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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Wieviel Zeit gebt ihr euch mit der Erziehung eures Hundes und wie seht ihr das mit der Perfektion?

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

grundsätzlich steht die Frage ja schon oben.

Erziehung ist ja ein dehnbarer Begriff.

Es gibt ja schon mal die Grunderziehung, also das was ich brauche um den Alltag mit Hund zu meistern.

Diese Dinge, wie Sitz, Platz, Bei Fuß usw. sitzen bei dem einen Hund eher und bei dem anderen Hund dauert es ein bisschen länger.

Macht ihr euch damit irgendwelchen Stress, wenn mal was nicht so klappt?

Seid ihr der Meinung, jetzt nur als Beispiel, bis zum ersten Lebensjahr muss oder sollte alles sitzen?

Wenn irgendeine Sache nicht klappen sollte, übt ihr sie dann verstärkt oder nehmt ihr sie erst einmal heraus und setzt noch mal neu an?

Jetzt besteht die Erziehung ja nicht nur daraus, seinen Hund ins Platz zu schicken oder heranzurufen, sondern auch im täglichen Umgang mit Artgenossen.

Ich bin der Meinung, mag ich ja auch falsch mit liegen, dass sich viele Dinge die ein junger Hund macht, von alleine ausschleifen, weil er souveräner wird und man es geübt hat.

Das soll jetzt nicht heißen, dass man einen Junghund deshalb gewähren lassen sollte, wenn er hochfährt oder in die Leine geht, wenn er Artgenossen sieht.

Wenn mein Junghund das macht, bekommt er von mir auch eine Ansage, bleibt erst mal an der Leine bis er ruhiger wird und darf dann erst spielen gehen, aber das stresst mich persönlich jetzt nicht sonderlich, weil ich weiß, dass ich das dem Alter zuzuschreiben habe.

Also grundsätzlich würde mich mal interessieren, was ihr euch da für Maßstäbe setzt, ob ihr dem Hund auch mal eine Lücke zugesteht, was die "Perfektion" angeht und - wenn die Situation jetzt nicht übermäßig wichtig ist und der Hund tatsächlich mal nicht hört - einfach auch mal denkt: Was für ein Quatschkopp. ;)

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Hallo,

bei der Erziehung setze ich keinen persönlichen Zeitrahmen, sondern gehe mit meinem Hund so vorwärts wie er es mitmacht. Mitunter geht alles ganz schnell, mitunter benötigt er auch viel Zeit, weils gerade nicht in seinen Kopf will.

Übungen werden durchgezogen, Perfektionismus erwarte ich von meinem Hund nicht, weil - ich bin auch nicht perfekt, mir unterlaufen auch gelegentlich Fehler und manchmal will ich auch nicht.

Mein Hund hat die gleichen Rechte!

Gruß Christa

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Hallo,

grundsätzlich erwarte ich Gehorsam. D.h. wenn mein Hund ein Kommando kann, weil wir das entsprechend aufgebaut und gefestigt haben erwarte ich auch, dass er es zu 100 Prozent ausführt. Allerdings bin ich kein Halter der ständig mit Kommandos um sich schmeißt. Ich gebe sie außerhalb von Übungen eigentlich nur wenn es notwendig ist. Was mir wichtig ist, ist dass mein Hund leinenführig ist, abrufbar und auf meinen Abbruchsbefehl reagiert und da dulde ich auch keine Abweichungen und übe eben notfalls bis zum Erbrechen. Mein Hund ist jetzt zehn Monate alt, im Vergleich mit Altersgenossen gut leinenführig, aber noch nicht so perfekt wie ich das gern hätte. Abrufbar zu 100 Prozent, allerdings möchte ich dass er schneller auf den Abruf reagiert (er schnüffelt manchmal z.B. noch ein paar Sekunden zu Ende, nachdem er geguckt hat), Abbruch funktioniert gut.

Ich bin schon ein wenig perfektionistisch veranlagt, weil ich nicht möchte dass mein Hund negativ auffällt. Aber ich bin kein Feldwebel und gestehe ihm soviel Freiheit wie möglich zu.

Generell denke ich wir bewegen uns im oberen Mittelfeld was den Grundgehorsam angeht.

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Einen Junghund haben wir ja nun auch nicht gerade (12 Jahre), aber GsD kannte der schon einige Grundkommandos und ist im Laufe der Zeit "nur" etwas aus dem Ruder gelaufen.

Nun, seit der Kleine bei uns ist, hat sich das mit dem Gehorchen stark verbessert, aber es gibt immer noch reichlich Lücken...;-)) Und da bin ich auch selber dran schuld, weil ich ein paar Sachen schleifen lasse je nach Umstände. Aber - Perfektion erwarte ich keinesfalls. Ich lasse z.B. den Ansatz vom Sitz auch schon mal gelten, auch wenn das nicht korrekt ist... ;) Im täglichen Umgang klappt das mit dem Hund eigentlich sehr gut - bei kleinen Hunden fallen je nachdem Erziehungsfehler auch nicht soo auf.

Wichtig ist für mich immer, daß der Spaß im Umgang miteinander erhalten bleibt.

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Einen Zeitrahmen habe ich mir nie gesetzt, weil das vom Individuum Hund abhänging ist. Ich würde mich damit viel zu sehr unter Druck setzen.

Grundgehorsam, Bindung und Führung ist das A und O einer Hundeerziehung, wobei ich kein Perfektionist bin. Wichtig ist es auf den Hund einzugehen und seine Eigenheiten zu berücksichtigen, sich selbst reflektieren und auch mal bereit sein andere, neue Wege einzuschlagen.

Ich dulde in gewissem Maße Individualität. Allerdings ist das nur möglich weil ich mich und meinene Hund kenne, seine Verhaltensweisen und Körpersprache lesen kann.

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Huhu Astrid,

als ich meinen Spike zu uns geholt habe, wollte ich den perfekten Hund haben.

Das bin ja typisch ich. :Oo:D

Mit hat mein Spike aber gezeigt, das es nicht immer wichtig ist, perfekt zu sein.

Ich kann heute bei ihm gut auch mal 5 grade sein lassen.

Für mich ist mittlerweile nur wichtig etwas durchzusetzten, wenn ich das auch wirklich will.

Dann reagiert auch mein Hund.

Heute klappt das mal und morgen vielleicht nicht aber wenn ich es wirklich will, dann klappt es immer und das ist für mich wichtig.#

Ich habe damals, bevor ich zu Anita gefahren bin auch immer gedacht: Verdammt, wenn ich "sitz" oder "platz" sagen, warum braucht dieser Kerl so lange dafür.

Er macht es immer aber nur nicht auf zack,zack.

Dazu meinte Anita, damals, er ist kein Schäferhund und auch kein BC, die das so schnell machen können. Spike wäre vom Gehirn so in etwas die Richtung Molosser und die brauchen halt immer ein bisschen länger, bis sie Befehle aufführen können.

Du siehst, es ist auch ein wenig vom Rassetyp abhängig.

Ich hoffe ich hab deine Frage damit beantwortet.

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Huhu Rhodium,

Echt? Du übst mit einem 10 Monate alten Hund und erwartest, dass er das zu 100 % ausführt?

Grundsätzlich musst du das selber wissen und ich will dich deshalb auch nicht angreifen. :)

Mein Hund ist gleichaltrig mit deinem und ich erwarte das nicht.

Ich sage mir da irgendwo auch, der ist gleichgesetzt mit einem Kind vielleicht in der Grundschule und die machen auch mal Fehler oder die Konzentration sinkt. :)

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Also...

ich hatte ja noch nie einen Welpen und auch keinen Junghund. Blaze war bereits 1,5 Jahre alt, als er zu mir kam.

Aber grundsätzlich denke ich, dass

1. Ruhe sehr wichtig ist. Der HuHalter sollte ruhig bleiben, auch wenns mal nicht klappt.

2. es wie bei anderen Fragen auch schwer ist, pauschal zu antworten.

Jedes INDIVIDUUM lernt anders, in seinem eigenen Tempo. Hat Dinge, die er/sie leichter lernt, oder schwerer.

Und jedes INDIVIDUUM = in diesem Fall HuHalter LEHRT und vermittelt anders. Der eine kanns besser rüber bringen, der andere schlechter.

Das kennt man auch aus der Schule oder aus dem Beruf: es kann jemand fachlich noch so gut sein, wenn er sein Wissen nicht transportieren kann, und du wirst von dem/der eingearbeitet... boah... könnt man Wände hoch gehen.

Viele HuHalter wissen vielleicht ! was sie wollen, aber sie haben keine Ahnng, wie sie es dem Hund mitteilen.

Sicher ist es wichtig, das kleine 1x1 dem Hund zu vermitteln.

Aber ob er schnell, langsam oder garnicht in der Lage ist, gelassen durch eine belebte Fußgängerzone zu laufen, oder 2 Stunden ruhig in der Pizzeria unterm Tisch zu liegen, ist von vielen Faktoren abhängig und bereits "die hohe Schule". So denk ich.

Persönlicher Ehrgeiz des HuHalters ist schlecht.

So wie bei Eltern, die UNBEDINGT WOLLEN, dass ihr Kind das Abi mit 1,2 macht und dann ...ichweißnichtwas... studiert.

Klappt das? Sind die Eltern glücklich? Ist so ein Kind glücklich?

Andere Frage: IST MEIN HUND GLÜCKLICH?

Für wen sollte ich als HuHalter Vorgaben erfüllen? Wir können doch nicht alles und alle in ein und das selbe Schema reinpressen... schreckliche Vorstellung...

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Da mein Hund sportlich geführt wird..... habe ich schon darauf geachtet .. das bestimmte dinge mit einer Perfektion ausgeführt wurde.. genauso hat mein Hund auch ein bestimmtes Zeitlimit... :D

Hätte ich sie nur als reiner Familienhund.. dann würde ich alles etwas lockerer sehen... z.b dann würde ich auch ein ganz langsames Sitz akzeptieren ;)

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(bearbeitet)

@ Hansini: Schön geschrieben Heidi!

Für mich ist mittlerweile nur wichtig etwas durchzusetzten, wenn ich das auch wirklich will.

Dann reagiert auch mein Hund.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=52221&goto=1037286

Genau so sehe ich das auch Andrea. Ich muss mich durchsetzen können und der Hund muss das erkennen können und dementsprechend reagieren.

Edit: Ich denke auch, dass es oftmals gerade dieser Hang zur Perfektion ist, der das Verhältnis zwischen Hund und Halter blockiert, Befehle dann nicht ankommen lässt und wenn der Hund merkt, dass Stress aufkommt, überträgt sich das.

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