auch ganz anders! Aber mit der Zeit und viel Uebung verbessert sich das.

Bei Frage 3 kann ich dir leider nichts raten - meine Huendin ist sehr frech und braeuchte eher mal einen auf den Deckel! ;)

Frage 4: Sobald sie eine Katze sieht oder einen Vogel (Hunde teilweise) ist sie weg... sie kommt dann jedoch wieder

zurück, aber wie könnte ich ihren Jagdtrieb unterbinden?

(lt der zahllosen Hundeschulen in denen ich war (Österreich ;D ) heißt es nur, dass es wichtig ist, dass sie wieder

zurück kommt, aber das kann ja nicht allessein oder?

*sprachlosbin* Wenn dein Hund jagt, darf er erst gar nicht weg! Auf jeden Fall wuerde ich sie in Gebieten, wo sie verschwinden koennte, anleinen. Du musst aufpassen, dass du eventuelle Jagdobjekte vor deinem Hund siehst und dementsprechend einwirken kannst. Gib mal Antijagdtraining und Schleppleinentraining in der Suche ein, da gibt es schon einige Themen. Bestimmt melden sich auch noch Fories, die mehr Erfahrung mit 'jagdlich motivierten' Hunden haben. Aber egal was deine Hundeschulen sagen - lass sie nicht weg, lass sie nicht jagen - irgendwann kommt sie vielleicht nicht mehr wieder. Meine Huendin hetzt sehr gerne - vor allem andere Hunde - aber sicher wuerde sie auch einem Eichhoernchen oder einer Katze nachsetzen. Deshalb mache ich mit ihr Schleppleinentraining bzw sie muss direkt bei mir bleiben, wenn sie in Versuchung geraten koennte. Hier in England duerfen Landbesitzer jagende Hunde erschiessen.

Frage 5: Habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass ihr euren Hunden beigebracht habt, eure Sachen in Ruhe zu lassen

Da kann ich dir leider auch nichts raten. Wir hatten anfangs einen Zimmerkennel, so dass sich meine Huendin nicht angewoehnt hat, Sachen zu zerstoeren. Aber das scheint bei deiner Huendin wirklich nicht noetig zu sein.

Frage 6: Ich gebe meinen Hund ziemlich viel Auslauf, da ich "nur" in einer Wohnung OHNE Garten wohne (hab sonst

ein schlechtes Gewissen ;) ) aber sie ist irgendwie nie richtig ausgelaugt!

Bis ein Dalmi-Schaefer-Mix ausgelaugt ist... musst du wahrscheinlich den ganzen Tag unterwegs sein! Macht ihr denn ausser Toben etwas mit ihr, zB Tricks, Suchspiele, Hundesport? Toben ist schoen und macht ihr bestimmt viel Spass, aber ein Hund will auch kopfmaessig gefordert werden. Vielleicht schaust du mal unter Kopfarbeit, Suchspiele, Dummytraining oder Clickertraining in die Suche, da findest du bestimmt eine Menge Tips. Meine Maus wuerde, wenn sie koennte, auch den ganzen Tag rumrennen wie bekloppt, aber wenn sie ein paar Faehrten gegangen ist, ist sie platt!

Ich hoffe, ich hab dir ein bisschen geholfen. ;)

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Hi Viktoria,

für mich liest sich das einfach so, als müsste Dein Hund einfach ganz grundlegende Dinge/ Kommandos lernen und lernen sich an Dir zu orientieren.

Ich finde es klingt jetzt nichts ehr dramatisch (bis auf das jagen, vielleicht!)

Ich kann Dir jetzt auch nur so raten, wie ich mit meinem Hund gearbeitet habe.

Thema ignorieren:

Mein Ramses ignoriert auch nicht alle Menschen, er schaut auch erstmal und dann je nachdem wie die Menschen reagieren und wenn sie ihn dann ignorieren, dann ignoriert er auch, wenn sie ihn ansprechen, reagiert er auch.

So weit lasse ich es aber nicht kommen, wenn mir Menschen entgegenkommen nehme ich meinen Hund ins Fuss und er läuft neben mir. Wenn wir durch eine Menschenmenge oder an einem Fahrrad vorbeimüssen (oder z.B. an lärmenden Kindern, die er nicht mag), nehme ich ihn an die Leine und führe in neben mir vorbei.

Also: So lange Dein Hund noch nicht gelern hat andere zu ignorieren, musst du halt noch zuerst reagieren und ihm sagen, was er tun soll!

Thema andere Hunde:

Ich würde Hundebegegnungen nur noch kontrolliert zulassen, wenn du merkst sie hat Angst würde ich sie nicht hinlassen, jedenfalls nicht zu fremden Hunden.

Jagen:

Wenn sie jagt und nicht zurückkommt, dann darfst Du sie nicht mehr laufen lassen. Nur noch in Wildfreien Gebieten. Nimm sie an die Schleppleine. Und übe einen Rückruf.

Dazu müsstes Du aber vielleicht wirklich noch ein bisschen mehr über "Anti-Jagdt-Training" lesen. Ich habe keinen Hund mit hohem Jagdtrieb, daher hab ich das Problem nicht. Ich musste nur den Rückruf festigen und ich beschäftigen ihn sehr viel auf dem Spaziergang z.B. mit Suchspielen oder Übungen. Wild entdecke ich meist zuerst ;) und rufe ihn dann ab.

Sachen kaputt machen:

Hat sie denn gelernt alleine zu bleiben? Mein Hund hatte früher viel Stress beim alleine bleiben und macht daher auch Sachen kaputt. Erst als wir alleine-bleiben mehr geübt haben, wurde das besser. Mag Deine Maus denn den Kong? Oder sonstige Kau-Sachen zur Beschäftigung?

Probier doch mal aus! =)

Ansonsten: Ich glaube beim Thema Beschäftigung muss jeder seine persönliche Mischung finden. Ich habe einen älteren, sehr genügsamen Hund der sich mit Spazieren, Schwimmen und Suchspielen zufrieden gibt. Da musst du wohl einfach ein paar Kopfarbeit Übungen ausprobieren.

Alles Gute! =)

LG, Svenja und Ramses

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Menschen jedoch gegenüber war sie immer sehr zutraulich. Hat sich sozusagen

immer sehr darüber gefreut, wenn ihr irgendein Mensch über den Weg gelaufen ist... so auf die Art: "juhuuuu ein Mensch"

Bist Du Dir sicher, dass es Freude ist? Und sag jetzt nicht, "ja sie wedelt ja mit dem Schwanz" ... ich sehe häufig überforderte Hunde, wenn ihre Besitzer sagen, der freut sich so. Häufig sind das Hunde, die meinen, alles um sie hierum kontrollieren zu müssen, weil ihre Menschen ihnen zu wenig Schutz bieten.

ich weiß Ablenkung ist die Devise, doch das hilft

anscheinend bzw meiner Meinung nach nicht wirklich viel, da sie, sobald der Mensch mal bei uns vorbei ist,

trotzdem nachschnüffelt.Außerdem mach ich das mit der Ablenkung seit sie ein Welpe ist, aber es hilft nicht???

Was passiert denn durch Ablenkung? Hund ist vom Reiz abgelenkt, der Reiz ist somit überlagert, der Hund lernt so niemals, mit dem Reiz fertig zu werden. Und der Hund lernt auch nicht, dass DU etwas gegen den bösen Reiz machst, sondern einfach nur, dem Schnitzel hinterher zu gehen.

Die Beschreibung, dass sie dem Menschen hinterher schnüffelt, zeigt mir eigentlich auch, dass sie sich nicht über jeden Menschen freut, sondern eher meint, checken zu müssen. Aufpassen zu müssen.

Wärest Du bei mir in der Hundeschule, würdest Du schon mit dem Welpen lernen, ihn Reize so lange aushalten zu lassen, bis er drüber nachdenkt, nach vorne gehen zu wollen. Dann würdest Du mit dem Körper einen Abbruch des Vorwärtsgehens erwirken, parallel dazu ein Abbruchsignal konditionieren und dem Hund dadurch die Reize "erklären". Das bedeutet, er lernt, dass DU diese Dinge, die er meint, abchecken zu müssen, für ihn regelst. Dadurch bekommt er Sicherheit und Führung durch Dich.

kurze Einleitung zu Frage 2: Willkürlich, wenn wir zb auf dem Hundeplatz sind, oder auf dem Feld, springt sie andere

Hundebesitzer an. Teilweise auch, wenn sie sie nicht begrüßen.

WIE kann ich das unterbinden?

Du kannst es dann unterbinden, wenn Dein Hund insgesamt ruhiger ist, wenn Du ein gut konditioniertes Abbruchsignal mit ihr hast, auf das sie unbedingt hört, weil sie auch weiß, dass es sonst unangenehm wird. Dieses Abbruchsignal muss langsam und gut aufgebaut werden. Damit es dann an fremden Menschen klappt oder an anderen wichtigen Reizen, braucht es genügend Vorlauf und auch Absicherung durch die Leine, damit einfach nie das Signal ohne Folgen bleibt. Also wird ein Abbruchsignal überhört, MUSST Du Zugriff haben auf den Hund, um sofort korrigieren zu können.

Wie kann ich ihr das benötigte Selbstvertrauen geben?

In dem Du die Hunde, die ihr gut tun, für sie auswählst. Souveräne, ruhige Hunde, die nicht mobben. Den Rest solltest Du aktiv von ihr fern halten, Du hast schon sehr viel Vertrauen eingebüßt dadurch, dass Du das bisher nicht gemacht hast.

Frage 4: Sobald sie eine Katze sieht oder einen Vogel (Hunde teilweise) ist sie weg... sie kommt dann jedoch wieder

zurück, aber wie könnte ich ihren Jagdtrieb unterbinden?

Im Moment kannst Du das so, wie Du Euer Verhältnis beschreibst, nur unterbinden, in dem Du sie mit einer Leine sicherst. Dein Hund fühlt sich von Dir weder gesichert noch geführt. Du bist nicht in der Lage, Dinge durchzusetzen, die Du nicht willst. Sag mir EINEN plausiblen Grund, dass Dein Hund ausgerechnet auf dein Geheiß hin auf eine spaßige Hetzjagd verzichten sollte?

Dass Menschen Hunden das Jagen verbieten, ist für mich die höchste Disziplin in der Hundeerziehung. Da muss die komplette Basis der Beziehung stimmen, um DAS zu schaffen.

Frage 5: Habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass ihr euren Hunden beigebracht habt, eure Sachen in Ruhe zu lassen

wenn ihr nicht zu Hause seid!

Wenn ich ALLES wegräume ist es ok, aber sobald ich nen Gegenstand am Tisch etc liegen lasse, ist der mit

Sicherheit zerstört worden, wenn ich wieder zurück komme!

WIE habt ihr das geschafft?

Mein Hund hat keinen Stress, wenn er zuhause alleine ist. Weil er mir durchaus zutraut, auch alleine ohne ihn durch die Welt zu gehen. Es gibt Hunde, die sind der Ansicht, mal ganz menschlich formuliert, ihre Menschen sollten besser keinen Schritt ohne Hund gehen, weil sie sich aus Hundesicht unsicher bewegen. Häufig sind das die Hunde, die mega Stress haben, während ihre Besitzer weg sind. Kauen baut Stress ab. Wenn man was zum Kauen findet, dann nutzt man es.

Wie wäre es mit einem gefüllten Kong, auf dem sie während Deiner Abwesenheit kauen kann? Oder andere, ungefährliche Kauartikel?

meint ihr, ich gebe ihr

zu viel?

ich arbeite 30 Stunden und hab somit etwas mehr Freizeit, wir gehen jeden Tag 1-2 Stunden (wenn nicht mehr..) auf den

Hundeplatz, wo sie toben kann, oder aufs Feld, wo auch genug Hunde sind.

Ich lese daraus, dass Dir das Toben mit anderen Hundn für Deinen Hund sehr wichtig ist. Das ist im Grunde genommen wie mit Sport. Je mehr man davon hat, desto größer ist die Kondition und desto mehr braucht man davon, um ausgelastet zu sein.

Wie viel Zeit von diesen 1-2 Stunden, was ich jetzt nicht sooooo viel finde, verbringst Du wirklich mit einem Hund in Beschäftigung? Mit Beschäftigung meine ich jetzt etwas, wo nur IHR beide etwas gemeinsam tut, bei dem Dein Hund mit dem Kopf arbeiten darf, auf Dich achten darf, Deine Signale befolgen darf, Deine Aufgaben lösen darf etc.

Wie ist es im Haus bei Euch, wenn Du zuhause bist? Ist da eher Ruhe, oder ist sie da eher unruhig? Was passiert, wenn Besuch kommt? Was passiert, wenn Du sie irgendwo mit hin nimmst? Wenn Du Dich durch die Wohnung bewegst, liegt sie dann irgendwo, oder ist sie Dir ständig auf den Fersen?

Für mich klingt Dein Hund reichlich gestresst. Ein Teil mag Veranlagung sein, also die Unsicherheit, die sie schon als Welpe hatte, ein Teil mag aus Hundebegegnungen kommen, die nicht gut für sie gelaufen sind, und bei denen Du aus ihrer Sicht als Schutzperson "versagt" hast, ein weiterer Teil mag daher kommen, dass sie wenig Grenzen hat bzw. Du Dich nicht durchzusetzen vermagst. Insgesamt kommt dadurch für Deinen Hund ein Sicherheitsdefizit heraus, was sie durch Hektik, Gewusele, Abchecken von Menschen, und Stressabbau zu bewältigen versucht. Sie ist mit der Aufgabe, die Du ihr (aus ihrer Sicht) gibst, überfordert.

Ich hab nur leider keinen Plan, wie ich Dir über tausende von Kilometern helfen soll, an der Führung zu arbeiten...

LG Anja

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Menschen jedoch gegenüber war sie immer sehr zutraulich. Hat sich sozusagen

immer sehr darüber gefreut' wenn ihr irgendein Mensch über den Weg gelaufen ist... so auf die Art: "juhuuuu ein Mensch"

Bist Du Dir sicher, dass es Freude ist? Und sag jetzt nicht, "ja sie wedelt ja mit dem Schwanz" ... ich sehe häufig überforderte Hunde, wenn ihre Besitzer sagen, der freut sich so. Häufig sind das Hunde, die meinen, alles um sie hierum kontrollieren zu müssen, weil ihre Menschen ihnen zu wenig Schutz bieten.

Wenn ich mir das so durchlese, was du geschrieben hast, und die Art wie sie auf die Menschen reagiert, bin ich mir wirklich gar nicht mehr sicher, dass es Freude ist, NEIN es ist wie du sagst wirklich ein kontrollieren! Beschreibe mal kurz eine Situation:

Habe nochmals reflektiert.. es ist nicht bei jedem Menschen, zb: Wir gehen die Straße lang, es kommt uns ein Mensch entgegen, wenn ich merke, sie wird daran vorbeigehen, mache ich keine Anstalten und gehe auch normal weiter. Wenn ich jedoch sehe, dass sie den Menschen bereits anstarrt, sage ich "Nein" und sie geht auch weiter, jedoch dann ist das nachschnüffeln dabei! Zeitweise ist es auch so, dass ca 200 meter vor uns ein Mensch steht und sie zum Wedeln anfängt...

ich weiß Ablenkung ist die Devise, doch das hilft

anscheinend bzw meiner Meinung nach nicht wirklich viel, da sie, sobald der Mensch mal bei uns vorbei ist,

trotzdem nachschnüffelt.Außerdem mach ich das mit der Ablenkung seit sie ein Welpe ist, aber es hilft nicht???

Was passiert denn durch Ablenkung? Hund ist vom Reiz abgelenkt, der Reiz ist somit überlagert, der Hund lernt so niemals, mit dem Reiz fertig zu werden. Und der Hund lernt auch nicht, dass DU etwas gegen den bösen Reiz machst, sondern einfach nur, dem Schnitzel hinterher zu gehen.

Die Beschreibung, dass sie dem Menschen hinterher schnüffelt, zeigt mir eigentlich auch, dass sie sich nicht über jeden Menschen freut, sondern eher meint, checken zu müssen. Aufpassen zu müssen.

Wärest Du bei mir in der Hundeschule, würdest Du schon mit dem Welpen lernen, ihn Reize so lange aushalten zu lassen, bis er drüber nachdenkt, nach vorne gehen zu wollen. Dann würdest Du mit dem Körper einen Abbruch des Vorwärtsgehens erwirken, parallel dazu ein Abbruchsignal konditionieren und dem Hund dadurch die Reize "erklären". Das bedeutet, er lernt, dass DU diese Dinge, die er meint, abchecken zu müssen, für ihn regelst. Dadurch bekommt er Sicherheit und Führung durch Dich.

So haben wir (eine Freundin von mir hat auch solche "Probleme") es in der Hundeschule gelernt.... deshalb suche ich hier Rat!!

Wie sieht so ein Abbruchsignal aus?

Wie kann ich dem Hund beibringen, dass sie die Reize aushält? :???

kurze Einleitung zu Frage 2: Willkürlich, wenn wir zb auf dem Hundeplatz sind, oder auf dem Feld, springt sie andere

Hundebesitzer an. Teilweise auch, wenn sie sie nicht begrüßen.

WIE kann ich das unterbinden?

Du kannst es dann unterbinden, wenn Dein Hund insgesamt ruhiger ist, wenn Du ein gut konditioniertes Abbruchsignal mit ihr hast, auf das sie unbedingt hört, weil sie auch weiß, dass es sonst unangenehm wird. Dieses Abbruchsignal muss langsam und gut aufgebaut werden. Damit es dann an fremden Menschen klappt oder an anderen wichtigen Reizen, braucht es genügend Vorlauf und auch Absicherung durch die Leine, damit einfach nie das Signal ohne Folgen bleibt. Also wird ein Abbruchsignal überhört, MUSST Du Zugriff haben auf den Hund, um sofort korrigieren zu können.

wenn sie wohin läuft (ohne Hetz) kann ich sie abrufen, sie macht das immer dann wenn ich nicht hinsehe, oder gerade mit was andrem beschäftigt bin, dann sehe ich es aus den Augenwinkeln, wie sie gerade "oben" oder beim Springen ist. OK werd mir mal schnell ne Schleppleine besorgen!

Aber wie gesagt... wie sieht das Abbruchsignal aus, und welche Folgen hat dieses Abbruchsignal, bzw wie bringe ich ihr das bei, dass wenn sie auf das Abbruchsignal nicht hört, dass es unangenehm wird?

Wie kann ich ihr das benötigte Selbstvertrauen geben?

In dem Du die Hunde, die ihr gut tun, für sie auswählst. Souveräne, ruhige Hunde, die nicht mobben. Den Rest solltest Du aktiv von ihr fern halten, Du hast schon sehr viel Vertrauen eingebüßt dadurch, dass Du das bisher nicht gemacht hast.

Ich weiß, dass ich sehr viel Vertrauen eingebüßt habe :( glaub mir, wär mir (für sie) lieber gewesen, wenn is nicht so gewesen wär!

Frage 4: Sobald sie eine Katze sieht oder einen Vogel (Hunde teilweise) ist sie weg... sie kommt dann jedoch wieder

zurück, aber wie könnte ich ihren Jagdtrieb unterbinden?

Im Moment kannst Du das so, wie Du Euer Verhältnis beschreibst, nur unterbinden, in dem Du sie mit einer Leine sicherst. Dein Hund fühlt sich von Dir weder gesichert noch geführt. Du bist nicht in der Lage, Dinge durchzusetzen, die Du nicht willst. Sag mir EINEN plausiblen Grund, dass Dein Hund ausgerechnet auf dein Geheiß hin auf eine spaßige Hetzjagd verzichten sollte?

Dass Menschen Hunden das Jagen verbieten, ist für mich die höchste Disziplin in der Hundeerziehung. Da muss die komplette Basis der Beziehung stimmen, um DAS zu schaffen.

hmm.... an dem WILL ich auch arbeiten!!! UND genau deshalb, konnte ich dem, was mir der Herr von der über duper "alternativen" Hundeschule sagte, keinen Glaubenschenken!

Frage 5: Habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass ihr euren Hunden beigebracht habt, eure Sachen in Ruhe zu lassen

wenn ihr nicht zu Hause seid!

Wenn ich ALLES wegräume ist es ok, aber sobald ich nen Gegenstand am Tisch etc liegen lasse, ist der mit

Sicherheit zerstört worden, wenn ich wieder zurück komme!

WIE habt ihr das geschafft?

Mein Hund hat keinen Stress, wenn er zuhause alleine ist. Weil er mir durchaus zutraut, auch alleine ohne ihn durch die Welt zu gehen. Es gibt Hunde, die sind der Ansicht, mal ganz menschlich formuliert, ihre Menschen sollten besser keinen Schritt ohne Hund gehen, weil sie sich aus Hundesicht unsicher bewegen. Häufig sind das die Hunde, die mega Stress haben, während ihre Besitzer weg sind. Kauen baut Stress ab. Wenn man was zum Kauen findet, dann nutzt man es.

Wie wäre es mit einem gefüllten Kong, auf dem sie während Deiner Abwesenheit kauen kann? Oder andere, ungefährliche Kauartikel?

Den Kong werde ich in Zukunft einsetzen. Bisher war es so... wenn ich gehe, lasse ich ihr das Kauspielzeug liegen, nimmt sich aber trotzdem das was sie nicht darf...

Das Alleinebleiben habe ich von Welpe an (meiner Meinung nach) aufgebaut ...

so wie viel beschrieben: am anfang ne woche ne halbe stunde, dann ne stunde, dann 1,5 stunden und so weiter... hatte geglaubt, so kann man den Stress verhindern :(

meint ihr, ich gebe ihr

zu viel?

ich arbeite 30 Stunden und hab somit etwas mehr Freizeit, wir gehen jeden Tag 1-2 Stunden (wenn nicht mehr..) auf den

Hundeplatz, wo sie toben kann, oder aufs Feld, wo auch genug Hunde sind.

Ich lese daraus, dass Dir das Toben mit anderen Hundn für Deinen Hund sehr wichtig ist. Das ist im Grunde genommen wie mit Sport. Je mehr man davon hat, desto größer ist die Kondition und desto mehr braucht man davon, um ausgelastet zu sein.

Wie viel Zeit von diesen 1-2 Stunden, was ich jetzt nicht sooooo viel finde, verbringst Du wirklich mit einem Hund in Beschäftigung? Mit Beschäftigung meine ich jetzt etwas, wo nur IHR beide etwas gemeinsam tut, bei dem Dein Hund mit dem Kopf arbeiten darf, auf Dich achten darf, Deine Signale befolgen darf, Deine Aufgaben lösen darf etc.

Wie ist es im Haus bei Euch, wenn Du zuhause bist? Ist da eher Ruhe, oder ist sie da eher unruhig? Was passiert, wenn Besuch kommt? Was passiert, wenn Du sie irgendwo mit hin nimmst? Wenn Du Dich durch die Wohnung bewegst, liegt sie dann irgendwo, oder ist sie Dir ständig auf den Fersen?

Für mich klingt Dein Hund reichlich gestresst. Ein Teil mag Veranlagung sein, also die Unsicherheit, die sie schon als Welpe hatte, ein Teil mag aus Hundebegegnungen kommen, die nicht gut für sie gelaufen sind, und bei denen Du aus ihrer Sicht als Schutzperson "versagt" hast, ein weiterer Teil mag daher kommen, dass sie wenig Grenzen hat bzw. Du Dich nicht durchzusetzen vermagst. Insgesamt kommt dadurch für Deinen Hund ein Sicherheitsdefizit heraus, was sie durch Hektik, Gewusele, Abchecken von Menschen, und Stressabbau zu bewältigen versucht. Sie ist mit der Aufgabe, die Du ihr (aus ihrer Sicht) gibst, überfordert.

Ich hab nur leider keinen Plan, wie ich Dir über tausende von Kilometern helfen soll, an der Führung zu arbeiten...

LG Anja

ne,ne, das hab ich falsch geschrieben - 1-2 stunden sind nur für sie zum Toben, weitere 2-3 Stunden (auf den Tag verteilt-aber wirklich nicht JEDEN tag) spielen wir, machen Suchspiele (zb: Leckerchen suchen, Spielzeug verstecken, oder ich verstecke mich (halb) im "Wäldchen" und sie darf mich suchen ;) ) usw...

In der Wohnung ist, wenn ich nicht will, Ruhe angesagt, dann liegt sie in ihrem Körbchen oder auf dem Boden vor ihrem Körbchen und fertig.

Sie läuft mir nicht nach, das hat sie als Welpe getan, hab ihr das aber schnell abgewöhnt... das will ich nicht

UND JETZT? :???:(

LG Jasmin

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Hallo und Vielen Dank auch für deine Antwort!!

Hallo Victoria, ich hab einfach mal dazugeschrieben, was mir so einfaellt.
Wie schaffe ich das, dass sie andere Menschen ignoriert?

[...]

Willkürlich, wenn wir zb auf dem Hundeplatz sind, oder auf dem Feld, springt sie andere

Hundebesitzer an. WIE kann ich das unterbinden?

Manche Hunde lassen sich ablenken, andere nicht. Wenn du mit ihr an der Leine gehst, lass sie neben dir laufen und fuehre sie bestimmt an den Menschen vorbei. Wenn du zwischen ihr und den anderen Leuten gehst, kann sie nicht direkt anschnueffeln. Wenn sie sich nach den Menschen umdreht, geh einfach weiter und 'nimm sie mit'. (Meine Huendin dreht sich gerne nach anderen Hunden um + ist so schon mal in einen Laternenpfahl gelaufen. Ja, ich habe sie ausgelacht... :D )

So. Wenn sie freilaeuft, solltest du sie nicht einfach zu anderen Leuten hinlaufen lassen. Jedes Hinrennen und Anspringen ist bei deiner sehr sozial veranlagten Maus ein Erfolgserlebnis, das sie nicht haben darf. Kannst du sie abrufen? Wenn ja, rufe sie zu dir und gehe - wenn erwuenscht - zusammen mit ihr zu den anderen Menschen. Sie darf Kontakt aufnehmen, wenn du sie freigibst, zB mit einem 'Sag hallo'. Wenn sie Anstalten macht anzuspringen, fuehre sie sofort wieder weg. Der soziale Kontakt ist die Belohnung fuer hoefliches Verhalten - unhoefliches darf sich nicht rentieren! Wenn du sie nicht abrufen kannst, wuerde ich zum Ueben eine Schleppleine verwenden.

Ich uebe mit meiner Huendin gerade, dass sie nicht zu Menschen hinrennt, die sie locken. Die meisten anderen Menschen ignoriert sie mittlerweile, aber das war am Anfang auch ganz anders! Aber mit der Zeit und viel Uebung verbessert sich das.

Bei Frage 3 kann ich dir leider nichts raten - meine Huendin ist sehr frech und braeuchte eher mal einen auf den Deckel! ;)

:) Hat sie sicher blöd aus der Wäsche geguckt! ;) ich hätte sie sicherlich auch ausgelacht!

so eine Schleppleine ist wirklich ein Muss ;) werd mir sofort eine zulegen!

schön mal zu lesen, dass mein Hund nicht sooo eine Ausnahme ist ;)

sie ist leider nur teilweise abrufbar, und wenn ich es übersehe, dann hat sie natürlich wieder das erfolgserlebnis, oder?!

brauch ne Schleeeppleeeiiinneee!! ;)

Frage 4: Sobald sie eine Katze sieht oder einen Vogel (Hunde teilweise) ist sie weg... sie kommt dann jedoch wieder

zurück, aber wie könnte ich ihren Jagdtrieb unterbinden?

(lt der zahllosen Hundeschulen in denen ich war (Österreich ;D ) heißt es nur, dass es wichtig ist, dass sie wieder

zurück kommt, aber das kann ja nicht allessein oder?

*sprachlosbin* Wenn dein Hund jagt, darf er erst gar nicht weg! Auf jeden Fall wuerde ich sie in Gebieten, wo sie verschwinden koennte, anleinen. Du musst aufpassen, dass du eventuelle Jagdobjekte vor deinem Hund siehst und dementsprechend einwirken kannst. Gib mal Antijagdtraining und Schleppleinentraining in der Suche ein, da gibt es schon einige Themen. Bestimmt melden sich auch noch Fories, die mehr Erfahrung mit 'jagdlich motivierten' Hunden haben. Aber egal was deine Hundeschulen sagen - lass sie nicht weg, lass sie nicht jagen - irgendwann kommt sie vielleicht nicht mehr wieder. Meine Huendin hetzt sehr gerne - vor allem andere Hunde - aber sicher wuerde sie auch einem Eichhoernchen oder einer Katze nachsetzen. Deshalb mache ich mit ihr Schleppleinentraining bzw sie muss direkt bei mir bleiben, wenn sie in Versuchung geraten koennte. Hier in England duerfen Landbesitzer jagende Hunde erschiessen.

Ich weiß, der Hundetrainer sagte mir damals, jagdverhalten könne man nicht unterdrücken, es wäre schon gut, wenn sie wieder zurückkommt.

Habe aber natürlich immer die Angst gehabt, dass sie wirklich mal bis zum Ende nachläuft und entweder nicht mehr zurückkommt, oder überfahren wird... etc... darf gar nicht dran denken...

und Wieder.. ;) Schleppleine! Brauch das Ding wirklich! ;) Danke!

Oh gott, an die Landbesitzer darf ich jetzt nicht weiter nachdenken! Erschießen? nönö pfui !

Frage 5: Habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass ihr euren Hunden beigebracht habt, eure Sachen in Ruhe zu lassen

Da kann ich dir leider auch nichts raten. Wir hatten anfangs einen Zimmerkennel, so dass sich meine Huendin nicht angewoehnt hat, Sachen zu zerstoeren. Aber das scheint bei deiner Huendin wirklich nicht noetig zu sein.

Hoffentlich ;)

Frage 6: Ich gebe meinen Hund ziemlich viel Auslauf, da ich "nur" in einer Wohnung OHNE Garten wohne (hab sonst

ein schlechtes Gewissen ;) ) aber sie ist irgendwie nie richtig ausgelaugt!

Bis ein Dalmi-Schaefer-Mix ausgelaugt ist... musst du wahrscheinlich den ganzen Tag unterwegs sein! Macht ihr denn ausser Toben etwas mit ihr, zB Tricks, Suchspiele, Hundesport? Toben ist schoen und macht ihr bestimmt viel Spass, aber ein Hund will auch kopfmaessig gefordert werden. Vielleicht schaust du mal unter Kopfarbeit, Suchspiele, Dummytraining oder Clickertraining in die Suche, da findest du bestimmt eine Menge Tips. Meine Maus wuerde, wenn sie koennte, auch den ganzen Tag rumrennen wie bekloppt, aber wenn sie ein paar Faehrten gegangen ist, ist sie platt!

Hundesport dürfen wir erst machen, wenn wir BGHa geschafft haben, UND den dürfen wir erst im Sommer machen, vorher ist es von der Hundeschule nicht erwünscht.

Suchspiele machen wir beim Spazierengehen oder auch in der Wohnung...

aber auch nicht JEDEN Tag.

Ich hoffe, ich hab dir ein bisschen geholfen. ;)
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=51240&goto=1010641

Ja auf jeden Fall! Vielen Dank nochmal!

Werd mir auf jeden Fall morgen gleich ne Schleppleine zulegen und vorher natürlich die Foren über Schleppleinentraining durchforsten ;)

Dummytraining und Kopfarbeit muss ich mir auch mal durchlesen!

Wahnsinn, was ich 9 Monate verpasst habe *kopfschüttel* ...

LG Vicy

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Zum Thema Abbruchsignal: Das kann man vorkonditionieren, in dem man Leckerchen in die Hand nimmt, die Faust darum schließt, in dem Moment, wo der Hund von der Faust für einen Moment ablässt, gibt man das Signal und Futter aus der anderen Hand, die hinter dem Rücken verborgen war.

Diese Übung wiederholt man mit beiden Händen im zufälligen Wechsel, bis der Hund versteht, was das Signal bedeutet.

Dann verlagere ich das Leckerchen auf den Boden und schütze es mit dem Fuß. Ich gebe das Abbruchsignal wieder in dem Moment, wenn der Hund vom Fuß ablässt, und füttere aus der Hand.

Hund lernt, ich lasse das eine, bekomme das andere.

Dann beginne ich, Futter so auf den Boden zu werfen, dass ich schnell heran komme, um es zu schützen. Geht der Hund Richtung Futter, gibt es das Signal, geht der Hund trotzdem weiter, springe ich mit vorgeneigtem Oberkörper dazwischen oder auf das Leckerlie und gebe das Signal noch einmal WÄHREND der Aktion.

Danach wiederhole ich das Werfen mit Futter, gebe das Signal, geht der Hund nicht zum Futter hin, gibt es Futter von mir.

Wichtig ist, dass nach JEDEM Signal für den Hund eine Konsequenz folgt. Lässt er von etwas ab, wird er gelobt oder bei etwas wirklich Tollem auch gefüttert, lässt er nicht davon ab, kommt eine deutliche und sehr unangenehme Konsequenz durch meinen Körper.

Genau so mache ich das auch beim Leinenpöbeln oder beim zu anderen Menschen/Hunden wollen. Der Reiz wird so lange ausgehalen, bis der Hund sich ausbauscht. BEVOR er beginnt richtig heftig nach vorne zu gehen, so lange er sich nur aufplustert, nicht grummelt, dränge ich ihn körperlich weg vom Reiz. Leicht zum Hund gebeugter und gedrehter Oberkörper, KEINE Beinarbeit. Bekomme ich dann Blickkontakt vom Hund, bestätige ich diesen. Können wir wieder gemeinsam gehen, gehe ich mit ihm wieder auf den Reiz zu. Er darf sich das ansehen, NEBEN mir, aber nicht vor mir und rumspinnen. Erregung wird sofort durch Abdrängen vom Reiz unterbunden. So lernt ein Hund Stück für Stück, dass Du die Reize für ihn kontrollierst, und dass er sich nicht um sie kümmern muss. Sorry wegen ihm=ihr. Ich schreibe meist männlich, da "der" Hund.

Sitzt das Abbruchsignal, reicht normalerweise dieses, und ein Abdrängen ist nicht mehr nötig. Wir das Abbruchsignal ignoriert, kommt das Abdrängen unmittelbar als unangenehme Konsequenz für das Nichtbeachten des Abbruchsignals. Wird auf das Signal reagiert, kommt ein Lob und man geht gemeinsam weiter.

LG Anja

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Und was verwendest du für ein Abbruchsignal?

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Das mag jeder selbst entscheiden. Nein ist leider oft schon verbraucht...

Gerne nehme ich ein Geräusch, weil man das nicht emotional rumbrüllen kann.

Es reicht wirklich EIN Wort für alles, hergeben, ausspucken, nicht weiter voran gehen, ruhig sein, aufhören zu bellen, was auch immer.

Ein Hund gibt auch sein Spielie auf ein gut konditioniertes NEIN oder XXXT ab, dazu muss man kein Wort mit "deutscher Bedeutung" wie "aus" oder "leg ab" benutzen.

LG Anja

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aber es sollte doch auch zum schreien gehen, sollte der hund später mal, weiter weg sein...

wie wärs mit nem einfachen HALT?

geht das auch?

Pfeifen kann ich nicht ;)

habs in diesem Forum auf einem Video gesehen....

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