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Hundeforum Der Hund
Gwenni

Wirkt zu viel loben draußen aufpushend?

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Am Samstag sollte eigentlich das Apportiertraining stattfinden, es ist aber ausgefallen, weil die Anderen nicht kamen. Also habe ich die Zeit genutzt ein bisschen mit meiner Hundetrainerin zu quasseln.

Sie fragte mich, wie es so mit Mona klappt und sie findet, dass es im Gegensatz zu früher schon viel besser geworden ist (sie meint das Jagen und das Verhalten draußen). Ich bin eigentlich der Meinung, dass sich nicht wirklich viel verbessert hat und habe ihr erklärt, wie ich probiert habe weiterzuarbeiten. Für alles was sie gut gemacht hat z.b. stehen bleiben und nur schauen, habe ich sie gelobt. Das Ende vom Lied war, dass Mona nur noch stand und über das Feld geschaut hat und ne Belohnung wollte. Sie lachte dann und meinte: Einen intelligenten Hund zu erziehen ist noch schwerer :D .

Sie meinte, dass sie die Loberei draußen lassen würde, weil Mona dadurch viel zappeliger wird und denkt, wenn sie gelobt wird, dass sie ihr eigenes Ding durchziehen kann. Sie würde sämtliche anfängliche Jagdversuche also Fährte aufnehmen, schauen etc. direkt unterbinden. Ihr richtiges Verhalten wird dadurch belohnt, dass sie keine Konsequenz erfährt. Was haltet ihr davon?

Am Sonntag hat sie im Feld ein paar Krähen gesehen und ist nach 100m stehen geblieben, hat nach mir geschaut und auf meinen Pfiff kam sie sofort zurück. Ist doch schon mal gut oder?

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Zu den Krähen ;)

Sowas jagen meine nicht, weil die können zwar schnell rennen, aber nicht fliegen. Jeder halbwegs intelligente Jäger verschwendet auf so etwas keine Energie. Aussnahme die Krähe ist so nah, das sich ein Versuch doch lohnen könnte ;)

Nun muß du überlegen, ob dein Hund wirklich gekommen ist, weil du gepfiffen hast, oder war der eh schon dabei die Hatz ab zu brechen? War also eher Zufall ;)

Zum Lob habe ich dir Damals schon geschrieben, das es sehr ruhig sein sollte und den Hund keines Falls aufdrehen.

Und dann ist es ganz normal, wenn du deinen Hund etwas lehrst, das der das erst einmal oft ausprobiert, weil er es noch nicht richtig verknüpft hat. Das ist normal und gehört dazu und zeigt dir, dein Hund will lernen. Soweit so gut.

In dieser Phase ist es an dir ihn nur dann zu bestätigen, wenn er das gewünschte neue Verhalten an richtiger Stelle zeigt und ansonsten ignorierst du ihn einfach.

Dein Hund weiß nun, das du es gut findest, wenn er stehen bleibt. Er weiß nur noch nicht, wann er das tun soll und das kommt mit der Zeit, wenn du lobst, weil er es richtig macht. :)

Gruß Iris

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Zu den Krähen ;)

Nun muß du überlegen, ob dein Hund wirklich gekommen ist, weil du gepfiffen hast, oder war der eh schon dabei die Hatz ab zu brechen? War also eher Zufall ;)

Aus der Hatz kann ich sie nicht abpfeiffen. Sie hat die Hatz selbstständig abgebrochen und dann habe ich sie zu mir gerufen. Früher wäre sie über das Feld gerast und hätte mal geschaut was man sonst noch sie mitnehmen kann.

Zum Lob habe ich dir Damals schon geschrieben, das es sehr ruhig sein sollte und den Hund keines Falls aufdrehen.

Das habe ich auch beherzigt und ganz ruhig dann immer "gut" gesagt.

Dein Hund weiß nun, das du es gut findest, wenn er stehen bleibt. Er weiß nur noch nicht, wann er das tun soll und das kommt mit der Zeit, wenn du lobst, weil er es richtig macht. :)

Gruß Iris
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=52577&goto=1047892

Das habe ich mir auch schon gedacht.

Sie ist draußen je nach dem nur so zappelig,...bei jedem Laubrascheln wird aufgeregt geschaut. Ich weiß einfach nicht, wie das besser werden kann.

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Die Frage hierbei ist wie Du Dir Deinen Hund vorstellst. Möchtest Du einen Hund, der aus Angst vor Bestrafung sich nichts selbstständig zu tun traut? Dann mußt Du jeglicher unerwünschte Aktivität des Hundes bestrafen.

Möchtest Du einen Hund der wenn Du etwas vorgibst dies befolgt, aber bei Freigabe auch in bestimmten Grenzen tun und lassen kann was er möchte.

Dann müßtest Du, wenn Du etwas vorgegeben hast (Komando) richtiges Verhalten loben und falsches bestrafen. Wenn Du Deinem Hund die Freiheit gibst,mußt Du nur noch Grenzen setzen (bis wo ist selbstständiges Verhalten für Dich in Ordnung und was darf der Hund nie machen) und Grenzüberschreitungen bestrafen, damit Dein Hund lernt trotz Freigabe innerhalb der Grenzen zu bleiben. Wofür willst Du in diesen Fall loben? Der Hund soll ja lernen in Grenzen selbst zu entscheiden.

Ich hoffe Du hast verstanden, was ich meine.

LG Heike

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DWenn Du Deinem Hund die Freiheit gibst,mußt Du nur noch Grenzen setzen (bis wo ist selbstständiges Verhalten für Dich in Ordnung und was darf der Hund nie machen) und Grenzüberschreitungen bestrafen, damit Dein Hund lernt trotz Freigabe innerhalb der Grenzen zu bleiben. Wofür willst Du in diesen Fall loben? Der Hund soll ja lernen in Grenzen selbst zu entscheiden.

Ich hoffe Du hast verstanden, was ich meine.

LG Heike
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=52577&goto=1047903

Wie setze ich diese Grenzen, das ist das Problem. Wie bringe ich ihr bei, dass es ein Tabu ist Tiere zu hetzen?

Mein Ziel ist es mit einem entspannten Hund über die Felder spazierenzugehen.

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Hi,

intensives loben kann auf jeden Fall aufpuschend wirken. So kenne ich das von meinem Hund.

Je mehr Theater ich mache desto mehr dreht mein Hund auf. Das reicht dann bis zum anspringen und festklammern an der Jacke (in der dann dummerweise mein Arm steckt).

In der Hundeschule wird einem beigebracht das man sich irrsinnig freuen soll wenn der Hund etwas richtig macht. Inklusive Freudentanz.

Bei meinem Hund ganz fatal. Erst kommt der Anschiss "Du musst ihn loben verdammt" und dann :

" setz Dich gefälligst durch wenn er Dich danach quer über den Platz schleift"

Also ich lobe zwar ausgiebig und oft, aber in Form eines ruhig ausgesprochenen "Sehr gut". Ohne Quietschstimme oder sonstige Albernheiten. Eine leichtes über die Flanke streichen wird ab und an auch noch eingebaut.

Und siehe da, es wirkt Wunder. Der Hund weiss das er was gut gemacht hat und bleibt trotzdem ruhig. Wir können direkt die nächste Übung machen. Das ist mit üblichen "Hundeschulenlob" nicht möglich.

Gruß

Andrea

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Wild hetzen ist ein selbstbestätigendes Verhalten. Um den Hund in diesem Verhalten zu bestrafen müßte die Strafe höher sein als die Selbstbestätigung. Dazu bist Du sicher nicht bereit.

Die Kunst ist dann dadrin, es gar nicht erst zum Hetzen kommen zu lassen.

Beobachte Deinen Hund! Vor dem Jagen wird er kurz beobachten, innehalten, ehe die Hatz losgeht. Spätestens da mußt Du ihn mit etwas hochwertigem bei Dir davon abhalten. Bei manchen Hunden hilft es sie auf ein Beutespielzeug so gierig zu machen, daß man das in dieser Situation dann nutzen kann. Bei anderen hilft ein Futter mit Suchtcharakter (bei meinen oft kleine Katzenfutterschälchen), das es nur in dieser absoluten Rufsituation gibt. Wenn der Hund noch ein Hörzeichen (Pfiff) mit dem hochwertigen Belohnungsobjekt verknüpft hat und Du ihm einen Triebausgleich mit Beutespiel (Reizangel?) bietest, hast Du große Chancen ihn zu rufen und anzuleinen, bevor er hetzt.

Der Hund darf aber auch nicht lernen, daß der besondere Ruf zur hochwertigen Belohnung nur kommt wenn Wild da ist. Also auch mal zwischendurch ohne Wild einsetzen.

LG Heike

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...genauso isses bei uns auch ;)

Niki ist auch so ne Zappelige draußen,immer auf der Hut.

Da wir das "Rückruf-Problem" haben soll ich mich auch freuen wie Bolle,überschwenglich loben,quietschen etc wenn sie kommt.

Sie dreht dann aber auch immer mehr auf wenn sie so dolle gelobt wird :Oo

Ein Teufelskreis.

Eigentlich versuche ich nämlich auch hinzubekommen,dass sie draußen bissel ruhiger wird....

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Wild hetzen ist ein selbstbestätigendes Verhalten. Um den Hund in diesem Verhalten zu bestrafen müßte die Strafe höher sein als die Selbstbestätigung. Dazu bist Du sicher nicht bereit.

Richtig :)

Die Kunst ist dann dadrin, es gar nicht erst zum Hetzen kommen zu lassen.

Beobachte Deinen Hund! Vor dem Jagen wird er kurz beobachten, innehalten, ehe die Hatz losgeht.

Mittlerweile kann ich das schon Recht gut erkennen.
Der Hund darf aber auch nicht lernen, daß der besondere Ruf zur hochwertigen Belohnung nur kommt wenn Wild da ist. Also auch mal zwischendurch ohne Wild einsetzen.

LG Heike
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=52577&goto=1047949

Ja, den Fehler habe ich auch schon mal gemacht.

Wenn ich nur alle paar Wochen in so Situationen kommen würde, wäre das schön. Ich treffe auf unseren Spaziergängen aber jeden Tag Rehe, Kaninchen, Hasen, Fischreiher,...

Über Futter glaube ich eher weniger, dass ich es hinbekomme,... Reizangel würde glaube ich gehen aber ich kann ja schlecht jetzt überall ne Reizangel mitschleppen.

Edit: fliegende Dummys findet sie klasse,... wäre doch mal ein Versuch wert!

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Eine Reizangel vllt nicht, aber Stück Fell könntest du in der Tasche haben ;)

Und zu der Sache mit den Krähen. Genau das meinte ich. Du hast doch gefragt ob das nicht schon mal gut ist, das sie kam. Das wäre es, wäre sie auf dein rufen hin gekommen, egal wann.

So aber halte ich es für wahrscheinlicher, das sie die Hatz für sich selber abgeschlossen hatte und weil gerade nichts besseres zu tun auf dein Pfeifen hin zu dir kommt.

Du mußt aufpassen, das der Hund dich nicht an der Nase herum führt. Denn irgendwann verlässt du dich darauf, das du sie zurück pfeifen kannst und wunderst dich, warum er nicht kommt. Das liegt dann nämlich genau daran.

Sie kam nicht wegen des Pfiffes sondern weil sie "ihr Ding" schon fertig hatte. Das ist alles nicht ganz einfach. Von daher lass lieber die Schlepp am Hund bis du sicher bist, was der Hund tun wird.

Gruß Iris

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