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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Hilfestellung für Hundeneulinge - wir sammeln!

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Was muss ich in der Prägephase meines Welpen beachten?

Die Prägephase ist eine der wichtigsten Zeiten für den jungen Hund. Sie beginnt (und hier werden laut Literatur verschiedene Zeiten genannt) etwa ab der 3. Lebenswoche und endet etwa mit der 16ten Lebenswoche wobei dies nicht auf jeden Hund ein zu eins zu übertragen ist. Da sich Hunde unterschiedlich entwickeln.

In dieser wichtigen Zeit für den jungen Hund können und sollten die Grundlagen für die Zukunft gelegt werden. In dieser Zeit hat der Welpe keine Angst und kann mit sehr vielen Umweltreizen konfrontiert werden. Man achte aber darauf das der Welpe nicht überfordert wird. Diese Zeit stellt ein sehr hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein an den Hundebesitzer, da dieser mit überlegten Aktionen seinem Welpen durch diese Zeit begleiten sollte.

Zu dieser Zeit ist in dem Kopf des Welpen ein großer leerer Speicher der gefüllt werden kann. Alle Umweltreize die er jetzt kennen gelernt hat werden hier abgelegt und bei Bedarf später wieder abgerufen. Das erleichtert dem später jungen oder älteren Hund auf erlebte Umweltreize /Geräusche zurückzugreifen und die Situation selbständig und sicher zu lösen

Wenn diese Prägephase vorüber ist stellt sich bei den Welpen ein gesundes Misstrauen ein wo alles Neue misstrauisch beäugt und angegangen wird. Je nach dem wie der Welpe gelernt hat mit neuen Situationen umzugehen wird er aber dann auch weiterhin leicht und mit einer gewissen Routine die Dinge angehen. Die Konfrontation mit bisher fremden Umweltreizen stellt sich jetzt nicht mehr so einfach da. Das heißt nicht das der junge Hund es jetzt nicht mehr lernt doch er geht jetzt nicht mehr so unbefangen mit der Situation um.

Hier eine kleine Liste an Unternehmungen mit dem Welpen um einen Umweltsicheren Hund zu bekommen.

· Fahrt mit Bus oder Bahn

· Besuch auf dem Bauernhof

· Besuch auf dem Bahnhof

· Kaufhausbesuche

· Fahrstuhlfahren

· Die ein oder andere Treppenstufe laufen

· Gang durch Fußgängerzonen

· Tierarztbesuche / Warten im Wartezimmer

· Besuch von Gaststätten oder wo erlaubt Restaurant

· Verweilen in der nähe von Kinderspielplätzen

· Besuch von Freunden, Verwandten und Nachbarn

· Einladen von Selbigen

· Besuch von Stadtfesten oder ähnlichen Veranstaltungen

· Laufen in der Nähe von stark befahrenen Straßen

· Überqueren von verschiedenartigsten Brücken

· Besuch von Orten wo viele Hunde laufen

· Ausflüge zu immer wechselnden Orten, wie Wald, Wiese, Felder

· Gewöhnung an Kamm /Striegel /Bürste etc.

Achtung: Wann immer eine dieser Tätigkeit in Angriff genommen wird. Immer darauf achten den Welpen nicht zu überfordern. Diese Liste kann von jedem nach seinem persönlichen Bedarf geädert und abgewandelt werden.

Ein Hund der ausschließlich auf dem Land lebt muss nicht unbedingt lernen in der Großstadt klar zukommen. Aber man bedenke auch hier es kann passieren das der Tierarzt seine Praxis eben in der Großstadt hat. Und somit die Fahrt zum Tierarzt schon im Desaster enden kann

Dann stellt sich noch die Frage nach einem Besuch in der Welpenspielstunde. Eine gute Welpengruppe ist immer von Vorteil.

Hier lernt der Welpe die verschiedensten Hundesprachen kennen. Denn jeder Hunderasse hat sein Eigenarten. Da Hunde mit ihrem Körper kommunizieren ist es wichtig für die Welpe zu lernen wie sieht das bei einem anderen Hund/Rasse aus. Hat der Steh/Knick oder Hängeohren oder hat der ein langes oder kurzes Fell. Bei verschiedensten Rassen können die Augen nicht gesehen werden usw.

Hier lernt er aber nur die Sprache der Welpen deshalb ist es wichtig das er außerdem zu gut sozialisierten Althunden Kontakt bekommt die ihn auch auf hündische Art und Weise kommunizieren oder wenn nötig auch mal zurecht weisen.

Ich möchte gerade wenn es sich um den Kontakt von gut sozialisierten Althunden handelt ausdrücklich darauf hinweisen das es keinen Welpenschutz gibt. Gut sozialisierte Hunde werden die Sprache des Welpen verstehen und entsprechend mit ihm umgehen.

Es gibt Althunde die mögen keine Welpen und dulden sie auch nicht. Dies ist nicht untypisch oder der Ausdruck für einen schlecht sozialisierten Hund.

Fazit:

In dieser relativ kurzen Zeit muss dem Welpen eine Menge beigebracht und ermöglicht werden ohne diese zu überfordern. Auch hier gilt zu viel ist nicht immer gut.

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Guter Beitrag, Heiko!

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Hallo Joeyfrauchen, hallo Fiona 01,

auch wir haben seit 2008 einen Ersthund und trotz Lesen von vielen Büchern und Ratschlägen von anderen Hundebesitzern macht man trotzdem Fehler, aber damit kommen wir auch gut klar - bis auf Kommen auf Abruf - das haben wir bei unserer - wenn was interessanteres in der Nähe ist - leider nicht hingekriegt. Bis auf diesen Fehler ist unsere Hündin Branka eine sehr gut erzogene Hündin - also hier unsere Vorschläge:

1. Prägephase Welpe

- wenn es ein großer Hund sein sollte, nicht anfangen mit auf die Couch zu nehmen - machen

sehr viele - er ist ja noch so klein und niedlich - aber meistens wird er größer - :respekt:

- auch Welpen können nach 4 Wochen schon knurren beim Wegnehmen eines Spielzeuges,

da sollte man zeigen, das man immer etwas aus dem Maul nehmen kann - ging total einfach

nach dem 2. Mal hat unsere Hündin es verstanden - und heute noch können wir ihr alles

wegnehmen, gerade unterwegs

2. Hund und Leine

- am Besten gleich anfangen mit Leine - das ist am Besten. Und nach einem halben Jahr

haben wir es mit Leine und Rad probiert - ging auch super - unsere dazugehörige Lektion

war allerdings - mit Flexileine ging es bei uns besser als mit normaler Leine, da unsere

"Kleine" Jagdtrieb hat und man nicht immer eine Katze um die Ecke oder einen Hasen im

Feld erkennt.

3. Kommen auf Abruf - unter 2. erläutert - :wall:

4. Bindung aufbauen - kommt automatisch, wenn man mit dem viel Zeit mit dem Hund verbringt

- am besten 2 Wochen Urlaub zum anfreunden nehmen und danach langsam den Alltag

einschleichen lassen - und in seiner Freizeit den Hund mit einplanen und nicht nur zum

anschauen benutzen oder zum bestaunen - oh ihr habt ja ein Hund - gibt es leider wirklich

kenne sogar zwei Bespiele - da könnte ich am liebsten :motz:

5. Hundebegegnungen

- wir hatten Anfangs keine Probleme - nach der 1. Hitze war das leider nicht mehr so - Rüden

sind fast alle ok - Weibchen eher weniger bis garnicht.

6. richtiges Spielen und Sitz, Platz, Steh

- wir haben spielerisch ihr alles beigebracht - klappt heute noch - in der Trotzphase muss man

aber vieles wieder auffrischen - was auch super klappt - ansonsten - was der Hund mag -

zeigt er uns - wenn es nach Branka gehen könnte, könnten wir fast immer spielen, da muss

man abwägen und ab und zu sich auch mal durchsetzen :respekt:

7. Wie lernen Hunde generell

- gut - der eine schneller - der andere langsamer - Brankas Freundin (richtig Freundin) ist

etwas ängstlicher und etwas langsamer als Branka - aber beide lernen dasselbe.

Hoffe Euch etwas geholfen zu haben. :winken:

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Wie lernen Hunde generell?

Motivation

Motivation ist die Bereitschaft eines Lebewesens zu einem bestimmten Verhalten, zu seinen Handlungen.

Sie setzt also Handlungen in Gang, ist ein Vorgang, ein Prozess.

Sie aktiviert, löst aus, bewegt, und zwar auf ein Ziel hin.

Darüber hinaus gibt uns die Motivation Aufschluss über die Gründe des Verhaltens.

Wer handelt hat ein Motiv. Er will ein Ziel erreichen und hat hierfür Gründe. In der Regel setzen sich diese aus verschiedenen Motiven zusammen.

Dabei gibt es bei den Hunden individuelle Unterschiede, die unter anderem auch rassetypische Eigenschaften sind. Hunde aktiver, lebhafter Rassen mit ausgeprägtem Jagdverhalten und für eine enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet (z.B. Gebrauchshunde der Hüte-, Jagd- und Diensthunderassen) lassen sich meist gut über Spiel, Futter und Sozialkontakte motivieren - alles Mittel, derer wir Menschen uns leicht bedienen können. Im Gegensatz dazu sind Vertreter sehr eigenständiger Rassen, die zudem an den Motivationsmitteln Spiel, Futter und Sozialkontakten nur mäßiges Interesse haben (z.B. Herdenschutzhunde) natürlich weitaus schwerer zu beeinflussen. Bei Windhunden, nordischen Hunden, Meutehundrassen und Bauhunden ist das Jagdverhalten sehr stark ausgeprägt, aber sie wurden ebenso wie die Herdenschutzhunde dazu gezüchtet eigenständig , ohne menschliche Hilfe ihre Aufgaben zu erfüllen. Rassebedingt sind auch die Unterschiede bei der Reaktion auf unangenehme Reize (Zwang). Während manche Hunde da vieles wegstecken (Schäferhunde), neigen andere dazu, sich entweder zur Wehr zu setzen (Terrier, Herdenschutzhunde), schalten auf stur (Dackel) oder reagieren sensibel bis verstört (Collie).

Motivation lässt sich in qualitativ verschiedene Arten einteilen.

Tut er etwas, weil er es an sich gern tut, nennt man das Primärmotivation. Ein Beispiel dafür ist das Tragen von Gegenständen, was viele Hunde von sich aus gerne tun.

Hat der Hund für das Tun an sich keine Vorliebe, erwartet aber dafür eine Belohnung, so sprechen wir von Sekundärmotivation. Er trägt dann den Gegenstand weil er sich dafür ein Leckerchen verspricht.

Er kann aber auch aufgrund von negativer Verstärkung meidemotiviert sein. Bei der Meidemotivation trägt er den Gegenstand, weil dies die einzige Möglichkeit ist Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

Primärmotivation ist der Sekundärmotivation vorzuziehen und diese wiederum der Meidemotivation.

Primär motivierte Verhaltensweisen belohnen sich selbst. Sie sind sicher gegen Ablenkung und können sehr ausdauernd ausgeführt werden. Es gibt angeborene, besonders starke Primärmotivationen aus dem Funktionsbereich des Beutemachens - das Jagen. Viele Hunde haben einen Motivationsüberschuss auf diesem Gebiet. Auch wenn sie kein Futter benötigen, wenn sie richtig satt sind, zeigen sie Jagdverhalten. Untersuchungen ergaben das Hunde sogar Glückshormone produzieren, während sie jagen oder hüten ( je nach Veranlagung ).

Andere primär motivierte Verhalten sind Fressen, Sozialkontakte zu Artgenossen und Menschen (Sozialspiel, Körperkontakt, Aufmerksamkeit, gemeinsames Tun), sowie Erkundungs- und Neugierverhalten (Herumstreifen, Schnuppern, Markieren).

Doch auch erlerntes Verhalten kann primär motiviert sein. Ein Beispiel dafür ist es, das Hunde die gerade das Tunneldurchlaufen erlernt haben dies dann häufig ohne Aufforderung wiederholen und dies mit sichtlichem Vergnügen..

Auch gut gekonnte und oft belohnte Handlungen können primär motiviert werden. Sie wurden im Laufe der Ausbildung mit angenehmen Gefühlen verknüpft.

Sekundär motivierte Verhaltensweisen werden meist durch die Nutzung von Futter oder Spiel erzielt.

Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Für Futter arbeiten viele Hunde hochmotiviert. Geht es mehr um Konzentration und Präzision als um Überschwang und Geschwindigkeit , ist das Futter vorzuziehen ( z.B. Ruhephasen im Sitzen oder Liegen, Kontaktzonen im Agility). Die Futtergabe unterbricht die Übung nur sehr kurz und der Hundehalter hat nicht wie beim Spielzeug das Problem des Wiederbekommens.

Spiel ist gerade für Anfänger schwerer zu handhaben als Futter. Ein Hund der in Spielstimmung aufgekratzt ist möchte gerne rennen, springen und vielleicht sogar seine Zähne einsetzen. Der Hund kann dabei auch übermütig werden, aus der Hand geraten, schnappen, bellen, anspringen. Wenn der Hund dabei die Erfahrung macht, das er Menschen körperlich überlegen ist oder ihn austricksen kann, also die Spielregeln bestimmt, so kann das zu Problemen führen.

Eine weitere Schwierigkeit ist es das Spielzeug zurückzubekommen, möglichst freiwillig und freudig.

Auch führt jedes Spiel zu einer Übungsunterbrechung.

Spielmotivation ist immer vorteilhaft, wenn der Hund etwas schnell und temperamentvoll tun soll. Da bewährt sich die Bewegungsfreude im Spiel.

Man kann auch eine primär motivierte Verhaltensweise als Sekundärmotivation nutzen. Vorraussetzung ist dafür natürlich, dass man kontrolliert was der Hund wann macht. Meist sieht das so aus das der Hund erst etwas tun muss, was der Mensch will (z.B. Hinsetzen und Sitzenbleiben) ehe er etwas tun darf, was er möchte (z.B. in den Garten laufen).

Bei der Meidemotivation wird der Hund durch Schmerz oder Druck, also physischen oder psychischen Zwang zu etwas gezwungen. Dabei verwendet der Hund immer einen Teil der Kräfte zur Beseitigung oder Umgehung der Unlustmomente. Es kommt zur Flucht in Ersatzhandlungen, der Hund hat nie die Möglichkeit Freude im Tun an sich zu haben. Auch durch Meidemotivation erreichte Handlungen müssen immer wieder nachmotiviert werden. Die Anwendung von Schmerz oder Druck hört also nie auf oder das so erreichte Verhalten erlischt wieder.

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Sind wir am Ende?

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Wie baue ich Bindung auf?

Man muss versuchen, den Hund so gut wie möglich zu verstehen.

Generell ist Tierliebe das A und O. Braucht man den Hund als Statussymbol oder Ähnliches, ist die Einstellung zum Tier schon mal gestört. Der Hund muss spüren, daß jemand für ihn da ist und ihn gern hat. Wichtig sind: Zeit, Liebe, Schutz, Wärme, Geborgenheit, Nahrung, natürlich vom HH.

Alles was ein Hund im Leben wissen muss, sollte er von seiner Bezugsperson gezeigt bekommen. (natürlich auch von seinen Artgenossen) Wenn er spürt, daß der HH ihn beschützt, wenn eine schrecklich große Gefahr (aus seiner Sicht) droht, ist für den Welpen die Welt in Ordnung. Sein HH sollte für ihn Stärke symbolisieren.

Wie spiele ich richtig mit meinem Hund?

Mein Hund ist entweder motiviert oder ich motiviere ihn. Wer das nicht kann, sollte stark an sich arbeiten. (Es gibt Leute, die ihren Hund für Spielunfähig halten und in Wirklichkeit können sie den Hund nicht motivieren) Das ist Voraussetzung. Die Spielsachen sollten sorgfältig ausgewählt werden. Frisbee-Scheiben mit scharfen Kanten haben nichts dabei zu suchen.

Ein Rat für Vielbeschäftigte:

Zweckmäßig ist es, wenn man Nützliches mit dem Spiel verbindet. Bsp. Apportieren und gleichzeitig FUSS laufen. Oder Altpapier aufräumen, Wäsche zum Waschautomat bringen lassen. Einkaufsbeutel nach hause tragen. Man kann mehr Zeit mit dem Hund verbringen, wenn man ihn in tägliche Tätigkeiten mit einbindet.

Es gibt sehr viele Varianten des Spielens und günstig ist, wenn man Abwechslung ins Spiel bringt.

Wenn es im Spiel ums Kräftemessen geht, sollte am Ende der HH siegen. Denn er ist für den Hund der GRÖSSTE und so sollte es auch bleiben.

Wie lernen Hunde generell?

Folgendes sind meine Erfahrungen:

Hunde müssen sich Befehlsbefolgung selbst erarbeiten, d.h. ich belohne, klicke oder oder.... immer dann, wenn die erwünschte Handlung erfolgte. Erst wenn der Hund die Handlung beherrscht, wird dem Ganzen ein Namen gegeben. Der BEFEHL. So kann er sich das Erlernte besser merken.

Sehr wichtig ist, daß man diese Befehle oft als Übung anwendet, damit das Ganze gefestigt wird. Will der Hund das Gegenteil, dann bitte konsequent sein. Lässt man einmal durchgehen, daß der Hund einen Befehl verweigert, speichert der das ab. Er wird sein Ungehorsam wiederholen. Ist der Hund unkonzentriert, ist es besser, das Training zu verschieben bzw. abzubrechen.

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Hallo ihr Lieben,

das Thema, was wir hier ins Leben gerufen haben, ist zwar mittlerweile schon etwas älter, aber immer noch aktuell.

Wir haben jetzt grob überschlagen, wie viele Antworten zu den relevanten Fragen zusammen gekommen sind:


  • Was muss ich in der Prägephase meines Welpen beachten? = 3
  • Wie gewöhne ich meinen Hund an die Leine? = 2
  • Wie trainiere ich zuverlässiges Kommen auf Abruf? = 2
  • Wie baue ich Bindung auf? = 5
  • Was muss ich bei Hundebegegnungen beachten? (unterteilt nach Vorleben des Hundes, Charakteristika usw). = 1
  • Wie spiele ich richtig mit meinem Hund? = 3
  • Wie lernt mein Hund Grundkommandos wie "Sitz", "Platz", "Steh"? = 3
  • Wie lernen Hunde generell? = 8

Das ist leider noch viel zu wenig.

Gebt euch doch bitte noch mal einen Ruck und nehmt euch ein paar Minuten Zeit, um die hier gestellten Fragen zu beantworten.

Je mehr Antworten wir zur Verfügung haben, um so vielseitiger wird die Hilfestellung ausfallen und es wäre doch schön, wenn auch euer Beitrag dabei wäre.

Auch unsere Trainer dürfen sich gerne, wenn nicht schon geschehen, beteiligen. :)

Leute, lasst uns nicht hängen, unser Admin, der dieses Thema ins Leben gerufen hat, tut es auch nicht. ;):)

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Wo sind meine Beiträge? (abgesehen von dem vom 15.5.) Ich hatte zu mehreren Punkten geschrieben. Bin jetzt etwas :(

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Huhu!

Leider sind uns gestern Abend beim Entfernen der OT Beiträge durch ein technisches Problem einige Berichte abhanden gekommen! :( :(

Es wäre toll, wenn Ihr noch mal drüber schauen könntet, ob Eure Berichte noch dabei sind!!! (Und hoffentlich noch irgendwo gesichert sind :) )

Es tut mir fürchterlich Leid, dass das passiert ist und hoffe, dass da nicht zu viele Berichte verschwunden sind!

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Ich glaube von mir sind einige Beiträge verschwunden.

Ich hoffe ich habe jetzt die richtigen:

Wie lernen Hunde generell?

Gewöhnung

Familie Richtig wünscht sich schon lange einen Hund, beschäftigt sich auch vorher über das Lesen von Fachbüchern mit Hunden und deren Erziehung, sucht die passende Rasse, findet sie - ein Rottweiler soll es sein. Der richtige Züchter wird gesucht - gefunden und dann kommt der Tag, wo man den kleinen Welpen abholt. Mutter Richtig, Vater Richtig und der Sohn der Familie Richtig fahren los zum Züchter.

Nach langem Gespräch ist es dann soweit, Klein"Wotan" wird von den Züchterin zum Auto der Familie Richtig gebracht. Papa Richtig steigt auf den Fahrersitz, Mama Richtig setzt sich auf die Rückbank, den Sohn neben sich und läßt sich Klein"Wotan" auf den Schoß geben.

Wotan findet alles toll und interessant. Die Fahrt ist nur kurz, es ist nicht weit. Bald kommt Familie Richtig zu Hause an. Klein"Wotan" hat ohne Streß seine erste Autofahrt überstanden.

In den nächsten Tagen wird Klein"Wotan" täglich in die hinten im Kofferraum stehende Hundebox gesetzt. Nach einigen Tagen ist das für ihn schon so normal, daß man die Boxentür schließt. Einige Tage später kann man auch die Hecktür kurz schließen ohne das Klein"Wotan" Streß bekommt. Am nächsten Wochenende läßt Papa Richtig mal kurz den Motor laufen, als Wotan in seiner Box ist. Eine Woche später kann man schon eine Fahrt mit "Wotan" zum Hundeplatz machen. "Wotan" ist entspannt dabei.

Die Zukunft wird für "Wotan" regelmäßige Autofahrten bringen, zum Hundeplatz und auch in den gemeinsamen Familienurlaub der Familie Richtig.

"Wotan" wird sein Auto und seine Hundebox darin lieben.

Was hat Familie Richtig richtig gemacht?

Sie hat Klein"Wotan" Schritt für Schritt langsam an die Hundebox und das Autofahren gewöhnt.

Sensibilisierung

Familie Falsch, die Nachbarn von Familie Richtig, sehen dort Klein"Wotan" - entscheiden kurzerhand: So einen Hund müssen wir jetzt auch haben.

Man setzt sich sofort an den Computer, sucht einen Rottweilerzüchter, der Welpen hat. Ruft an und fährt los. Viel weiter als Familie Richtig, es ist ein anderer Züchter.

Schnell Geld auf den Tisch gelegt, Welpen in die Hand bekommen - "Deibel" soll er heißen.

Mama Falsch hat "Deibel" auf dem Arm, Papa Falsch möchte "Deibel" auch mal nehmen- beide streiten lautstark. Jetzt fängt auch Töchterchen Falsch an rumzukreischen:"Ich will das Hundebaby auch haben".

Klein"Deibel" geht es gar nicht gut.

Schnell gehts zum Auto. Kofferraum auf, "Deibel" rein, Mama sagt: "Damit wir uns nicht streieten, geht das Hundebaby hinten rein".

Jetzt geht die Fahrt los. "Deibel" winselt, "Deibel" sabbert, "Deibel" erbricht. Papa falsch will schnell nach Hause -also fährt er sehr rasant. Nun fängt es auch noch an zu regen. Die Tropfen prasseln aufs Autodach.

Papa Falsch fährt immer schneller, ein Moment nicht aufgepaßt - es knallt. Papa hat nicht aufgepaßt, Gott sei Dank nur ein kleiner Auffahrunfall. Eine Stunde dauert es bis die Polizei kommt und den Unfall aufnimmt, alle sind sehr aufgeregt und vergessen ganz den Hund im Kofferraum.

Dann geht es weiter nach Hause. Dort angekommen darf der "Deibel", fix und fertig mit sich und der Umwelt, über und über mit Kot und Erbrochenem beschmiert endlich aus dem Auto.

Mutter Falsch, sauer, daß der Hund so stinkt. Vater Falsch - sauer, daß er das Auto säubern muß.

Nun wird "Deibel" mit dem Gartenschlauch saubergespritzt, verzieht sich danach in die hinterste Ecke des Gartens.

Familie Falsch geht ins Haus.

Wie könnte die Zukunft von "Deibel" aussehen?

Autofahren - die Katastrophe.

Laute Menschen - bloß weg hier.

Regnet es - verkriecht sich "Deibel".

Was ist passiert?

"Deibel" wurde sensibilisiert. Jeder einzelne Reiz hätte ihm nichts ausgemacht, hätte es nicht den verhängnissvollen Tag gegeben, wo für "Deibel" alles Schlimme zusammenkam

Wie lernen Hunde generell?

Wenn man als Neuling Hundefachleute etwas fragt hört man sehr oft Bemerkungen wie: "Das hat Dein Hund noch nicht verknüpft" oder auch "Das muß Dein Hund noch verknüpfen".

Oh Gott, so denkt mancher, was will der oder die mir damit sagen?

Dann setzt das Gegenüber vorraus, daß man das Prinzip der klassischen Konditionierung ( auch Pawlowsche Konditionierung, Verknüpfung oder Assoziation genannt) verstanden hat.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erkannte der russische Wissenschaftler Pawlow zufällig, das seine Versuchshunde nicht nur speichelten wenn sie ihr Futter bekamen, sondern auch, wenn der Assistent, der gewöhnlich das Futter brachte ohne Futter den Raum betrat.

Er ging der Sache auf den Grund. Er erkannte, daß auch ein Glockenton, der regelmäßig vor dem Füttern ertönte nach einiger Zeit die Hunde zum Speicheln brachte.

Was ist passiert?

Die Hunde verknüpften den Glockenton mit der Fütterung, so daß schon der Glockenton das Speicheln bewirkte.

Wo brauchen wir das?

Wollen wir einem Hund ein Signal (Kommando, Hörzeichen) für eine Tätigkeit oder Stellung vermitteln, so können wir dafür die klassische Konditionierung nutzen.

Was kann aber auch noch passieren?

Zunächst neutrale Reize können auch mit unangenehmen Gefühlen (Schmerz, Angst) verknüpft werden.

Vielen Menschen geht es schon im Wartezimmer eines Zahnarztes so. Sie hören den Bohrer und spüren den Schmerz. Das Bohrgeräusch und der folgende Schmerz wurden verknüpft.

Welche Vorraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Klassische Konditionierung erfolgreich sein kann?

1. Beide Reize müssen kurz hintereinander erfolgen(maximal 1 sec.). Zuerst der neutrale Reiz (z.B. das Hörzeichen, das der Hund lernen soll), dann die Tätigkeit oder Stellung, die er damit verknüpfen soll.

2. Beide Reize müssen ausreichend häufig gepaart sein.

3. Der erste Reiz muß den zweiten zuverlässig ankündigen.

Man kann bewußt oder unbewußt klassisch zu konditionierende Reize aneinanderketten.

Solche Verkettung wäre es gewesen, wenn Pawlow vor dem Glockenton dann noch das Licht eingeschaltet hätte. Irgendwann hätten die Hunde schon beim Lichtanmachen gespeichelt.

Unerwünschte Verkettungen erlebt man häufig bei Ängsten. Ein Hund, der vor dem Autofahren Angst hat, könnte irgendwann sich vor der Straße, dann vor dem Treppenhaus und dann noch vor der Leine fürchten.

Welche Fehler geschehen häufig?

Oft erlebe ich Überschattungen, das bedeutet der Hund bekommt zwei neutrale Reize, von denen für ihn einer offensichtlicher ist angeboten, den er dann verknüpft - den andern blendet er aus.

Wenn z.B. ein Hund Hörzeichen "Sitz" und Körperhilfe gleichzeitig vor dem Sitzen angeboten bekommt, so wird er die Körperhilfe annehmen, das Hörzeichen ausblenden. Er kann dann mit Körperhilfe sitzen, aber nicht mit dem Hörzeichen"Sitz".

Vielfach erlebe ich Timingfehler. In unseren "Sitz"beispiel erfolgt dann das Hörzeichen "Sitz" nicht zuverlässig vor dem Setzen, sondern gleichzeitig oder auch danach.

Oft kommt es auch vor, daß der zu konditionierende Reiz den Ursprungsreiz nicht zuverlässig ankündigt. Zum Beispiel hören viele Hunde auf "Leckerchen" besser als auf ihren Namen. Der Name wurde viel zu oft verwendet ohne das der Hund die gewünschte Reaktion zeigt, Leckerchen kamen aber zuverlässig nach dem Sagen von "Leckerchen".

Wie lernen Hunde generell?

Klassische Konditionierung

Familie Richtig, die nette Familie, deren Rottweiler "Wotan" wir schon kennen, läßt "Wotan" regelmäßig zum Lösen in den Garten. Und da alle an seinem Wohl interessiert sind, ist immer ein Familienmitglied dabei. Wenn "Wotan" in die Hockstellung zum Urinieren geht, später wenn er anfängt das Bein zu heben, so haben sich alle abgesprochen, wird "Mach, Wotan" gesagt.

So läuft es einige Monate. Immer "Mach, Wotan" kurz bevor er den Urin laufen läßt, man sieht es ihm ja schon vorher an.

Als Wotan etwas älter geworden ist, schon ein hübscher Kerl, bemerkt Familie Richtig, daß Wotan sofort wenn jemand "Mach, Wotan" sagt, sein Bein hebt und uriniert (vorausgesetzt die Blase ist voll).

Praktisch wenn man mal nicht die Zeit hat (z.B. auf einer Pause während der Autofahrt).

Wotan hat über Klassische Konditionierung das Urinieren auf Hörzeichen gelernt.

Familie Falsch, die Nachbarn von Familie Richtig, haben sich entschieden, daß´es ihnen nicht gefällt, wenn ihr Hund "Deibel" sich auf dem Grundstück löst. Deshalb hat man besprochen, das Vater Falsch früh, mittags und abends mit "Deibel" an der Leine rausgeht.

Vater Falsch ruft "Deibel", der kommt freudig angerannt - endlich einer seiner Menschen. Bei der Begrüßung passiert es, "Deibel"s Blase drückt, er uriniert. Vater Falsch, der ja nicht möchte, daß der Hund das Grundstück verunreinigt, nimmt die Leine, die er in der Hand hat und zieht sie "Deibel" über den Po.

"Deibel" jault, springt weg. Er hat sich erschrocken und es hat weh getan.

Da dies nun in den nächsten Tagen immer wieder passiert - wenn Vater Falsch rausgehen möchte, uriniert "Deibel" auf dem Grundstück und bekommt einen Schlag mit der Leine.

Eines Tages hat "Deibel" verknüpft. Kommt Vater mit der Leine - gibt es Schläge. Sieht er nur die Leine - ist er weg.

Der Reiz des Sehens der Leine ist bei "Deibel" unbewußt mit dem Schmerz verknüpft worden.

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