Jump to content
Hundeforum Der Hund
meiwa

Unruhe und Frust durch Neuzugang

Empfohlene Beiträge

Also erst 3 Tage?

Manche Hunde brauchen einige Zeit um sich an einen Neuzugang zu gewöhnen.

3 Tage ist noch nicht lang, oft dauert es 1- mehrere Wochen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

als Eddy in unser Rudel kam, war es so, Bagira fand ihn nach einem halben Tag ok, hat ihn geputzt und ihn bespielt, nach ca. 1 Woche folgte Mogli -wobei sie das stärke Augenmerk darauf legte, ihn zu erziehen, Tapsi folgte nach ca. 4 Wochen, Kimba beachtet ihn heute noch kaum, schnuppelt mal an ihm, aber das wars. Merlin, neben Eddy unser einziger Rüde, hat dieselbe Meinung von Eddy, wie von allen anderen Welpen,d ie hier einzogen (wobei Eddy schon knapp 4 Monate alt war) - sie sind doof, nimm sie weg, mach, das alles wieder so ist, wie vorher. Eddy ist sehr viel selbstbewusster als Merlin. Merlin wird im Rudel mit seinem Gegrummele nicht ernst genommen, weil er nie ernst macht. Das hatte Eddy schnell raus. Wenn Merlin zB ein Spielzeug hat, was Eddy möchte und was Merlin hat, möchte Eddy immer, dann hat er es auch ruckzuck. Ich schaue, dass wenn ich mit Merlin spiele, Eddy aussen vorbleibt. Aber was die Zwei untereinander haben, da halte ich mich, solange es sich in einem bestimmten, schwer zu definierenden Rahmen hält, raus. Denn es nützt nix, wenn ich Merlin durch meine Rückendeckung stärker mache, als er ist. Wenn er sich zurück gezogen hat und Eddy ihn dort nervt, helfe ich ihm, wenn er bei mir ist und Eddy nerven will, unterbinde ich das. Aber das Rudel muss sich finden, da nützt es aus meiner Sicht nix, wenn ich mich ständig reinhänge.

Weil es bei uns ein bissl ähnliche Ausgangssituation ist, habe ich sie mal beschrieben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja danke, das ist hilfreich, was Du geschrieben hast, Sabine.

Ich befürchte, ich vermenschliche furchtbar, kann nicht über meinen eigenen Schatten springen.

Im Moment ist in meinem Kopf: "alles ist Scheiße, ich will, dass alles so wie vorher ist".

Der Welpe ist ja auch nicht mein Hund, sondern derjenige meiner Eltern. Nur leider bin ich aus finanziellen Gründen wegen dem Studium gezwungen, in ihrem Haus zu wohnen. Zwar mit eigenem Wohnbereich - trotzdem EIN Haus.

Und bis letzte Woche war hier alles easy.

Der ehemalige Rüde meiner Eltern hat mit meinen Hunden perfekt harmoniert. Die drei waren eine Einheit, wie sie im Bilderbuch steht. Und jetzt ist er tot - ich knabber da sehr dran und kann seinen Tod einfach nicht verkraften.

Und plötzlich "kaufen" sich meine Eltern einen "neuen" Hund - und nun MUSS es funktionieren, obwohl ich selbst dazu noch gar nicht bereit bin. Sie erwarten von mir, dass ich genauso begeistert bin, wie sie. Ich KANN das aber nicht. Ich mag den "Neuen" - mehr aber nicht. Der Altrüde der Eltern ist so plötzlich mitten aus dem Leben gerissen worden - ich bin immernoch völlig fassungslos.

Der "neue" Hund ist ja auch kein Welpe mehr, das ist ein frecher Junghund. Er ist süß, ja. Aber ich tu mich so unendlich schwer damit, ihn zu akzeptieren. Das hört sich sicher unfair an; ist es bestimmt auch - aber mir fehlt der alte Rüde so; ich sehne ihn zurück und ich KANN einfach noch nicht damit abschließen.

Mein Herz ist nicht offen für jemand "neues". Und wenn ich sehe, wie schlecht MEIN eigener Rüde mit der Situation klarkommt, ist es doppelt schwer für mich, mich in die neue Situation einzufinden.

Vielleicht mach ich deswegen jetzt Fehler.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Vielleicht mach ich deswegen jetzt Fehler.

Das ist möglich, aber auch völlig menschlich.

Leider habe ich keine Tipps für dich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Aber wenn Du Deine eigene Wohnung hast, hast Du? Dann kannst Du Dich doch mit Deinen Hunden dorthin zurück ziehen. Zumindest aber in Dein Zimmer, so dass Deine Hunde lernen, dort haben sie ihre Ruhe vor dem Zwerg (mit 4 Monaten habe ich Eddy, der eben auch in dem Alter zu uns kam, als Welpe empfunden - aber vielleicht fällt Dir Deine Einstellung leichter, wenn Du ihn als rüpeligen Junghund siehst, anstatt als noch etwas orientierungslosen Welpen. ;))

Ausserdem kannst Du dem Knirps eine Tabuzone (Dein Zimmer) vermitteln, finde ich immer gut - bei uns ist es das Bad. Man übt sich in Konsquenz und erkennt, wie schnell Hunde begreifen können, wenn man klar ist.

Du weißt ja selber, dass der Kleene nix dafür kann und das eine unterschwellige Antipathie (die sowas leicht werden kann) Euch allen nicht hilft. Und ich empfinde es auch nicht als Verrat, wenn man sich nach dem Tod des Althundes einen jungen Hund ins Haus holt - das hast Du nicht geschrieben, aber zwischen den Zeilen blitzt Deine Traurigkeit und Dein Frust durch.

3 Tage sind nix. Aber Deine Gedanken verstehe ich, ich habe mir Eddy völlig freiwillig ins Haus geholt und auch mal hier und da gedacht, bin ich eigentlich bescheuert, es lief grad alles so gut. Nu mach ich wieder Einzelgänge, eben mit Eddy, bringe ihm alles von Anfang an bei und bei aller Mehrarbeit, möchte ich den kleinen Stinker nicht mehr missen, er ist eine Berreicherung und auch an ihm werde ich wachsen, so wie Du an Eurem Neuzugang.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja, ich bewohne hier im Haus die Dachgeschosswohnung. Der Kleine war bisher noch nicht hier oben.

Ich habe es bisher so gehandhabt, wie Du sagst. Meine Wohnung = Rückzugsgebiet für meine Hunde.

Das Blöde ist; wir nutzen zB. den Garten gemeinsam oder wenn ich mal länger nicht da bin, bring ich meine Hunde runter in den Wohnbereich der Eltern, damit sie nicht so lang alleine sind.

Von dort KANN mein Rüde sich aber nicht zurückziehen, weil er keine Treppen geht (darf er nicht; tierärztlich verboten). Er müsste dann also zusehen, wie er unten klarkommt, weil er seinen Rückzugsbereich nicht erreichen kann.

Ein sehr guter Freund hat mir vorhin empfohlen, meine Hunde NICHT ständig mit zu mir nach oben zu nehmen. Mit der Begründung: solange meine Hunde oben sind, kann der Kleine sich unten "sein" Revier einrichten, ohne das meine was dagegen machen können.

Er befürchtet Konflikte, wenn sich die Hunde dann bspw. im Frühling/ Sommer durch die Gartennutzung ständig begegnen, wenn nicht JETZT von Anfang an klargestellt wird, wer welche Position innehat. Er meint, die Hunde müssten gerade jetzt sehr viel Kontakt haben und sich zusammenraufen, solange der Kleine noch klein ist.

Er meint, durch dieses ständige Trennen nehme ich meinem Rüden jede Chance, sich JETZT zu behaupten und durchzusetzen.

Auch diese Variante klingt für mich logisch. Ich weiß nicht, was nun richtig ist.

Und ja, ich bin sehr traurig und auch frustriert. Trotzdem muss (und will) ich auch dem "Neuzugang" die Chance geben, sich einzuordnen. Er kann ja gar nichts dafür, hat auch nur dieses eine Leben, was für ihn so schön wie möglich sein soll.

Und sicher merkt er meine Schwierigkeiten; genau wie meine eigenen Hunde - und das wird sie sicher nicht freundlicher stimmen.

Im Interesse aller (Hunde wie auch Menschen) müssen wir eine Strategie finden, die funktioniert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Im Moment ist in meinem Kopf: "alles ist Scheiße, ich will, dass alles so wie vorher ist".


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=51377&goto=1014392

Benimmst du dich denn , wie vorher? ;)

Das könnte auch eine Rolle spielen. So wie es klingt gibst du dir große Mühe das nur ja nichts falsch läuft, das ist ja nett. Aber warum sollte sich dein Altrüde zurück gesetzt fühlen? Bekommt der weniger Futter nun? Streichelst du ihn weniger? Muß der jetzt im Keller schlafen ?

Doch sicher nicht , oder?

Kehre mal zum Alltag zurück und versuche nicht so deutlich nur ja alles richtig zu machen. Womöglich ist es nämlich das, was deinen Rüden gerade verunsichert. Oder benimmt er sich der Hündin gegenüber auch anders? Betrifft doch nur dich , oder?

Gruß Iris

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ein sehr guter Freund hat mir vorhin empfohlen, meine Hunde NICHT ständig mit zu mir nach oben zu nehmen. Mit der Begründung: solange meine Hunde oben sind, kann der Kleine sich unten "sein" Revier einrichten, ohne das meine was dagegen machen können.

Er befürchtet Konflikte, wenn sich die Hunde dann bspw. im Frühling/ Sommer durch die Gartennutzung ständig begegnen, wenn nicht JETZT von Anfang an klargestellt wird, wer welche Position innehat. Er meint, die Hunde müssten gerade jetzt sehr viel Kontakt haben und sich zusammenraufen, solange der Kleine noch klein ist.

Er meint, durch dieses ständige Trennen nehme ich meinem Rüden jede Chance, sich JETZT zu behaupten und durchzusetzen.

Auch diese Variante klingt für mich logisch. Ich weiß nicht, was nun richtig ist.

Dein Freund hat völlig Recht, aus meiner Sicht. Ich nahm an, dass die Hunde viel Kontakt haben und mein Vorschlag ging dahin, dass Deine Hunde eben die Möglichkeit haben auch mal durch zu schnaufen, aber klar auf jeden Fall gerade jetzt viel Kontakt, ich finde den Vorschlag, dass Deine Hunde, wenn das eben nicht der Fall ist, sich verstärkt unten aufhalten gut. Das sind sie doch prinzipiell gewöhnt, oder?

Pause von dem Zwerg haben sie dann ja ohnehin, wenn sie oben sind. Mach Dir nicht zuviel Kopp, es ist wichtig, dass sie ihm seine Grenzen aufzeigen, das tun sie schon, wenn er sie zuviel nervt. Meine Kimba zB, die lässt Eddy einiges durchgehen, auch wenn ich ihn dann schon für arg penetrant halte, aber Du kannst sicher sein, wenn sie ihm dann sagt "es reicht" dann versteht er das auch. Das versteht er halt nur nicht bei Merlin, weil der nicht klar ist und nicht nachhaltig in seiner Kommunikation.

Gib den Hunden etwas Zeit, es ist sowas von normal, dass Deine 2 nicht vor Freude die Decke polieren. ;) Schnauf mal durch, dann entspannt es sich besser, auch für die Hunde.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich sehe es wie Sabine!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

es ist ein völlig normales Verhalten Deines Rüden. Rüden halten sich in der Erziehung meist außen vor und können mit Welpen nichts anfangen.

Dein Kleiner ist erst seit Sonntag da. Das ist keine Zeit um die Hunde aneinander zu gewöhnen.

Wenn der Kleine nervt - und das tun alle Welpen/Junghunde bei den Rüden -, dann musst du Deinen Rüden unterstützen, d.h. dafür Sorge tragen, dass er seine Ruhe bekommt.

Mit der Zeit findet eine Zusammengehörigkeit statt. Der Kleine hat dann auch gelernt den Rüden in Ruhe zu lassen. Dann klappt es auch mit der Rudelstruktur.

Gruß Christa

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Lebhafter Hund, Vögel, Rückruf - Frust

      Liebes Forum,   ich muss mich heute einfach mal nur ausheulen. Unsere Wilde (Pyri-Mischling) wird nun bald 1 Jahr alt. Wir haben bereits eine wirklich harte Zeit hinter uns. Sie war als Welpe schon sehr anstrengend, d.h. wie unser Tierarzt es formuliert - "lebhaft". Sie ist immer auf Vollgas, immer angespannt, bereit sofort loszulegen, auch beim "Training" bebt sich richtig (sie will ja wohl alles richtig machen). Inzwischen ist sie etwas ruhiger geworden, vor allem zu Hause. Autofahre

      in Hundeerziehung & Probleme

    • starkes Speicheln und Unruhe

      Hallo, ich habe mich gerade eben angemeldet, weil ich mit unserem Hund einfach nicht mehr weiter weiß. Seit gestern morgens "sabbert" und speichelt Keks ganz massiv. Mir kam es gestern so vor, als könne er nicht richtig schlucken. Vormittags fing er dann an immer mal wieder seinen Kopf nach vorne-oben zu recken (er hat aber nicht versucht zu würgen). Also sind wir dann mittags noch zu unserem Tierarzt gefahren.  Bei der allgemeinen Untersuchung war nichts auffällig (keine Schmerzäußeru

      in Hundekrankheiten

    • Neuzugang wird verfolgt und angegangen

      Hallo, Ich bin ganz neu hier und völlig verzweifelt. Seit einigen Tagen haben wir einen dritten Hund, 6 Monate, zu unseren beiden Bullys, 7 und 9 Jahre. Die Hündin kontrolliert den neuen aber ständig und weist ihn zurecht. Er wird permanent von ihr verfolgt und auch mal angegangen. Er hat heute auch schon zurück geknurrt und geschnappt obwohl er sonst total unterwürfig ist. Das wirkt sich auch auf unseren anderen Bully aus, der jetzt auch anfängt zu kontrollieren.  Das alles passiert aber n

      in Aggressionsverhalten

    • Nächtliche Unruhe

      Hallo meine Hündin lizzy ist 12 Jahre und ein kleiner Mischling und kommt ursprünglich aus Griechenland. Wir haben sie jetzt seit 3 Jahren. Sie hat mich heute morgen um 5 Uhr geweckt indem sie meine Hand angestubst hat war sehr unruhig hechelte heftig und sprang ins Bett ( was sie sonst nicht macht wenn mein Mann dabei ist. Er war auch im bett) sie suchte meine Nähe und hat sich ganz dicht an mich gelegt. Das ging eine Weile so, wir haben sie gestreichelt da war sie ruhiger . Was könnte das gewe

      in Hunde im Alter

    • Nächtliche Unruhe, starkes Hecheln, schnelle Atmung im Ruhezustand - Wer kennt das?

      Hallo Zusammen, ich bin neu hier, muss mich auch noch vorstellen. Habe einen zweieinhalbjahre alten Golden Retriever Rüden, der seit einem guten halben Jahr nachts ständig hechelt und unruhig ist, ohne für mich erkennbaren Grund. Wenn ich dann mit ihm nach draußen gehe, steht er nur ganz ruhig rum, als wüßte er nicht, was los ist. Tagsüber zeigt er diese Symptome nicht, jedoch braucht er nach Spaziergängen oder Training unheimlich lange, um "runterzukommen". Das heißt, er hat noch lange danac

      in Hundekrankheiten

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.