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polar-chat.de  Der Hund
meiwa

Warum soll man sich als Mensch bei offline-Begegnungen entfernen?

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Angeregt durch ein anderes Thema ist bei mir eine Frage aufgetaucht. Bezieht sich NUR auf offline-Begegnungen!

Warum soll man sich so unbedingt entfernen, wenn zwei offline-Hunde Kontakt aufnehmen?

Warum knallt es so oft, wenn die Hundehalter drum herum stehen? Woran liegt das eigentlich?

Bei meinem Rüden ist es auch so, dass er lockerer wird, wenn ich einfach weitergehe und mich nicht weiter drum kümmere. Dann knallt es meist gar nicht, eine brenzlige Situation kann ich dadurch ganz schnell auflösen.

Bei meiner Hündin ist das anders. Eher das Gegenteil. Sie legt generell ziemlich schnell los, wenn ihr ein anderer Hund nicht in den Kram passt. Wenn ich aber dabei bleibe, kann ich eine Attacke von ihr verbal verhindern. Ich sage dann bestimmte Worte in einem bestimmten netten Tonfall - sie entspannt sich und und wir entfernen uns zusammen aus der Situation.

Gehe ich aber einfach weiter und sie ist sich mit ihrem Gegenüber noch nicht ganz einig, ist die Gefahr viel größer, dass sie den anderen Hund angreift.

Also, lange Rede, wenig Sinn:

1. Warum soll man als HH weggehen?

2. Warum trifft bei meiner Hündin das genaue Gegenteil zu?

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Man sollte das "Darumherum" in seiner Wirkungsweise nicht unterschätzen ?

Wie ist der andere Hund "gestrickt", und wie verhält / was macht der andere HH bewußt oder unbewußt???

???

LG :winken:

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Naja, die Bedeutung des "Drumherum" ist ja eben meine Frage.

Ich bin also sozusagen das "Drumherum" - wirke ich denn störend/anstachelnd, auch wenn ich total entspannt bin?

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Ich denke die Hunde fühlen sich bestärkt durch die Nähe der Besitzer. Also können sie ruhig mal ne dicke Lippe riskieren, Herrchen oder Frauchen stehen sicher helfend zur Seite...

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Hi Meiwa,

es sind unterschiedliche Gründe, wieso man sich entfernen soll bevor es rappelt.

Deine Anwesenheit kann einem unsicheren Hund die Sicherheit geben, um den anderen anzupöbeln, sich größer zu fühlen, weil Frauchen wird einen ja beschützen.

Durch das Verweilen an einem Ort bekommen die Hunde mehr Zeit, um sich gegenseitig hochzuschaukeln. Entfernst du dich, wird der Hund dir im Normalfall folgen und die Kommunikation unter den Hunden wird in einer der Vorstufen zur Eskalation unterbrochen. Das gleiche könntest du auch erreichen, wenn beide HH sehr auf die Körpersprache achten würden und rechtzeitig, die Hunde zu sich rufen würden. Aber das ist meist nicht der Fall, begründet auf Kommunikation zwischen den HH, Unkenntnis oder auch falschem Blickwinkel auf das Geschehen.

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Okay, aber WO ist der Unterschied bzgl. Hochschaukeln, wenn ich bspw. 30 Meter entfernt stehe?

Dann haben die doch auch genug Zeit zum Hochschaukeln :???

Und wieso ist ein Hund potentiell pampiger, wenn ich als Hundehalter dabei bin? Ja, ich verstehe, dass er dann mutiger ist. Aber WOZU genau braucht er denn den Mut?

Hat der Hund denn immer ein grundsätzliches Interesse daran, andere Hunde "niederzumachen"?

Achso: und warum ist bei meiner Hündin genau das Gegenteil der Fall? Wenn ich weggehe, knallts erst recht :???

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Naja, die Bedeutung des "Drumherum" ist ja eben meine Frage.

Ich bin also sozusagen das "Drumherum" - wirke ich denn störend/anstachelnd, auch wenn ich total entspannt bin?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=51503&goto=1017794

Finde Deine Gedankengänge ganz toll, weil es um das tägliche Zusammentreffen geht, und das passiert ja nun mal ganz ganz oft in hoher Anzahl!

Eigentlich könnte man annehmen das der Hundehalter seinen Hund und sein Verhalten und das Rasse-Verhalten kennen kann? Tut er es?

Nach meiner Erfahrung setzen wir da zuviel Voraus!

Vermutlich kann es beim Rüden auch mal anders ablaufen, und ebenso bei der Hündin?

Ist da beim Rüden-Zusammentreffen eine Markierungs-Stelle kann es sofort eine andere Wendung nehmen?

Meine Erfahrung geht dahin, dass es schon sehr stark auf die Körpersprache des Leinenhalters ankommt, und welche Gesamt-Signale von Ihm ausgehen und welche beim Hund ankommen, und wie der Hund diese umsetzt.

Ein sehr spannendes Thema, bei dem 2x2 = 4 Individualisten zusammen treffen.

Aus diesem "Gesamt-Gemenge" entwickelt sich der Ablauf, welcher in alle Richtungen Verlaufen kann.

Denke ich, nach meinen Beobachtungen.

Freilebende Hunde können sich artgerecht zueinander Verhalten, durch die den Hunden eigene De-Eskalation.

Wir Menschen schaffen eine Struktur, wie Hund an der Leine /auch Futter-Beutel am Bauch / Ball / Spielzeug, und das bringt den Hund schonmal in eine Situation besonders seinen wandelnden Futterspender verteidigen zu müssen.

Der HH mit dem Futter am Bauch bückt sich und streichelt den anderen Hund, und der eigene Hund sieht sich sofort veranlasst seine nur Ihm gehörende Beute zu sichern.

Entsprechend wird dieses Verhalten nicht aufkommen, wenn kein Futter/Beute (Sonstiges) zu verteidigen gilt?

Hunde laufen ja schon gezielt andere HH an um zu überprüfen ob da Futter zu haben wäre, und viele HH können es nicht lassen den anlaufenden Hund zu füttern, mit der Folge das sofort der eigene Hund wieder sich in eine Futter-Verteidigungs-Motivation begibt.

Jeder neue Hund, ergibt eine weitere Stress-Situation, hausgemacht ????????

???

Die Möglichkeiten sind gar VIELE!

LG :winken:

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Das mit dem entfernen ist mir neu.

Mir wurde damals von meiner Chefin nur erklärt dass man bei (vor allem kritischen) Begegnungen nicht blöd rumstehen soll sondern sich am besten bewegt.

Das "stehen bleiben und warten was passiert" macht den Hund angespannt und deswegen knallts dann auch ganz oft mal.

Ich halte es bei Hundebegegnungen so, dass ich einfach weiter gehe. Meinetwegen können sich alle beschnuppern und "Hallo!" sagen aber für mich ist das kein Grund stehen zu bleiben.

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Ich wuerde immer bei einem unsicheren Hund bleiben, warum soll man den alleine mit seiner Unsicherheit lassen? Wenns dann schief geht, weil der Gegenueber doch nicht so dolle kommunizieren konnte? Wie erklaer ich das meinem Hund?

Gerade unsichere Hunde brauchen Hilfe durch unsere Anwesenheit und Anleitung. Oder wilde Hunde, junge, poebelnde, alle koennen von der richtigen Unterstuetzung durch den Halter sehr profitieren aber auch souveraene Hunde brauchen manchmal Hilfe.

Da helfe ich gerne, wenn ich kann.

Im Gegenzug lass ich mir von meinen Hunden nicht diktieren, das ich weiter huschen muss, nur weils sonst vielleicht knallen koennte. Wenn ich stehen bleiben und kurz ein Wort wechseln moechte, dann erwarte ich das sie sich unauffaellig verhalten, ruhig warten und sich nicht provozieren lassen.

Wichtig ist was Hundeversteher sagt - man sollte seinen Hund kennen. Mein Hund fuehlt sich mit Sicherheit durch meine Anwesenheit bestaerkt, aber faellt trotzdem keine andere Hunde an. :Oo

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Aha. Also stimmt es gar nicht, dass es IMMER richtig ist, sich zügig zu entfernen.

Wie Anne schreibt: gemeinsame Bewegung wirkt sich positiv aus.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man gemeinsam in eine Richtung geht (also mit einem anderen Mensch-Hund-Team), kann das auf vorher vorhandene Konfliktsituationen durchaus entspannend wirken.

Bei meinem Rüden geh ich nur weg, wenn er den dicken Max markieren will. Oder wahlweise wird er zur Ordnung gerufen, wenn ich mich gern mit dem anderen HH unterhalten möchte.

Bei meiner Hündin geh ich NIE weg. Das hab ich einmal probiert und dann hats RICHTIG geknallt.

Sie läßt sich gut von mir beeinflussen in Konfliktsituationen.

@Hundeversteher: ja, es ist wirklich sehr schwierig, das zu erörtern, weil sooooo viele Faktoren aufeinander treffen, die wir Menschen manchmal gar nicht wahrnehmen. Das stimmt.

Wenn ich mal einen ganz schlechten Tag (traurig, nervös o.ä.) erwische, kann ich meiner Hündin durch meine Anwesenheit garantiert nicht helfen. Sie vertraut dann offenbar nicht auf meine Fähigkeit, ihr die Situation zu managen und regelt selbst.

Insofern kann ich Deine Frage, ob ich meine Hunde kenne, wahrscheinlich mit JA beantworten. Die Hündin verhält sich so, wie ICH mich fühle. Ich denke, rassebedingt kommt dann ihr Schutztrieb zum Einsatz.

Ich denke, es ist auch ein Unterschied, ob die HH stehenbleiben und sich nett unterhalten oder ob sie stehenbleiben und gebannt der Dinge harren, die da zwischen ihren Hunden passieren mögen.

Ein Thema, das man wahrlich endlos "durchkauen" könnte. ;)

Aber schön ist er, dieser Gedankenaustausch :)

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