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Hundeforum Der Hund
Noribiz

Über den Fang greifen, auf den Rücken drehen

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Kein selbstbewußter, ranghöherer Hund wird so doof sein einen bedeutend größeren, schwereren aktiv zum Unterwerfen zu bringen zu versuchen. Da muß er sich seiner Ausstrahlung bewußt sein und erwartet, das der andere sich wenn, dann auf den Rücken rollt.

Der Zwergschnauzerrüde meiner Tochter (35 cm hoch,ca.7kg) hatte sich bei einem Wurf Riesenschnauzer im Alter von 5 oder 6 Wochen Respekt verschafft - zu dem Zeitpunkt etwa gleich groß.

Ca. 2 Jahre später trafen wir die Besitzer eines inzwischen ausgewachsenen Riesenschnauzerrüden (ca.68cm, mind.40kg). Er erkannte den Zwergschnauzerrüden und rollte sich vor ihm alleine auf den Rücken. Eine Folge der Erfahrung in der Sozialisierungsphase. Der Riesenschnauzerrüde ist übrigens sonst ein sehr selbstsicherer, ausgeglichener Rüde, der sich seiner Größe und Kraft bewußt ist.

LG Heike

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Hallo Lanfear,

Du kannst noch 10 oder 100 mal wiederholen, daß wir Menschen keine Hunde sind und Hunde das auch wissen. Trotzdem verstehen sie, wenn wir Dinge körpersprachlich tun, die für sie - eben weil sie Hunde sind - verständlich sind.

Und das hat rein garnix mit imitieren zu tun.

Nur weil ich kein Hund mit Gebiss bin, verzichte ich nicht darauf einen Hund, der immer wieder nach mir schnappt, gegebenenfalls zu kneifen. Er versteht das - wenn ich es richtig dosiert im richtigen Augenblick mache. Auch wenn Hunde untereinander mangels Möglichkeit (sie haben keine Hände und Finger) nicht kneifen. Aber sie kennen es, daß ein anderer Hund mit seinen Zähnen zurückschnappt - nur die habe ich als Mensch eben nicht so zur Verfügung.

Warum muss ich auf die Möglichkeiten der körpersprachlichen Interaktion verzichten?

Wichtig ist doch mit dem Hunde-Individuum, mit dem man zusammenlebt, so zu kommunizieren, daß er versteht, was wir möchten.

Und wenn es für ihn einfach ist, in einer bestimmten Situation zu begreifen, daß jetzt Schluss mit lustig ist, weil wir ihm das durch Rollen und in der Position fixieren zeigen - etwas was eben auch erwachsene Hunde z. B. mit Welpen machen - warum dann bitte nicht.

Der Welpe oder Junghund versteht die Position und die Handlung!

Ich kann natürlich auch mit ihm sprechen wie mit einem Menschenkind, denn ich bin schließlich ein Mensch. Nur verstehen wird er das nicht.

Grüsse,

Claudia

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Zwischen auf den Rücken legen und Aufjaulen wegen Schmerz der ungeschickterweise zugefügt wurde ist aber schon ein Unterschied... ;)

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Absolut.

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@ Hansini

Wir haben mal einen Hund bekommen, der ohne das er berührt wurde bei jeder Situation die ihm nicht gefiel lautstark und schrill geschrien hat. Bei den Vorbesitzern hatte er so immer erreicht, das er aus der Situation sofort herausgeholt wurde.

Die Therapie dieses unsicheren Hundes, der mit Schreien auf Hundebegegnung, unerwünschten Menschenkontakt ( vor allem Männer) und Umweltreize, die er nicht kannte reagierte war lange und sehr anstrengend für alle Beteiligten ( aufgrund der schrillen Lautstärke).

Daher kann ich nur warnen aus Mitleid mit dem Hund dauerhaft zu sehr auf diese Schreie einzugehen. Er könnte sich sonst eine solche Problemlösung angewöhnen.

LG Heike

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Ja ich hab schon verstanden, ich bin wie gesagt da einfach anderer Meinung und

werde sowohl als Hundetrainerin als auch als Hundehalterin, weder den

Hund auf den Rücken legen noch bei ihm einen Schnauzengriff anwenden.

Es ist mir relativ gleich warum andere dies tun, ich persönlich

finde es falsch und somit unnötig.

Ich habe inzwischen sehr große Erfolge mit dem clickern und der positiven

Methode gehabt anders als so manche andere Trainer mit ihrer für

mich brachialen Methode.

Für mich ist dies der richtige Weg und ich hoffe noch viele Leute in meinem

Verein zu anleiten zu können.

Es ist manchmal schon schlimm, wenn ich sehe, mit was für Problemen

die Leute zu uns in den Verein kommen und diese Probleme stammen leider

ganz oft aus Hundeschulen, wo Alphawurf und Co noch Gang und Gebe sind.

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Halt. Felix ist absolut nich empfindlich und sensibel. Ich habe ihn weder beim Bandscheibenvorfall, noch beim Kreuzbandriss so aufjaulen gehört.

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Hallo Lanfear!

Solange man dem Hund Grenzen anders zeigen kann ist Rückenwurf und Schnauzengriff nicht notwendig. Da gebe ich Dir völlig Recht. Wichtig ist jedoch immer, daß der Hund Grenzen die er überschreitet nachhaltig aufgezeigt bekommt. Und wichtig ist auch, daß der, der dem Hund Grenzen setzt dies überzeugend tut, zeitnah und nicht nachtragend ist.

Übrigens diskuttierst Du hier mit einigen, die zwar ihrem Hund erzieherisch Grenzen, wenn angebracht auch mal mit Rückenwurf und Schnauzengriff setzen, aber in der Ausbildung schon lange erfolgreich auf reine positive Motivation setzen, zum Teil sogar Clickern und ich meine richtig erfolgreich Clickern über Shaping.

LG Heike

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Hallo Lanfear,

für mich schmeisst Du jetzt Dinge durcheinander.

Soziale Interaktion ist etwas anderes als Ausbildung.

Und ja: Der Clicker ist ein wunderbares Instrument und Hilfsmittel.

Für mich grade im Sport überhaupt nicht mehr wegzudenken.

Und positive Bestärkung und auch Umlenkung ist für mich immer das erste Mittel der Wahl.

D. h. für mich aber nicht, daß ich mich in der sozialen Interaktion mit meinen Hunden auf diese Schiene beschränke.

Grüsse,

Claudia

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