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Hundeforum Der Hund
Johannah

Windhund (Whippet) abrufen

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

ich war gestern mit meiner Kleinen in der Hundeschule. Dort stellte ich dann meine erstmal dringendste Frage: Wie kann ich meinen Whippet abrufen, sodass er wirklich beim ersten Rufen kommt?

Dazu muss ich sagen, dass ich sie ab und zu im Park schon ableine (wenn wir mittendrin sind (der Park ist auch eingezaeunt)). Aber sie kommt eben nicht immer wenn ich sie rufe (vorallem wenn sie mit anderen spiel)t.

Mein Ziel ist aber, dass wir es schaffen, dass sie wirklich IMMER kommt, sobald ich sie rufe. Sie hat auch jetzt schon einen ausgepraegten Jagdtrieb.

Zu meiner Frage, ob ich sie trotzdem soweit fuehren kann, dass sie sich dann abrufen laesst, meinte die Hundetraenerin, dass das ginge.

Aber sie meinte auch, dass ich sie keinesfalls komplett ableinen sollte, sondern bis sie wirklich gut hoert, erstmal mit einer Schleppleine arbeiten. Auf meine Frage zur Laenge meinte sie 5 Meter.

Ich denke, dass sie eine gute Trainerin ist. Aber sie hat eben auch keinen Windhund.

Und wenn ich mir ueberlege, dass meine Kleine jetzt schon einen mega Radius beim Laufen hat und das auch wirklich braucht, dann frage ich mich, ob es nicht Quaelerei ist, wenn ich sie bei 5 Meter kurz halte (was ich auch gar nicht kann, wenn sie losrennt, reichen die 5 Meter wirklich nicht, so schnell kann ich gar nicht drauftreten, ganz abgesehen von der Verletzungsgefahr).

Hat Jemand einen Tip?

Ich moechte natuerlich, dass sie super abrufbar wird, aber ich kann sie doch nicht die naechsten Monate an einer 5 Meter Leine halten?!

Ganz liebe Gruesse von einer etwas hilflos fuehlenden Erst-Windhund-Halterin :Oo

J&Ph

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Und wenn ich mir ueberlege, dass meine Kleine jetzt schon einen mega Radius beim Laufen hat und das auch wirklich braucht,
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54257&goto=1085695

Da solltest du ganz dringend umdenken, sonst wird das nichts mit deinem Windi ;)

Ja die sind schnell und laufen flott sehr weit und ja sie brauchen das auch... mal. Aber nur dann, wenn du sie Frei gibst. Ansonsten hat der Hund sich in deiner Nähe aufzuhalten und sich nicht von selber zu entfernen. Tut er das doch, wird er auch jagen , wenn ihm danach ist und du wirst das nicht ändern können.

Gerade beim Whipp auch darauf achten, das der nicht hoch erhobenen Hauptes die Gegend scannt, je weiter unten der Kopf desto weniger sieht er.

Deine Trainerin hat gute Ansätze, nimm das ernst sonst hast du früher oder später dein erstes totes Wild zu Füßen liegen.

Gruß Iris

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(bearbeitet)

Ich würds so machen: in Situationen, in denen du dir sicher bist, dass keine Gefahr droht, wenn du sie erst aufs 2 mal oder 3 mal abrufen kannst, lass sie frei laufen. Im Wald, oder wo du denkst, dass dort ihr Jagdtrieb durchkommt, nimm die Schlepp, das gibt dir einfach Sicherheit. Sind dir 5 m zu kurz, kannst du auch 10 nehmen. 15 find ich persönlich zu lang, für die meisten Halter, denn mit der Schlepp umzugehen will gelernt sein. Und zieh auf jeden Fall Handschuhe an, wenn du einen Hund hast, der dazu tendiert, in die Leine zu preschen.

Ich würd übrigens, solange der Rückruf noch nicht sitzt sie, wenn sie frei ist, wirklich nur abrufen, wenn du dir sicher bist, dass sie kommt. zB, wenn sie eh grad zu dir hersieht, oder sie in reizarmer Umgebung ist. Ansonsten würd ich dir empfehlen, einfach einen Gang zuzulegen und deines Weges zu laufen (wirklich laufen). Sie wird dich wahrnehmen und nachkommen, dann kannst du immer noch ein Hier geben, wenn sie eh schon auf dem Weg zu dir ist. WEnn sie dich aus den Augen verliert, ihr Problem. Ruf sie aber dann ab, wenn sie evtl. irgendwo verloren steht und nach dir guckt. So lernt sie, dass sie nicht mal kommen muss und mal nicht.

Ich trainier mit meinem den Rückruf mit Leckerchen, weil es das ist, was mir zu hundertprozent wichtig ist. Bei ihm klappts super, er ist ja auch super verfressen :D Ich denke, jeder sollte da selbst überlegen, ob er mit oder ohne Belohnung arbeitet. Wie machst du das denn bisher?

Edit: Grundsätzlich kann ich Chubais nur zustimmen, dein Hund muss auch lernen bei dir zu bleiben, auch ohne Leine, erst wenn du freigibst. Aber du willst ja erstmal ab Rückruf arbeiten, denk ich. Allerdings kann ich dir sagen, wenn sie einmal Erfolg beim Jagen hatte, wirds schwierig, denn was kannst du ihr da im Gegensatz noch bieten, was spannender ist??

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:winken:

mag sein, dass sie einen großen Radius "braucht", aber zugestehen solltest du ihn ihr keinesfalls!

Frag doch mal die Trainerin, warum 5 m und nicht 10 m (würde mich auch interessieren), bei 10 m kann der Hund wenigstens mal ein paar Hopser machen.

Zum Auslaufen suche dir einen großen eingezäunten Platz. Es gibt doch fast überall Windhundausläufe.

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Hallo ihr Lieben,

vielen Dank fuer eure schnellen Antworten. Gut, dass ich jetzt weiss, dass sie nicht unbedingt jeden Tag so weit flitzen "muss" bis sie hoert!

Ich werde mir am Montag eine 10m Schleppleine und Handschuhe(!) ;) besorgen.

Ich hatte einfach Angst, dass es Quaelerei ist, wenn ich sie so kurz halte. Aber ich bin froh, dass dem wohl nicht so ist. Wie genau das mit der Schleppleine funktioniert, kommt in der Hundeschule erst im 2. Kurs dran. Ich werd jetzt hier erstmal durchlesen ob es dazu gute Tipps gibt, denn ich will nicht wieder was falsch machen!

Danke nochmal fuer eure Antworten!!

Alles Liebe,

J&Ph

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Hallo,

wie sich schnell rausstellte, ist bei meiner Süßen wohl vor allem Galgo Espanol drin. Ich war ja sooooo stolz, daß die sich sehr schnell besser abrufen ließ, als die ganzen Hunde mit langem Hundeschule training.

Dummerweise lebte sie sich dann ein und der Jagdtrieb kam durch. Gemeinerweise merkt die sich tagelang, wo sie was gesehen hat - da war spielen dann auch uninteressant, teilweise schon nach Sekunden. Mitunter konnte man aber rechtzeitig sehen, daß sie so langsam an Jagd denkt und ich sie noch abrufen. Da mußte sie dann aber auch an der Leine bleiben, sonst ging das mit der Jagdlust sofort wieder los.

Irgendwann war das so schlimm, daß ich wirklich davon ausgehen mußte, daß für sie Ableinen = Jagen bedeutet. Seitdem habe ich eine 15m Schleppleine im Einsatz. Die erste war eine Katastrophe (Eine Schnur: die verbrennt und schneidet Haut!) - aber jetzt habe ich eine Kunststoffummantelte Schnur. Die kann man problemlos mit der Hand halten, in die Leine greifen usw. :D Desweiteren ist die bei Regenwetter auch viel angenehmer.

Die Schlepp habe ich aber erstmal nicht losgelassen (soll man ja) sondern festgehalten und Juno dann in dem 15m Umkreis an der Leine spielen lassen, bzw. den Ball innerhalb des Radius geworfen. Mit der Leine hörte sie sofort auf, Jagen zu wollen und inzwischen kann ich die Leine einfach fallen lassen, wie es sich gehört, und sie bleibt innerhalb des Radius, rennt höchstens weiter, wenn ich den Ball weiter werfe, kommt aber sofort wieder zurück.

Also, zum Thema Schlepp: JAAA! TOLLE SACHE! Aber nimm bloß eine, die Kunststoffummantelt ist, damit man sich nicht verletzt!

Inzwischen nehme ich die Schlepp auch gern zum Spazierengehen, wo sie angeleint sein muß: In der linken Hand die Reserve, so daß ich noch Raum geben kann und mit der Rechten sehe ich zu, daß die Länge stimmt, bzw. halte sie, wenn es wegen irgendwas brenzlig wird, fest. Im Prinzip als normale Hundeleine. Das funktioniert besser als die Flexis und Juno ist damit richtig glücklich! Wie schon geschrieben: Sowas NIEMALS mit einer reinen Schnur-Leine probieren, sonst führt das zu Verletzungen! Das kann man gar nicht oft genug betonen...

Ich habe Juno übrigens auch schnell auf Pfeife trainiert. Dabei ist mir (bevor ich die Schlepp hatte) aufgefallen, daß in Extremsituationen, wo normales Abrufen zwar sichtbar verlangsamt, aber mitunter nicht zu Abbruch/Rückkehr führt, die Erfolgsquote steigt, wenn Pfeife und Abruf /unmittelbar nacheinander/ erfolgen. Das dringt dann doch irgendwie besser durch.

Screet

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Hallo Screet,

danke fuer Deinen Beitrag! Woher hast Du die kunststoffummantelte Schnur? Ich wollte heute in den Baumarkt gehen und einen Gurt kaufen (von der Rolle) ... aber das schreit nur so nach aufgeschuerften Haenden und Schnitte ;)

Danke fuer Deine Beschreibung, wie Du mit der Schlepp arbeitest. Ich hoffe echt, dass ich bei meiner dann alles richtig mache! Manchmal bin ich echt ungluecklich weil ich so wenig Ahnung habe (trotz Hundeschule und Buecher...).

Liebe Gruesse,

J&Ph

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Hallo Johanna! :winken:

Ich denke Deine Trainerin hat recht. Es geht beim Schleppleinentraining darum, dass der Hund lernt, dass er immer kommen muss, wenn Du ihn rufst, dass ihm quasi keine andere Wahl bleibt und Du Dich in dem Punkt zu 100% durchsetzt. Du quälst damit den Hund auf keinen Fall, sondern beschützt ihn vor den reellen Gefahren, die das weglaufen und jagen bergen.

Dein Hund hat bereits gelernt, dass Du keinen Einfluss darauf hast, wenn er beschließt, nicht zu Dir zu kommen. Darum heißt es jetzt doppelt konsequent sein.

Ich hab bei meinem Lenny den gleichen Fehler gemacht und ihn abgeleint, als das abrufen noch nicht zu 100% saß. Später das jagen wieder kontrollieren zu können war doppelt harte Arbeit. Ich würde einen Hund nie mehr ableinen, wenn er nicht absolut zuverlässig abrufbar ist.

Ich vermute mal 5 m Leine, weil der Hund bei 10 Metern Anlauf enorm viel Kraft bekommt und das Verletzungsrisiko für Hund und Halter einfach zu groß wird, wenn der Hund mit 10 Metern Anlauf in die Leine rennt.

LG Anja

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Als (fast)Windhundbesitzerin (Podenco) kann ich verstehen, was du mit dem großen Radius meinst...für einen Windhund sind 10m eben fast nichts, da kommt man ja nicht mal richtig auf Touren :D

Dennoch ist es für Trainingszwecke, Abruf etc, denke ich mal sinnvoll, mit Schlepp zu arbeiten...denn da kannst du die Kommandos im Notfall auch durchsetzen. Außerdem kannst du sie später in dem Radius halten, wenn du in weniger übersichtlichen Gegenden unterwegs bist.

Als Abruftraining klappt bei meiner aber auch das Verstecken oder Wegrennen gut...zögert sie mit dem Kommen, dann renne ich in die andere Richtung weg oder verstecke mich hinter einem Baum etc...und dann wird sie richtig schnell :klatsch:

Allerdings muss ich dazu sagen, dass meine kaum Jagdtrieb hat und "nur" zu irgendwelchen potentiellen Futterquellen (alles, was sich so ekliges in der Landschaft finden lässt...) "abhaut".

Da ich bei meiner Podencodame aber schon nach kurzer Zeit "nur" Schlepp merke, dass sie völlig unausgelastet ist (auch nach Stundenlang Gassi), würde ich dir einen eingezäunten Auslauf empfehlen, wo sie dann wirklich rennen kann. Oder Radfahren, aber das ist bei einem jungen Hund ja noch nicht so gut.

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Ich hoffe echt, dass ich bei meiner dann alles richtig mache! Manchmal bin ich echt ungluecklich weil ich so wenig Ahnung habe (trotz Hundeschule und Buecher...).

Liebe Gruesse,

J&Ph
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54257&goto=1086645

Jeder fängt mal an :o) Du kannst ja fragen, hier wird Dir gerne geholfen. :D

Schleppleinen bekommst Du eigentlich in jedem Tierfachgeschäft. Die sind wie runde Kordeln, kein Gurtband. Da wickelst Du Dich kaputt und Dein Hund macht in der Zeit schon wieder was anderes :o)

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