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Hundeforum Der Hund
mojochayenne

Hilfe! Unsere Hündin ist ängstlich, nicht ableinbar und ...

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Kristin,

hast du ein paar Tipps für mich, wie und was ich an der Leine übe...Was soll ich tun wenn andere Hunde kommen und sie nicht schnuppern gehen darf. Wie bekomm ich sie unter Kontrolle?

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Kristin,

hast du ein paar Tipps für mich, wie und was ich an der Leine übe...Was soll ich tun wenn andere Hunde kommen und sie nicht schnuppern gehen darf. Wie bekomm ich sie unter Kontrolle?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54072&goto=1082643

lies dir doch einmal das hier durch:

http://www.polar-chat.de/topic_24737.html

Meine kleine Gwenda darf auch nicht zu anderen Hunden und wird auch nicht abgeleint. Sie muss neben mir gehen, sobald sie hochfahren will (und das hat sie noch vor ein paar Wochen heftigst getan), dränge ich sie zurück oder es kommt ein "Kschscht!" (ist meist gar nicht mehr nötig).

Geübt habe ich das zu Hause, immer wenn sie an die Terrassentür springen wollte. Jetzt weiß sie, dass spätestens dann Schluss ist.

Ich übe unterwegs den Rückruf an der Leine. An der Leine klappt es natürlich so gut wie immer ... In Haus und Garten kommt sie weitaus seltener, wenn sie kommen soll. Das wird noch eine Weile dauern bei uns.

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Wenn ein Hund Kommandos kann, schön und gut, aber wenn er sie nur macht, wenn er will, dann bist du nicht Chef.

Zur Führung braucht ein Hund keine Kommandos, keine Leckerlie und auch kein Lob, er braucht "nur" Grenzen , klare Signale und ein klares "Lass das".

Hunde kommunizieren untereinander auch nicht mit konditionierten Kommandos, mit Leckerlie oder sonstwas, sie sagen einfach nur: Lass das.

Ich sage aber nicht, dass das auch in einer Ausnahmesituation klappt. Du musst mit der Führung bei Dingen anfangen, bei denen der Hund nicht auf 180 ist (sprich in der Leine hängt und kläfft). Viele wollen sich nicht eingestehen, dass ihr Hund ALLES darf zuhause. Er kriegt Fressen hingestellt, ohne warten zu müssen, er darf einem wenn man heim kommt vor "Freude" an den Hals fallen, er hat Spielzeug zur freien Verfügung, falsches Benehmen wird ignoriert (DAS gibt es in der Hundewelt nicht, ignoriert werden nur Schleimereien und sonst gar nichts), der Hund hat die ganze Wohnung immer zur freien Verfügung, der Hund checkt die Situationen ab, sprich er geht als erster durch die Tür, er markiert das Revier, wo er will, er geht durch enge Passagen als erster, er sichert die Umgebung nach vorne.

Er bestimmt, wann Streicheln angesagt ist und wenn du einen schlauen Hund hast, bestimmt er auch noch, wanns Leckerlie gibt (es gibt Hunde, die kriegen ein "auf deinen Platz", dann gibts Leckerlie, dann warten se kurz, stehen auf, damit dann wieder das Kommando kommt und dann wieder eine Leckerlie..)

Aber ich denke, viele meinen, nur weil ihr Hund zig Kommandos kann, ist er gut erzogen. Das mag sein, es heißt aber noch lange nicht, dass eine Beziehung da ist und zwar, dass er FÜhrung annimmt. Solange er die Kommandos nur ausführt, wenn er Lust hat, hat er noch keine Führung angenommen. Jede Erziehung klappt nur mit Beziehung und Beziehung kanns für den Hund nur über Führung geben.

Ich empfehle euch zwei, die ihr die meisten Probleme hier mit eurem Hund habt mal wirklich die DVDs von HTS anzusehen. Meiner Meinung nach geht ihr einfach mit einer falschen Grundeinstellung an die Sache ran.

Mein 4monate alter Hund hat bisher bewusst keine Kommandos gelernt bekommen. Er läuft aber super an der Leine, er ist abrufbar und er bleibt auf seinem Platz liegen, solange ich es will, er wartet beim Fressen und er begrüsst mich nicht mit einem Puls von 200, sondern ruhig und "unterwürfig" Wenn er das nicht tut, wird er eben nicht begrüsst.

Das alles hab ich ned mit Leckerlie oder Kommandos erreicht, sondern nur über die Beziehung zu meinem Hund. Und ich sag nicht, dass ich besonders gut im Umsetzung von den Dingen von HTS bin, ich bin noch total am üben und verstehen und mich selbst hinterfragen. Aber schon kleine Schritte, die wir an uns verändert haben, hat uns bei unseren Hunden weitergebracht.

Edit: Ich hab grad gesehen, Kristins Link ist eh von Anita, deren Konzept ich die ganze Zeit anspreche, vielleicht schadet es euch nciht, das mal durchzulesen. Aber es wird sich erst was ändern, wenn ihr es auch versteht und eure Handlungen von innen kommen.

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Hallo,

also das zuerst gut gehört wird und dann nach einer Eingewöhnungszeit auf einmal Jagdausflüge stattfinden, mit selbständiger Rückkehr aber ohne abrufbar zu sein, das ist leider eine Eigenschaft, die z.B. bei Windhunden explizit herangezüchtet wurde. Der Wechsel findet statt, sobald der Hund sich eingelebt hat.

Deswegen ist Juno momentan auch wieder nur noch an der Schleppleine unterwegs - aber die kann ich teilweise auch loslassen, ohne daß sie das Spielen abbricht und jagen geht.

Juno ist wohl nen Mix aus Galgo Espanol mit irgendwas Richtung Malinois, wuchs in Spanien auf der Straße auf, kam dann in ein Freilaufgehege dort und von da zu mir.

Anfangs war sie neugierig auf alle Hunde, aber sobald die in Angriffsdistanz kamen, wollte sie weglaufen, was an der Leine nicht geht. Später wollte sie dann statt dessen auch ran. Einige HH sind hier aus dem Park geflohen, wenn die uns gesehen haben - obwohl Juno angeleint ist.

Bei einigen Hunden reichte es, das Juno denen einfach oft genug begegnete und dann wurde da ne tolle Freundschaft draus. Bei wenigen klappte das sogar schon bei der ersten Begegnung...inzwischen höre ich immer wieder "Anfangs hatte ich Angst um meinen Hund, aber die ist ja so eine liebe!".

Was geholfen hat:

1) Bei Begegnungen mit anderen Hunden, sobald sie knurrte oder kläffte, "ruhig" und wenn das nicht reichte, "RUHIG!".

2) Wenn der erste Schritt mal nicht reicht, umarme ich sie jetzt und streichle ganz ruhig. Das klappt bei ihr wunderbar, höchstens wenn der andere Hund zu nah kommt, möchte sie noch schnappen, aber sogar das läßt sich unterbinden. Selbst wenn der andere Hund angefangen hatte, wird der meist ebenfalls dadurch beruhigt.

3) Wenn das mit den anderen HH OK war, dann haben wir uns unterhalten und einfach dafür gesorgt, daß die Hunde zwar nah rankommen, sich aber nicht beißen können. Teilweise spielt sie nun mit denen, zumindest aber kann man nah aneinander vorbeigehen oder in einer Gruppe mit ausreichend Abstand dazwischen und es bleibt ruhig.

Es gibt zwar Hunde, die scheinen echt nicht aneinander zu gewöhnen zu sein, aber im allgemeinen kann man solche Schwierigkeiten beim Kennenlernen wirklich gut überwinden. Wichtig ist, daß sich beide HH einig sind und die Zeit nehmen, statt aneinander vorbeizurennen, bloß weil einer kläfft/wild wird.

Screet

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Einen Hund zu umarmen und zu streicheln, wenn man weiß das er gleich los legen wird ist komplett falsch. In dem Moment gibst du ihm Aufmerksamkeit und bestärkst ihn darin das er richtig handelt. Also passt er noch besser auf!!!! Das bekommt man auch von jedem Hundetrainer gesagt. War bei meiner ängstlichen Hündin genauso.

Ich bin mir auch durchaus bewusst das meine Hunde schon recht viel dürfen ABER eben nicht alles. Es kommt zum Beispiel öfter vor das ich nach Hause komme und die Hunde erstmal ignoriere. Klar springen die wild um mich rum, wollen hoch springen, zumindest der Rüde und verstehen die WElt nicht, wenn sie ignoriert werden.

Springen sie von selbst auf die Couch oder auf´s Bett heißt es RUNTER. Nur auf MEIN Kommando hin dürfen sie ab und an mal auf Bett und Couch! Und Leckerlies gibt es zu Hause für das Ausführen von Kommandos nicht. Es sei denn wir apportieren in der Wohnung mit dem Futterbeutel oder sie machen ihr Inteligenzspiel oder eine kleine Fährte durch die Wohnung. Leckerlies an sich bekommen sie wenn dann beim Gassi gehen oder wenn ich einfach mal denke jetzt bekommen sie mal etwas. Dazu kommen sie in die Küche, setzen sich ab und jeder bekommt eins. Das sind dann aber meistens Schweineohren, gefüllte Hufe oder Pansen. eben etwas was beim Gassigehen schlecht zu füttern ist :-)

Und das Kscht kennen meine beiden schon und reagieren leider gar nicht mehr drauf. Die Hündin reagiert noch nicht mal auf die Disc Scheiben, der Rüde schon! Und ein ruhiges oder energisches RUHIG oder AUS ist meiner Hündin völligst egal, wenn sie in ihrem Element steckt.

Die hat eine enge Bindung zu mir das sehe ich ja daran das sie nicht mit meinem Freund gassi gehen will, wenn ich nicht mit gehe.

Ich glaube das ist einfach eine Angstreaktion wie sie sich verhält aber um das analysieren zu können brauche ich professionelle Hilfe.

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Meiner Meinung nach gehörst du zu den Menschen, die zwischendrin mal einen Rappel kriegen und einen Tag lang beschließen "chef zu sein" und danach wieder alles laufen lassen.

Wenn ich schon sowas höre: "klar, springen sie um mich rum, wenn ich nach Hause komm, aber manchmal ignorier ich das", dann weiß ich, dass du das Grundprinzip nicht verstanden hast. Wenn ein Hund auf 180 ist, wird er nicht mal ignoriert, wenn ich Lust habe, und mal nicht, sondern, wenn ein Hund auf 180 ist, dann bekommt er von mir NIE Zuwendung (streicheln, reden, loben, fressen...) und ich fordere erst mal Ruhe von ihm ein.

Weißt du eigentlich, dass das kein Ausdruck von einem entspannten Hund ist und auch kein Ausdruck davon, dass er dich liebt? Es zeigt einfach einen gestressten Hund, der nicht mit der Situation umzugehen weiß und der keine Führung bzw. wenig Führung erlebt.

Dass die Hunde mit dir rausgehen muss auch nicht heißen, dass sie eine super Beziehung haben. Bindung vielleicht ja, aber Beziehung ist was anderes.

Warum sie mit deinem Freund nicht gehen: ist mal was vorgefallen, denn normal ist das nicht. Außer er kümmert sich null comma garnicht um die Hunde und selbst dann ist es ungewöhnlich...

Meiner Meinung nach kann man sich nicht die Situationen aussuchen, in denen man Chef sein will ("meine Hunde dürfen viel, ABER nicht alles"), sondern, entweder man führt oder man führt eben nicht. Deswegen verstehen die auch erstmal die Welt nciht, wenn du sie mal ignorierst, wenn du nach Hause kommst... Na, führt sie heute, oder führt sie wieder nicht? Du verwirrst damit deine Hunde unnötig. Auerdem beginnst du in einer Level 8-10 Situation. Dir zu liebe, solltest du mit Level 2-4 Situationen anfangen.

Solange der Hund das Grundrinzip nicht verstanden hat, gibts bei mir auch kein: heute darfst du aber mal auf die Couch. Diese Freiheiten gibts erst, wenn ich weiß, der Hund hat meine Führungsrolle KOMPLETT angenommen.

Ich würd mich echt an deiner Stelle fragen, warum die Hunde nicht reagieren. Ein Hund ist nicht stur, oder macht was mit Absicht, ein Hund reagiert nur auf dich und das immer logisch. Sie reagieren so, weil du ganz gewiss nicht ihr Chef bist. Und warum sollten sie dann auf konditionierte Kommandos hören. Wie gesagt, in der Hundewelt gibts nur ein "lass das", wenns sein muss auch körperlich, kein Sitz, Platz, Pfui, Aus, Nein.

Und zu dem: ich entscheide, wann sie auf die Couch dürfen. Dachten wir früher bei unserem Hund auch. Aber wie siehts denn vielleicht wirklich aus? Hund steht vom Platz auf, schleicht um die Couch rum, schaut SO lieb und dann gibts halt das Kommando, weil er hat ja "gefragt".

Kann sein, dass es bei dir auch anders ist, aber wir konnten das irgendwann bei uns beobachten. Und DAS meine ich mit, der HUND entscheidet, wann er was bekommt.

Und übrigens: springt ein Hund auch nur ab und an mal von allein, ohne Aufforderung auf die Couch, dann erweist er die sicherlich nciht den nütigen Respekt. Es ist sogar ziemlich unverschämt, dem Hundeführer gegenüber.

Und glaub mir, ich red hier nicht nur "schlau". Wir haben hier einen "Problemhund" zuhause,der früher alles angegangen ist, bei dem aber noch lange nicht alles in Butter ist. Aber mittlerweile ist er leinenführig (außer es kommen Hunde, da arbeiten wir noch daran, das liegt aber nicht daran, dass er Hund Führung nicht akzeptiret, sondern mein Freund, der den Hund führt, in so Situationen selbst noch unsicher ist und dann kanns natürlich nicht klappen), sprich, bei fremden Menschen, Joggern, Radfahreren bleibt er gelassen und bringt uns auch sonst den nötigen Respekt entgegen. Wir haben über ein Jahr erfolglos mit sämtlichen Kommandos gearbeitet (die er auch kann, wenn er gesprächsbereit ist, absolut, aber wenn ein Hund auf 180 ist, dann hört der keine Kommandos mehr, da ist in dem Moment lernen nämlich definitiv ausgeschaltet und gesprächsbereit ist er auch nicht) waren in einer richtig guten Hundeschule (was hier als gut gilt), Privattrainer, pipapo, erst mit HTS haben sich bei uns Erfolge gezeigt, weil sich im Kopf was verändert hat. Und das tut es immer noch.

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Einen Hund zu umarmen und zu streicheln, wenn man weiß das er gleich los legen wird ist komplett falsch. In dem Moment gibst du ihm Aufmerksamkeit und bestärkst ihn darin das er richtig handelt. Also passt er noch besser auf!!!! Das bekommt man auch von jedem Hundetrainer gesagt. War bei meiner ängstlichen Hündin genauso.

Bei Juno wirkt es Wunder. Selbst HH, die schon ängstlich reagierten, wenn die uns sahen, sind total baff. Das Ding ist, daß Juno dadurch NICHT in der Lage ist, aggressiv zu reagieren und erstmal wieder "runterkommt". Weil sie ruhiger wird, ist das auch hilfreich, damit die anderen Hunde nicht genervt reagieren. Wenn sie dann probiert, wieder ungewünscht zu reagieren, kommen nein oder ruhig (je nach Art des Verhaltens) und da kann ich dann sogar fast flüstern, damit das reicht.

Keine Aufmerksamkeit schenken hieße, weitergehen. Das geht aber nicht mit so einem Hund...ich könnte sie vielleicht hinter mir herschleifen, aber auch das hat keinen erzieherischen Aspekt und erschwert zukünftige Begegnungen für beide beteiligten Hunde.

Wirklich, mit der genannten Methode habe ich Juno innerhalb kurzer Zeit (mitunter eine Begegnung!) an etliche Hunde gewöhnt, sogar solche, wo es bisher (mit weitergehen, versuchter Ablenkung usw.) überhaupt nicht klappte.

Selbst wenn sie dann nicht mit dem anderen Hund spielen will, so akzeptiert sie danach doch problemlos eine ziemliche Nähe / Bewegung im gleichen Rudel, während sie zuvor noch auf >50m Entfernung wegen dieser Hunde ausflippte.

Übrigens scheinen auch die anderen Hunde zu kapieren, was ich da mache. Die entspannen sich ebenfalls sichtlich und reagieren gelassener. Würde es sie falsch bestärken, wäre Juno seitdem wohl auch nicht nochmals ruhiger und verträglicher mit anderen Hunden geworden.

Vielleicht ist ja irgendwas in meiner Gestik, was da abweicht, ich weiß es nicht. Aber mitunter müßte ich Juno sonst auf dem Rücken hinter mir herziehen, wenn sie bestimmten Hunden begegnet. So kann ich mit solchen inzwischen sogar Spazierengehen!

Screet

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Ich denke, wenn es funktioniert, dann ist deine Methode bei deinem Hund gut. So einfach ist das. Vorausgesetzt sie kommt wirklich runter und ist nicht gestresst.

Normalerweise sagt man, man bestärkt das Verhalten durch Umarmen wenn du aber ein guter Hundeführer bist und sie weiß, dass du dadurch Ruhe einfordert, dann wirds auch funktionieren. Im Endeffekt forderst du Ruhe ein, wenn sie diese nicht annehmen würde, denke ich würdest du sie schon in ihre Grenzen weisen. Manche Hunde sind auch Angstbeller und sehen das als "beschützen" und nicht als bestärken. Wie als Welpe, wenn sie zwischen die Füße gelaufen sind. Ich denke es liegt daran, wie du handelst, intuitiv und nicht weil irgendwer gesagt hat, mach das und das, sondern einfach weil du gesehen hast, das tut dir und deinem Hund gut.

Aber als allgemeingültige Methode sollte man das definitiv nicht "weitergeben" :D

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Juno kommt dadurch wirklich runter, nahezu sofort. Die kann vorher so drauf sein, daß sie auf gar nichts verbales, keine Leckerlies usw. reagiert und sich beim einfach weiterlaufen total querstellt und meint, Angriff sei die beste Verteidigung.

Sobald ich sie halte, so daß sie gar nichts machen könnte, beruhigt sie sich und setzt sich hin. Da muß ich dann zwar noch aufpassen, wie sie weiter reagiert, ob ich schon loslassen kann oder nicht, aber in dem Fall reagiert sie sogar auf leiseste Worte. Zuvor zittert sie schonmal oder hat heftigstes Herzklopfen - lege ich den Arm so um sie, daß sie nicht angreifen kann (und sich beschützt fühlt), geht der Puls spürbar runter und das Zittern hört auf!

Ich glaube, ihr Problem ist, daß sie die Absichten anderer Hunde nicht richtig einschätzen kann und erstmal vom schlimmsten ausgeht - und durch ihre Angstreaktion erzeugt sie natürlich auch schonmal negative Reaktionen von ängstlichen Hunden (die dominanteren ignorieren das typischerweise und irgendwann findet sie die toll). Dadurch, daß ich auf dem Weg Juno ruhig bekomme, nehme ich damit auch den Druck von dem anderen Hund und Juno fällt es leichter, das Verhalten einzuschätzen. Nen zu frühes heranlassen kann aber noch dazu führen, daß sie zwicken will - in dem Fall wieder zurück und nochmal, bzw. einfach mit ein wenig Abstand zwischen den Hunden stehenbleiben. So hat sie teilweise innerhalb einer Begegnung Hunde, die sie zuvor gar nicht abkonnte, als Freunde gewonnen und sie wird insgesamt ruhiger. Selbst wenn sie die Hunde dann noch nicht mag, kann sie sich umdrehen und was anderes machen, ohne sich dauernd umschauen zu müssen, ob die sie nicht vielleicht doch angreifen wollen.

Vorhin näherte sich eine HH auch ganz vorsichtig, weil sie zu Junos Kumpeln wollte, aber Angst wegen Juno hatte. Die war (wie schon viele andere) total erstaunt, wie gut das klappte, insbesondere auch, weil sie selbst schonmal einen Problemhund hatte ("Bei mir ist alles voll mit Büchern darüber!").

Ja, die von mir instinktiv gewählte Methode ist total abweichend vom "normalen". Allerdings stellt sich wohl die Frage, wie "normal" ein Ex-Straßenhund im Vergleich zu anderen Hunden ist, die schon als Welpe bei einer Familie und vermutlich gar Welpenspielgruppe waren.

Ich hoffe, die weiteren Erläuterungen helfen, das einzuordnen.

Screet

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Naja, vermutlich ticken gerade Hunde, die in einer Welpenspielstunde waren aus :D Denn die lernen da (außer in ner guten) ja nichts anderes, als zu jedem Hund hinzulaufen; dürfen sie das später nicht mehr, entwickeln sich schnell Frustkläffer.

Irgendwie sollten wir das glaub ich mal probieren mit Rocky. Auch wenns ungewöhnlich ist, ausprobieren schadet nicht.

Dennoch bin ich immernoch davon überzeugt, dass einfach mein Freund mal lernen sollte, wann sein Hund einfach unverschämt ist. im Alltag... Aber vielleicht hilft ihm ja diese "Methode" seinen Weg zu finden, den Hund besser kennezulernen. Das ist nämlich ne hinterlistige Drecksau *lach* (das ist lieb gemeint)

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