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Hundeforum Der Hund
Sabine1967

Kastration wegen Problemen mit anderen Rüden?

Empfohlene Beiträge

Hallo,

wir sind neu hier und haben gleich mal ein Problem.

Seit 3 Monaten haben wir einen 11 Jahre alten Rüden (Mischling, mittelgroß, unkastriert) aus einer Pflegestelle übernommen.

Es ist unser erster Hund und er wurde uns als sehr lieb, aber mit Rüden nicht immer verträglich mitgegeben.

Beides stimmt. Wir arbeiten daran.

Inszwischen können wir halbwegs ruhig an der Leine an anderen Rüden vorbeilaufen, manchmal wird noch geknurrt oder gebellt, mit Hündinnen versteht er sich sehr gut, mit manchen Rüden auch.

Wir üben fleissig Rückruf, wenn kein anderer Hund im Feld in der Nähe ist. Sehe ich einen Hund, rufe ich meinen zurück, der dann zumindest stehenbleibt, wenn er nicht direkt kommt und leine ihn an, um dann weiterzugehen.

Nun passiert es immer wieder, dass andere, unangeleinte Rüden (mit Herrchen in nicht greifbarer Entfernung) auf uns zustürzen und unseren Hund angreifen. Der steht zu diesem Zeitpunkt mit gestellten Nackenhaarten und wehrt sich. Bisher hatten danach meist er oder ich kleinere Bisswunden.

Da mir diese Situation natürlich sehr auf die Spaziergehlust schlägt, fragte ich in der Hundeschule nach, was man tun könnte.

Dort meine man, wir sollten ihn kastrieren lassen (oder einen Chip zur Probe) setzen, da er wohl auf große Entfernung Dominanz zeige, sodaß immer wieder diese Angriffe die Folge sind.

Nun meine Frage:

Ist das die einzige Möglichkeit, in Zukunft in Ruhe Gassi gehen zu können bzw. wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt hilft?

Ich freue mich auf Eure Antworten und wechsle bis dahin ins Vorstellungsforum!

Liebe Grüße

Sabine

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Hallo,

Ihr könnt gerne das Problem mit einem Kastrationschip angehen. Ich befürchte aber, dass damit Euer Problem nicht gelöst ist.

Euer Rüde ist bereits 11 Jahre alt und hat seine "Ausstrahlung" sein Verhalten bereits über Jahre gefestigt. Da lässt sich nicht so einfach der Knopf umlegen.

Wird der Rüde kastriert, dann dauert es auch noch etwa 6 Monate bis sich die Hormone im Körper komplett abgebaut haben. Danach werden Kastraten gerne von anderen Rüden bestiegen. Sie scheinen einen hündinnenhaften Geruch auszuströmen.

Ob das Euer Rüde, der ja offensichtlich Dominanz zeigt und Selbstbewußtsein, duldet, ist fraglich.

Ich würde alles lassen wie es ist und am Problem "Hundebegegnung" arbeiten. Fremden Hundehalter würde ich anrufen und darum bitten, ihren Hund ebenfalls anzuleinen.

Gruß Christa

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Hallo Christa,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Du bestätigst, was mir mein bischen gefühlter Hundeverstand auch sagt.

Für meine Beispiele mit den "herrenlosen" Hunden muss ich mir allerdings dann wohl ein dickeres Fell zulegen. Ich bin jedes Mal fix und fertig, so wie beim Autofahren nach einem Beinahe-Crash.

Würde es "helfen", eine Hand voll von den besten Leckerlie zwischen den Hundetumult zu werfen oder irgendetwas (erlaubtes) anderes was die Hunde erschreckt, damit sie voneinander lassen? Um Zeit zu gewinnen?

Ruhig ohne Geschrei weggehen nutzt ja nicht, denn der andere kommt hinterhergesaust.

Bin gespannt auf weitere Meinungen.

Liebe Grüße

Sabine

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Huhu, in eine angespannte Situation Leckerlis ins Spiel zu bringen, halte ich für keine gute Idee....erstens geht es dann womöglich noch um Ressourcenverteidigung oder die Herrschaften bekommen das gar nicht mit! ;)

Du solltest versuchen, Deinen Hund hinter Dich zu bringen und dann dem "Angreifer" versuchen zu verscheuchen, in dem Du ihm entschlossen entgegentrittst, Dich möglichst groß machst und ihn anbrüllst (HAU AB oder so)!

Oder es gibt so Wurfketten, die Du dem anderen Hund vor die Füße knallen kannst....davon lassen sich manche auch beeindrucken!

Evtl. kann man es erreichen, dass die anderen ihre Hunde an die Leine nehmen, wenn man ihnen zuruft, dass der eigene Hund krank ist (Zwingerhusten, Flöhe) - hilft auch imer wieder! ;)

Ich hbabe auch einen Rüden, der nicht mit allen Rüden kann.....bisher habe ich auf die Art schon einige Hunde verscheuchen können!

Ohne Leine gibt es meist weniger Probleme der Hunde untereinander......ist ja allerdings nicht überall machbar.....dann hilft oft selber umdrehen und weggehen, meist folgt der eigene Hund einem dann!!

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Huhu Sabine.

erstmal herzlich Willkommen hier bei uns :winken:

Ich würde auch nicht Kastrieren lassen, aus den selben Gründen, die Christa schon genannt hat.

Aber auf GAR KEINEN Fall Leckerlie zwischen die Hunde werfen, das gibt die größte Beißerei.

Du kannst den Hunden einen Schritt entgegengehen wenn sie auf euch zulaufen. Verscheuch die fremden Hunde und stell dich "schützend" vo deinen Hund. Wehre den fremden Hund ab. Dann rufst du dem Hundehalter zu, das er seinen Hund abholen soll.

Wenn du das regelmäßig machst, dann fängt dein Hund an, dir zu Vertrauen und er weiß, das das Frauchen die Situation für ihn regelt und er sich nicht mit anderen Hunden anzulegen braucht ;)

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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

Die Idee mit den Leckerli stammt von einer Hundetrainerin. Ich versuchs lieber nicht, Eure Antworten erscheinen mir schlüssig.

Das Dazwischenstellen werde ich probieren und berichten.

Liebe Grüße

Sabine

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Hallo,

also, wie schon meine Vorgänger gesagt haben, bitte keine Leckerlis werfen. In diesem Zustand würden die Rüden sehr wahrscheinlich eh nicht fressen und, wenn sie alle sind, was dann?

Besorg Dir ein paar kleine Tupperdosen und fühle sie mit Kieselsteine (nur wenige, damit es noch ordentlich rabbelt). Wenn jetzt ein fremder Rüde kommt, bringe Deinen Hund hinter Dich, baue Dich groß auf und schmeiss ihm die Dose vor die Füsse. Wenn eine nicht reicht, dann die nächste.

Du wartest bis der Angreifer weg ist und hebst dann die Dosen wieder auf.

Im Übrigen, Deinem Hund beibringen nicht selbst zu pöbeln. Du musst ruhig und soverän auftreten.

Anschreien bringt nichts.

Gruß Christa

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Hallo!

Ich würde auch nicht kastrieren, sondern ihm klar machen, wer führt, wer beschützt und wem was gehört! Ich denke ihr müsst ein bisschen am Respekt arbeiten und du musst dich mehr als Chef beweisen (ohne Gewalt natürlich) und dann wird sich das Problem von allein geben. Allerdings keine Leckerchen nutzen bei Kontakt mit anderen Hunden UND ich würde auch erstmal Begegnungen mit fremden Hunden ohne Leine meiden, weil er dann auf sich gestellt ist solang du nicht Chef bist, und so lernt, sich zu verteidigen, bzw. den "Macker" zu machen.

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Hi,

soweit ich das nun gelesen habe, hast Du ja nur ein Problem, wenn andere unangeleinte Rüden auf Euch zukommen...

Also, wenn Du kastrieren möchtest, würde ich denen aber die Rechnung schicken ;)

Ne, im Ernst...

Es gibt leider immer wieder Hundehalter, die ihre Hunde nicht im Griff haben und unangeleint durch die Wallachei (stimmt das so?) streifen lassen...

Ich habe hier mindestens 1 Hündin, die da auch nicht freundlich reagieren würde, wenn ein Hund auf uns zugerannt kommen würde (egal welches Geschlecht)...

Und das ist auch ihr/sein Recht, wenn sie/er denkt die Situation (und mich/ Dich) verteidigen zu müssen...

Das Problem liegt in diesem Moment nicht in den Hormonen, sondern bei uns...

Entweder, wir bekommen die Situation in den Augen unserer Hunde klar im Griff, oder die Hunde übernehmen... :(

Das mit den Leckerlies klapp sehr wohl, wenn der Hund freundlich gesinnt des Weges kommt...(das kenne ich von diesen "der tut nix Labbis", die lassen sich sehr gerne von Leckies ablenken .. ;) )

Einen Hund der Zoff will, kannst Du nur durch Deine Körpersprache entgegentreten...

Vorausgesetzt, Dein Hund lässt Dich agieren... ;)

Ein sehr vowärtsdenkender Hund macht es einem eher unsicheren Halter unendlich schwerer...

Falls Du wirklich vor einer "Wand" stehst, würde ich Dir empfeheln, das Geld für die Kastration lieber in einen guten Trainer zu inverstieren :D

Liebe Grüße Petra

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Juno hat das Problem auch, oft angegriffen zu werden. Wenn es geht, stelle ich mich dazwischen. Aber Vorsicht: Ich habe schon erlebt, daß ein Hund daraufhin statt Juno erstmal mich erwischen wollte. Da mußte ich dann die Sohle vom Wanderstiefel zeigen (getreten habe ich nicht, mein Vater hätte das aber sehr wohl gemacht) und mich immer wieder entsprechend drehen, weil der Hund in meine Seite kommen wollte.

Wenn genug Vorwarnzeit ist, habe ich festgestellt, daß es hilfreich sein kann, meine Arme um Juno zu legen - sowohl damit sie ruhig bleibt (also auch nicht zusätzlich provoziert), als auch, damit der angreifende Hund abzieht, da der sieht, daß nen Mensch dabei ist.

Wenn es nicht zu vermeiden ist, daß die sich beißen, ist auch die Frage, ob Dein Hund sich ohne Leine besser verteidigen kann - denn in so einem Fall schmeißen viele gleich die Leine auf den Boden und lassen die Hunde das austragen. Zumindest hier in der Gegend empfehlen die Hundeschule's das auch. Bei Juno ist das glücklicherweise nicht nötig - eben im Park wurde sie auch wieder übel angegriffen. Ihre Erzfeindin Clara kam ohne Leine um die Ecke und wegen der dichten Vegetation konnte man nichts sehen. Die Hunde sind praktisch direkt ineinander gerannt und Clara legte sofort los. Unüblicherweise (meine Versuche, Juno zu beruhigen, da sie einige Kennenlernprobleme hat, scheinen zu fruchten) hat sie sich sogar zu mir zurückgezogen, nur das Clara beißend mitkam. Früher hätte Juno versucht, ebenfalls sofort ranzugehen. Glücklicherweise ist Juno so fit, daß sie Clara in weniger als 5 sek. so zusammengefaltet hat, daß die sich verzog - und statt sich weiter aufzuregen, hat Juno dann einfach ein wenig Gras neben mir gemampft :D Die Besitzer kamen zwar sofort hinterher, aber da war schon alles vorbei. Die waren besorgt, daß Clara Juno verletzt haben könnte, aber als ich meinte, daß das eher umgekehrt wäre, meinten die "Gut! Hoffentlich merkt die sich das!". Auf sowas kann man durchaus hoffen - die Kleinhunde, die Juno gern im Rudel angreifen, probieren es zwar immer wieder, aber von den großen hat es nur ein einziger mehrfach probiert (und der wurde immer geschlagen, wenn er den Angriff abbrach, ist jetzt aber abgegeben worden) - die übrigen nur so lange, bis sie einmal zusammengefaltet wurden und seitdem gehen die Juno freiwillig aus dem Weg.

Mitunter sind nen lautes und sehr strenges nein oder pfui auch gut, um dafür zu sorgen, daß es nicht zur Beißerei kommt. Teilweise lassen sich die Hunde auch ohne Schwierigkeiten trennen, aber da besteht die Gefahr, sich selbst was einzufangen.

Juno ist übrigens kastriert und wird dennoch von Hündinnen angegriffen. Von einem jungen Rüden im Park weiß ich aber, daß er, als er "erwachsen" wurde, von dominanten Rüden gern angegriffen wurde, obwohl die früher spielten. Seitdem er kastriert ist, ist das weg, dafür wollen die ihn nun bespringen. Allerdings dürfte das auch damit zusammenhängen, daß sich das Verhalten von dem Hund sowohl beim Erwachsenwerden als auch nach der Kastration geändert hat - und das würde ich bei einem alten Rüden nicht erwarten. Da hat sich das Verhalten im Laufe der Jahre sicher gefestigt!

Die Leckerlie-Idee wurde hier ja schon wieder verworfen. Ein weiteres Argument gegen dieses Vorgehen wäre auch, das Hunde, die sich beißen wollen, Leckerlies ignorieren. Ich habe wirklich noch nie erlebt, daß Hunde in solch einem Moment dadurch ablenkbar sind.

Screet

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