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Hundeforum Der Hund
Max2009

Angst oder Ungehorsam?

Empfohlene Beiträge

Wie bringt ihr euren Hunden denn vorbei, dass etwas verboten ist? Herrufen? Dann weiß er ja nicht, dass er das auch künftig nicht darf. Ablenken? So hab ich das eigentliche Problem ja nur umgangen...
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=52964&goto=1057749

Wir bieten ihm eine Alternative an....Ablenken ist nicht gleich umlenken....wir lenken sein Verhalten um, damit er weiss wie er sich in bestimmten Situationen benehmen soll, damit alles gut verläuft, für Hund und Halter....ohne ihm Angst zu machen...wenn ich nicht möchte, dass mein Hund Pferdeäpfel frisst, dann mach ich ihm doch nicht Angst vor Pferdeäpfel...dass dein Hund so einen Bogen um die Pferdeäpfel macht, zeigt doch dass er in dem Moment denkt " Ohh, Pferdeäpfel sind böse" und nicht "Ah, Pferdeäpfel soll ich also nicht essen"....Der Hund belässt die Situation, weil er Angst davor hat...klar hat er nicht ständig Angst vor dir....aber bei Pferdeäpfel denkt er....ooohhh, die sind phöse....Mein Hund Hund frisst auch mal Pferdeäpfel...und ruhiges "Aus" genügt damit er sie wieder fallen lässt....

Ich habe am Anfang, als wir unseren ersten eigenen Hund bekamen, auch mit Leinenruck und Rütteldose gearbeitet....der Trainer erklärte wie was warum....dann hatte ich einen Hund, der mich nicht mehr anspringt (dank Dose) und wunderbar Fuss lief (dank leinenruck), aber irgendwann mag er andere Hunde an der Leine nicht mehr....hmm, komisch, dachte ich....das er auf dem Trainingsplatz bei jedem Leinenruck einen anderen trainierenden Hund gerade im Auge hatte, ist uns leider erst zu spät eingefallen...er hat gelernt...anderer Hund = Schmerz im Halsbereich = Phööööse.....einige Hunde habe dann einfach Angst und wollen der Situation aus dem weg gehen...andere werden dann aggressiv....

Mit viel Training und ausschliessender positiven Verstärkung, haben wir viel erreicht, auch wenn wir noch nicht am ende sind....aber wenigsten pöbeln wir nicht mehr jeden an der leine an..... ohne Leine war nie ein Problem....hmmm, warum wohl? Ich werde mir nie verzeihen Dose oder Würgehalsband benutzt zu haben....aber es gibt einfach zuviele sogenannte Trainer, die immer wieder sagen: Du musst der Chef sein, du musst zeigen wer hier etwas zu sagen hat...der Hund muss untergeordnet werden....immer vor dem Hund durch die Tür gehen...immer vor dem Hund essen, nicht aufs Bett usw.....In dieser Logik ist der Hund = Sklave des Menschens...und nicht Partner....

Man muss sich einmal durch die Literaturen lesen und seinen Weg finden....

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Gwenni, super!

Bin begeistert!

@Mistery,

nö, ich möchte mit Sicherheit nicht streiten!

Ich denke meine Meinung teilen viele bis fast alle hier im Forum!

Und ich bin auch der Meinung das ich nicht unfreundlich geschrieben habe.

Naja, auf jeden Fall kann und sollte man einem Anfänger nicht solche Tipps geben!

Denn einen ängstlichen Hund macht man dadurch noch ängstlicher!

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Oder:

Wir gehen mit ihm an einer kleinen Straße spazieren, er hat vorher super gehört und darf ohne Leine laufen. Da läuft ein Eichhörnchen über die Straße und er hinterher. Er hört und sieht nur das Eichhörnchen und ich laufe hinter ihm her und rufe ihn, natürlich lauter. Will ihn "bestrafen" da er ja nicht über die Straße laufen darf... ich krieg ihn natürlich nicht, da er wieder einen Bogen macht und erst nach längerer Zeit und zureden endlich kommt.

Doris
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=52964&goto=1057670

Grüße,

NIEMALS einen Hund an einer Straße unangeleint laufen lassen, wenn du nicht 100 prozentig sicher sein kannst, dass er NIE durch irgendwas vielleicht doch auf die Straße läuft. Noch dazu bei einem Junghund der überhaupt noch nicht richtig gehorcht

Kommt dann einmal ein Auto, kann es dies für deinen Hund gewesen sein.

gruß

sabine

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Klingt interessant. ich werd meinen Trainer mal drauf ansprechen was er dazu sagt.

Würgehalsband gibt's bei mir nicht. Find ich nicht gut, auch mein Trainer arbeitet nicht mit Leinendruck.

Bei mir hat sich Dose eben gut bewährt, denn wenn ich Schluss sage, dann lässt er's. Sobald ich ihn dann wieder frei gebe, macht er es aber wieder, wenn er es interessant genug findet. Daher die Schepperdose.

Aber ich frag meinen Trainer nach der Osterpause mal danach, wie sich die Schepperdose auf das Gemüt des hundes seiner meiner nach Auswirkt und mit was für Konsequenzen Hund und ich evtl. rechnen müssen

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Wenn ich mir das so durchlese, habe ich folgende Verknüpfung im Auge.

Hund wird mit einem Nackengriff bestraft. So weit okay.

Aber, was tun Menschen, wenn ihr Hund herbei kommt in den allermeisten Fällen? Sie greifen von oben nach dem Hund, weil sie ihn einfach festhalten wollen.

Vor allem, wenn etwas WICHTIGES ist, nämlich ein DRINGENDER Rückruf, greifen die meisten SOFORT, damit Hundchen nicht mehr abhauten kann.

Für den Hund ist das erst mal dieselbe Geste wie der Nackengriff. Es kommt etwas Unangenehmes von oben.

Aus meiner Sicht muss Deinem Hund erst mal wieder Sicherheit beim Heranrufen vermittelt werden. Schleppleine, dann kann man selbst auch cool bleiben, immer eine SOFORTIGE Bestätigung, wenn der Hund heran ruft, und eben langsam die Reizstärke erhöhen. Also das Abrufen erst bei nichts, dann beim Schnuppern, dann bei anderen Hunden, dann bei Pferden etc.

Sobald der Hund beim ERSTEN Abrufen nicht kommt, renne ich ohne zu schauen einfach in die entgegengesetzte Richtung weg. Kommt mein Hund dann zu mir, bestätige ich nur noch kurz verbal, da es für eine Korrektur kein tolles Futter mehr gibt. Allerdings schicke ich ihn dann wieder weg und gebe ihm sofort eine neue Chance, es gleich richtig zu machen, was dann wieder Futter bedeutet.

Also merke: Wann immer mein Hund zu mir kommt, greife ich nicht von oben nach ihm, auch nicht, um ihm den Kopf zu streicheln, das finden ALLE Hunde blöd. Ich gebe Futter und wenn ich schon greifen will oder muss, dann tue ich das, während meine andere Hand füttert.

Es macht Sinn, ein gut aufgebautes Abbruchsignal zu haben. Bei vielen Hunden reicht es allerdings nicht aus, dies nur über Futter aufzubauen.

LG Anja

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:kuss: @anja

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Genau wie Bärenkind es beschreibt,wurde es mir in der Hundeschule auch erklärt ;)

Unsere Niki kommt auch nicht richtig an mich ran bzw springt weg wenn ich auf sie zugehe.

Meine Trainerin sagte mir auch,dass sie gelernt habe rankommen bedeutet anleinen-Spaß vorbei.

Sie ist sehr sensibel und auch eher unsicher.Wenn ich sie jetzt abrufe gehe ich in die Hocke lobe sie verbal und mit Leckerchen,aaaber:ich fasse sie erstmal gar nicht an,sondern entlasse sie wieder.

So soll sie Rankommen als positiv empfinden.

Sie rennt übrigens auch anderen Hunden hinterher,Joggern,Radfahrern etc und muß deshalb wohl noch ne Weile an der Schlepp bleiben :Oo

Versuche doch auch mal ihn fürs Kommen suuuuper dolle zu loben,mach die klein und füttere ihn.Wenn Niki anfangs gar nicht rankam,habe ich ein paar Brocken vor sie geworfen,immer näher zu mir,bis sie an meiner Hand angelangt war ;) Sie bekommt ihre Futterration sowieso momentan nur beim Gassigehen.

Aber streichel ihn nicht und lass ihn gleich weiter laufen.

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Max wird viel gelobt und kommt auch sonst wenn ich/wir ihn rufen. Er zeigt dann keine Angst, hört wirklich gut, meist auch, wenn andere Hunde kommen.

Wir rufen ihn öfter man zwischen durch ran und dann darf er wieder laufen, ohne, dass er gleich angeleint wird. Selbst wenn er mit einen Hund spielt und wir gehen weiter und rufen ihn, dann kommt er sofort. Es sind eben nur manchmal diese besonderen Situationen, wo er dann eben so reagiert und ja dann auch eben für mich so unverständlich sind, dass er dann Angst hat, weil er ja sonst eben keine Angst zeigt.

So, gleich geht es wieder länger raus, wir werden dann die Schleppleine nehmen und damit üben. Ich hab jetzt Fleischwurst gekauft, die scheint er zu mögen, damit wird jetzt geübt. Die Pfeife nehme ich auch wieder mit, dass das vor einigen Wochen schon gut geklappt, nach seiner OP (er hat Golddrahtimplantate bekommen) hab ich die irgendwie nicht mehr benutzt.

Ich werde einfach auch mal mehr Augenmerk auf mich richten und in diesen kleinen Situationen -wenn eine kommt- eben ruhiger bleiben und besonnen reagieren. Ich werde auch versuchen ihn nicht so anzupacken und dann werde ich auch versuchen, wenn er nicht kommt, mich sofort umzudrehen und zu gehen.

Man, mir raucht etwas der Kopf, aber wir werden das schon schaffen, schließlich lieben wir diesen kleinen Mann ja und wollen nicht, dass er Angst vor uns hat.

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Bei Deinem Max ist doch ein Border drin!?

Border sind sehr Intelligent, aber auch sehr feinfühlig!

Mit Nackengriff und Anranzen (wie Du schreibst) funktioniert das nie!

Ruhe - Besonnenheit und vor allem ein konsequentes Verhalten Deiner-

seit ist hier sehr wichtig.

Viel Spass noch!

:winken::winken:

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Ich möchte nun auch etwas dazu sagen. Nachdem Teddy gekommen ist wenn ich ihn gerufen habe mal mit Leckerlies gelobt mal ohne, mal mit Spiel mal nur Schmußen habe ich gleichzeitig mit einer Ultrapfeife es zu unterstreichen. Geht Prima. Wenn er nicht sichtbar ist Pfeife ich er kommt....hier bin ich und ist wieder weg. Kein Leckerlie erstrecht nicht beim Spielen. So Arbeiten wir weiter.

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