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polar-chat.de  Der Hund
Juline

Spiel oder Stress?

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Hallo ihr,

bei uns dürfen die Hunde nach dem Training (Unterordnung /Agility) auf dem Platz zusammen spielen –Leinen ab und los geht`s. Mir ist schon oft aufgefallen, dass Jule dann sehr angespannt ist und kein bisschen locker. „Spielen“ kann man das nicht nennen.

Ich dachte bisher, dass sei auf die Konzentration und Anspannung während des Trainings zurückzuführen. Nun war es aber kürzlich so, dass sie VOR dem Training zusammen auf dem Platz laufen konnten, 8 oder 9 Hunde, mehr oder weniger gut miteinander bekannt, und Jule war genauso komisch drauf.

Da hab ich endlich kapiert, dass sie mit der Meute schlicht überfordert ist und unter Stress gerät, und ich ärgere mich über mich selbst, dass ich da nicht früher drauf gekommen bin. :Oo

Sie wird dann knotterig und unwirsch. Manche Hunde suchen Schutz bei ihrem Menschen, manche beschwichtigen am laufenden Band, je nach Charakter –kaum einer „spielt“ so wie ich mir spielen vorstelle, ausgelassen, entspannt und fröhlich.

Das kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein, ich werde Jule künftig nicht mehr mittun lassen.

Manche Hundeschulen bieten ja solche „Spielstunden“ an, bei denen eine Menge Hunde auf einem eingezäunten Gelände zusammen gebracht werden –spielen die miteinander?

Ich frage mich wirklich, ob damit nicht vielleicht oft sogar genau das Gegenteil von Sozialisation erreicht wird, nämlich dass die Hunde gestresst und überfordert sind und sich ihr Verhältnis zu fremden Hunden eher verschlechtert…?

(Ich rede hier nicht von gut geführten Welpen-Spielstunden.)

Würd mich interessieren, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt und wie ihr das seht!

Liebe Grüße

Antonia

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Bei uns wird auf dem Platz, auf dem trainiert wird, nicht gespielt. Wenn nach dem Training der Nebenplatz leer ist, können wir die Hunde dort aber spielen lassen. Das sind dann aber auch immer nur ein paar, Chili spielt dann auch wirklich.

Training vorbei, runter vom Trainingsplatz - jetzt kann Madame den Terrier rauslassen ;)

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Also, erstens: Was für uns nach Spiel aussieht, ist eben nicht immer nur Spiel!! Wenn ein Hund nicht spielen will, sollte man das auch akzeptieren, er wird seine Gründe haben.

Zweitens: Nach Lernsituationen sollte man dem hund eigentlich etwas Ruhe verschaffen, damit sich das gelernte festsetzen kann. Die Synapsenbildung im Gehirn wird in Stresssituationen gehemmt!

@ Entchen Warum sollte man auf dem Trainingsplatz nicht grundsätzlich die Hunde spielen lassen?

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Vielleicht solltest du es erst mit einem Spielgefährten versuchen und dann langsam die Anzahl der Spielgefährten steigern.

Manche Hunde sind aber auch einfach ein bisschen asozial. Ist ja nicht bös gemeint, aber man kann es entweder akzeptieren oder ein bisschen dran arbeiten.

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Bei uns im HSV dürfen die Hunde vor (und meist nach) dem Training toben und spielen....jedoch kennen sich die Hunde alle und sind verträglich....und falls ein neues Team (Hund/Mensch) dazukommt, wird erstmal angeleint bzw. "abgerufen"....und Verträglichkeit usw. erfragt...

Ich kenne aber auch Hundeplätze, wo das nicht erwünscht ist....wegen der "Verletzungsgefahr" der Hunde....das verstehe ich auf der "anderen Seite" auch..... ;)

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Bei uns läuft das in der Hundeschule auch so. Man kommt hin, schaut wer alles da ist, wenn wer Neues da ist wird meist bissel gefragt und dann 5 min frei. Da können sich die Hunde miteinander auseinandersetzen wenn sie wollen und sind nachher im Training nicht abglenkt weil sie bei dem einen oder andern unbedingt noch was schnuppern müssen.

Und nach dem Training dasselbe, ich hab das Gefühl sie freuen sich richtig drauf.

Ich denke die Vorschläge bezüglich deines Problems sind sehr gut. Frag den Trainer mal ob du das langsamer angehen kannst, mit einem anderen Hund oder vielleicht zwei, die sie mag. Kommt halt drauf an ob Jule generell mehr ein zurückhaltender Hund ist oder doch wirklich spielen kann und mag... das weisst du besser. :)

Ich würde sie nicht einfach nicht mehr mittun lassen, ist zwar der sicherste und einfachste Weg, aber wäre ja schade. Hundekontakte sind wichtig, und vielleicht muss sie das erst lernen. Das mag Überforderung oder Angst sein, oder Zickigkeit...

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Pepper kann ich das auch nicht zumuten mit "fremden" Hunden hin und herzuhetzen, schon gar nicht auf einer eingezäunten Fläche. Maniya findet das ganz witzig meistens. Dennoch mach ich das eigentlich nicht mehr. Ich treff mich lieber mit befreundeten Hunden zum Toben.

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Danke euch für die Antworten.

Jule hat einige Freunde, mit denen sie auch schön spielt (schön wild!).

Zum Beispiel wenn wir in den Streuobstwiesen arbeiten, da kennt sie die meisten Hunde, die vorbei kommen, und mit vielen spielt sie. Und bei Spaziergängen ist sie auch schnell dabei, fordert oft auf, und mit ihrem rüpeligen Charme kriegt sie manchmal sogar Selten-Spieler rum.

Daher ist es mir nicht sooo furchtbar wichtig, dass sie auch auf dem Platz die Gelegenheit bekommt.

Ich finde auch, das schönste Spiel entsteht, wenn`s nur zwei Hunde sind -schon bei dreien kommt es oft zu Eifersüchteleien und die Harmonie geht flöten.

Und was auf dem Platz als "spielen" bezeichnet wird ...hmm, ich sehe da oft mehr Stressverhalten bei vielen Hunden. Es sind einfach zuviele, die sich zu wenig kennen.

Das Argument, dass sich das neu gelernte bei anschließender Ruhe besser festsetzt, hat natürlich auch was.

(Hehe jetzt weiß ich endlich, warum die Gurke so schusselich ist... Ruhe kennt die kaum)

Liebe Grüße

Antonia

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Hallo,

bei uns auf dem Platz gibt es die Freilaufminuten auch - allerdings am Anfang des Trainings, ganz selten mal am Ende der Trainingsstunde.

Ich finde am Anfang der Stunde macht es auch Sinn - die Hunde können miteinander kontakten, sich begutachten, spielen usw. - wir sind auch eine feste Gruppe - die Hunde kennen sich mit der Zeit immer besser, dadurch läuft dann auch das Training viel entspannter ab. Hierbei fühlt sich auch mein Hund wohl.

Gelegentlich ist aber auch mal am Ende der Stunde noch kurz Zeit für Freilauf oder der Trainer bittet uns noch ein wenig mit der nächsten Gruppe dazubleiben, wenn diese zu wenig Teilnehmer haben. Hier lasse ich meinen Hund inzwischen nicht mehr mitmachen, da ich beobachtet habe, dass er nach dem Training mit dieser Situation einfach überfordert ist - nach 1 Stunde Training hat mein Hund genug - er will erstmal für eine Weile seine Ruhe haben - er hat schlichtweg Stress mit den Freilaufminuten am Ende einer Trainingsstunde.

Seid ihr eigentlich immer die gleichen Hund-Mensch-Teams in einer Gruppe? Vielleicht könnt ihr eure Freilaufminuten an den Anfang der Trainingsstunde setzen? Wenn nicht, würde ich schauen wer anwesend ist und je nach anwesenden Hunden entscheiden ob ich meinen Hund da mitmachen lasse oder nicht.

Lieben Gruß

Susanne

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also mein Hund darf nicht nach dem Training spielen... sie kommt ins Auto.. das sie zur Ruhe kommt...

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