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polar-chat.de  Der Hund
Pierrere

Epileptischer Anfall, Tierarzt, Unverständnis

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Hallo,

und mal wieder ist's meine kleine Paula.

Ich bin heute morgen durch einen epilatischen Anfall von ihr geweckt worden (ich verlinke einfach mal zu einem fast gleichen Thread hier im Forum: Jack hatte einen epileptischen Anfall

Und jetzt stehe ich in einer Sackgasse, aber ich fange mal von vorne an:

Wie lang Paulas Anfall war, kann ich leider nicht sagen, da ich geschlafen habe; als ich zu ihr kam lag sie auf der Seite, stark am Hecheln, verlor viel Speichel und sie krampfte. Es war nach vielleicht 30 Sekunden (einer halben Ewigkeit für mich) vorbei. Sie war danach orientierungslos, konnte nicht aufstehen weil sie kaum Kontrolle über ihre Hinterläufe hatte.

5 Minuten später war sie zwar noch schlapp, konnte sich aber auf den Beinen halten, nach zehn Minuten war sie fast wieder die alte (sie wirkt ein bisschen verängstigt oder eingeschüchtert auf mich).

Danach bin ich mit ihr zum nächstbesten Tierarzt, weili ch den Strass von Taxifahren nicht antun wollte nach dem Morgen (und ich Angst hatte, dass sie davon vielleicht wieder einen Anfall bekommen könnte).

Weil ich diesem Tierarzt nicht vertraue (war mal mit einer meiner Katzen da und die Antwort zu einer simplen Frage war höchst empörend...anderes Thema) habe ich sie nur gebeten meinem Hund bitte Blut abzunehmen und es zu untersuchen. Ich muss zugeben, dass ich durch den Wind war und vergessen hatte zu erklären warum dies passieren sollte. Die Antwort war ob ich es nicht lieber selbst machen möchte ?!?!?!?! Auf mein "Nein"wurde ich dann gefragt, wo sie es denn abnehmen sollen ?!?!?! Ja darf sich denn in diesem Land hier jeder aber auch JEDER "Tierarzt" nennen?!

Ich hab mein Hundi dann in ein Taxi verfrachtet und bin zum (ehemligen) Tierarzt meines Vertrauens gefahren. Wir hatten ein kurzes Gespräch über Paulas Gewohnheiten: darf sie ohne Leine raus, hat sie etwas von draussen gefressen, ist das schon mal vorgekommen, hat sie während des Anfalls Urin verloren, und warum sie denn jetzt immer noch krampft? Nein, sie krampft nicht, sie hat einfasch nur panische Angst vorm TA.

Danach hat er einen schnell-Test auf CDV (Staupe, richtig?) gemacht, der zum Glück negativ war.

Dann hat er mir erklärt, dass epileptische Anfälle auch durch eine Infektion der Lunge ausgelöst werden können. Er hatte sie vorher abgehört aber nichts gefunden.

Die Lösung des Problems ist ganz einfach. Sie sollte hochdosierte Antibiotika bekommen , einmalig per Infusion, nur für den Fall, dass sie eine Infektion haben könnte. Wenn sie dann bis morgen keinen Anfall mehr gehabt hätte wäre die Infektion Schuld gewesen.

Hätte sie einen Anfall bekommen, dann hat sie 100% Epilepsie und würde daraufhin Citicoline Sodium bekommen (natürlich per Infusion).

Ich habe dann nach einer Blutuntersuchung gefragt und wurde nur mit Unverständniss angeschaut und gefragt, ob ich das eben nicht verstanden hätte mit dem Antibiotika, denn das ist die Diagnostik der Wahl. Und wenn es Epilepsie ist, dann ist es ein Problem mit ihrem Hirn, und das Medikament sei gut, das sollte sie dann nehmen, weil man niemals feststellen wird ob sie nicht vielleicht doch einen Tumor hat, da CT's in China nur an Menschen gemacht werden.

Ich habe darauf hin den CPV Test bezahlt und bin gegangen. Ich bin kein Tierarzt, aber mir kam die ganze Sache sehr seltsam vor.

Jetzt meine Fragen:

  • Wie und womit kann ich meinem Hund helfen?
  • Kónnen epileptschische Anfälle durch Infektionen der Atemwege ausgelöst werden? Welche anderen Anzeichen gäbe es für eine solche Infektion?
  • Nehmt einfach mal an es gäbe in Deutschland keine Tierärzte, was kann man tun?
  • Ich denke, dass es wichtig ist eine Blutuntersuchung zu machen, um auszuschliessen, dass andere Problem vorliegen (ich hatte da mal was gelesen hier im Forum über die Nieren oder Leber). Welche Symptome müssten vorligen um ein Blutbild auf jeden Fall zu rechtfertigen, ich habe keinen Probleme damit zu einem anderen Tierarzt zu gehen und die Wahrheit ein bisschen zu dehnen wenns um meinen Hund geht.
  • Welche Untersuchungen sollten sonst noch gemacht werden?

Ich danke schon einmal fuer eure Antworten. Ich habe mittlerweile so ziemlich jeden Thread über Epilepsie hier im Forum gelesen, auch das halb wissenschaftliche Dopkument, das zwischendrin verlinkt war.

Bitte drückt mir die Daumen, dass das nur ein einmaliger Anfall war und Paula keine Ernsthaften Probleme hat.

Vielen vielen Dank,

Pierre

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Hallo Pierre,

das ist ja wirklich eine hilflose Situation. Leider habe ich von dem Thema keine Ahnung aber ich würde einfach mal versuchen, mich per e-Mail an eine deutsche Tierklinik zu wenden oder an einen Arzt der sich gut damit auskennt, die Situation schildern und um Rat bitten.

Alles Gute für Euch.

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Hallöli

erst mal tief durchatmen.

Ich bin ja kein Epi-Experte, aber ich lese seit Jahren alles, was ich dazu in die Finger bekomme, wegen Tyler. Wenn Du alles nachgelesen hast, dann kann ich mir fast ein paar Buchstaben sparen. ;)

Tyler bekam seinen ersten Anfall mit 2, auf das Beruhigungsmittel vor der Kastration, obwohl das eines war, auf das Epi Hunde normal nicht reagieren. ( Haben wir hinterher erfahren..)

Möglicherweise wurde der Anfall durch seine Taubheit, das Nicht-Verstehen der Situation, Angst, meiner Angst und dem langsam entschwindenden Bewußtsein hervorgerufen. Das ist jedoch nur meine persönliche Vermutung.

Sei`s drum, seitdem hat er es.

Tyler krampfte alle 3 Monate, Inka soll ein Tagebuch darüber führen. Zunächst dachten wir, es würde durch Chemikalien verstärkt, die auf die Felder gesprüht werden, durch Stress ( Arbeit in der Hundepension) oder andere Medikamente.

Es hat sich jedoch herausgestellt, daß unser Hund eben seine 4 / 5 Anfälle im Jahr hat.

Wir haben nach dem ersten richtig schweren Anfall eine Blutuntersuchung machen lassen, die war aber in unserem Fall ergebnislos.

Wovon uns abgeraten wurde, waren diverse Sorten Spot-On, sowie das Scalibor-Halsband. ( Auf das hatte er den schlimmsten Anfall aller Zeiten .. )

Letztes Jahr fing er an, alle 2 Monate zu krampfen. Wir wohnen mittlerweile nicht mehr so ländlich, sondern eher im Wald ( Taunus ), Arbeit in der Hundepension ist auch gestrichen, und Umweltstress hat er keinen. Ich war recht verzweifelt.

Dann bekam ich den Tipp, ihm mehr rohes Herz zu füttern, wegen dem darin enthaltenen Taurin.

( Wir barfen ja eh ) - das habe ich gemacht. Ein weiterer Tipp war, ihn ähnlich wie einen Wolf zu ernähren. Also möglichst ganze Futtertiere, bzw. so haarig, fellig und natürlich gehalten wie möglich.

Tyler hat gestern die 3-Monats-Marke geknackt. Vielleicht haben wir Glück, und es klappt. Bei so seltenen Anfällen muß er auch keine Medikamente gegen Epilepsie bekommen.

Zu Deinen Fragen :

  • Helfen kannst Du Deinem Hund sicher, indem Du möglichst wenig Chemie fütterst, bei uns sind bunte Kaustangen, Fertigprodukte und anderes, was nicht natürlich ist ( Dentasticks und Co ) komplett vom Speiseplan gestrichen.
  • Ich kann nicht sicher behaupten, daß es hilft, jedoch versuche ich seinen Organismus eben mit so wenig wie möglich Belastung zuzubomben.
  • Genug Schlaf, wenig Stress haben sich bei uns als förderlich erwiesen.
  • Eine Homöopathin könnte sicher helfen - Chinesische Heilkräuter ?? wären da auch eine Option, Bachblüten ?
  • Erkältung ? Möglicherweise, jedoch ist Epi halt einfach Veranlagungssache. Ein Anfall kann durch alles Mögliche ausgelöst werden.

Ich bin mir sicher, es kommen noch mehr Ideen und Anregungen, die Epi ist leider so verbreitet und ihre Formen so verschieden, daß es kein allgemeingültiges Allheilmittel gibt.

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Ein ewig alter Thread, den mein Freund geschrieben hat.

Hier ein Update:

Paula hat nach wie vor elileptische Anfälle und bekommt seit 2 Jahren Phenobarbital. Sie krampfte bisher ca. alle 6 Wochen und dann 3 Tage lang mehrfach täglich.

Durch Zufall haben wir vor 2 Monaten einen alten Tierarzt kennen gelernt, der in der Polizei Hundeschule arbeitet. Er hat sich Paula angeschaut und wir haben ihm alles gesagt, was wir in den Jahren beobachtet haben.

Nach der Krampfphase ist Paula sehr fröhlich, aufgeweckt und spielt viel. Das geht so eine Woche lang. Danach wird sie ruhiger. In der Woche bevor sie wieder krampft liegt sie nur rum und schläft.

Der Tierarzt hat uns daraufhin Traditionelle Chinesische Medizin empfohlen, die den Hirninnendruck regulieren soll.

Die bekommt Paula nun zweimal täglich, seit 2 Monaten. Zusätzlich noch die Phenobarbital.

Die Veränderung ist grandios. Sie hat seitdem nicht mehr gekrampft und ist viel aufgeweckter.

Ich hoffe wirklich, dass sich vielleicht auf Dauer etwas verändert!

LG

Sandra

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Schön mal wieder von Euch zu lesen :winken:

Das liest sich, als wäre es gar nicht so einfach, aber wichtig ist das Paula gut damit leben kann :yes:

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