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Der Hund
floreux

Mein Hund besticht mich

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Seit ca. 2 Tagen macht mein kleiner 5-6 Monate alter Podenco Mix seine eigenen Regeln.

Er macht nur noch Sitz wenn ich ein Leckerchen in der Hand habe. Dabei hat es davor auch gut geklappt, selbst wenn ich ihn nur verbal gelobt hatte. Hat er gar nicht wirklich sitz gelernt?

Wie kann ich das umlernen? Und ist es schlecht, wenn ich ihn Sitz machen lasse, während ich ein Leckerchen in der Hand habe und ihn danach nur verbal lobe?

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Hi,

ich würd das Leckerchen total aus den Fingern lassen und vorerst nur noch verbal oder durch streicheln loben.

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Hey Tanja,

danke für den Tipp. Ich werde es mal ausschließlich versuchen. Doch die Male, die ich es bisher ohne Futter versucht hatte, klappten gar nicht :(

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Kann es sein, das er versucht jetzt Dich zu erziehen ;)

Also Leckerchen mal ne Weile weglassen ;)

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Hehehe :D

Ja, diese Welpen wie sie ganz genau ihre Grenzen austesten.

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Hallo Floreux!

Kann es sein, das Du zu schnell vorwärts gegangen bist und Dein Hund ohne die Leckerchen nicht versteht?

Probier mal folgendes.

Erst nimmst Du ein Leckerchen in die Hand, hälst die Hand ganz still (darauf achten, ist wichtig!) und sagst "Sitz". Sitzt der Hund - mit Stimme loben, dann Leckerchen geben ( Reihenfolge ist wichtig).

Wenn der Hund nicht sitzt, so mach das selbe wie folgt nochmal. Leckerchen in die Hand, "Sitz" sagen, dann Leckerchen-Hand nach oben bewegen. Sitzt der Hund - mit Stimme loben, dann Leckerchen geben ( auf Reihenfolge achten! Wichtig ).

Melde Dich bitte und gib Bescheid ob es beim ersten Mal geklappt hat oder erst beim zweiten.

LG Heike

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Ich würde es eine Weile auch ohne Leckerchen versuchen oder unregelmäßig Leckerchen geben!

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Das Leckerchen kann für den Hund Signalwirkung bekommen haben. Sieht(riecht er das Leckerchen nicht, ist das Signal nicht vollständig. Also macht er auch nichts.

Ich befürchte jedoch eher, dass Dein Hund einfach keine Veranlassung hat, ohne Futtermotivation etwas für Dich zu tun. Das mag daran liegen, dass Menschen Welpen in den ersten Lebenswochen möglichst alles recht machen wollen, ihnen artig hinterher gehen, sie den ganzen Tag verhätscheln und vertätscheln, keine klaren Grenzen setzen und sich somit unglaubwürdig machen.

Warum sollte der Welpe also plötzlich etwas tun, was der Mensch will? So ganz grundlos?

LG Anja

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Hey Heike,

Zuerst will ich noch auf die Lernschnelligkeit eingehen. Da er nach dem 2ten mal Sitz üben sofort verstanden hatte was ich wollte und das daraufhin auch immer ausgeführt hatte habe ich angenommen, dass er die Bedeutung kennt.

Aber ich glaube dass das Leckerlie wie Anja sagte zur Signalwirkung geworden ist.

Zu deinem Tipp, dass hatte ich schonmal ausprobiert und ihn eine weile nur verbal gelobt während ich bei dem kommando das Leckerchen in der Hand hatte. Das klappt gut. Ich habe mich daraufhin gefragt was dadurch für eine conditionierung entstehen könnte und ob er nach einer Weile vielleicht gar kein sitz mehr macht, da er dann am ende nicht mehr das leckerchen bekommt!

Hey Anja,

also teilweise stimme ich deiner Meinung zu. ich denke auch, dass das Leckerlie zur Signalwirkung geworden ist. Allerdings ist es merkwürdig denn er hatte von Anfang an Lob in abwechselnder Form bekommen. Mal nur Leckerlie mal nur Stimme und Streicheln.

Da ich meinen Junghund (5-6Monate) nun erst seit 2,5 WOchen habe würde ich nicht sagen, dass ich ihn vertätschelt habe. Zudem kommt er aus einem Tierheim in Spanien. Da wird er erstmal alles andere als Zuneigung bekommen haben. Bei mir zu Hause bekommt er klare Grenzen und Regeln die er so gut er das kann einhalten muss. Natürlich kommen Kuschelstunden nicht zu kurz, aber ich würde jetz von meinem Gefühl her sagen, dass es ein ausgewogennes verhältnis ist.

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Hmm. Hunde lernen aus den Konsequenzen ihres Tuns.

Wenn er jetzt lernt, dass das Nichtsetzen keinerlei Folgen hat, warum sollte er sich dann setzen?

Bei mir lernen die Hundemenschen folgendermaßen:

Zeige dem Hund, was Du von ihm willst mit positiver Verstärkung. Bringe dem Hund SOFORT ein Auflösewort bei. Hund lernt somit über einen gewissen Zeitraum, sich auf ein Signal zu setzen, erhält dann seine Bestätigung in unterschiedlichsten Varianten und darf sich erst wieder erheben, wenn das Auflösewort ertönt.

Irgendwann fangen alle Hunde an, zu testen, ob man sich

a) wirklich setzen muss

B) wirklich erst auf das Auflösewort hin erheben darf.

DANN kommt das Thema Korrektur auf den Plan. Also die Konsequenz für das Fehlverhalten

a) Signalverweigerung

B) eigenständiges Signalauflösen.

Bei mir geht das dann ganz schnell und würde in der Fachsprache als positive Strafe geführt. Positiv deshalb, weil etwas Unangenehmes hinzu gefügt wird.

Ich greife blitzschnell vor die Brust des Hundes, schiebe die nach oben und halte zeitgleich den Po unten. Das ist wie eine Wippbewegung und braucht, wenn sie schnell genug ausgeführt wird, nicht mit Druck erfolgen. Schmerzen bereitet man so auch nicht, aber der Hund sitzt. Danach fahre ich fort, wie gewohnt.

Fürs Sitzenbleiben gibt es eine verbale Bestätigung, Auflösen wie gewohnt und gleich danach gibt es für den Hund eine neue Chance, es komplett richtig zu machen und sich somit Anerkennung, Futter, ein Spiel oder sonstwas zu verdienen. Korrekturen werden NIE mit Futter bestätigt, höchstens mit einer Info, dass es SO jetzt korrekt ist.

Bei mir werden auch schon 10 Wochen alte Welpen korrigiert, da auch sie schon sehr gut und schnell lernen können, was man von ihnen möchte.

LG Anja

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