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Hundeforum Der Hund
BC Draco

Wie kann man einem Hund aus etablierten Verhalten helfen?

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Hallo liebe Foris :winken:

ich brauche mal euren Rat...

Es geht um den Hund einer Bekannten. Dobermann Mix, Rüde kastriert, 2,5 Jahre alt aus dem Tierschutz.

Meine Bekannte kommt so ganz gut mit ihrem Hund zurecht, er befolgt recht zuverlässig alle gänigen Kommandos und auch ein paar Tricks. Jedoch zeigt er gerne mal Aggressionen gegenüber Artgenossen. Er beißt nicht macht aber so Scheinangriffe obwohl der andere Hund bloß an ihm vorbei läuft.

Außerdem verhält sich der Hund ihr gegenüber sehr unterwürfig, er liegt zu Hause die meiste Zeit auf seinem Platz und zeigt wenig Interesse an meiner Bekannten. Geht es allerdings nach draußen zum Spazierengehen geht er ab wie sonst was.

Wir wissen leider nicht was dem armen Kerl in seiner Vergangenheit passiert ist, aber wir denken nichts positives. Der Hund wirkt irgendwie immer so "gedeckelt" und teilweise traurig.

Sie hat den Hund jetzt ca. ein Jahr, aber egal wie sie sich verhält, sie bekommt ihn nicht aus seinem etablierten Verhalten raus.

Habt ihr eine Idee wie sie ihm da raus helfen könnte?

Ziel ist es, einen glücklichen Hund zu bekommen der nicht wirkt als würde er nur geschlagen.

Ach, ganz vergessen: der Hund ist kerngesund, auch die Schilddrüsenwerte sind gut.

Die hatten wir schon vor einiger Zeit in Verdacht und checken lassen.

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Was macht Deine Bekannte denn noch mit dem Hund, außer dem üblichen Spazierengehen?

Spielt der Hund Ball?

Fährt er auf Leckerlie ab?

Es gibt Hunde, die haben für sich erlernt möglichst unauffällig zu sein, damit sie ohne Probleme durchs Leben kommen.

Wie sieht der Hund bei Hundebegegnungen aus? Ist er eigentlich unsicher und hat vielleicht nur gelernt, daß Angriff die beste Verteidigung ist?

LG Heike

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Sie macht mit ihm momentan viel UO und würde gerne mit ihm hobbymäßig in Richtung Obedience gehen. Am meisten steht er auf sein Bringsel und auch am liebsten Zerrspiele. Sie bestätigt ihn auch meist mit einem kurzen Zerrspiel wenn er eine Übung gut ausgeführt hat.

Außerdem longiert sie ihn, da ist er immer Feuer und Flamme, das liebt er.

Wie sieht der Hund bei Hundebegegnungen aus? Ist er eigentlich unsicher und hat vielleicht nur gelernt, daß Angriff die beste Verteidigung ist?

LG Heike
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53753&goto=1074162

Genauso scheint es bei ihm.

Hast du eine Idee wie sie ihm helfen kann?

Wie sollte sie sich verhalten?

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*schubs*

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Hallo liebe Foris :winken:

Außerdem verhält sich der Hund ihr gegenüber sehr unterwürfig, er liegt zu Hause die meiste Zeit auf seinem Platz und zeigt wenig Interesse an meiner Bekannten. Geht es allerdings nach draußen zum Spazierengehen geht er ab wie sonst was.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=53753&goto=1074146

Hallo Draco!

Was mich generell interessieren würde, "pöbelt" der Hund nur an der Leine oder bei allen Hundebegegnungen?

Unterwürfiges Verhalten von Hunden kann meiner Erfahrung nach auch erlernt sein, z.B. wenn der Hund die Erfahrung gemacht hat, dass der Halter Anforderungen, die er gestellt hat, zurück nimmt, wenn der Hund sich unterwürfig zeigt und den "geprügelten Hund" miemt. Man darf die Tiere da auf gar keinen Fall unterschätzen und sich an der Nase herum führen lassen ;)

(Mein Lenny versucht auch gelegentlich, in geduckter, schleichender Haltung davon zu kriechen, wenn ihm ein Komando grade nicht in den Kram passt, dabei hab ich ihm definitiv noch nie ein Häärchen gekrümmt..)

Die Tatsache, dass der Hund wenig Interesse an der Halterin zeigt, lässt mich zweifeln, ob er wirklich so unterwürfig ist, wie Du glaubst, vielleicht sollte da mal ein erfahrener Hundetrainer drauf gucken.

LG Anja

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Ich kann Dir dazu nur ein Beispiel erzählen.

Wir (eigentlich meine, damals noch bei mir lebende Tochter) übernahmen einen Rotti-Schäfer-mix-Rüden. Angstaggressiv, vor allem bei Rüdenbegegnungen. Zuvor mußte dieser Hund mehrmals das Zuhause verlassen - immer weil er sich mit dem anderen Rüden der Besitzer irgendwann nicht mehr vertrug. Daraufhin wurde immer dieser Rüde weitergereicht - wie ein Wanderpokal.

Der Ansatz war Angst und Aggression gehen nicht gleichzeitig zu bekämpfen.

Wir entschieden erst die Aggression zu bekämpfen. Hund bekam Maulkorb um, sobald er Grundstück verläßt. Sobald er aggressives Verhalten zeigte "Platz" und dieses knallhart durchgesetzt.

Klar, er wurde erstmal unsicherer, lernte aber, das sich Aggression nicht lohnt.

Als ihm das klar war, er freiwillig bei Rüdenbegegnungen liegenblieb wurde ihm ein immer größerer Rahmen geboten in dem er sicher sein durfte. Er bekam im Unterschied zu anderen Hunden anfangs alles vorgegeben, durfte nur tun was man sagte, nicht selber entscheiden.

Später konnte man da die Zügel wieder etwas lockern.

Wer den Hund da kennenlernte war begeistert, er galt als lieber Schmusebär, der sich fast alles gefallen ließ.

LG Heike

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Leider haben wir hier in der Umgebung keine gute Hundeschule. Ich selber habe mir hier viele angesehen.

Anja, was denkst du denn warum er so wenig Interesse an der Halterin zeigt?

Also, das ist aber nur zu Hause so..

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(bearbeitet)

Für das Artgenossenproblem kann ich dir die Methode empfehlen...wir machen es ähnlich! (Alternativverhalten anbieten! z.B. Drehen,Touchen - etwas mit Bewegung ! Sitz und Platz können die meisten Hunde da nicht wirklich ausführen....weil sie zu angespannt sind - besser ist etwas,was dem "geüsvhten Verhalten" nach vorne gehen entspricht - eben umgelenkt. )

Für das Bindungsproblem......soetwas dauert, da müssen Vertrauensbildende Maßnahmen ergriffen werden.Die Besitzerin muss ihrem Hund zeigen, dass er sich auf sie verlassen kann und dann wird das auch. Es ist nie leicht einem Hund mit ungewisser Vergangenheit zu helfen, sowas geht eben nicht von heute auf morgen.Loli hat über 2 Jahre gebraucht bis sie sich hier frei bewegt hat

Bei uns haben z.B. auch das erarbeiten von Tricks und Kopfspiele zur Bindung beigetragen.

Ich wünsche deiner bekannten viel erfolg

lg isy

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Danke, er ist ein wirklich toller Kerl nur leider so gedeckelt.

Ihn aus diesem Verhalten zu bekommen ist nicht leicht, aber es lohnt sich.

Ich werde ihr eure Tipps weitergeben.

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Huhuu Draco!

Ich bin kein Trainer oder sowas, aber oftmals stelle ich fest, dass gerade die Halter von ihren Hunden ignoriert werden, die sich augenscheinlich am meisten um die Tiere bemühen. Sprich: Ist die Aufmerksamkeit des Halters stets verfügbar, braucht Hund sich ja nicht drum bemühen, ist ja schließlich nix besonderes. Viele Hunde ignorieren ihre Leut, während die ihrem Liebling jeden Wunsch von den Augen ablesen und sich freun, wenn der Hund sich "herablässt" und überhaupt mal zum schmusen ankommt.

Den Hund einfach mal links liegen lassen hat manchmal schon Wunder gewirkt ;)

LG Anja

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