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Hundeforum Der Hund
Noribiz

Über den Fang greifen, auf den Rücken drehen

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Diese Form des Lernens (Erfahrungen) unterscheidet sich aber von dem Lernen (erziehen/ausbilden), worüber wir hier diskutieren.

Gerade das, was wir hier diskutieren, nämlich Schnauzengriff und Rückenwurf gehört für mich zu einer Erfahrung, aus der Hunde schnell lernen können, wenn, ja wenn es richtig gemacht wird. Wenn nämlich der Hund vorher verwarnt wird, die Möglichkeit hat auf die klare Verwarnung sein unerwünschtes Verhalten abzubrechen. Tut er dies nicht, so muß eine dem Hund angemessene, aber für ihn sehr unangenehme Konsequenz folgen. Und das können unter vielem anderen bei einigen Hunden auch Schnauzengriff und Rückenwurf sein. Es muß deutlich im zeitlichen Zusammenhang sein, bei klaren Verhaltensabbruch auch sofort wieder aufgehört werden. Nur dann hat der Hund die Chance zu lernen beim nächsten Mal auf die Verwarnung zu reagieren, es also nicht mehr soweit kommen zu lassen.

Das Problem bei dieser Sache ist für mich eher der Mensch, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle bekommt. Der nicht zwischen Strafe und Lob schnell umschalten kann, damit der Hund durch den zeitlich exakten Zusammenhang verstehen kann wofür gestraft und wofür gelobt wird, welches Verhalten sich nicht lohnt und welches sich lohnt.

Viele Menschen brauchen außer der normalen Schaltsekunde viel zu lange um sich in den Griff zu bekommen, sie sind nachtragend und gerade das versteht kein Hund, weil es unter Hunden nicht vorkommt. Der Hund der gerade gemaßregelt hat ist eine Sekunde danach wieder völlig neutral. Und gerade dieses schnelle Umschalten muß man bei der Hundeerziehung erst lernen.

Wobei ich aus meiner Sicht sage : Dies alles gehört nur in die Erziehung, also in das Einordnen des Hundes in unsere menschliche Gesellschaft, in der er ja nun lebt.

In die Ausbildung gehört kein Schnauzengriff oder Rückenwurf. Da sollten die Grundlagen so gelegt sein, daß man auf dieses sehr gut verzichten kann.

LG Heike

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.......

Was zu tun ist' wenn der Hund mal "Mist" macht? Ach da gibt es viele Wege... unendliche viele... Einer der erfolgreichen ist z.B. ignorieren. Der Sozialentzug ist für Hunde immer eine Sache mit der sie nicht leben können und wollen. ......

Ja, so habe ich das auch gelernt. Immer schön ignorieren das unerwünschte Verhalten.

Für meine Hündin war das Psychoterror. Und ich war die Täterin.

... tja und ich habe einen Rüden dem das sehr sehr lange völlig am Popo vorbeiging.

Ein sehr unabhängiger Hund - der auch noch aufzuchtbedingt gelernt hatte, daß er Menschen nicht braucht.

Es hat lange gedauert den Hund sozial so einzubinden, daß ignorieren etwas ist, daß er in einer grossen Zahl von Situationen als unangenehm empfindet. Aber bis heute gibt es Dinge, da ist es ihm völlig pumpe.

Und es gibt bereits Welpen, für die ignorieren nur bedeutet, sie können ungestört das weitermachen, was sie wollen.

Hunde sind verschieden - man kann nicht bei allen alles gleich anwenden.

Grüsse,

Claudia

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Stimmt - Ignorieren hilft bei Dasty am allerwenigsten, wenn ich eine Skala aufmachen würde, was hilft und was nicht. Der braucht klare Ansagen "richtig - falsch", wenn nicht über Leckerchen oder sonstiges Lob das "richtig" gelernt wird, dann müssen wir das "faslch" leider manchmal über Anblaffen oder so realisieren. Von daher sehe ich das auch so: Jeder Hund ist anders und Erziehung lässt sich nicht verallgemeinern.

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Ich habe meinen Hunden bestimmte Dinge einfach beigebracht.

Wenn ich den Bauch bürsten will, dann lassen sie dieses über sich

ergehen. Da ist das auf dem Rücken liegen nicht negativ besetzt,

sondern positiv. Sie bekommen, ein Lob, einen Keks oder ein paar

Streicheleinheiten und damit wird das auf dem Rücken liegen, für

sie eher zur Belohnung.

Ähm ja meine Freundin hat einen Hund, der es absolut nicht leiden

kann auf den Rücken gedreht zu werden. Somit hat sie angefangen

dies zu clickern und siehe da der Hund macht es jetzt und lässt es sich

gefallen. Dies geschieht auf einer vertrauenswürdigen Basis und ich

bin davon überzeugt das dies dass wichtigste Erziehungsmittel überhaupt

ist "VERTRAUEN"! Solches gewinne ich aber nicht mit rohen Erziehungsmethoden

sondern mit viel Geduld und Führungsqualität.

Sooo jetzt darf wieder gelyncht werden ;)

Ich hoffe die Frage mit dem auf den Rücken drehen, wenn man etwas am Bauch

schauen möchte, wurde hiermit beantwortet.

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Lanfear, so legt doch fast jeder HH seinen Hund mal auf den Rücken... :D

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Ich habe einen Warnton für meine Hunde, ein sssstttt!!! Den mache ich wenn ein Kommando ignoriert wird. Hören sie danach (was eigentlich immer der Fall ist, da sie wissen was er bedeutet), wunderbar. Wir weiterhin ignoriert kommt ein kurzer Schnauzgriff. Alle wieder auf ihrem Platz. Sie verstehen das sehr gut. Allerdings bin ich auch der Meinung dass eine für den Hund verständliche Warnung unbedingt notwendig ist. Sonst ist es für ihn nur ein willkürlicher "Wutausbruch" seines Herrchens. Hunde und Wölfe warnen gründlich bevor sie grob werden. Was ja auch nur fair ist.

@Lanfear: Da du dich ja anscheinen mit Dorit Feddersen Peterssen beschäftigt hast: in ihren Studien zeigt sie wie Hunde sich gegenseitig aktiv auf den Rücken legen, auch wie ein Welpe aktiv von einem adulten Wolf auf den Rücken gelegt wird. Mit der Pfote, zack. Wundert mich dass du sagst Hune könnten das nicht. Oder hab ich das falsch verstanden?

Liebe Grüße

Nora

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Für meine Hunde ist auf dem Rücken liegen auch durchaus positiv. Sie lieben es am Bauch gekrault zu werden. Würden sie das nicht tun, wäre ich nicht verständlich gewesen mit meinem auf den Rücken drehen. Sie haben aber verstanden, sie haben verstanden warum ich es tat und dass es nur für diesen Moment eine Zurechtweisung war (Es ist nämlich eher das als eine Bestrafung). Danach, wenn der Hund verstanden hat ist alles wieder vergessen und wir sind die besten Freunde und gehen spielen. Von daher verknüpfen sie das auf dem Rücken LIEGEN auch nicht mit etwas negativem, sondern nur das auf den Rücken LEGEN in entsprechender Situation.

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Hallo Lanfear!

Meine Hunde können sich auf Hörzeichen auf die Seite legen oder eine Rolle machen. Solche, wie viele andere Tricks machen die Hunde sehr gerne, weil über reine positive Verstärkung beigebracht. Genauso könnte ich ihnen sicher auch auf dem Rücken liegen beibringen, habe ich bisher noch nie gemacht.

Ein Hund, der als Junghund mal von mir zur Grenzensetzung auf den Rücken gelegt wurde hat heute sein höchstes Wonnegefühl, wenn er sich mit einem Ball in der Schnauze auf dem Rücken liegend im Gras wälzen darf.

Ein anderer Hund, der als 11 wöchiger Welpe situationsbedingt mit meinem ganzen Körper plattgemacht wurde ( einmal ), der mehrmals einen Schnauzengriff als Grenzsetzung erfuhr legt besonders gern seinen Kopf in meine Hände und läßt sich kraulen ( wenns nach ihm geht stundenlang), es war der erste meiner Hunde dem ich das Hörzeichen "Abstand" beigebracht habe, damit ich mal eine Zeitlang ohne Körperkontakt zu diesem Hund sein kann. Er ist sowas von sensibel das kleinste akustische oder optische Signale ausreichen um ihn zu lenken und zu leiten.

LG Heike

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... dass es nur für diesen Moment eine Zurechtweisung war (Es ist nämlich eher das als eine Bestrafung).

Hallo Noribiz!

Was ist für Dich der Unterschied zwischen Zurechtweisung und Bestrafung?

LG Heike

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Also ich habe keine Ahnung, wie es ein z.B. ein Sheltie schaffen soll,

einen ausgewachsenen sagen wir mal Aussie auf den Rücken zu schmeissen...

Davon mal ab habe ich auch des öfteren geschrieben, dass wir Menschen sind und

keine Hunde, somit ist es doch auch völlig unnötig wenn wir versuchen Hunde zu

imitieren. Hunde wissen doch, dass wir keine Hunde sind. Sie lassen sich von uns

großen Affen doch auch viele Dinge gefallen, obwohl dies unter Hunden so

gar nicht üblich ist.

Die besten Freunde meiner Hunde sind zwei Shelties, sie sind zusammen aufgewachsen

und haben sich wirklich sehr gern. Paula lässt sich von ihrer kleinen Freundin

alles gefallen und legt sich z.T. freiwillig auf den Rücken oder lässt einen Schnauzengriff

zu, dies funktioniert aber nur weil sie es zulässt, denn ein 8 Kilosheltie hat meinem

24 Kilo HUnd nicht viel entgegen zu setzen.

Die beiden Junghunde, bei denen wir anfangs echt Angst hatten, dass der rumpelige

Beardie den winzigen Sheltie platt walzt, spielen super miteinander und der

Rumpelbeardie legt sich beim spielen freiwillig hin, denn sie hat begriffen,

dass das Spiel ansonsten schnell beendet ist.

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