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Hundeforum Der Hund
Hanne65

Chemische Kastration beim Rüden mittels Chip und deren Auswirkungen

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Hallo, kann mir jemand helfen?

Wir haben einen 2 Jahre alten Bolonka Rüden, er ist ein echte Racker und macht uns viel Spaß. Das Gassi gehen wird leider zunehmend stressiger. Die Damenwelt lässt er noch in Ruhe. Er geht in geduckter Stellung auf sie zu und beschnüffelt sie von vorne und hinten. Na alles super. Kommt dann aber ein Rüde hinzu, geht es richtig zur Sache. Von Weitem wird schon lauthals gekläfft was das Zeug hält. Eine dünne Leine würde das Zerren nicht mehr halten. Er ist so von Sinnen, dass ich nur noch kopfschüttelnd und kleinlaut von dannen ziehen kann. Ein Ansprechen oder mit Leckerchen ablenken ist nicht drin.

Sonst ist alles super, nur das ewige Gezerre und Gekläffe anderen Rüden gegenüber nervt langsam. Was kann ich tun???

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Huhu,

wie verhällt er sich denn, wenn kein Weibchen in der Nähe ist und nur die Rüden aufeinandertreffen?

Für mich hört sich das nach mangelnder Erziehung an, da kann man nur mit Training dagegenhalten. Eine Kastration oder der Chip wird hier wohl nix nützen *denk*

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(bearbeitet)

Hallo,

unser Kleiner ist auch zuerst chemisch und dann richtig kastriert worden.

Bei uns war es so (er ist mittlerweile ca. 3 Jahre alt), dass er draußen überhaupt nicht ansprechbar war. Egal ob Leckerlie oder sonst was. Er hing in der Leine - stundenlang. Nicht böse von ihm gemeint - er wollte nur einfach auch immer zu den anderen Hunden hin...

Aber wir konnten ihn a) nicht losmachen, weil er ja schon an der Leine nicht gemerk hat, dass wir da sind und B) er hätte die anderen so genervt (aufreiten und so), dass er immer und immer wieder richtig eine drauf gekriegt hätte.

Wir haben wirklich lange trainiert (wir haben ihn aus dem TH und wollten natürlich nicht, dass wir ihn überfordern) aber es hat NICHTS geholfen.

Schlussendlich hat unsere Trainierin gemeint wir sollen es mit dem Suprelorin-Chio versuchen und ich kann sagen - VIELEN DANK!

Es hat sehr geholfen. Das Trainig ersetzt es sicher in keinster Weise aber er wurde wenigstens ansprechbar und hat Futter genommen, so dass man mit ihm was machen kann.

Er hatte dann zwei Chips also ein jahr lang und dieses Jahr im Februar wurde es dann mit der OP ernst.

Ich kann nur sagen bei uns hat es super funktioniert, er läuft sogar mit mir jetzt FREI an anderen Hunden vorbei wenn ich das will. >> Natürlich sau viel TRaining! Aber wenn man merkt der Hund lässt sich auf Training ein ist es ja super schön so Erfolge zu haben.

Anders hätte ich echt nicht gewusst was wir machen. Es wäre für ihn ja auch Mist gewesen, nie Freilauf und immer eine draufkriegen... (also von anderen Hunden :-) )

Der Chip war m.E. sogar noch schwächer als die richtige Kastration, denn jetzt frisst er deutlich mehr als nur mit dem Chip. Er nimmt aber nicht zu, weil er dafür einfach zu viel verbrennt.

Ich hoffe ich konnte Dir einen Einblick geben. :winken:

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unserer ist auch via chip kastriert worden....das wirkt jetzt sogar schon länger als 6 mo.

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Also Robby verhält sich genau wie Dein Bolonka. Sobald ein anderer Rüde dazu kommt, dreht er echt am Rad. Deshalb habe ich vor 4 Wochen den Chip setzen lassen. Das Ergebnis ist, dass er seitdem viel schläft und echt zu kämpfen hat, mit der Umstellung. Außerdem ist er von Woche zu Woche schreckhafter geworden und springt bei dem kleinsten Geräusch zur Seite, wogegen ich früher zu Silvester ohne Probleme spazieren gehen konnte. Das Verhalten gegenüber anderen Rüden hat sich nicht groß geändert, so dass ich mir das Kastrieren wohl sparen kann.

Sorry, ich bin mit dem Chip nicht wirklich glücklich, denn ich habe das Gefühl, es ist nicht mehr "mein Robby".

Grüße von Christine

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Hallo,

wir haben einen Dobirüden, der nun 10 Monate alt ist. Als er in die Pubertät kam, wurde es von Tag zu Tag schwieriger. Aber eben auch nur draußen! Zu Hause der liebste Hund, konzentriert und aufmerksam - sobald wir Gassi war, der volle Hormonjunky. Ich hatte irgendwann Schwierigkeiten, ihn zu halten, er ist eben ein Dobermann (...). Er war danach immer fix und fertig, im Frühling sind nun mal viele Hundemädchen läufig.

Da unser kleiner Mann einen Herzfehler hat, stand die Kastration so oder so an. Vor gut 4 Wochen ist die kleine OP über die Bühne gegangen, die dauerte gerade mal 15 Minuten.

Danach wurde es spürbar bessr: kein Markieren mehr, kein Gekleckse und endlich ist er wieder 'bei uns', aufmerksam und lernfreudig, supernett zu allen Hunden (ob Männlein oder Weiblein) und trotzdem selbstbewußt und immer in 'Halbachtstellung' (typisch Dobi eben). Genauso liebevoll und schmusig wie vorher ist er ebenfalls.

Ich weiß, dass dies immer wieder ein sehr schwieriges Thema ist und hitzig gestritten wird. Es wird wohl auch keine objektive Meinung dazu geben. Letztlich ist es immer die Entscheidung des Hundehalters, was er tut. Bei einem Rüden ist der Eingriff wirklich unkomplziert und schnell.

Viele Grüße

bombo

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Hallo :)

Auch wir haben unseren mittlerweile dreijährigen Rüden DaVinci aus medizinischen Gründen erst chemisch und dann "richtig" vor einem Jahr kastrieren lassen müssen.

Allerdings kann ich Mucks Beitrag beststätigen, dass sich das Leinenpöbeln damit nicht beheben lässt. Spreche da aus Erfahrung :) allerdings war das auch nicht das Ziel der Kastration bei uns, und uns von Anfang an klar. Wir gehen in eine Hundeschule :)

Allerdings haben wir beobachtet, das DaVinci schon etwas ruhiger geworden ist draussen.

Kann aber auch am Training liegen :D

So eine chemische Kastration ist ein Chemieböller und ich würde das nicht auf Dauer meinem Hund zumuten. Unser Tierarzt riet uns nur einmal am Anfang dazu, um zu sehen, ob sich seine

Gesundheit dadurch stabilisiert, sprich, ob eine Kastration dann nötig ist. Bei uns war das 100 prozentig so. Daher dann der OP-Termin.

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