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Hundeforum Der Hund
meiwa

Hündin fällt in alte Verhaltensmuster zurück - bitte Ideen

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....ja, so könnte man das nennen.

Kurz zum Hintergrund: Meine Hündin zog vor 6 Jahren hier ein. Sie stammt aus Ungarn, war dort in der Tötung, bevor sie nach D ins Tierheim kam.

Als sie einzog, bestand sie nur aus Angst. Sie neigt dazu, komplett zu blockieren (auch körperlich) und nicht mehr ansprechbar zu sein, wenn sie große Angst hat.

Wir hatten das eigentlich sehr gut weggearbeitet; wer sie nicht genau kennt, merkt nicht, dass sie schon schlimme Zeiten durch hat.

Eigentlich ist sie ein fröhlicher, lustiger und relativ aufgeschlossener Hund geworden.

So, nun zur aktuellen Situation:

Seit der Junghund (Louis) meiner Eltern hier wohnt (so ungefähr seit 5 Wochen), geht es hier natürlich etwas anders zu, als vorher.

Der Junghund ist mit einem überschäumenden Temperament und jeder Menge Flausen im Kopf gesegnet.

Er muss dann halt hin und wieder auch mal zurechtgwiesen werden. Und genau das ist das Problem.

Meine Hündin bezieht jede Zurechtweisung auf sich, obwohl sie überhaupt nicht gemeint ist.

Sie nimmt schon eine Demutshaltung an, wenn man nur den Namen des frechen Jungspundes ein wenig schärfer ausspricht.

Kommt die FisherDisk zum Einsatz, gebärdet sie sich in wilden Untewerfungs- und Beschwichtigungsgesten.

Daraufhin haben wir versucht, Geräusche wie ein Kssst zum Beispiel zu machen, weil wir dachten, das empfindet sie vielleicht als weniger bedrohlich. Leider haben wir falsch gedacht.

Da Louis meinen Eltern gehört, sind die auch für seine Erziehung zuständig. Nun ist es so, dass meine Hündin alle Räumlichkeiten und Etagen, die meine Eltern hier im Haus bewohnen, meidet. Sogar den Garten meidet sie, wenn Louis UND mindestens 1 Elternteil draußen ist.

Wir hatten heute Sonneschein; da liegt sie normalerweise gerne auf der Terrasse rum und sonnt sich. Heute hat sie sich - nach einer Zurechtweisung, die für Louis bestimmt war - bis ins Dachgeschoss in meine Wohung zurückgezogen.

Das ist ein SEHR untypisches Verhalten. Sie geht sonst NIE bei schönem Wetter freiwillig ins Haus.

Und schon gar nicht bis ganz nach oben.

Ich habe sie dann wieder runtergebeten und ihr gesagt, dass sie sich doch bitte einfach in die Sonne legen soll. Hat sie auch gemacht, wohl war ihr aber nicht dabei.

Leider ist hier ein Familienmitglied relativ.......naja....unbeherrscht, sag ich mal. Bei Anwesenheit dieses Familienmitgliedes treten die Verhaltensauffälligkeiten stärker und auch öfter auf.

Wenn Louis durch diese Person zurechtgewiesen wird, kriegt meine Hündin richtig Angst und sucht Schutz bei mir.

Auch die Leinenführigkeit leidet. Sie hängt in der Leine, als wär sie auf der Flucht. Sie wirkt dabei sehr gestresst.

Wenn ich sie dann sanft, freundlich und leise daran erinnere, dass ich eigentlich "Fuß" gesagt hatte, beschwichtigt sie wie wild, stupst mich an und hängt sich erneut in die Leine. Ich bin dann richtig betroffen und auch traurig.

Entspannt ist sie eigentlich nur noch offline auf unseren großen Gassirunden und in meiner Wohnung. Aber sobald sie hört, dass Louis unten rumpoltert, scheint sie darauf zu warten, dass sie hört, wie jemand ihn schimpft und ist dann wieder ganz angespannt (auch, wenn gar nicht geschimpft wird - sie wartet halt drauf).

Man, ich habe so lange mit ihr gearbeitet. Wir haben so toll ihre Ängste weggekriegt. Ich bin die einzige Person, auf deren Anwesenheit sie wert legt. Und ich habe den Eindruck, als würde sie am liebsten immer mit mir mitkommen und möglichst wenig zu Hause sein.

Sie mochte meine Eltern immer. Jetzt lässt sie sich nur widerwillig anfassen (sieht aus, wie nur aus Höflichkeit). Sie sucht nur meine Nähe.

Wieso ist das jetzt wieder so? Ich finde das ganz schlimm, wenn ich sehe, wie unsicher sie auf einmal wieder ist. Das tut mir im Herzen weh.

Ich hoffe nicht, dass hier der Eindruck entsteht, als würde hier mit Louis nur geschimpft werden. Nein, so ist das nicht.

1 etwas schärfer gesprochenes "LOUIS" reicht aus, um meine Hündin für mindestens eine Stunde unglücklich zu machen.

Was kann ich bloß tun, um wieder Ruhe und Sicherheit in diesen Hund zu bekommen?

Wie kann ich ihr vermitteln, dass sie ja überhaupt gar nicht gemeint ist?

Ich habe überhaupt keine Idee, außer eben zu ignorieren, wenn sie auf eine für Louis bestimmte Zurechtweisung so reagiert. Also ich tröste sie nicht.

Aber andere Ideen hab ich nicht.

Bitte helft, habt ihr Tipps?

Sie hatte sich so toll entwickelt, war die ganzen Jahre stabil und sicher in ihrem Verhalten. Es kann doch nicht sein, dass sie jetzt SO einen starken Rückfall erleidet.

Dieser Hund ist mir unglaublich viel Wert, wir haben eine superenge Beziehung zueinander. Ich kann hier auch bald ausziehen, weil mein Studium fast durch ist. Im Moment kann ich es mir aber nicht leisten. Während der Diplomarbeit wäre es gut, wenn ich noch hier wohnen bleiben könnte (aus finanzieller Sicht).

Im Notfall könnte ich sicher bei Freunden unterkommen. Ich kann es jedenfalls nicht ertragen, dass meine Hündin, die ich sooooooo sehr liebe, hier so gar nicht mehr zurechtkommt.

Hat nicht irgendjemand eine Idee, wie ich ihr helfen kann?

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Erst einmal finde ich es gut, daß Deine Hündin bei Dir Sicherheit sucht und auch findet.

Die letzten Jahre war es bei Euch im Haushalt ruhiger und jetzt, mit Einzug des Welpen, ist mehr Unruhe eingekehrt.

Ich lese heraus, daß ihr besonders die akustischen Reize zu schaffen machen.

Probier mal, ob sie vielleicht mit ruhiger Musik in der Wohnung, als Hintergrundgeräusch gegen die Geräusche die von unten hoch kommen, besser entspannen kann. Manchen Hunden hilft das.

Dann könntest Du noch probieren ob ihr Ohrstepsel, diese bunten formbaren, helfen. Wenn sie sich die reinmachen läßt hört sie nicht mehr alle Geräusche und das könnte zur Entspannung helfen.

Ich denke, wenn Du es schaffst ihr zwischendurch zu Ruhe- und Entspannungsphasen zu verhelfen , kann sie mit Dir als sicherem Pol an ihrer Seite auch zeitweise mal die Belastungen besser ertragen.

Versuch erst mal, ob ruhige Entspannungsmusik oder Ohrstepsel ihr helfen.

LG Heike

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Das ist aber mal son richtiger Schlamassel in dem Du da steckst!

Ich kann mir Deine Verzweiflung gut vorstellen.

Bei Menschen nennt man das glaube ich "keys". Diese Schlüsselsituationen (Geräusche, Gerüche ect.)

"schließen" dann wieder die alten Verhaltensweisen auf und alles andere scheint vergessen.

Besonders arg sehe ich den Einsatz der Discs in ihrer Gegenwart. Aber auch der Tonfall, mit dem der Louis geschimpft wird, löst bei ihr eine Art Reflex aus.

Ich bin kein Fachmann und habe keine Erfahrung in Rudelhaltung. Aber ich befürchte fast, dass Du nur sehr wenig tun kannst.

Die einzigen, die etwas ändern könnten wären Deine Elter bzw. ein Elternteil im Umgang mit Louis.

Was natürlich auch wiederum schwierig sein kann, denn einen wilden Junghund muss man wohl auch ab und an mal anblaffen.

Was zu fehlen scheint sind positive Erfahrungen. Wie zum Beispiel *grübel* zu viert clickern. Am besten im Garten vielleicht. Wenn was dabei mal nicht so läuft, wird freundlich korrigiert. Es gibt nichts zu schimpfen, da ihr ja nicht wirklich etwas beibringen wollt, sonder nur entspannt etwas zusammen erlebe.

Das Clickern gibt vielleicht einen eher kontrollierbaren, entspannteren Rahmen, als irgendwelche wilden spiele. Zuerst mit den beiden getrennt üben (vor allem mit Louis), dann abwechselnd mal der eine, mal der andere.

Aber das würde Zeit und Kooperation der Familienmitgleider erfordern. Das kann ja schon mal nicht so einfach sein.

Vielleicht ist es Dir auch zwischendurch mal möglich bei Freunden unterschlupf zu finden, damit Deine kleine mal wieder ein wenig zu sich selber findet.

Es gibt bestimmt bessere Ansätze, aber das sind meine spontanen Gedanken. Vielleicht bringen die Dich ja, ähnlich wie eine Brücke, zu eigenen, besseren Ideen.

Viel Erfolg beim Suchen nach dem richtigen Weg. Halt uns mal auf dem Laufenden.

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Wuerdest Du anders mit Louis umgehen, waere es Dein Junghund?

Kannst Du locker bleiben, wenn Louis zurechtgewiesen wird? Vorallem wenn es von dem unbeherrschten Familienmitglied kommt?

Spielt sie wenn sie entspannt ist mit Dir?

Wenn Du sie in dem Moment zum spielen und ausgelassen sein annimierst signalisierst Du, dass es keinen Grund zum angespannt sein gibt.

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Danke schonmal für Eure Ideen.

@Schnauzis: mit der Musik werde ich versuchen; sie hört eigentlich gerne leise, ruhige Musik.

Die Ohrstöpsel lass ich lieber. Sie kriegt nicht so gern "an sich rumgefummelt". Ich denke, sie würde noch unsicherer werden, wenn ich ihr was ins Ohr stecke und sie dann noch eines Sinnes beraubt ist.

Dafür sind ihre Vergangenheitserlebnisse wahrscheinlich zu schlimm, als das sie mit Fremdkörpern an ihrem Körper entspannen könnte. Sie mag sowas einfach nicht. Und zwingen möchte ich sie dazu auch nicht. Aber trotzdem finde ich das grundsätzlich eine gute Idee.

@Lakota: in der Tat; es ist kompliziert. Wenn ich mit den Hunden allein bin, reagiert sie nicht unsicher. Ich weise auch anders zurecht, als meine Eltern. Ich gehe weniger über die akustische, als vielmehr über die körpersprachliche und taktile Ebene (KEINE Gewaltanwendung, nein, nein, nein ;) ) und bin sehr ruhig dabei.

Das stresst sie gar nicht und das interessiert sie auch nicht.

Das Clickerbeispiel ist glaube ich gut. Ich habe heute mit allen Hunden (als ich mit denen allein war) lustige Denksportspiele im Garten gemacht.

Ich denke schon, dass das allen Spaß gemacht hat (und die Rudelstabilität fördert es vielleicht auch). Dabei habe ich nicht korrigiert - es war ja ein Spiel.

Es wird halt arg, wenn die Eltern da sind; besonders der etwas unbeherrschte Elternteil. Und den kann ich leider auch nicht ändern. Er ist ja nicht gewalttätig oder brüllt nur rum - er hat halt etwas rustikale Erziehungsmethoden, die für meine Hündin aber furchteinflößend sind.

Wenn sie nur irgendwie verstehen könnte, dass sie gar nicht gemeint ist......und ja, bevor sie mir hier wieder gänzlich in alte Ängste verfällt, ziehe ich vor Abschluss des Studiums aus - ihr zuliebe.

Ich wüsste zwar noch nicht, wie ich das finanzieren soll, aber für diesen Hund würde ich alles tun.

Dies soll aber nur die absolute Notlösung sein - noch suche ich nach anderen Möglichkeiten, ihr wieder Ruhe und Sicherheit zu vermitteln.

Es muss doch etwas geben........habt ihr noch weitere Ideen????

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(bearbeitet)

@Elisabeth: ganz deutliches JA, ich würde SEHR viel anders mit Louis umgehen, wenn er mein Hund wäre.

Wenn besagtes Familienmitglied schonmal lauter wird - ja, dann zucke ich auch hin und wieder zusammen und sehe das nicht so ganz gelassen.

Meine Hündin hat sowieso Vorbehalte gegenüber dieser Person ( ;) das ist nicht böse gemeint ), da auch ich zu ihr schon immer ein recht angespanntes Verhältnis habe (zu der Person).

In den von Dir angesprochenen Situationen würde sie nicht mit mir spielen, nein. Ihr einziges Interesse besteht dann darin, der Situation zu entkommen - also hole ich sie da raus.

Wenn sie draußen ist (aus der Situation), bleibt sie gestresst, dennoch fällt ein großer Teil Anspannung schon von ihr ab. Helfen würde da eine große Runde durch den Wald - ein länger andauerndes, positives, aktives Erlebnis halt . Aber ich kann ja nicht jedesmal, wenn Louis Mist macht, meine Hunde ins Auto setzen und in den Wald fahren....

Tante Edit hat mir eine Brille aufgesetzt:....achso, wenn sie ENTSPANNT ist....ja, dann spielt sie mit mir ;) . Sie spielt sehr gerne. Auch mit Louis. Aber NUR, wenn sie entspannt ist.

Ich habe keine Chance, in so einer Situation über Spiel Entspannung zu vermittleln. Dafür blockiert sie zu schnell.

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Wenn besagtes Familienmitglied schonmal lauter wird - ja, dann zucke ich auch hin und wieder zusammen und sehe das nicht so ganz gelassen.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53015&goto=1059058

Ich denke es ist fuer Deine Huendin wichtig, dass Du ihr vermitteln kannst Euch beide betrifft das nicht. Solange Du selber zuckst und angespannt bist wird das schwirig sein. Hoert sich fuer mich so an, als ob Du ebenfalls den Waldspaziergang brauchst um wieder zu Entspannen nach jedem Vorfall.

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Nur so eine schnelle Idee am frühen Morgen. Mir kam spontan in den Sinn, dass im Moment vielleicht die Rangordnung unklar ist. Möglicherweise ist Deine Hündin verunsichert, wer denn nun der Boss ist? Der sogenannte Brüller, der Big Mac oder Du?. Sicher spürt sie auch Deinen Ärger.

Ich meine, dass es Deiner Hündin nicht gelingt das zu differenzieren. Verloren ist noch gar nichts. Jetzt muss man das aussitzen, etwas Besseres fällt mir nicht ein, und Du zweifelst jetzt nicht an Deiner Arbeit!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Muss sie zwangsläufig Kontakt zu deinen Eltern haben?

Wär vermutlich die einfachste Lösung, wenn laute und wohl auch oft unbeherrschte Korrekturen mitbekommen würde.

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meiner Hündin Lucy geht es genauso.

Ich bin mit ihr manchmal mit der Hundewanderguppe unterwegs und jedes mal, wenn ein Halter mit seinem Hund schimpft, fühlt sich meine Lucy angesprochen. Sie duckt sich sofort und zieht die Ohren und Schwanz ein.

Sie hat in der Wandergruppe einen glühenden Verehrer, der ihr ständig an den Lefzen leckt und sie kann kaum noch einen Schritt gehen. Die Besitzerin wirft dann immer die Leine hinter ihrem Hund hinterher, welche dann natürlich auch manchmal direkt neben meiner Maus landet und sie sich sofort bestraft fühlt, obwohl sie ja nichts gemacht hat.

Ich versuche sie dann abzulenken und positiv zu beieinflussen. Fange ein Spiel an, oder mache irgendwas, was ihr Spass macht, um zu zeigen, dass sie nicht gemeint ist.

Bis jetzt hat es meistens funktioniert

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