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Hundeforum Der Hund
Wallläufer

Aggression an der Leine

Empfohlene Beiträge

Als ich Kessy vor gut 11 Monaten zu mir geholt hat war sie der Terror in Person an der Leine.

Wie ich das in den Griff bekommen habe??

Ehrlich gesagt weiß ich es nicht so ganz... Ich bin einfach viel selbstsicherer geworden, strahle wohl dadurch auch viel mehr Ruhe aus.

Am Anfang habe ich immer "hysterisch" an der Leine gezogen um sie kürzer zu halten um somit zu erreichen das Madame Hund neben mir geht und ich sie mit den Beinen wegdrängeln kann wenn sie nach vorne schießt.

Monate lang ging das so, bis ich einfach mit dem Latein am Ende war und sie einfach machen lassen habe... Von da an ging es von Tag zu Tag besser... Sie hat gemerkt das ich kein Interesse zeige an ihrem Gekläffe und sich auch die anderen Hunde nicht von beeindrucken lassen!

Nun ist sie fast ein Lamm an der Leine. Bellt nur noch wenn sie provoziert wird, das wird einfach unterbunden in dem ich "nein" sage und stramm weitergehe...

Die Terrortöhle ist zum Engel mutiert :)
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53497&goto=1069800

ALSO...Geht doch !

=) Glückwunsch =)

LG :winken:

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Habe gerade ein paar ehemalige Kunden von einer Trainerin "übernommen", die ihren Kunden das Ablenken, Kommando "schau" und das Wedeln mit dem Leckerlie beigebracht hat.

Zwei haben ganz massive Pöbelprobleme dadurch gelernt, die anderen haben andere Sorgen und sind ohne Leckerlie in der Hand völlig hilflos.

Kann es denn sein, dass ich einen Hund mit Locken und Ablenken an seiner stinknormalen Umwelt vorbei führe? Kann es sein dass ich als Hundeführer nicht in der Lage bin, ihm unerwünschte Hunde vom Hals zu halten? (Gegen mehrere ist man in der Tat machtlos, aber einer geht eigentlich immer.) Macht es Sinn, eine völlig normale Situation duch Futter emotional so wichtig zu machen? Wie viele Hunde verknüpfen Ketten, will sagen, sie pöbeln, sind ruhig, bekommen dann Futter. Hund lernt, pöbeln bringt Futter, muss nur wieder aufhören.

Warum müssen uns die Hunde ANSCHAUEN, wenn sie an anderen Hunden vorbei gehen? Warum dürfen sie nicht dahon schauen, wo sie wollen? Dieses Schaukommando ist für mich echt das gruseligste, was es gibt.

Ich liebe es, wenn mein Hund mich von SICH aus ansieht, weil er Rückfrage hält, weil er gerufen werden will, weil er mir vertraut, weil weil weil, aber ich finde es total dämlich, das durch ein Kommando einzufordern.

LG Anja

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Vielen Dank für die vielen Tipps. Das mit dem einfach weitergehen und nicht beachten, habe ich auch schon ausprobiert. Ist wirklich das beste. Manchmal , manchmal auch oft klappt es schon ganz gut. Dann wird er auch anschließend belohnt.

Also vielen Dank für die vielen Tips, ich werde nicht aufgeben!

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Habe gerade ein paar ehemalige Kunden von einer Trainerin "übernommen", die ihren Kunden das Ablenken, Kommando "schau" und das Wedeln mit dem Leckerlie beigebracht hat.

Zwei haben ganz massive Pöbelprobleme dadurch gelernt, die anderen haben andere Sorgen und sind ohne Leckerlie in der Hand völlig hilflos.

Kann es denn sein, dass ich einen Hund mit Locken und Ablenken an seiner stinknormalen Umwelt vorbei führe? Kann es sein dass ich als Hundeführer nicht in der Lage bin, ihm unerwünschte Hunde vom Hals zu halten? (Gegen mehrere ist man in der Tat machtlos, aber einer geht eigentlich immer.) Macht es Sinn, eine völlig normale Situation duch Futter emotional so wichtig zu machen? Wie viele Hunde verknüpfen Ketten, will sagen, sie pöbeln, sind ruhig, bekommen dann Futter. Hund lernt, pöbeln bringt Futter, muss nur wieder aufhören.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53497&goto=1070077

Fragen wir mal so, was empfiehlst du diesen Kunden? Wie soll man daran arbeiten?

Die Methode die anwende, habe ich aus Büchern übernommen und es wurde mir dazu geraten. Scheint der einfachste Weg zu sein, der schnellste.

Aber darum geht es mir nicht, sondern schlicht und einfach darum, dass wie an ANGELEINTEN Hunden vorbei gehen können, ohne das gepöbelt wird.

Hunde vom Hals halten ist nicht das Problem.

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Ich habe mit dem Ablenken zuerst auch gute Erfolge erzielt.

Mir war erstmal wichtig, mit Adita ruhig an anderen Hunden vorbeigehen zu können.

So habe ich auf Blickkontakt zu mir bestanden und dies mit Leckerli oder Spiel belohnt.

Später habe ich dann angefangen, das abzubauen und die Straßenseite gewechselt, so dass sie aus sicherer Entfernung gucken konnte.

Mittlerweile kann sie gucken, wenn ich merke, dass sie anspannt, läuft sie hinter mir.

Durch diese Schritte habe ich das Ziel erreicht und für uns war das hilfreich.

Habe ich sie nämlich gucken lassen, war sie sofort auf 180 und überhaupt nicht mehr ansprech- und händelbar.

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Fragen wir mal so, was empfiehlst du diesen Kunden? Wie soll man daran arbeiten?

Ich empfehle den Hundehaltern den aktiven Einsatz ihres Körpers. Die Hunde sollen lernen, dass sie nicht zu pöbeln brauchen, weil sie durch ihren Hundeführer geschützt werden und sich nicht mehr selbst schützen müssen.

Man arbeitet daran, in dem man sich zunächst die eigenen Fehler bewusst macht, die dazu geführt haben, dass der Hund pöbeln möchte. Dann bemüht man sich, immer den eigenen Körper zwischen den Reiz und den Hund zu bringen. Der nächste Schritt wäre dann, den eigenen Hund mit dem Körper so abzudrängen, dass er versteht, dass pöbeln absolut unerwünscht ist und man nicht bedrängt wird, so lange man entspannt geht und dem Menschen die Führung überlässt.

Das Ganze läuft ohne Futter und nonverbal ab. Ich muss in der Lage sein, meinen Hund so gut zu lesen, dass ich ihn stoppen kann, BEVOR er sich richtig hoch fährt. Bei vielen Menschen scheitert dies am Timing. Die schnallen erst, dass sie handeln müssen, wenn der Hund 30 Sekunden auf 2 Beinen schreiend in der Leine hängt.

Häufig werden die Gegenmaßnahmen zum Abblocken der Energie, die nach vorne geht, auch zu lasch eingesetzt. Ich sage immer, wenn ein Hund mit einer Energie X nach vorne will, muss ich ihn mit einer Energie X+1 zurück drängen, um MICH präsent zu machen und ihn in einen ansprechbaren Erregungslevel zurück zu bringen. Hunde lernen nicht, Reize auszuhalten, wenn sie schon auf 180 sind.

Es läuft viel über gutes Timing und klare Kommunikation. Wobei ich mit Kommunikation keine Kommandos meine, sondern Körpersprache.

LG Anja

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Häufig werden die Gegenmaßnahmen zum Abblocken der Energie, die nach vorne geht, auch zu lasch eingesetzt. Ich sage immer, wenn ein Hund mit einer Energie X nach vorne will, muss ich ihn mit einer Energie X+1 zurück drängen, um MICH präsent zu machen und ihn in einen ansprechbaren Erregungslevel zurück zu bringen. Hunde lernen nicht, Reize auszuhalten, wenn sie schon auf 180 sind.

Muss man sooooo viel Energie :??? aufwenden? :wall:

Wer kann das körperlich leisten :??? bei dem ab ca. 20 Kg-Hund, wenn es kein Schoßhund-Gewicht zu händeln gilt?

Wenn es geht =) dem Hund zu sagen und aktiv gleich zu zeigen welches Verhalten er zeigen soll, dann brauchts fasst keine Energie-Anstrengung.....? =)

LG :winken:

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Jeder hat seinen Weg. Mit der Körpersprache nutze ich eine Kommunikationsform, die mein Hund versteht.

Wenn jemand anderes mit "sagen" und "zeigen" denselben Erfolg hat, möge er diesen Weg wählen. Mir ist bisher mit "sagen" aufgefallen, dass die Hunde ihr unerwünschtes Verhalten nur verstärkt haben, weil sie sich bestätigt fühlten.

LG Anja

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Wer kann das körperlich leisten :??? bei dem ab ca. 20 Kg-Hund, wenn es kein Schoßhund-Gewicht zu händeln gilt?

Da habe ich typischerweise erlebt, daß HH auf der Erde lag oder daß HH sich entschied, den Hund laufen zu lassen, weil er ihn eh nicht halten kann :( Da rannte dann auch mal so nen Aggro-Hund einen halben Kilometer hinter uns her und konnte nur durch umdrehen & knurren bzw. durch Taschenlampe auf die Augen halten davon abgebracht werden, die letzten meter ranzukommen. Das zuvor einfach weggeschliffene Herrchen ging mit großem Abstand hinterher.

Juno wiegt 22kg. Ich normalerweise knapp unter 80. Dennoch brauche ich ne gewaltige Menge Muskelkraft, um sie zu halten, wenn sie sich mit einem entgegenkommenden Hund zoffen will. Wenn ich dann probiere, einfach weiterzugehen, ist das bei bestimmten Hunden kaum möglich und sie stemmt sich so in die Leine, weil sie ran will, daß ihre Pfoten leicht unter meine Sohlen kommen.

Inzwischen habe ich eine bessere Lösung, zumindest besser, wenn der andere Hund klein genug ist, als daß deren Halter den leichter weiterbewegen können: Ich hocke mich hin und lege meine Arme um Juno. Dann wird sie praktisch sofort ruhig, auch wenn der andere Hund weiter tobt. Oftmals werden die anderen Hunde dann aber auch etwas ruhiger.

In leichten Fällen reicht auch die Aufforderung "ruhig" und ich kann mit ihr weitergehen - aber das war anfangs nicht so. Einige Angstkläffer ignoriert sie inzwischen von sich aus komplett :D

Übrigens alles ein ziemlicher Unterschied zu den ersten Tagen, wo sie das erste Mal in ihrem Leben mit Leine unterwegs war: Da wollte sie sofort wegrennen...

Screet

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Fragen wir mal so' was empfiehlst du diesen Kunden? Wie soll man daran arbeiten?

Man arbeitet daran, in dem man sich zunächst die eigenen Fehler bewusst macht, die dazu geführt haben, dass der Hund pöbeln möchte. Dann bemüht man sich, immer den eigenen Körper zwischen den Reiz und den Hund zu bringen. Der nächste Schritt wäre dann, den eigenen Hund mit dem Körper so abzudrängen, dass er versteht, dass pöbeln absolut unerwünscht ist und man nicht bedrängt wird, so lange man entspannt geht und dem Menschen die Führung überlässt.

LG Anja
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53497&goto=1072869

Eine sehr gute Antwort und ich werde gleich morgen sehen, wie ich damit arbeiten kann. Habe heute schon das Leckerchen weggelassen, natürlich mit mäßigen Erfolg. Ich denke, wir werden erst Mal Rückschritte machen, bevor es spürbar und auf Dauer besser wird.

vielen Dank!

Grüße

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