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polar-chat.de  Der Hund
meiwa

Ist dieses Verhalten Freude oder Terror?

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Der Hund meiner Eltern (ca. 5 Monate, wohnt seit 4 Wochen hier) gibt mir ein Rätsel auf :(

Wenn er meine Hunde längere Zeit (so ungefähr ab 2 Stunden aufwärts) nicht gesehen hat, stürmt er mit leuchtenden Äuglein auf sie zu. Dabei rennt er sie fast über den Haufen.

Mein Rüde weicht knurrend aus und sucht sein Heil hinter mir oder wahlweise einem Möbelstück.

Meine Hündin erduldet seine Attacken. Wenn sie zu arg genervt ist, maßregelt sie ihn. Daraufhin versucht er dann, meinen Rüden zu fangen.

So, und SPÄTESTENS dann greife ich ein.

Oder wenn ich die Treppe runterkomme mit meinen Hunden (ich wohne im Dachgeschoss und muss durch einen Teil des Hauses, den meine Eltern bewohnen). Dann kommt der Hund angeschossen und rennt meiner Hündin 2 oder 3 Stufen auf der Treppe entgegen.

Man könnte es als Freude interpretieren; jedoch bin ich da nicht ganz sicher. Er versucht dann auf der Treppe, sie niederzuringen. Dabei dreht er richtig auf. Meine Hündin ist etwas unsicher auf der Treppe und wehrt sich dann nicht, sondern versucht auszuweichen.

Ich empfinde das als sehr unangenehm, frech und auch gefährlich. Ich mag solche Albernheiten auf der Treppe nicht, weil ich Angst habe, dass meine Hündin stürzen könnte. Außerdem finde ich, dass sowas wirklich nicht sein muss.

Leider sind wir uns uneinig. Meine Eltern meinen "der freut sich ja so, das ist doch schön".

Jetzt haben wir uns überlegt, ob es richtig wäre, wenn ich "ankündige", dass ich gleich die Treppe runterwill. Die Eltern würden den Hund dann auf seinen Platz schicken und ihn davon abhalten, so über uns herzufallen.

Auch sonst empfinde ich den Hund als "rüpelig". Er rempelt die erwachsenen Hunde absichtlich an, drängelt sich überall dazwischen, geht nicht zu Seite, wenn meine Hunde vorbeiwollen etc.

Am Schlimmsten finde ich, dass er es lustig findet, dass mein Rüde ihm aus dem Weg geht. Er nutzt wirklich fast jede Gelegenheit und versucht, ihn zu fangen. Jetzt bin ich leider nicht so schnell, wie die Hunde, sodass ich das nicht immer verhindern kann.

Mein Rüde wehrt sich schon, aber halt nur verbal. Das beeindruckt den jungen Hund nur kurzzeitig.

Meistens schaffe ich es jedoch, den Rüpel abzufangen, wenn er meinen Rüden jagen will. Ich bin dann auch nicht besonders zimperlich, weil es mir mittlerweile echt auf die Nerven geht.

Das hält den Hund jedoch nicht davon ab, es später am Tag nochmal zu versuchen.

Was auch echt doof ist, ist dass der Jungspund schon 16kg wiegt und deutlich größer als mein Rüde ist.

Wahrscheinlich hört sich das alles jetzt sehr chaotisch an. Die meiste Zeit am Tag ist es ruhig. Die beschriebenen Sachen passieren halt vorwiegend morgens, wenn der "Kleine" noch nicht ausgelastet wurde oder eben dann, wenn er grad ausgeschlafen hat. Und abends.

Meine Hündin spielt eigentlich ganz gern mit ihm. Wenn er sie aber nervt, ist sie oft erstaunlich geduldig. Wenn mir schon fast der Kragen platzt, steht sie immernoch mit stoischer Ruhe da und lässt ihn an sich rumhampeln. Ich denke nicht, dass sie dann Hilfe will, weil sie mich nämlich gar nicht anguckt.

Erst nach einer gewissen Zeit des "Rumnervens" klatscht sie ihm entweder selbst eine oder schaut mich an, sodass ich ihn dann "entferne".

Was meint ihr - wächst sich das aus? Muss ich mehr durchgreifen? Wenn ja, dann wie? Ist das freches Verhalten oder alles ganz normal? Freut der sich wirklich oder terrorisiert er (besonders) meinen Rüden?

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Es gab eine Zeit da habe ich meiner Hündin ein extra breites Halsband angelegt, weil die von klein Michel derart bekaut wurde, das ihr Hals aussah, wie ein Nadelkissen. Endlos geduldig und ganz manchmal hat sie den Jungspund auch mal gestaucht. Aber für mich viel zu selten ;)

Und mein Rüde, mein sonst nicht zimperlicher Chub hat sich oft vom Zwerg ins Boxhorn jagen lassen ;) Ja er ging sogar von Liegeplatz und Futter weg, wenn der Zwerg nur schaute.

Da hatte ich schon so manches mal ein Problem damit mir das anzuschauen, es wirkt halt unfair/un gerecht auf mich ;)

Aber meine Hunde leben im Rudel, die wissen genau, was sie tun und warum und wann.

Der ersten Monate übernimmt normal die Hündin den Zwerg, der Rüde mischt sich erst viel später ein.

Jetzt ist Michel 11 Monate und seit etwa 1,5 Monaten hat mein Altrüde die Erziehung übernommen und was soll ich sagen, so oft der vorher auch weg gegangen ist klein Michel hat einen Mordsrespekt vor dem Altem ;)

Auch bei der Hündin kann ich jetzt beobachten, das sie sehr viel schneller und wesentlich massiver reagiert, wenn er sie nun zergelt. Sie versucht oft ihn zu legen, was etwas albern aussieht, weil Michel so ungefähr das dreifache von Alka ist ;) Aber er nimmt sie ernst, wenn sie es ernst meint.

Also mach es doch so, was du partout nicht möchtest, das unterbinde rigoros. Die Sache mit der Treppe z.B. Denn natürlich weiß der Zwerg ganz genau, das sie ihm dann nichts entgegen setzt. Er spürt ihre Unsicherheit und wird frech.

Du kannst einzelne Dinge abstellen/ unterbinden, weil es dir nicht gefällt. Du kannst nicht alles so gestalten, wie du es für richtig hälst. Schon weil du den Sinn dahinter nicht immer richtig erfassen kannst.

Meine Erfahrung geht dahin , das Junghunde sehr bewußt erst einmal stark gemacht werden von den alten und dann irgendwann, bevor sie völlig überschnappen dann kommt die Kelle und zwar heftig und durchaus gemeinsam.

Ist nicht immer ganz leicht für uns da zu zu schauen, wir denken eben menschlich ;)

Also wie gesagt, setz das durch, was dir Bauchweh bereitet und den Rest überlässt du dein en Hunden.

Gruß Iris

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Okay, das beruhigt mich schon ein wenig, dass Du auch so ähnliche Erfahrungen gemacht hast.

Mich irritiert es halt, dass mein Rüde, der sich sonst so GAR NICHTS gefallen lässt, jetzt plötzlich so zurückhaltend ist.

Mir erschließt sich nur nicht so ganz, wie mein Rüde später in der Erziehung mitwirken soll. Der wiegt 12kg und ist dem Jungspund ja dann körperlich gar nicht mehr gewachsen.

Ganz komisch ist das. Der weicht dem rüpeligen Tier aus, als wenn er Angst hätte. Ich bin sicher, der hat keine Angst, aber es sieht eben so aus.

Er kann auf andere (auch sehr große ) Rüden durchaus Eindruck machen, weil er eigentlich sehr selbstsicher, ruhig und unglaublich von sich eingenommen ist. Und wenn er wirklich herausgefordert wird, ist er der Letzte, der eine gepflegte Rauferei ablehnt. Aber ob das bei dem Jungspund klappt..... :???

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob der meinen Michel ;) jemals ernst nehmen wird.

Vielleicht sehe ich das auch wirklich zu menschlich. Bisher ist Michel hier der Assistent der (Hunde-)Chefin und der verstorbene Altrüde hat sich immer ganz bequem hinten angestellt.

Irgendwie sträube ich mich dagegen, dass es vielleicht bald anders sein wird. Ich hätte echt ein Problem damit, wenn mein Michel in seiner Position abrutschen würde.

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Körpergröße und Kraft spielen keine Rolle ;) Michel hat 80cm und 40kg und ist damit der mit Abstand größte und schwerste und auch ein sehr kräftiger, standfester Hund. Alka dagegen hat zarte 23 kg bei 68cm ;) und du darfst sicher sein, wenn die Michel stramm lassen will, dann steht der stramm.

Chubi bringt es immerhin 75 cm bei 35 kg und das , was Michel bisher zutiefst beeindruckt hat, war als Chub ihm einen Eckzahn gezeigt hat nur das, tonlos. Das Michel nicht gleich zurück bis Polen gerannt ist grenzt an ein Wunder :D

Überlegen ist der, der überlegen agiert, nicht der stärkere und auch nicht der, der viel Palaver um alles macht. ;)

Gruß Iris

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Ahja, gut.

Dann werde ich warten, wie die Dinge sich entwickeln und mich nur bei Sachen einmischen, die ich WIRKLICH nicht möchte (Treppe zB).

Eben hatte die Iva ein Stöckchen, was der Kleine gern wollte. Er hat versucht, ihr das wegzunehmen.

Da hat sie ihm eine geknallt und als er sich abseits gelegt hatte und ruhig war, hat sie das Stöckchen liegenlassen (die steht eigentlich gar nicht auf Stöckchen).

Dann ging mein Michel in aller Ruhe zu dem Stöckchen, der Kleine wollte aber auch hin. Nun hats aber der Michel gehabt und der Kleine hat sich hingesetzt und gewartet.

Kurz drauf hat Michel das Ding auch liegenlassen.

Sah so aus, als wenn Iva und Michel sich abgesprochen hätten. Ich glaube, da ist viel mehr passiert, als ich wahrnehmen konnte.

EIGENTLICH funktioniert es ja - aber manchmal ist es echt schwer, das Verhalten richtig einzuschätzen.

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