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Hundeforum Der Hund
Noribiz

Über den Fang greifen, auf den Rücken drehen

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Vielen Dank für die Antworten! Auch für die sehr lange und ausführliche Erklärung von MissLaing, auch wenn ich trotzdem noch nicht einer Meinung bin. Es klingt zwar einleuchtend dass man diese sozialen Rituale oder Gesten nicht hundert prozentig so ausführen kann wie es ein Hund oder Wolf täte, logisch. Zum Anfang fehlt uns ja schonmal der passende Fang dazu.

Trotzdem meine ich, dass wenn man sich mit der Sprache (in allen Facetten) des Hundes auseinandersetzt, sie lernt zu deuten und man im täglichen Umgang mit seinem Hund auf kleinste Signale achtet (Körperhaltung, Blick, Mimik, akustische Signale, bestimmte Bewegungsabläufe.....), dann kann man auch, oder sollte man zumindest, in der Lage sein, seinen Hund soweit zu verstehen, dass man weiß wann besagte Gesten angebracht sind und auch vom Hund verstanden werden.

Ich habe bei meinem Hund weder Verwirrtheit noch Angst beobachten können, nachdem ich ihn auf den Rücken drehte und auch nicht nach einem Schnauzgriff. Stattdessen zeigte er gleich sehr deutlich unterwürfige Signale. Ziel erreicht. Der Hund hatte verstanden dass er an eine Grenze gestoßen war. Natürlich musste diese Grenze immer wieder von ihm angetastet und getestet werden. Aber er wurde vorsichtiger und akzeptierte es nach einiger Zeit ganz. Und ich möchte noch einmal betonen, NICHT weil er Angst vor mir hatte oder weil es ihm meine Handlungen wehtaten (Es hat ihm nie wehgetan, er gab noch nicht mal einen Quietscher von sich) sondern einfach weil er begriffen hatte. Also konnte er meine Zeichen, obwohl von einem Menschen gegeben, sehr wohl deuten.

@Paige: Das ist gut, ich war schon etwas erstaunt! :)

Liebe Grüße

Nora

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also ich finde (da ich gar nichts vonaufdenRückenlegen oder Schnauzengriff halte) muss da irgendwas falsch gelaufen sein bei der Erziehung und bei der Betrachtung Mensch-Hund.

denn ich finde, dass es ein denkfehler ist, dass man sagt, dass wir damit der Hund uns versteht "hündisch" mit ihm kommunizieren sollen.

Wir leben in keinem Rudel mit dem Hund zusammen (denn wenn das so wäre, dann wäre das aus Rudelsicht auch völlig in Ordnung, wenn der Hund mit bei der Erziehung der Kinder hiflt, tuen Tanten oder Geschwister auch in einem Hunderudel, nur ich glaube wenn der Hund dann Schnauzengriff bei den Kindern versucht anzuwenden, nicht so toll...) und das ist den Hunden auch bewusst, wir leben in einer Gruppe zusammen, wo auch Katz und Kinder dazu gehören, aber nicht als Hunde angesehen werden. Wir gehen mit dem Hund einen partnerschaftliche Beziehung ein auf einer anderen sozialen Ebene wie zwischen Hunden untereinander.

Ich muss meinen Hunde nicht aufs Kreuz legen, um Ihnen zu zeigen, dass Schluss ist, sie können durchaus an meiner Körpersprache ablesen, dass mit den was sie tuen lieber Schluss sein sollte, meine Hunde kämpfen auch nicht ständig darum, Ranghöher zu sein als ich, untereinander tuen sie dies durch aus.....

dadurch, dass meine Hunde sich mir anbieten müssen und Gesprächsbereit sein müssen und ich nicht um deren Aufmerksamkeit kämpfe, bemühen sie sich mir zu gefallen wenn sie was wollen, wenn sie mich im Alltag draußen begleiten wollen, dann nehme ich sie nur mit, wenn sie sich dementsprechend auch verhalten....

.....wenn der Hund meint, dass er draußen andere HUnde anpöbeln muss oder an der Leine ziehen muss, HALLO, dann gehe ich mit dem wieder nach HAuse, dass tue ich mir doch nicht an....wenn sie aber sie an meine Absprachen halten, dann haben sie Freiheiten, die viele Hunde nicht haben können, ich kann sie überall in Freilauf lassen, sie würden nicht einfach abhauen...jagen gehen....sie dürfen aufs Sofa ins Bett (liegt ja bei jedem selber, ob er das mag, ich finds toll) wenn aber ein querschlägt, fällt das alles weg und deshalb müsste ich NIIIIIEMALS einer dieser Schnauzengriff und aufdenrückenschmeiß Anwendungen verwenden (zudem wie ich schon schrieb nichts davon halte, ich halte gar nichts von körperlicher Gewalt/ Auseinandersetzung)

der Hund ist das einzige soziale Wesen, dass sich der Gruppe MENSCH angeschlossen hat um mit ihm zu leben, aber ich kann nicht verhaltensweisen des Hundes auf den HUnd anwenden, weil diese beim Hund immer noch anders ankommen, auch knurren oder derartiges....

mit ein Problem ist, dass der Hund viel zu viel Aufmerksamkeit bekommt, der muss sich doch gar nicht mehr anstrengen, und dann bekommt er als verstärkung auch noch ein Lecker oder so....ich sehe das halt anders, der Hund muss sich für mich bemühen und die Belohnung ist meine Aufmerksamkeit und dagegen kommt kein Leckerli oder Bällchen an...

...ein bisschen OT ;) , aber musste ich mal was zu schreiben...

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Mein Hund bekommt keine Leckerchen, ein "brav, feiner Hund" und Kopf kraulen und der Hund ist sehr glücklich! Mein Hund kann auch überall frei laufen (außer in der Stadt. Erstens nicht erlaubt, zweitens ist er manchmal schreckhaft und das ist mir zu gefährlich wenn der einen Seitensprung auf die Straße machen sollte... er ist auf dem Land aufgewachsen und ist Stadt noch nicht all zu sehr gewohnt), auch da wo Hühner, Ziegen, Kaninchen und Wachteln frei übers Feld laufen, TROTZ relativ starkem Jagdtriebs (Er hat, so Vermutung von Tierheim, Tierarzt und mir selber einen Malamute in sich). Nun ja wie auch immer, auf jeden Fall kommt er wenn ich ihn rufe auch wenn andere Hunde da sind. Und, das ist was mir wichtig ist, er kommt nicht weil es ein antrainiertes Kommando ist (natürlich habe ich das geübt, aber wirklich nur sehr wenig, na eigentlich fast gar nicht wirklich), sondern weil er mich akzeptiert hat als Leiter. Und deswegen "selbstverständlich" kommt. Allerdings müssen wir das wieder ein bisschen festigen, weil der Hund eine Zeit lang bei meinen Eltern gewohnt hat. ^^

Also soviel dazu, und ich meine sehr wohl das Mensch und Hund ein "Rudel" (IN ANFÜHRUNGSSTRICHEN) bildet, oder bilden SOLLTE.. Wenn nicht, denke ich könnte es je nach Situation mit dem Gehorsam brenzlig werden. Denn aus einem Team(=Rudel) bricht niemand so schnell aus. Aber aus einem reinen Zusammenleben wo jeder sich mal so seinen Platz sucht worauf er grad Lust hat, da kann man dann auch schon mal schnell leicht für sich alleine eine Entscheidung treffen. Und diese Entscheidung mag dem Herrchen vielleicht überhaupt nicht passen... oder vielleicht sogar gefährlich für den Hund sein

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Wenn man sich mehrere natürlich gewachsene familiäre Haushunderudel oder auch mehrere städig zusammenlebende Hundegruppen anguckt, so sieht man Unterschiede im Agieren der Hunde untereinander.

Unterschiedlich ist, wo Grenzen erreicht werden, die bei Überschreitung gemaßregelt werden.

Unterschiedlich ist mit welcher Intensität und Nachhaltigkeit gemaßregelt wird.

Was schlußfolgere ich daraus?

Im Umgang von uns Menschen mit den Hunden haben wir die Möglichkeit zu entscheiden, wo die Grenzen sind. Und in einem gewissen Rahmen können auch die Maßregelungen von unterschiedlicher Intensität sein.

Ob der eine bereit ist und in der Lage einen für seinen Hund verständlichen Schnauzengriff zu setzen oder eine andere Maßregelungsart nutzt oder der andere den Rückenwurf erfolgreich praktiziert oder etwas anderes dafür nutzt, ist doch eine individuelle Möglichkeit.

Bei mir waren Schnauzengriff und Rückenwurf bei Bedarf immer erfolgreich. Ich war aber auch bereit dazu, sie bis zum Verständnis durch den Hund zu praktizieren, konnte mich mit der Intensität auf die Sensibilität des einzelnen einstellen.

So haben schon viele Hunde verstanden was ich von ihnen will oder eben nicht will.

Wer dazu nicht richtig bereit ist, sollte es sein lassen und eine andere Maßregelungsart suchen, zu der er in der Lage ist und die der Hund verstehen kann.

LG Heike

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Diana, sie verstehen es aber, so einfach ist das. ;)

Egal ob wir nun in einem Rudel leben, in einer Gruppe oder in einer WG. Wie der Mensch das definiert ist dem Hund sowas von schnuppe.

Und wenn du so vorgehst, wie du beschreibst, beschränkt der Hund deine Freiheit nicht du die seine. Aber jeder wie möchte.

Und es ist auch nicht sonderlich sinnvoll, den Hund nicht mehr aufs Sofa zu lassen, weil er dir den Sonntagsbraten geklaut hat.

Warum macht ihr es euren Hunden denn so schwer zu verstehen, was ihr von ihnen wollt? Selbst wenn sie sich Mühe geben würden alles richtig zu machen, haben sie dazu gar keine Chance, weil es gar keine Verknüpfung zu Unerwünschtem gibt.

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@ Schnauzis: Ja das stimmt allerdings. Sensibel genug sollte man sein.

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Bei mir kommen die Hunde grundsätzlich nicht aufs Bett oder Sofa. Ich setz mich auch nicht in ihr Körbchen! Sie haben ihren Platz und ich meinen. Und wenn wir knuddeln und balgen wollen begeben wir uns auf "neutralen" Boden. Den Teppich, die Wiese...

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Wenn einer dieser Themensteller hier ein Wolf ist, dann fress ich nen Besen :D Warum versucht jeder Hundebesitzer ein Wolf zu sein, anstatt einfach Hundebesitzer zu sein???

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Bei mir kommen die Hunde grundsätzlich nicht aufs Bett oder Sofa. Ich setz mich auch nicht in ihr Körbchen! Sie haben ihren Platz und ich meinen. Und wenn wir knuddeln und balgen wollen begeben wir uns auf "neutralen" Boden. Den Teppich, die Wiese...
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53073&goto=1060446

Wenn das für einen gut ist, dann ist das völlig okay. Für andere ist anderes okay.

Und manchmal merkt man, wie Hund Mensch versteht, wenn man auch mal nicht neutrales Gebiet zu lässt.

Mein ältester Rüde, der wenig Wert auf Körperkontakt legt, hat mir am Sonntag Abend gezeigt, wie dicht er doch an mir dran ist. Ich hatte einen super schwarzen Tag - mir ging es mies - und er tat etwas, was er sonst nie tun würde: Er legte sich zu mir und den anderen Hunden aufs Bett.

Und mein mittlerer Rüde - der niemals dicht bei ihm liegen würde - legte sich parallel so neben ihn, daß beide an meinen Beinen Körperkontakt zu mir hatten - die Köpfe nebeneinander. (An sich ein Unding - das mit den Köpfen.)

Ich bin froh, daß ich eben kein neutrales Gelände brauche, sondern die Hunde dicht bei mir haben kann. Sie meine Grenzen akzeptieren - ich ihre - und augenscheinlich sie aber auch merken, wenn mal etwas total anders ist - etwas anderes "angesagt" ist.

Grüsse,

Claudia

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wenn ich mit einem Engländer rede, der kein deutsch kann, klappt die Verständigung am besten, wenn ich englisch rede, auch wenn ich kein Engländer bin ;)

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